Buchwächter

von Andreas Hagemann 
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
Buchwächter
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Wunderbares Buch über die Macht der Phantasie, das einen mitreißt.

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Magisches Abenteuer für Jugendliche im alten England

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Inhaltsangabe zu "Buchwächter"

Was würdest du tun, wenn du Phantasien zum Leben erwecken könntest?

Die Begegnung mit dem Buchhändler Arthur ist für Finn mehr als der Beginn einer Freundschaft, denn dessen unscheinbarer Laden birgt zahlreiche Geheimnisse. Zwischen all den Bänden erwacht in dem neugierigen Jungen eine phantastische Gabe. Er lernt bald, dass Bücher weit mehr als nur Geschichten enthalten, es magische und äußerst mächtige Exemplare gibt. Als die Buchwächter ihn zu einem der ihren machen möchten, scheint sein Glück vollkommen.

Doch schon bald zeigt die Welt der Bücher ihr finsteres Gesicht und Finn erkennt, wie bedeutsam seine Gabe ist. Er muss sich einer Macht stellen, gegen die selbst seine Kraft verblasst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752834758
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:356 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:01.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Dreamcrystalls avatar
    Dreamcrystallvor einem Tag
    Kurzmeinung: Wunderbares Buch über die Macht der Phantasie, das einen mitreißt.
    Das Leben der Phantasien ...

    ... ist vermutlich in Gefahr!

    Inhalt

    Finn ist ein schmaler neunjähriger Junge, der auf dem Hof seiner Familie hilft und von gemeinen Klassenkameraden schikaniert wird. Als er eines Tages erneut die Flucht antritt, versteckt er sich in einer Buchhandlung – und von einem Tag auf den anderen ist sein Leben auf den Kopf gestellt. Der Buchhändler Arthur gibt ihm die Möglichkeit, ein vollkommen anderes Leben kennenzulernen, vor allem mit jede Menge Büchern und einer gehörigen Portion Magie.

    Denn die Geschichten sind nicht nur das, sondern auch ein eigenes Leben, das gefährdet ist. Schnell lernt Finn, dass er helfen muss, bevor diese magischen Geschichten in die falschen Hände fallen ...


    Meinung

    Zum ersten Mal bin ich auf das Buch im "selfpublisher" gestoßen, wo das Cover beurteilt wurde. Das ist ja schon mal richtig toll gemacht. Diese ganze Gestaltung mit dem Schloss und den Goldbeschlägen und dem Buchrücken ist einfach nur toll und man stellt sich sowas definitiv gern ins Regal! Auf der FBM hab ich dann meine Chance wahrgenommen und mir ein signiertes Exemplar geholt.
    (Man gönnt sich ja sonst nichts.)

    Andreas Hagemann beschreibt eine wunderbar detailreiche Welt, in der man sich schnell verlieren kann. Es werden auf viele Kleinigkeiten geachtet, die immer an den richtigen Stellen wiederholt oder eingeführt werden, wodurch sich ein lebendiges Bild zeichnet. Jede Figur hat seine Daseinsberechtigung, jede Beschreibung einen Grund. Dazu gibt es Zeichnungen vom Autoren selbst, was super dazu passt.

    Besonders Ka-Tsching und Ring haben es mir angetan. Ihre Sichtweisen sind unterhaltsam und ihre Streitgespräche für mich definitiv ein Highlight. Wann immer die Beiden dabei waren, wurde es einfach nur köstlich. Man wusste einfach, dass sie zu den "Guten" gehören. Umgekehrt ist Nepomuk ein wunderbarer Charakter, den man nicht mögen muss, aber sehr authentisch herüberkommt. Alle Handlungsstränge sind in sich schlüssig und es macht Spaß, seinen Bösartigkeiten zu folgen.

    Das Konzept der Märchenwelten sind ja an sich nichts Neues, aber er hat hier eine wirklich schöne Umsetzung dieser Idee gefunden. Eine Welt, in der die Phantasien ihre Lebenskraft und gar Existenz aus dem Lesen und Erleben der Kinder und Erwachsenen ziehen, ist toll und macht Spaß!

    Ich freue mich auf den nächsten Band und gebe diesem hier 4 von 5 Sternchen!

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    Schuggas avatar
    Schuggavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Magisches Abenteuer für Jugendliche im alten England
    Ein magisches Abenteuer

    Bei der Flucht vor den Schlägertypen seiner Schule landet der neunjährige Finn versehentlich in Arthurs Buchladen. Die beiden freunden sich recht schnell an, da sie eines gemeinsam haben: Die Liebe zu Büchern und schönen Geschichten. Doch scheint in Finn eine besondere Gabe zu wohnen, welche die geheimnisvollen Buchwächter auf den Plan ruft. Über sie lernt Finn, dass es besondere, magische Bücher gibt, die es zu beschützen gilt, da sie in den falschen Händen verheerende Katastrophen auslösen könnten. Und das Böse naht bereits mit großen Schritten...

    "Buchwächter" ist ein unterhaltsames Abenteuerbuch mit einer kleinen Prise Humor, welches in einer fiktiven Stadt im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist. Als pfiffiger Bauerssohn hat Finn neben der Schule entsprechend viele Aufgaben daheim zu erledigen. Da gefiel mir, wie der Autor die damaligen Gegebenheiten wie Gebäude, Kutschen und Gesellschaft darstellte, wie er die Jungs über einen Wochenmarkt jagen ließ und auch auf Kleinigkeiten achtete, dass der Junge z. B. die meiste Zeit barfuss unterwegs ist und wie er mit seiner liebenswerten Familie lebt. Zudem ist das Buch mit liebevollen Zeichnungen versehen, welche das Buch optisch wunderschön aufwerten.

    Neben Finns Welt, welche er als Realität kennt, hat Andreas Hagemann zudem eine Welt der Fantasie erschaffen, welche neben der unseren existiert und zu der Finn eine besondere Verbindung hat. Leider scheinen die Bewohner dieser Welt zunehmend vom Aussterben bedroht, weil die Menschen immer weniger Zeit haben, an sie zu denken. Das war ein sehr schöner Punkt, zumal in dieser Welt Figuren vorkamen, welche man selbst aus Märchen und Erzählungen kennt, wie den Wolf und die drei kleinen Schweinchen, Pinocchio oder Struwwelpeter. Und obwohl mir dies sehr gut gefiel, ist es doch zugleich auch ein kleiner Kritikpunkt meinerseits, da Fantasiefiguren vorkommen, welche erst später erdacht wurden. Wen diese Unstimmigkeit in der Zeitlinie nicht stört, hält mit dem "Buchwächter" ein wunderschönes, humorvolles Fantasyabenteuer in Händen! Viel Spaß beim Lesen!

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    wicherlas avatar
    wicherlavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Auftakt einer neuen Buchreihe mit einem rasanten Showdown! Empfehlenswert!
    Eine Hommage an das Lesen und die Magie der Phantasie!

    WORUM ES GEHT 

    Von seinen Mitschülern gehänselt und gepeinigt, landet Finnley Ward eines Tages bei einer erneuten Flucht im Buchladen von Arthur Robinson. Der Junge kommt dadurch mit einer Welt in Berührung, die seine Gedankenwelt und seine Vorstellung von der Realität auf den Kopf stellt. Er erfährt, dass Bücher existieren, die an Magie gekoppelt sind und die Realität beeinflussen können – geraten sie einmal in die falschen Hände. Als sich bei ihm die Fähigkeit offenbart, Phantasien hören und sehen zu können, muss er zugleich begreifen, dass deren Existenz auf dem Spiel steht – und er seine Rolle zu deren Rettung einnehmen muss. 

    MEINE MEINUNG 

    Vorab muss ich gestehen, dass ich begeistert von der Idee des Autors und der entsprechenden Arbeit von Alexander Kopainski bin. Das Layout des Buchcovers ist super gelungen, suggeriert es doch, das Buch der Phantasien wirklich in den Händen zu halten. Der Buchrücken sorgt dafür, dass sich im Buchregal ein Hingucker befindet, zu dem sich hoffentlich bald weitere gesellen werden. 

    Der Anfang der Geschichte hat mich zunächst an "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende erinnert. Der schwächliche Junge, der von seinen Mitschülern tyrannisiert und gepeinigt wird, findet eines Tages Zuflucht in einem Buchladen. Doch anstatt ein Buch zu stehlen, bekommt Finn Ward eines von dem Besitzer, Arthur Robinson, geliehen. Es entspinnt sich eine Freundschaft zwischen den Beiden, in deren Verlauf Finn mit der magischen Welt der Bücher konfrontiert wird. 

    Hagemann präsentiert dem Leser, gemeinsam mit Finn, Stück für Stück die Welt. Mit der Registrierkasse Ka-Tsching und der Türglocke Ring lernt Finn die sogenannten Buchwächter kennen. Sie sind die Beschützer der Phantasien und unterstehen dem Rat der Wächter. Dieser lenkt die Buchwächter und beobachtet das Geschehen in der Welt. Dazu kommen die magischen Bücher, die mit besonderen Eigenschaften versehen sind. Zu ihnen gehört das Buch der Phantasien. Bewacht werden diese magischen Exemplare von den Buchhändlern – in diesem Fall von Arthur Robinson. Der Autor erschafft eine Welt, die interessant zu werden verspricht. Leider bleibt sie im ersten Teil der Reihe noch im Hintergrund. 

    Mit Nepomuk Burke führt Hagemann den Antagonisten ein. Der als klein und schwächlich beschriebene Mann, gesegnet mit einem wachen Verstand, befindet sich auf der Suche nach einem bestimmten Buch, das er im Buchladen von Arthur Robinson vermutet. Er trifft eines Tages im Buchladen auf Finn und erkennt in ihm die Vereitelung seines Vorhabens, das Buch der Phantasien in seinen Besitz zu bekommen. So richtig bedrohlich wirkte Burke nicht auf mich, die von ihm ausgehende Bedrohung fand ich etwas schwach. Lediglich am Ende scheint er ein wirklich ernst zu nehmender Gegner zu sein, mit dem nicht zu spaßen ist. Das ist zuvor nicht wirklich durchgekommen. 

    Die Phantasien spielen in der Geschichte eine übergeordnete Rolle. In kurzen Zwischenspielen erzählt Hagemann aus der Sicht der ersten Phantasie von der drohenden Gefahr, dass die guten Phantasien verblassen und zu verschwinden drohen. Geschuldet ist dies der fehlenden Zeit der Menschen, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen und den Phantasien dadurch Kraft zu geben. Eine schöne Anspielung darauf, dass die heutigen Medien bei den jungen Menschen zu einer Art Lesefaulheit führen und der stressige Alltag, in dem wir uns bewegen, Kraft und Energie kostet. Wer kennt das nicht von sich: der Arbeitsalltag führt dazu, dass man nur noch auf die Couch fallen und sich von Netflix und Co berieseln lassen möchte. Das Lesen ist zu anstrengend, die Konzentration fehlt, und der SuB wächst und wächst und ... Dennoch ist mir die Bedeutung dieser Zwischenszenen nicht ganz klar geworden. Dienen sie als Vorbereitung auf die weiteren Bände? 

    Was klar wird: Finn hat eine besondere Gabe in sich, die er für sich nutzen kann und die ihm im weiteren Verlauf aus brenzligen Situationen verhilft. Vor allem, als das Buch der Phantasien aus der Buchhandlung gestohlen wird und sich herausstellt, dass eine Figur nicht die zu sein scheint, die sie vorgegeben hat zu sein. Der Strang von dem Verlust des Buches bis zum Kampf um das Buch zieht sich leider etwas in die Länge und hätte kürzer ausfallen können. Doch auch hier wird der Leser entschädigt. Denn der Showdown bietet einiges auf. 

    Die Registrierkasse Ka-Tsching und die Türglocke Ring bedienen die humorvolle Seite der Geschichte. Ring übernimmt dabei den überdreht-lakonischen Part, was Hagemann durch den Berliner Akzent hervorheben will. Der Gedanke dahinter passt, die Umsetzung allerdings erschwert das Lesen der Schlagabtausche der beiden Figuren. Daneben gibt es noch den Bücherwurm Karl, der mein heimlicher Liebling der Geschichte ist! Gibt es ihn demnächst als Merchandising-Figur zum Kuscheln? Er hat auf jeden Fall einen Platz in meinem Herzen! Wehe, er taucht im Folgeband nicht auf! 

    Hagemann zeigt in Buchwächter, dass er erzählen kann. Sein Markenzeichen sind dabei die eingestreuten humoristischen Einlagen, die teils Slapstick-artig anmuten. Nicht immer funktioniert diese Form, die in einem Film oder einer TV-Show besser aufgehoben sind. 

    Die wechselnden Perspektiven sind gut gewählt, bis auf Gillian Cleverdon. Für das Überraschungsmoment wäre es meiner Meinung nach sinnvoller gewesen, diese auszusparen und die Figur anders in die Geschichte einzubinden. 

    Bin ich beim Schauplatz zunächst davon ausgegangen, dass ich mich in der heutigen Zeit befinde, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Im Nachwort betont Hagemann, keinen Anspruch auf Richtigkeit der Darstellung der gewählten Epoche zu erheben. Vielmehr wollte er die Stimmung und das Lebensgefühl dieser Zeit vermitteln. Das ist ihm gelungen. In der viktorianischen Zeit angesiedelt, schafft es der Autor mit seinen Worten eine Stadt entstehen zu lassen, die stimmlich an das alte England von David Copperfield erinnert. Mit der Arbeit von Cleverdon etabliert Hagemann die Steampunk-Elemente. Die Stimmung kann er zwar nicht durchgängig halten. Dafür sorgen vereinzelte Dialoge und Gesten, die eher in das Hier und Jetzt gehören. Das sind aber nur wenige Passagen, die das Lesevergnügen und die eigentliche Stimmung der Geschichte nur wenig trüben. 

    Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Buchhandlung. Das Läuten der Glocke an der Tür, die sich schier ins unermessliche nach oben hin erstreckenden Buchregale, die zum Teil nur durch eine Wendeltreppe zu erreichen sind, das durch die schmutzigen Fenster schummrige Licht, das auf die Regale fällt: Zutaten einer gelungenen Schauplatzbeschreibung, die Raum für eigene Phantasien lässt. Ich habe mich sofort heimisch gefühlt und wollte die Buchhandlung nicht mehr verlassen. Eine große Entschädigung dafür, dass mir zunächst nicht klar war, dass die Geschichte nicht in der heutigen Zeit angesiedelt ist. 

    Die Welt in dem magischen Buch, in die Arthur und Finn reisen, hat mich dagegen etwas verwirrt. Vielleicht lag das aber eher an meiner eingeschränkten Vorstellungskraft! Am Ende des Buches bereitet Hagemann den Leser auf das nächste Abenteuer vor, und enthüllt zuvor ein weiteres und gut gehütetes Geheimnis von einer der Hauptfiguren. Cliffhanger! 

    FAZIT 

    Mit Das Buch der Phantasien legt Andreas Hagemann einen gelungen Start seiner neuen Buchwächter-Reihe hin. Er schafft ein Universum, das ich als Hommage an das Lesen und die Magie der Phantasie verstehe. Dieses wird mit Sicherheit in den Folgebänden weiter ausgebaut, bietet es doch Potenzial für spannende Geschichten rund um den Rat der Buchwächter und den magischen Büchern, die Welten beeinflussen und verändern können. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

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    Selin89s avatar
    Selin89vor 2 Monaten

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