Andreas Hüllenhagen

 4,3 Sterne bei 11 Bewertungen

Alle Bücher von Andreas Hüllenhagen

Cover des Buches Scott, der Penner: Roman (ISBN: 9781980242611)

Scott, der Penner: Roman

 (5)
Erschienen am 31.01.2013
Cover des Buches Scott, der Penner (ISBN: 9783944183053)

Scott, der Penner

 (2)
Erschienen am 31.01.2013
Cover des Buches Früchte des Verrats. Thriller (ISBN: 9783944183084)

Früchte des Verrats. Thriller

 (1)
Erschienen am 20.06.2014
Cover des Buches Ruf des Stillgeborenen (ISBN: 9783739643861)

Ruf des Stillgeborenen

 (0)
Erschienen am 18.03.2016

Neue Rezensionen zu Andreas Hüllenhagen

Cover des Buches Tote Freunde: Die Geschichte eines Serienmörders (ISBN: B07YJXL3MB)Seehase1977s avatar

Rezension zu "Tote Freunde: Die Geschichte eines Serienmörders" von Andreas Hüllenhagen

Spannender und interessanter Einblick in die Seele eines Serienmörders
Seehase1977vor 2 Jahren

Laslo Mensen ist ein Serienmörder, der bereits zahlreiche Männer, vor allem aus der Schwulenszene, durch Erdrosseln getötet hat. Auch der Journalist Arthur Brell ist Mensen in die Falle gegangen. Aufgrund langer vorheriger Recherche weiß Brell jedoch, mit wem er es zu tun hat. Um selbst dem Tod zu entgehen, schafft es der Journalist Mensen dazu zu bewegen, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Die ans Tageslicht kommenden Kindheitserinnerungen, schockierenden Geständnisse und intimen Geheimnisse des Mannes katapultieren Arthur Brell in die dunklen Abgründe einer menschlichen Seele…


Meine Meinung:


Der im Südharz lebende Andreas Hüllenhagen schreibt bereits seit 2006 literarische Texte und hat bereits zwei Bücher veröffentlicht. „Tote Freunde: Die Geschichte eines Serienmörders“ ist sein drittes Buch und gleichzeitig ein biografischer Roman mit fiktiver Rahmengeschichte. Wie wird ein Mensch zum Serienmörder? Eine Frage, die die Menschen bewegt und umtreibt, auch mich. Die Lebensgeschichte von Laslo Mensen bietet deshalb interessante und schockierende Einblicke in eine gestörte Seele.


„Ich griff nach dem Kopfhörerkabel, schlang es ihm um den Hals und zog die tödliche Schlinge zu.“


Obwohl der Name Laslo Mensen frei erfunden ist, so beruhen die hier geschilderten Taten doch auf einer wahren Begebenheit. Klar, flüssig und sehr spannend erzählt Andreas Hüllenhagen die Geschichte eines Serienmörders und beschreibt auf fesselnde Weise den Lebensweg eines Außenseiters. Die Einblicke, die der Autor in die Psyche des Mörders gewährt, die Veränderungen die Mensens Seele im Laufe seines Lebens erfährt und seine intimen Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen sind schockierend und verstörend. 


 „Lachten sie mich aus? Blödsinn. Sie kannten mich nicht. Trotzdem wurde mein Gesicht heiß.“


Die Geschichte von Laslo Mensen, vor allem die seiner Kindheit, hat mich in ihren Bann gezogen, sein Psychogramm mich gefesselt, fasziniert und gleichzeitig abgestoßen. Das ist auch der Grund, warum für mich die fiktive Rahmengeschichte nicht zwingend notwendig gewesen wäre, auch wenn diese einen wichtigen Teil der Story einnimmt, wie ein roter Faden durchs Buch führt und mit einem überraschenden Ende aufwarten kann. 


Mein Fazit:


Ein spannender, gut aufgebauter biografischer Roman, der tief in die Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht und der außerdem ein interessantes Bild eines Menschen zeichnet, der im Laufe seiner Entwicklung zum Mörder wird. 





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Cover des Buches Früchte des Verrats. Thriller (ISBN: 9783944183084)inflagrantibookss avatar

Rezension zu "Früchte des Verrats. Thriller" von Andreas Hüllenhagen

Gesellschaftskritisch sehr gut!
inflagrantibooksvor 7 Jahren


Das Cover wurde vom Autor selbst erstellt und spiegelt im Grunde perfekt den Inhalt wieder. Leider wirkt es auf mich ein bisschen zusammengestückelt und vielleicht hätte man hier mit professioneller Hilfe noch mehr herausholen können.


Ich verzichte an dieser Stelle auf eine gesonderte Inhaltsangabe. Erstens verrät der Klappentext in meinen Augen schon genug und zweitens weiß ich nicht, ob ich den vielen Handlungssträngen gerecht werden kann, ohne zu viel preis zu geben.

"Früchte des Verrats" ist eigentlich eine Geschichte, die so gar nicht in mein Leseschema passt. Ich war aber aufgrund des Klappentextes neugierig und habe mich der Geschichte gewidmet. Organhandel ist ein schwieriges Thema und ich wollte wissen, wie der Autor dieses umgesetzt hat.
Die Protagonisten sind Menschen wie Du und Ich. Der nette Nachbar von nebenan oder die Verkäuferin in dem schicken Weingeschäft an der Hauptstraße. Jeder hat seine kleinen Macken, sie haben alle Ecken und Kanten und ausnahmslos jede der Figuren scheint einen ganzen XXL-Sack voller Probleme mit sich rumzuschleppen. Bei einigen der Figuren wirkten diese Macken ein bisschen aufgesetzt und zu beabsichtigt um normal zu erscheinen, bei anderen wiederrum verdeutlichen sie perfekt den Gemütszustand oder erklärten das momentane Verhalten. Der Autor hält da sehr gut die Waage, denn auch wenn es wirklich manchmal aufgesetzt wirkt, so passt es doch im Grunde zu dem Charakter der Figur. Auf jede einzelne Figur einzugehen, würde jetzt hier an dieser Stelle den Rahmen sprengen, denn Andreas Hüllenhagen hat in seiner Geschichte sehr viele Personen, die agieren und die wichtig sind, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Sie sind alle durchweg glaubwürdig und man merkt, dass alle eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben.
Mein persönlicher Hauptprotagonist war Theo Jäger, seinerseits Journalist und selbsternannter Schnüffler. Auch wenn es zu seinem Beruf gehört, empfand ich an manchen Stellen seine Neugierde recht nervig und stellenweise auch mehr als unangebracht. Diese Momente beschränken sich jedoch ausschließlich auf den Anfang. Danach scheint es, als hätte der Autor einen besseren Draht zu seiner Figur gefunden und ich konnte mich in Theo hineinversetzten und ihm gefühlsmäßig folgen. Gegen Ende war er mir restlos sympathisch, denn er vollzieht eine sehr umfangreiche Entwicklung innerhalb der Geschichte, sodass der anfängliche Theo mit dem am Ende nicht mehr zu vergleichen ist. Die Figur von Theo Jäger hat der Autor meiner Meinung nach am besten erschaffen! Klasse!
Die zweite, wirklich interessante Figur war Anna, die Tochter von Dr. Lima. Sie wirkte auf mich während der ganzen Ereignisse, wie die Person, die am sichersten war. Ich weiß nicht die ich das ausdrücken soll, das Wort was vielleicht am besten passt, ist: geerdet. Egal, was sie erfuhr oder glaubte zu wissen, nichts konnte sie so schnell umhauen, auch wenn sie hier und da geweint hat. Für alle anderen brach eine Welt zusammen und sie war der Fels in der Brandung, wie man so schön sagt. Außerdem empfand ich das Zusammenspiel mit Theo als sehr erfrischen und angenehm, denn es wirkte auch mich, normal. Keine erzwungene Liebesgeschichte, um der Handlung mehr Reiz zu verleihen, sondern etwas, das eben einfach passiert und aus dem man am Ende gestärkt hervorgeht. Ich weiß nicht, ob dieser Liebesgeschichten-Part vom Autor so geplant war, aber für mich war er mit das beste an der ganzen Geschichte.
Die Handlung von "Früchte des Verrats" ist in mehrere Handlungsstränge geteilt, die sich stellenweise kreuzen, aufeinander liegen oder auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Am Ende führt der Autor jedoch alle gekonnt und mit einer Leichtigkeit zusammen, dass einiges, was mit zwischenzeitlich seltsam oder unlogisch erschien, plötzlich einen Sinn ergibt. Ich hätte mehrere "Aha" Momente, an denen ich überrascht wurde und erstaunt die zusammengehörigen Hintergründe betrachtete, die zuerst nicht ersichtlich waren. Viele kleine Szenen sorgen für eine Weiterentwicklung der Figuren, die wiederrum für das Vorankommen der Haupthandlung wichtig ist.
"Früchte des Verrats" ist eine Geschichte, die man nach dem Lesen weglegt, die aber noch sehr lange in den Gedanken bleibt. Sie ist auf vielen Ebenen sehr Gesellschaftskritisch, spielt in der Realität und macht die Geschichten hinter der Gesamtgeschichte dadurch nur noch glaubhafter. Dafür sorgt außerdem die erstklassige Recherchearbeit des Autors. Man merkt, dass er die Orte, an denen viele Szenen spielen, kennt oder sich tiefgreifend über sie informiert hat.

Das Einzige, was ich an dieser Stelle kritisieren muss, hängt auch mit dem Hauptthema zusammen. Der Organhandel kommt in meinen Augen zu kurz. Der Autor greift oftmals auf Rückblicke zurück. Viele Szenen spielen in der Vergangenheit und ich finde, dort hätte man öfters auf den Organhandel zurückblicken können, denn das war ja im Grunde eine ziemlich große Sache. Deklariert wurde "Früchte des Verrats" als Thriller, was meiner Meinung nach auch nicht gänzlich zutrifft. Ein bisschen mehr Thriller-Elemente durch die Sicht auf den Organhandel und dann wäre das perfekt gewesen. 

"Früchte des Verrats" ist ein verdammt gesellschaftskritischer Roman, der aber auch die guten Seiten der Menschen aufzeigt, wenn sie bereit sind, sich zu verändern. Die Gegenwart trifft auf die Vergangenheit und beeinflusst so die Zukunft vieler Menschen. Andreas Hüllenhagen hat hier eine Geschichte geschrieben, die sicherlich nicht für jeden etwas ist. Wenn man sich aber auf die Figuren einlässt, findet man sich als Leser sehr schnell zwischen Lügen und Intrigen wieder, die tiefer reichen, als es auf den ersten Blick aussieht. Andreas Hüllenhagen hat Talent und ich bin mir sicher, dass wir noch einige sehr gesellschaftskritische Romane von ihm lesen dürfen.



"Früchte des Verrats" bekommt von mir sehr gute 4 von 5 Marken. Die Betitelung als Thriller, die damit einhergehenden Erwartungen und die in meinen Augen zu kurz kommenden Organhandel-Szenen um das Genre zu rechtfertigen, sorgen dafür, dass ich eine Marke abziehe. 

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