Andreas Gruber Herzgrab

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Inhaltsangabe zu „Herzgrab“ von Andreas Gruber

Wenn Liebe zur Obsession wird und Rache zum blutigen Wahn. Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana. In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen – auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen.

Ein Einzelband des Autors, der mich auch wieder komplett begeistert hat. Andreas Gruber halt, er kann es einfach :)

— ErbsenundKarotten
ErbsenundKarotten

Spannung pur, viele Tote, unglaubliche Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele. Bisher mein bester Gruber!

— homealwaysfeelssofaraway
homealwaysfeelssofaraway

Großartiger Auftakt für eine hoffentlich neue Serie!

— cassandrad
cassandrad

Sehr gutes Buch, voller Spannung und Wendungen

— Susi30
Susi30

Einfach zu konstruiert und durch die vielen Protagonisten sehr verworren, Schade!

— Trini68
Trini68

3.5 Sterne für einen guten Thriller

— Pat82
Pat82

Sehr spannend bis zur letzten Seite, wieder mit tollen Charakteren und einer super Story! Kann ich nur empfehlen!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Tiefschwarze Impressionen aus der Toskana

— VeroG
VeroG

Spannend bis zur letzten Minute!

— Ascari0
Ascari0

Wieder mal ein super Buch von Herrn Gruber!!

— psy-borg
psy-borg

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    Herzgrab
    homealwaysfeelssofaraway

    homealwaysfeelssofaraway

    06. April 2017 um 19:42

    Teresa Del Vecchio, die sich von ihrer wohlhabenden, italienischen Familie distanziert hat, lebt mittlerweile in Wien. Aufgrund einer Familientragödie ist sie jedoch gezwungen, für ein paar Tage in die alte Heimat zurückzukehren – dort passiert in ihrem Gästezimmer etwas sehr Mysteriöses. Dann verschwindet Teresa plötzlich spurlos. Mit diesem Fall wird Peter Gerink beauftragt, der ein Spezialist für Vermisstenfälle ist. Er erkundigt sich bei Teresas Nichte Monica, die ihr damals nach Wien gefolgt ist und mittlerweile auch dort lebt, über das Verhältnis und die Hintergründe zur Familie und erfährt, dass auch ihr Vater, also Teresas Bruder, seit einem Jahr spurlos verschwunden ist. Da Peter Gerink bei der Suche nach Salvatore, einem berühmten Künstler, nicht behilflich sein kann, weil dafür offiziell die italienische Polizei verantwortlich wäre, empfiehlt der Ermittler eine der besten Privatdetektive – seine Frau. Mit der es zugegebenermaßen zur Zeit etwas kriselt, was bei diesem Fall natürlich nichts zur Sache tun soll. Nur hat Elena Peter ausgerechnet mit seinem langjährigen Kollegen Dino Scatozza betrogen – was die Ermittlungen in dem Fall Teresa nicht unbedingt leichter machen. Dino ist nämlich der einzige Kollege, der der italienischen Sprache mächtig ist, und deswegen gemeinsam mit Peter nach Italien reisen und an dem Fall ermitteln muss. Schließlich beginnt die Geschichte von Teresas Verschwinden auf dem Anwesen der Del Vecchios.Als zusätzlich auch noch ein „letztes“ Gemälde von Salvatore Del Vecchio in einem Auktionshaus auftaucht, nimmt die Ermittlung Fahrt auf…Eine perfekte Mischung aus Wortwitz und Spannung! Peter und Dino ermitteln auf eine lockere, trotz den Problemen kumpelhafte, neckische Art, wie man es auch aus vielen Filmen und Serien kennt. Es macht sehr viel Spaß, Elena bei ihren Ermittlungen zu begleiten, sie ist eine schlagfertige, selbstbewusste Frau und wir erleben mit ihr und Monica, Nichte von Teresa und Tochter von Salvatore, ein spannendes Abenteuer.Für mich der beste Gruber, den ich bisher gelesen habe, obwohl alle hervorragend waren. Er schafft hier einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, die einen erschauern lassen. Damit meine ich, dass das Buch nichts für schwache Gemüter ist. Das Motiv und die Art der Morde sind schauderhaft, die Geschichte aber gut durchdacht. Mit lockeren Sprüchen wird die Atmosphäre dann wieder aufgelockert. Dabei entsteht zu keiner Zeit Langeweile.Für mich ein perfekter Thriller mit einem kleinen, vernachlässigbaren Abzug, weil mir kurz vor Ende der Kampf, ob denn das Gute oder Böse gewinnt, ein klein wenig zu lange gedauert hat.

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  • Ein bisschen zu lang

    Herzgrab
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2017 um 11:04

    Andreas Gruber gehört seit der Todes-Reihe zu meinen Lieblingsautoren, weshalb ich natürlich auch seine anderen Bücher lesen wollte. Herzgrab ist ein Einzelband, folgt aber dem selben Schema wie seine anderen Bücher. Zwei Ermittler, zwei Fälle in zwei verschiedenen Gegenden und irgendwann läuft alles zusammen...Die Ermittler waren mir sehr sympathisch.  An manchen Stellen war mir dieses Buch aber leider etwas zu langatmig. Ein Thriller über 500 Seiten hat es meist schwer, die Spannung aufrecht zu erhalten. So auch hier. Das Setting in der Toskana hat mir gut gefallen, mir allerdings auch einige Schwierigkeiten bereitet. Mit den italienischen Begriffen tat ich mich ein wenig schwer. Der Fall an sich war zwar interessant, doch von der Thematik her nicht so meins.

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  • Andreas Gruber, wie man ihn kennt

    Herzgrab
    Susi30

    Susi30

    08. December 2016 um 11:11

    In Italien geschehen mehrere mysteriöse Morde, eine Familientragödie wird aufgedeckt und Ermittler mit Mumm und etwas Humor treffen sich im Werk "Herzgrab" von Andreas Gruber. Das Buch liest sich flüssig und angenehm, so dass man den Thriller immer weiter verfolgen möchte. Die Wendungen überraschen und die Story mehr als tragisch. Allerdings nichts für schwache Nerven, da recht viele blutige Szenen vorkommen. Ich bin auch weiterhin von Andreas Gruber fasziniert und freue mich auch auf weitere Bücher von ihm. Bin sehr begeistert und empfehle gerne seine Bücher weiter für all diejenigen, denen gute Thriller unter die Haut gehen.

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  • Blutige Kunst

    Herzgrab
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    23. January 2016 um 23:22

    Die Wiener Privatdetektivin Elena wird von der jungen Italienerin Monica engagiert um ihren Vater zu finden. Er ist vor einem Jahr spurlos verschwunden und ein berühmter Maler. Kurz vor seinem verschwinden ist seine Frau bei einem Unfall ums Leben gekommen. Plötzlich taucht ein Gemälde auf, das Monicas Mutter zeigt und versteigert werden soll. Das Bild hat ihr verschwundener Vater gemalt, aber wie soll das alles zusammen passen? Elenas Mann arbeitet als Kriminalkommissar und ist auch mit einem Vermisstenfall beschäftigt, den Monicas Tante ist auch verschunden oder entführt worden.  Alle führt es nach Italien und dort will ihnen keiner weiter helfen. Sie machen aber die falschen Leute nervös und es dauert nicht lange, bis man sie aus den Weg räumen möchte. Mir hat dieses Buch von Andreas Gruber wieder sehr gut gefallen, aber der Fall war mir ein bisschen zu viel und teils nicht ganz Glaubwürdig erschienen. Die Figuren sind zwar lebendig mit ihren Gefühlen und Ängsten und ich habe gerne von Elena und ihren Mann Peter gelesen und selbst Dino der Italiener war mir sympatisch. Doch die anderen Protagonisten waren mir meistens zu wenig und waren mir einfach zu Farblos und oberflächlich. Einiges fand ich auch recht passend gemacht und man erlebt hier wirklich viel zu viele Stehaufmännchen, die von einer Gefahr in die nächste laufen. Ich kann dennoch sagen, das es ein meistens spannender Thriller mit sympatischen Ermittlern war, mit einer für mich etwas zu komplexen Story, die mich nicht immer richtig fesseln konnte.  

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  • Hochspannend und super durchdacht!

    Herzgrab
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    Die Geschichte: Elena ist Privatdetektivin in Wien und wird von der jungen Italienerin Monica engagiert, die ihren Vater sucht. Der ist ein bekannter Maler und vor einem Jahr spurlos verschwunden. Die Umstände sind sehr seltsam, außerdem kam kurz zuvor seine Frau bei einem Unfall ums Leben. Dann taucht ein Gemälde auf, das Monicas Mutter zeigt und für ein Vermögen versteigert wird. Was steckt hinter dem Verschwinden des Malers und was ist das Geheimnis des Bildes, das er während seiner Abwesenheit geschaffen hat? Eine Entführung oder nur ein Marketinggag, um den Preis der Gemälde in die Höhe zu treiben? Elenas Mann Peter ist Kriminalkommissar und ebenfalls gerade mit einem Vermisstenfall beschäftigt: er soll Monicas Tante finden, die nach einem Familienbesuch in Italien nicht mehr gesehen wurde. Alles deutet darauf hin, dass die vermögende Familie viel zu verbergen hat. Peter und sein italienischstämmiger Kollege Dino stoßen vor Ort auf eine Mauer des Schweigens und auch die Carabinieri sind ihnen alles andere als behilflich. Anscheinend soll hier einiges vertuscht werden und die schnüffelnden Wiener geraten selbst bald in die Schusslinie … Meine Meinung: Seit einiger Zeit verschlinge ich ja extrem begeistert alle Bücher von Andreas Gruber, die ich in die Finger bekomme. Man kann getrost behaupten, dass er inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört und auch dieser Thriller hat mich wieder absolut überzeugt. Etwas schade finde ich, dass Andreas Gruber sich immer so tolle, sympathische oder ungewöhnliche Protagonisten ausdenkt, die man eigentlich gar nicht mehr missen möchte. Wieso schade? Weil er dann ja inzwischen an mindestens drei Reihen schreiben müsste und wir jeweils umso länger auf Nachschub warten müssten. Walter Pulaski und Maarten S. Sneijder dürfen ja bereits in mehreren Büchern die Hauptrolle spielen, aber auch von Elena, Peter und Dino würde ich sehr gerne noch mehr lesen. Die Figuren erscheinen lebendig und glaubwürdig mit all ihren Ecken, Kanten, Gefühlen und Ängsten. Elena und Peter machen gerade beziehungstechnisch eine schwierige Phase durch und daran ist Dino nicht ganz unschuldig. Das bringt natürlich reichlich privaten Zündstoff in die Geschichte. Sehr gelungen finde ich dabei auch immer das ausgewogene Verhältnis zwischen Ermittlungsarbeit und Privatleben der Protagonisten. Genau richtig, um mit den Figuren mitzufiebern, aber niemals so viel, dass es störend oder ablenkend wirken könnte. Für eher zartbesaitete Leser ist dieser Thriller stellenweise nicht so gut geeignet. Wie gewohnt geht es blutig und grausig zur Sache, dabei geht der Autor aber niemals so sehr ins Detail, dass es effektheischend wird. An Spannung würde es aber auch ohne Blut überhaupt nicht fehlen. Praktisch bis zur letzten Seite sorgen immer wieder neue Entwicklungen, Wendungen und Überraschungen für ein sehr fesselndes Lesevergnügen. Action und Humor kommen dabei auch nicht zu kurz – eine rundum gelungene Mischung. So ganz nebenbei hat Andreas Gruber auch in dieses Buch wieder ein bisschen gut platzierte Kritik einfließen lassen in Sachen Tierschutz. Dieses Engagement finde ich absolut sympathisch! Ein Großteil der Handlung ist in Italien angesiedelt und die Schauplätze lassen manchmal echtes Urlaubsfeeling aufkommen. Daran kann auch die wenig einladende Beschreibung mancher Stadtteile und Hotels nichts ändern. Fazit: Ein absolut gelungener, hochspannender Thriller mit sympathischen Ermittlern und einer komplexen Story, der bis zur letzten Seite fesselt und bestens unterhält.

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    • 2
  • Die Geheimnisse der Del Vecchios - finster und blutig

    Herzgrab
    VeroG

    VeroG

    16. September 2015 um 11:39

    Eine Frau aus Wien reist zum Begräbnis ihrer Brüder in der Toskana und verschwindet spurlos. Ein berühmter Maler wird vermisst – und es kann ja wohl kein Zufall sein, dass die vermisste Frau mit ihm verwandt ist. Der Wiener Polizist Peter Gerink ermittelt mit seinem Partner in Italien zu der verschwundenen Teresa del Vecchio. Seine getrennt lebende Frau ist Detektivin und sucht auf Wunsch von Monica, der Tochter des verschollenen Malers Salvatore del Vecchio, nach ihm. Bald merken die beiden Ermittler, dass die Fälle miteinander zusammenhängen müssen. Eine Tour de Force durch die Toskana und die Gefühle der beiden Ermittler beginnt und endet in einem fulminanten Showdown auf einem Friedhof. Man möchte fast sagen, wie immer bei Andreas Gruber, in einem mächtigen Gewitter.

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  • Leichen pflastern die Toskana

    Herzgrab
    Dreamworx

    Dreamworx

    11. September 2015 um 15:26

    Teresa Del Vecchio lebt mit ihrer Nichte Monica in Wien, doch zur Trauerfeier für ihre zwei kürzlich zu Tode gekommenen Brüder fährt sie auf den Familiensitz der Del Vecchios in die Toskana. Dort verschwindet sie unbemerkt von allen Anwesenden spurlos. Während der BKA-Spezialist für Entführungen Peter Gerink in Wien von seiner Chefin damit beauftragt wird, mit seinem italienischen Partner Dino Scatozza in die Toskana zu reisen, um nach Spuren für Teresas Verbleib zu suchen, wird Gerinks Ehefrau Elena als Detektivin von der Kunststudentin Monica Del Vecchio engagiert, um ihren Vater, den Maler Salvatore Del Vecchio, zu finden, der seit einem Jahr verschwunden ist. Kaum betreten die beiden BKA-Ermittler italienischen Boden, sehen sie sich durch die italienische Polizei ebenso behindert wie durch die Familie Del Vecchio. Als sie sich eigenmächtig auf Spurensuche begeben, geraten sie in einen Sumpf von Verschwörungen und müssen zudem herausfinden, dass es noch mehr verschwundene Menschen gibt, die alle mit der Familie Del Vecchio in irgendeiner Weise verbunden waren. Währenddessen kommen Elena und Monica mit ihrer Suche nach Salvatore Del Vecchio dem Geheimnis immer näher und geraten so in das Visier eines skrupellosen Killers. Andreas Gruber hat mit seinem Buch „Herzgrab“ einen sehr spannenden und schlafraubenden Thriller vorgelegt. Der Schreibstil ist rasant und fesselt, der Leser ist ab der ersten Seite mit von der Partie bei einer wilden Reise durch die Toskana, wobei er abwechselnd Elena und Monica begleitet oder Peter und Dino bei ihren Erlebnissen über die Schulter schaut und oftmals kaum Zeit zum Luftholen hat. Der Spannungsbogen wird bereits durch den Prolog sehr hoch aufgebaut und zieht sich wie ein roter Faden bis zum Finale des Romans. Dabei bedient sich der Autor neben den wechselnden Handlungspaaren auch der Perspektive des Rückblicks, der kursiv geschrieben Teresas Schicksal beschreibt. Durch das Legen von falschen Fährten und überraschenden Verwicklungen ist der Leser immer wieder gezwungen, eigene Gedanken umzuwerfen und die Situation neu zu überdenken. Die Charaktere sind vielseitig angelegt und wirken sehr authentisch. Elena Gerink ist eine toughe Detektivin, die momentan getrennt von ihrem Ehemann lebt und doch fast jede Minute an ihn denkt. Sie wirkt sehr sympathisch, besitzt Empathie für ihre Klienten und hat ein gutes Auge für Ungereimtheiten. Peter Gerink ist durch die Trennung von seiner Frau angeschlagen und hat diesbezüglich einen Hass auf seinen Kollegen Dino, mit dem er notgedrungen diesen Fall untersuchen soll. Peter ist integer und hat einen sarkastischen Humor, der dem Leser oftmals ein Grinsen ins Gesicht beschert. Dino ist der typische Italiener, immer wie aus dem Ei gepellt, dabei großschnäuzig, ein Macho, der allerdings auch eine weiche Seite und seinen eigenen Kopf hat. Monica del Vecchio ist eine zwielichtige Person, die zum einen auf junges Mädchen macht, es zum anderen aber faustdick hinter den Ohren hat. Sie lässt sich nicht in die Karten schauen. „Herzgrab“ ist ein packender spannungsgeladener Thriller, in dem es manchmal recht blutig zugeht. Liebhaber dieses Genres kommen bei der Lektüre dieses Buches voll auf ihre Kosten. Absolute Leseempfehlung!  

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  • Auf nach Italien

    Herzgrab
    Ascari0

    Ascari0

    29. August 2015 um 18:12

    "Herzgrab" lag schon länger auf meinem Merkzettel bei Audible für Hörbücher. Ich konnte mich aufgrund der unterschiedlichen Rezensionen aber lang nicht entscheiden, ob ich mir das Buch nun anhören sollte oder nicht. Am Ende siegte allerdings meine Neugier und ich habe es nicht bereut. Der Klappentext: Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana. In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen – auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen ... Meine Meinung: "Herzgrab" ist ein echter Gruber, wie man ihn kennt und liebt. Trotzdem weicht der Roman bei einigen Details vom gewohnten Schema ab: Die Handlungsschauplätze sind dieses Mal nicht Deutschland und Österreich, sondern Italien und Österreich. Die beiden Protagonisten kennen sich bereits von Beginn der Geschichte an, wenn sie auch nicht zusammen arbeiten und einige private Probleme zu klären haben. Grubers Stil ist wie gewohnt flüssig und fesselnd, jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der einen wie gewohnt dazu bringt, das Hörbuch mehr oder weniger zu "fressen". Ich habe die 14  Stunden jedenfalls in einer guten Woche geschafft, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht bzw. ausgeht. Gelesen wird das Hörbuch von zwei Sprechern, wobei der größte Teil von Achim Buch gesprochen wird, den ich auch schon von "Todesurteil" kenne. Er macht seine Arbeit wie gewohnt professionell - am besten hat mir hier der Akzent des florentinischen Maresciallo gefallen, wenn er Deutsch gesprochen hat. In den Rezensionen wurde oft kritisiert, dass die italienische Polizei hier nicht gut wegkommt. Dies kann ich bestätigen, ist aber zumindest aufgrund der Vorurteile von Peter Gerink zum Teil nachvollziehbar ... Weitere Gründe dafür erfährt man erst ein wenig später. Ob und wie man auf Italienisch richtig flucht, kann ich nicht beurteilen, ich kann also nicht sagen, ob Gruber hier korrekt recherchiert hat oder nicht - für das Verständnis des Romans spielt es aber keine große Rolle. Das Finale ist sehr actionreich, hier dreht Gruber die Spannungsspirale durchaus noch einmal um zwei Windungen, ehe man am Ende ausatmen kann. Dies ist für mich auch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch - das Ende fand ich ein wenig too much. Ein bisschen weniger wäre hier mehr und vor allem unter den gegebenen Umständen authentischer gewesen ... Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der zu fesseln vermag - auch als Hörbuch. Lediglich das Finale entsprach nicht unbedingt meinem Geschmack ...

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  • Spannender Thriller mit kleinen Schwächen

    Herzgrab
    Felice

    Felice

    24. October 2014 um 20:28

    Die Story ist nichts Neues: Eine Frau verschwindet spurlos und wird gefangen gehalten, ihr Tod ist nur eine Frage der ZEit und die Suche nach ihr beginnt aufgrund schlampiger italienischer Ermittlungen erst einen Monat später. Der wiener BKA-Ermittler Peter Gerink wird ausgerechnet mit seinem italienischen Kollegen , der gerade einen One-Night-Stand mit seiner Frau Elena hatte, auf Dienstreise geschickt, Doppelzimmer in der Honeymoonsuite inclusive, was durchaus zur humorvollen Auflockerung des an sich an die Nerven gehenden Plots beiträgt. Parallel wird Elena von der Nichte der Entführten engagiert und begibt sich ebenfalls nach Italien. Bis die beiden sich wieder begegnen, ist die Story spannend interessant, im letzten Drittel wird meiner Meinung nach etwas zu dick aufgetragen und es ist auch nicht alles logisch. "Herzgrab" kommt meiner Meinung nach  nicht an "Rachesommer" heran, ist aber dennoch eine gute und unterhaltsame Thrillerlektüre.

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  • Andreas Gruber - immer wieder lesenswert

    Herzgrab
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. June 2014 um 07:36

    Die in Wien lebende Teresa Del Vecchio fährt zu ihrer Familie in die Toskana, um am Gedenkgottesdienst ihrer beiden kürzlich verstorbenen Brüder teilzunehmen. Ihr eigentliches Ansinnen aber ist es, herauszubekommen, wo ihr Bruder, der Maler Salvatore Del Vecchio, verblieben ist. Seit einem Jahr ist er spurlos verschwunden und hinterließ nur den Hinweis, dass er sich zurückziehen und ein letztes Bild malen wird. Plötzlich verschwindet auch Teresa spurlos. Da die italienischen Behörden keine ergebnisbringenden Resultate liefern, übernimmt die Wiener Polizei die Ermittlungen. Mit dem Fall werden Peter Gerink, der Spezialist des Bundeskriminalamtes für Entführungsfälle, und sein italienisch sprechender Partner Dino Scatozza beauftragt. Eine unglückliche Konstellation, denn Peter ist nicht gut auf Dino zu sprechen, hatte dieser doch ein Verhältnis mit seiner Frau. Während der Befragung von Monica, der Nichte von Teresa, die gemeinsam in Wien wohnen, bittet diese ihn um den Gefallen, ob er nicht auch gleichzeitig nach ihrem Vater, dem Maler Salvatore Del Vecchio, ermitteln kann, da dieser seit einem Jahr verschwunden ist. Das muss er leider ablehnen, empfiehlt ihr aber Elena Gerink, seine Frau, die als Privatdetektivin arbeitet und ebenfalls auf vermisste Personen spezialisiert ist. Während Peter und Dino in Florenz ermitteln, macht sich Elena in Wien auf die Suche nach Salvatore. Sehr bald ist klar, dass beide Fälle im Zusammenhang stehen und nicht mehr losgelöst voneinander ermittelt werden kann ... Dieser Thriller war bereits mein 5. Buch von Andreas Gruber und ich liege sicher nicht falsch, wenn ich behaupte, dass er immer besser wird. Die beiden Hauptakteure, Elena und Peter Gerink, leben nach einem One-Night-Stand von Elena mit Peters Kollegen Dino getrennt. Beide sind Ermittler, Peter beim Wiener BKA, Elena als Privatdetektivin. Sie sind beide mit der Situation überfordert, denn eigentlich können sie nicht ohne einander.  Der Leser erhält neben den Ermittlungen der parallel laufenden Fälle auch Einblick in das Seelenleben von Elena und Peter und einen Rückblick in ihre Geschichte. Die Ermittlungen von Elena und Peter werden dem Leser mittels mehrerer Handlungsstränge nahegebracht. Diese sind jeweils in der 3. Person geschrieben. Lange laufen sie parallel zueinander, bis sie beginnen, sich zu vermischen und miteinander zu verweben. Neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten erfährt der Leser auch in kleinen Sequenzen die Geschehnisse aus der Sicht Teresas und was ihr gerade widerfährt. Schon mit Beginn des Thrillers wird Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende hin stetig steigert. Das Ende ist überwältigend und überraschend. Mit meinen Vermutungen auf den Täter, die ich im Laufe der Geschichte gefasst habe, lag ich völlig falsch, so dass ich auf alle Fälle vom Ende überrascht wurde. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken sehr glaubhaft, sowohl von ihrem Wesen her wie auch während der Ermittlungen. Der Autor hat seinen doch recht blutigen Thriller in einer anschaulichen Kulisse, in Florenz und Umgebung, spielen lassen. Andreas Gruber ist es gelungen, seinen 540 Seiten starken Thriller weder langweilig noch langatmig zu gestalten, im Gegenteil, spannend geschrieben, so dass man ihn nicht aus der Hand legen mag.      Andreas Gruber ist immer ein Garant für spannungsgeladene Unterhaltung. Ich empfehle diesen Thriller sehr gern weiter.

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  • Klasse Buch!

    Herzgrab
    Anjaxxx

    Anjaxxx

    26. February 2014 um 10:11

    Ich bin absolut begeistert. Nachdem mir auch die anderen Bücher des Autoren richtig gut gefallen haben, habe ich mich nur auf Herzgrab gefreut und wurde absolut nixht enttäuscht. Für mich das bisher beste Buch des Autoren. Total authentische und sympathische Protagonisten in die man sich reinversetzen kann, die einfach “echt” rübergekommen sind und eine ausgereifte Story die echt der Wahnsinn war und aud die man so erstmal kommen muss. Spannungsbogen gibt es hier gar nicht wirklich…denn die Spannung war wirklich durchgehend ganz oben. Gleich von Anfang an ist man im Geschehen drin und Knall auf Fall passiert immer etwas anderes, neues, unerwartetes. Ich hatte echt das Gefühl ich war eins mit der Geschichte und konnte das Buch nicht mehr weglegen, ich hätte hier noch 1000 Seiten mehr lesen können. Der Autor legt viele falsche Spuren und auch einige wenige richtige, ich hatte aber bis zu Beginn der Auflösung keine Ahnung wie das alles zusammenhänggen könnte und hier gibt es so viele Drehungen und Wendungen das mir manchmal fast das Herz stehen geblieben ist. Immer wieder tote, neue Offenbarungen und Drehungen die man niemals für möglich gehalten hätte. Schade das ich nun fertig mit dem Buch bin, ich habe es geliebt. Ein muss für jeden Thrillerfan der auf Nervenkitzel steht.

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  • Guter Thriller

    Herzgrab
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. February 2014 um 18:39

    INHALT: Die Privatdetektivin Elena Gerink hat sich einen hervorragenden Ruf in ihrem Beruf erworben, doch in ihrem Privatleben sieht es alles andere als rosig aus. Ihr Mann Peter hat ihr den Seitensprung mit seinem Kollegen Dino nicht verziehen, weshalb Elena nun bei einer Freundin wohnt. Doch leider kreuzen sich die Wege von Peter und Elena Gerink, denn während der BKA-Beamte gemeinsam mit seinem verhassten Partner Dino Scatozza den Fall der in Italien entführten Wienerin Teresa Del Vecchio zu lösen versucht, übernimmt die selbstständige Privatdetektivin von der Teresas Nichte den Auftrag, ihren Vater, den verschwundenen Maler Salvatore Del Vecchio zu finden. Bald stellt sich heraus, dass die beiden Fälle zusammenhängen und dass Elena und Peter zusammenarbeiten müssen, um die vermissten Personen zu finden... Ein Muss für jeden Thrillerfan! Das Buch ist garantiert nicht langweilig.

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  • Andreas Gruber in Bestform!

    Herzgrab
    J-B-Wind

    J-B-Wind

    21. January 2014 um 10:13

    Die Wölfe überfallen das Lamm im Dunkel der Nacht, doch die Blutspuren haften auf den Steinen im Tal, und das Verbrechen wird für alle sichtbar, wenn die Sonne aufgeht. Khalil Gibran, Sämtliche Werke Der österreichische Autor Andreas Gruber ist längst kein Geheimtipp mehr sondern mittlerweile sehr bekannt und das aus gutem Grund. Um den zu erfahren, müssen Sie nur eines seiner Bücher lesen. Sie werden sich dem Sog seiner Geschichten nicht entziehen können. Garantiert! Sein neuester Thriller »Herzgrab« knüpft nahtlos an die Erfolge von »Todesfrist« und »Rachsommer« an, die ebenfalls bei Goldmann als Taschenbuchausgabe erschienen sind. Anders als bei den Vorgängern hat sich diesmal Goldmann das Erstrecht gekauft. Der Roman ist in fünf Teile gegliedert, denen jeweils ein Zitat voran gestellt ist; beginnt zudem mit einem für Andreas Gruber typischen spannenden Prolog, der einen sofort in den Bann zieht, und schließt mit einem Epilog ab. Der Leser wird diesmal in die Kunstwelt und nach Italien entführt. Im Mittelpunkt steht die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink, die den Ruf hat, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Sie wird von Monica Del Vecchio beauftragt, deren Vater, den verschwundenen weltberühmten Maler Salvatore Del Vecchio zu suchen, was sich schwieriger gestaltet als gedacht. Obwohl er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, glaubt seine Tochter nicht an einen Selbstmord. Überraschend taucht ein angeblich letztes Gemälde des Malers auf, das Monicas Mutter zeigt, und um eine enorme Summe ersteigert wird. Unabhängig davon ermittelt zur selben Zeit Elenas Ehemann Peter Gerink, Entführungsspezialist beim BKA in der Sache Teresa Del Vecchio, die seit einiger Zeit als vermisst gilt und zuletzt in der Toskana gesehen wurde. Zusammen mit seinem italienischstämmigen Partner Dino Scatozza wird er nach Italien geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Und das wäre in Ordnung, wenn nur nicht diese Sache zwischen ihnen stehen würde: Scatozza hat nämlich gerade erst mit Peters Frau geschlafen... ›Herzgrab‹ ist der bislang umfangreichste Thriller aus Andreas Grubers Feder, nicht nur was die Seitenzahl betrifft. Im Buch tummeln sich zahlreiche Personen. Andreas Gruber versteht es allerdings meisterhaft den Leser sanft durch den Personendschungel zu führen. Um den Überblick zu behalten nutzt er, beziehungsweise sein Protagonist Peter Gerink, eine Personentafel in Form einer Minigrafik, die sich auch im Buch wiederfindet. Ohne Frage ist dem Autor ein mitreißender Thriller gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Geschickt legt der Autor falsche Fährten und baut überraschende Wendungen ein, die das Leseerlebnis und Miträtseln verlängern. Gekonnt wurden mehrere Erzählperspektiven, Zeitebenen und Handlungsstränge miteinander verknüpft, die am Ende alle in einen roten Faden münden, samt furiosem und unvorhersehbarem Finale, das keine Fragen offen lässt. Das beherrscht der akribisch arbeitende Autor wirklich famos. Seine Figuren sind plastisch gezeichnet, greifbar und agieren stets glaubhaft und authentisch. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Darüber hinaus punktet »Herzgrab« stellenweise mit scharzem Humor und liefert sarkastisch-ironische Pointen. Ein Beispiel: Da sich Peter Gerink zusammen mit seinem Partner die Honeymoon Suite in einer schäbigen italienischen Absteige teilen muss, samt rotem Himmelbett und Plüschkissen, werden die beiden von den italienischen Kollegen bald nur noch »Die Homos aus Wien« genannt und kritisch beäugt, was vor allem Peter Gerink alles andere als lustig findet (im Gegensatz zum Leser). Schließlich handelt es sich bei Dino Scatozza um seinen Nebenbuhler. Aber auch die italienischen Beamten bekommen ihr Fett ab und werden vom Gerink-Scatozza-Gespann nach allen Regeln der Kunst hinters Licht geführt. Die humorvollen Passagen sind sicher Mitschuld daran, warum »Herzgrab« nicht ganz so düster, gruselig und grausam ist wie die Vorgänger »Rachesommer« und »Todesfrist«, wenn der Täter auch eiskalt vorgeht und die Taten an sich nichts für schwache Nerven sind. Der Schreibstil ist gewohnt rasant, atmosphärisch dicht und packend. Schon im Prolog kommt der Autor richtig zur Sache und der Thriller gerät in Fahrt. Der Plot entwickelt daraufhin von Kapitel zu Kapitel immer mehr Zugkraft, sodass man ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. (Und dieser Punkt ist bereits auf Seite 18 erreicht.) Die Perspektivewechsel sind moderat, aber durchaus öfter mitten im Kapitel. Die Rückblenden sind zur besseren Überschaubarkeit kursiv gehalten. Was Andreas Gruber außerdem wundervoll beherrscht, ist das Schreiben von Dialogen. Diese wirken niemals hölzern und sind gespickt mit Konflikten: ein Schlagabtausch jagt den nächsten. Zusätzlich punktet das Buch mit vielen zusätzlichen Informationen für den Leser, die zeigen wie akribisch der Autor rechecheriert. »Herzgrab« ist ein actiongeladener, mäßig blutiger Thriller, der einen atemlos aber befriedigt hinterlässt, weil die Bösen wieder einmal den Kürzeren ziehen.

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  • Andreas Gruber in Spitzenform!

    Herzgrab
    J-B-Wind

    J-B-Wind

    21. January 2014 um 10:12

    Die Wölfe überfallen das Lamm im Dunkel der Nacht, doch die Blutspuren haften auf den Steinen im Tal, und das Verbrechen wird für alle sichtbar, wenn die Sonne aufgeht. Khalil Gibran, Sämtliche Werke Der österreichische Autor Andreas Gruber ist längst kein Geheimtipp mehr sondern mittlerweile sehr bekannt und das aus gutem Grund. Um den zu erfahren, müssen Sie nur eines seiner Bücher lesen. Sie werden sich dem Sog seiner Geschichten nicht entziehen können. Garantiert! Sein neuester Thriller »Herzgrab« knüpft nahtlos an die Erfolge von »Todesfrist« und »Rachsommer« an, die ebenfalls bei Goldmann als Taschenbuchausgabe erschienen sind. Anders als bei den Vorgängern hat sich diesmal Goldmann das Erstrecht gekauft. Der Roman ist in fünf Teile gegliedert, denen jeweils ein Zitat voran gestellt ist; beginnt zudem mit einem für Andreas Gruber typischen spannenden Prolog, der einen sofort in den Bann zieht, und schließt mit einem Epilog ab. Der Leser wird diesmal in die Kunstwelt und nach Italien entführt. Im Mittelpunkt steht die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink, die den Ruf hat, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Sie wird von Monica Del Vecchio beauftragt, deren Vater, den verschwundenen weltberühmten Maler Salvatore Del Vecchio zu suchen, was sich schwieriger gestaltet als gedacht. Obwohl er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, glaubt seine Tochter nicht an einen Selbstmord. Überraschend taucht ein angeblich letztes Gemälde des Malers auf, das Monicas Mutter zeigt, und um eine enorme Summe ersteigert wird. Unabhängig davon ermittelt zur selben Zeit Elenas Ehemann Peter Gerink, Entführungsspezialist beim BKA in der Sache Teresa Del Vecchio, die seit einiger Zeit als vermisst gilt und zuletzt in der Toskana gesehen wurde. Zusammen mit seinem italienischstämmigen Partner Dino Scatozza wird er nach Italien geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Und das wäre in Ordnung, wenn nur nicht diese Sache zwischen ihnen stehen würde: Scatozza hat nämlich gerade erst mit Peters Frau geschlafen... ›Herzgrab‹ ist der bislang umfangreichste Thriller aus Andreas Grubers Feder, nicht nur was die Seitenzahl betrifft. Im Buch tummeln sich zahlreiche Personen. Andreas Gruber versteht es allerdings meisterhaft den Leser sanft durch den Personendschungel zu führen. Um den Überblick zu behalten nutzt er, beziehungsweise sein Protagonist Peter Gerink, eine Personentafel in Form einer Minigrafik, die sich auch im Buch wiederfindet. Ohne Frage ist dem Autor ein mitreißender Thriller gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Geschickt legt der Autor falsche Fährten und baut überraschende Wendungen ein, die das Leseerlebnis und Miträtseln verlängern. Gekonnt wurden mehrere Erzählperspektiven, Zeitebenen und Handlungsstränge miteinander verknüpft, die am Ende alle in einen roten Faden münden, samt furiosem und unvorhersehbarem Finale, das keine Fragen offen lässt. Das beherrscht der akribisch arbeitende Autor wirklich famos. Seine Figuren sind plastisch gezeichnet, greifbar und agieren stets glaubhaft und authentisch. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Darüber hinaus punktet »Herzgrab« stellenweise mit scharzem Humor und liefert sarkastisch-ironische Pointen. Ein Beispiel: Da sich Peter Gerink zusammen mit seinem Partner die Honeymoon Suite in einer schäbigen italienischen Absteige teilen muss, samt rotem Himmelbett und Plüschkissen, werden die beiden von den italienischen Kollegen bald nur noch »Die Homos aus Wien« genannt und kritisch beäugt, was vor allem Peter Gerink alles andere als lustig findet (im Gegensatz zum Leser). Schließlich handelt es sich bei Dino Scatozza um seinen Nebenbuhler. Aber auch die italienischen Beamten bekommen ihr Fett ab und werden vom Gerink-Scatozza-Gespann nach allen Regeln der Kunst hinters Licht geführt. Die humorvollen Passagen sind sicher Mitschuld daran, warum »Herzgrab« nicht ganz so düster, gruselig und grausam ist wie die Vorgänger »Rachesommer« und »Todesfrist«, wenn der Täter auch eiskalt vorgeht und die Taten an sich nichts für schwache Nerven sind. Der Schreibstil ist gewohnt rasant, atmosphärisch dicht und packend. Schon im Prolog kommt der Autor richtig zur Sache und der Thriller gerät in Fahrt. Der Plot entwickelt daraufhin von Kapitel zu Kapitel immer mehr Zugkraft, sodass man ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. (Und dieser Punkt ist bereits auf Seite 18 erreicht.) Die Perspektivewechsel sind moderat, aber durchaus öfter mitten im Kapitel. Die Rückblenden sind zur besseren Überschaubarkeit kursiv gehalten. Was Andreas Gruber außerdem wundervoll beherrscht, ist das Schreiben von Dialogen. Diese wirken niemals hölzern und sind gespickt mit Konflikten: ein Schlagabtausch jagt den nächsten. Zusätzlich punktet das Buch mit vielen zusätzlichen Informationen für den Leser, die zeigen wie akribisch der Autor rechecheriert. »Herzgrab« ist ein actiongeladener, mäßig blutiger Thriller, der einen atemlos aber befriedigt hinterlässt, weil die Bösen wieder einmal den Kürzeren ziehen.

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  • Herzgrab

    Herzgrab
    thenight

    thenight

    14. January 2014 um 06:24

    Leider gibt es in diesem Buch einiges was mir nicht gefiel. Die Privatdetektivin Elena bekommt den Auftrag in Italien den vermissten Maler Salavatore zu suchen, zeitgleich wird ihr Mann von dem sie zur Zeit getrennt lebt, beauftragt die Schwester des Malers zu suchen. Peter ist Kommissar in Wien, es geschehen einige grausame Morde, die alle miteinander zu tun haben und von der italienischen Polizei vertuscht werden. Italien, scheint ein Land zu sein in dem Korruption und und unhaltbare hygienische Zustände herrschen, die Polizei die eigentlich mit Peter zusammenarbeiten soll, hält Informationen zurück, macht sich über Peter und seinen Kollegen lustig und foltert ihre Verdächtigen. Das Hotel in dem Peter untergebracht wird ist schmuddelig genauso wie der Rezeptionist und in den Gassen stinkt es. Die Familie der vermissten, besteht aus Despoten und Trinkern Nein es war kein großes Vergnügen dieses Buch zu lesen, eher ein Ärgernis, deswegen habe ich die letzten 100 Seiten auch nur überflogen um zu erfahren was genau geschah. Der Autor scheint etwas gegen Italien und die Italiener zu haben und hätte deswegen, sein Buch vielleicht in einem anderen Land ansiedeln sollen.  

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