Andreas Herteux Das Herz am linken Fleck

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Inhaltsangabe zu „Das Herz am linken Fleck“ von Andreas Herteux

Gregor Michael Asmas ist ein überzeugter Linker. Irgendwie zumindest. Einst wollte er die Welt verändern, mutierte am Ende aber doch zum spießigen Buchhalter.

Ein erzwungener Umzug in ein kleines fränkisches Dorf und der Rat eines sprechenden Leguans geben ihm allerdings eine neue, vielleicht seine letzte Chance, die alten Ideale zu leben und zu vermitteln. Und zwar allen im Dorf. Wirklich allen.

Eine noble Idee, wenn da nicht die störrischen Ureinwohner, Schwager Versicherungs-Harry und all die anderen Probleme wären.

Gregors Kampf hat gerade erst begonnen.

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"Das Herz am linken Fleck" ist auf den ersten Blick eine humorvolle Geschichte mit einzigartigen, vielschichtigen und sympatischen Figuren, bei der das klassische Schema der Marke "Landei kommt in Großstadt" auf den Kopf gestellt wird. Eine klassische Komödie und scheinbar leichte Unterhaltung.

Auf den zweiten Blick ist "Das Herz am linken Fleck" eine beißende politische Satire und Groteske, die erstaunlich ief den Zeitgeist einfängt, wiedergibt und dabei mit keinem Extrem zimperlich umgeht: Linksradikalismus wird ebenso hinterfragt, wie Rechtsextremismus. Der Kapitalismus und Machtmissbrauch bekommt ebenso Hiebe, wie der Glaube an die eigene moralische Überlegenheit.

Und auf den dritten Blick zeigt sich "Das Herz am linken Fleck" als Fortsetzung der dörflichen Erzählung aus "Aus dem Leben eines Teufels" und besitzt den gleiche Erzähler wie "Augen in der Finsternis".
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Der Autor Andreas Herteux zeichnet sich für folgende Veröffentlichungen verantwortlich:

Unterhaltungsliteratur:
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- Aus dem Leben eines Teufels: Die Prüfung
- Augen in der Finsternis
- Das Sternenkind und der Rabe (verschiedene Sprachversionen)
- Das Herz am linken Fleck

Sachbücher:
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- Grundlagen der Weltenphilosophie
- Identitätsorientierte Führung einer politischen Marke: In der Theorie und am praktischen Beispiel der Freien Demokratischen Partei (FDP)

Sehr unterhaltsam

— JolandaY

Originelle und humorvolle Unterhaltung mit interessanten Charakteren.

— Katzenauge

Wer gute Komödien mag, die den Zeitgeist parodieren, ist hier genau richtig!

— HigleHaschen

Satire? Groteske? Einfach super!

— hausknechthilde

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  • Buchverlosung zu "Das Herz am linken Fleck" von Andreas Herteux

    Das Herz am linken Fleck

    ErichvonWernerVerlag

    „Ein Roman passend zur Bundestagswahl“Der Erich von Werner Verlag lädt Euch recht herzlich zur Buchverlosung des neuen Romans „Das Herz am linken Fleck“ von Andreas Herteux ein.Das erwartet Euch:Gregor Michael Asmas ist ein überzeugter Linker. Irgendwie zumindest. Einst wollte er die Welt verändern, mutierte am Ende aber doch zum spießigen Buchhalter. Ein erzwungener Umzug in ein kleines fränkisches Dorf und der Rat eines sprechenden Leguans geben ihm allerdings eine neue, vielleicht seine letzte Chance, die alten Ideale zu leben und zu vermitteln. Und zwar allen im Dorf. Wirklich allen. Eine noble Idee, wenn da nicht die störrischen Ureinwohner, Schwager Versicherungs-Harry und all die anderen Probleme wären. Gregors Kampf hat gerade erst begonnen. Erste Stimmen beschreiben das Buch so:"Das Herz am linken Fleck" ist auf den ersten Blick eine humorvolle Geschichte mit einzigartigen, vielschichtigen und sympathischen Figuren, bei der das klassische Schema der Marke "Landei kommt in Großstadt" auf den Kopf gestellt wird. Eine klassische Komödie und scheinbar leichte Unterhaltung. Auf den zweiten Blick ist "Das Herz am linken Fleck" eine beißende politische Satire und Groteske, die erstaunlich tief den Zeitgeist einfängt, wiedergibt und dabei mit keinem Extrem zimperlich umgeht: Linksradikalismus wird ebenso hinterfragt, wie Rechtsextremismus. Der Kapitalismus und Machtmissbrauch bekommt ebenso Hiebe, wie der Glaube an die eigene moralische Überlegenheit. Und auf den dritten Blick zeigt sich "Das Herz am linken Fleck" als Fortsetzung der dörflichen Erzählung aus "Aus dem Leben eines Teufels" und besitzt den gleichen Erzähler wie "Augen in der Finsternis". Du möchtest „Das Herz am linken Fleck“ von Andreas Herteux lesen und im Anschluß rezensieren?Dann bewirb Dich, mit Klick auf den blauen Bewerberbutton, um eines der 3 Taschenbücher bzw. 2 Ebooks (aktuell nur für den Amazon Kindle erhältlich), und beantworte folgende Frage: Weshalb möchtest Du das Buch gerne lesen?Wir drücken Dir die Daumen und wünschen viel Glück bei der Verlosung! Team des Erich von Werner Verlag*** Hinweis***Mit dem Erhalt eines Rezensionsexemplares verpflichtest Du Dich zur Veröffentlichung einer Rezension innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt des Titels. Erwiesene Nichtrezensenten werden bei zukünftigen Leserunden/Buchverlosungen nicht mehr berücksichtigt. Wir bitten hier um Verständnis im Hinblick auf die Fairness gegenüber allen Bewerbern.

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    • 22
  • Unterhaltsam

    Das Herz am linken Fleck

    JolandaY

    03. September 2017 um 19:44

    Das Herz am Linken Fleck handelt von Gregor Asmas. Er ist Mitte 40, war früher ein Linke, hat sich extrem engagiert, ist der Szene aber entwachsen und wurde zum Spießer. Sein Leben dümpelt so dahin und sein linkes Bewusstsein, findet fast nur noch mit Spenden statt. Weil seine Firma die Filiale schließt, zieht er in die Zentrale. Genauer gesagt in ein kleines Dorf. Zeitgleich stellt er sich die Sinnfrage. Alle seine linken Ideale kommen wieder hoch und aufgrund einer absoluten Midlife- und Sinnkrise beschließt er, die primitiven Dorfbewohner  auf den "linken" Weg zu führen. Die Story klingt erstmal toll, allerdings ist die Gefahr gigantisch, nur wandelnde Klischees vorgesetzt zu bekommen. Das passiert hier nicht.Das besondere für mich war, dass Asmas kein Loser ist. Er ist keine Karikatur. Im Gegenteil, ist er ein Überzeugungstäter, der einfach nicht merkt, wann er über das Ziel hinausschießt und nicht aufhören kann. Dadurch wirken viele Begebenheiten zwar urkomisch, aber die Figur ist niemals lächerlich. Sie hat auch nicht immer unrecht, aber sie kennt kein Maß. Auch die anderen Figuren sind keine Karikaturen, auch wenn Asmas sie oft so betrachtet, weil er sie in Schubladen backen will, die ihnen nicht gerecht werden.Für mich eine klare Leseempfehlung!

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  • Originelle und humorvolle Unterhaltung

    Das Herz am linken Fleck

    Katzenauge

    01. September 2017 um 12:37

    Mit „Das Herz am linken Fleck“ ist dem Autor Andreas Herteux ein origineller und amüsanter Roman gelungen.Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Die Protagonisten erwecken größtenteils durch ihre manchmal schrullige, aber auch liebenswerte Art, Sympathie. Der Hauptprotagonist Gregor Asmas ein „Pseudo-Gutmensch“, meint es zwar oft gut mit seinen Mitmenschen, aber gut gemeint, ist nicht immer auch gut gemacht, dieses Sprichwort trifft recht passend auf die Figur zu.Die Atmosphäre wird bildhaft geschildert, so dass sich der Leser gut in das Buch hineinversetzen kann.Durch seinen flüssigen und geschliffenen Schreibstil gelingt es Andreas Herteux den Leser kurzweilig und humorvoll zu unterhalten. Ganz wenige Stellen gestalteten sich ein wenig zäh, da meiner Meinung zu ausschweifend gerade auf politische Themen eingegangen wurde. Dies nimmt aber nur einen kleinen Teil des Buches ein, weshalb mich dies in der Gesamtbetrachtung nicht sehr störte.Wie bereits in seinen vorherigen Büchern wagt sich der Autor auch an Themen, die trotz des heiter-amüsanten Grundtenors des Buches, eine Brise Gesellschaftskritik durchblicken lassen. Mit teils bissigem Humor nimmt er auf intelligente Art gängige Klischees auf die Schippe, ohne dabei auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln.Fazit: Mit seinen manchmal schrägen Charakteren und viel Witz hat mir dieser Roman heitere Lesestunden beschert. Ich wurde sehr originell und humorvoll unterhalten.Ich danke dem Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Dies nimmt selbstverständlich keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung.

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  • Wer gute Komödien mag, die den Zeitgeist parodieren, ist hier genau richtig!

    Das Herz am linken Fleck

    HigleHaschen

    23. August 2017 um 13:33

    Ich durfte das Buch "Das Herz am linken Fleck" von Andreas Herteux vorab in einer Leserunde des Verlages lesen.Inhalt:Gregor Michael Asmas ist ein überzeugter Linker. Irgendwie zumindest. Einst wollte er die Welt verändern, mutierte am Ende aber doch zum spießigen Buchhalter.Ein erzwungener Umzug in ein kleines fränkisches Dorf und der Rat eines sprechenden Leguans geben ihm allerdings eine neue, vielleicht seine letzte Chance, die alten Ideale zu leben und zu vermitteln. Und zwar allen im Dorf. Wirklich allen.Eine noble Idee, wenn da nicht die störrischen Ureinwohner, Schwager Versicherungs-Harry und all die anderen Probleme wären.Gregors Kampf hat gerade erst begonnen.Genre:Komödie, manchmal Tragödie, aber auch Satire in den Konfliktfeldern Zeitgeist, Stadt/Land und konservativ/linksextem/rechtsextremKritik:"Das Herz am linken Fleck" ist die Geschichte von einem Mann, der seinem Leben einen Sinn geben will, in dem er anderen seine (linken) Ideale aufdrängt und sie "zum Guten" (Zitat) erziehen will. Die Einwohner des Dorfes in das er berufsbedingt ziehen muss, sehen das nicht ganz so. Dabei ist Gregor Michael Asmas selbst ein lebender Widerspruch, da auch bei ihm Ideal und Realität nicht immer zusammen passen. Fast immer kompensiert er das aber durch Spenden an gemeinnützige Organisationen.Das Gute an Gregor Asmas (-> Nachnamen mal rückwärts lesen!) ist, dass er kein Parodie ist. Keine Klischeefigur. Asmas ist Buchhalter. Er ist erfolgreich und verdient so viel Geld, dass er sich zwar schämt, aber er hat etwas drauf. Er ist kein Versager, nur einer, der sich hineinsteigert und einen Sinn sucht. Er ist auch nicht vollkommener Ideologe. Das zeigt sich, dass er linke Theorien hinterfragt und nur die übernimmt, die Sinn machen. Das passiert häufig aber nur dann, wenn sie ihn einschränken würden. Insgesamt ist Gregor Asmas eine sehr interessante, vielschichtige Figur, der man als Leser gerne zusieht, wie sie von einer schrecklichen und komischen Situation in die nächste Gerät.In dem Buch treten eine Vielzahl von tollen Figuren auf, die sich später oft als vielschichtiger zeigen, als sie eingeführt werden.Was mich an dem Buch aber noch mehr begeistert hat, als die eigentliche Geschichte, ist dass, es dem Autor gelingt, den Zeitgeist perfekt einzufangen. Von korrupten Politkern, bis zu links- und rechtsextremen Idiotien bekommt alles sein Fett weg und das teilweise so clever zwischen den Zeilen, dass der Leser das erst zwei Seiten weiter bemerkt.Fazit:Wer gute Komödien mag, die den Zeitgeist parodieren, ist hier genau richtig!

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  • Wer gute Komödien mag, die den Zeitgeist parodieren, ist hier genau richtig!

    Das Herz am linken Fleck

    HigleHaschen

    23. August 2017 um 13:31

    Ich durfte das Buch "Das Herz am linken Fleck" von Andreas Herteux vorab in einer Leserunde des Verlages lesen.Inhalt:Gregor Michael Asmas ist ein überzeugter Linker. Irgendwie zumindest. Einst wollte er die Welt verändern, mutierte am Ende aber doch zum spießigen Buchhalter.Ein erzwungener Umzug in ein kleines fränkisches Dorf und der Rat eines sprechenden Leguans geben ihm allerdings eine neue, vielleicht seine letzte Chance, die alten Ideale zu leben und zu vermitteln. Und zwar allen im Dorf. Wirklich allen.Eine noble Idee, wenn da nicht die störrischen Ureinwohner, Schwager Versicherungs-Harry und all die anderen Probleme wären.Gregors Kampf hat gerade erst begonnen.Genre:Komödie, manchmal Tragödie, aber auch Satire in den Konfliktfeldern Zeitgeist, Stadt/Land und konservativ/linksextem/rechtsextremKritik:"Das Herz am linken Fleck" ist die Geschichte von einem Mann, der seinem Leben einen Sinn geben will, in dem er anderen seine (linken) Ideale aufdrängt und sie "zum Guten" (Zitat) erziehen will. Die Einwohner des Dorfes in das er berufsbedingt ziehen muss, sehen das nicht ganz so. Dabei ist Gregor Michael Asmas selbst ein lebender Widerspruch, da auch bei ihm Ideal und Realität nicht immer zusammen passen. Fast immer kompensiert er das aber durch Spenden an gemeinnützige Organisationen.Das Gute an Gregor Asmas (-> Nachnamen mal rückwärts lesen!) ist, dass er kein Parodie ist. Keine Klischeefigur. Asmas ist Buchhalter. Er ist erfolgreich und verdient so viel Geld, dass er sich zwar schämt, aber er hat etwas drauf. Er ist kein Versager, nur einer, der sich hineinsteigert und einen Sinn sucht. Er ist auch nicht vollkommener Ideologe. Das zeigt sich, dass er linke Theorien hinterfragt und nur die übernimmt, die Sinn machen. Das passiert häufig aber nur dann, wenn sie ihn einschränken würden. Insgesamt ist Gregor Asmas eine sehr interessante, vielschichtige Figur, der man als Leser gerne zusieht, wie sie von einer schrecklichen und komischen Situation in die nächste Gerät.In dem Buch treten eine Vielzahl von tollen Figuren auf, die sich später oft als vielschichtiger zeigen, als sie eingeführt werden.Was mich an dem Buch aber noch mehr begeistert hat, als die eigentliche Geschichte, ist dass, es dem Autor gelingt, den Zeitgeist perfekt einzufangen. Von korrupten Politkern, bis zu links- und rechtsextremen Idiotien bekommt alles sein Fett weg und das teilweise so clever zwischen den Zeilen, dass der Leser das erst zwei Seiten weiter bemerkt.Fazit:Wer gute Komödien mag, die den Zeitgeist parodieren, ist hier genau richtig!

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  • Perfekt den Zeitgeist eingefangen

    Das Herz am linken Fleck

    hausknechthilde

    26. July 2017 um 17:27

    Erst einmal möchte ich mich beim Erich von Werner Verlag bedanken, dass ich das Buch noch vor seiner Erscheinung am 01.09.2017 lesen durfte und gebe sehr gerne meine ehrliche Meinung ab._______________________________________________________________________________Inhalt_______________________________________________________________________________Gregor Michael Asmas ist ein überzeugter Linker. Irgendwie zumindest. Einst wollte er die Welt verändern, mutierte am Ende aber doch zum spießigen Buchhalter. Ein erzwungener Umzug in ein kleines fränkisches Dorf und der Rat eines sprechenden Leguans geben ihm allerdings eine neue, vielleicht seine letzte Chance, die alten Ideale zu leben und zu vermitteln. Und zwar allen im Dorf. Wirklich allen.Eine noble Idee, wenn da nicht die störrischen Ureinwohner, Schwager Versicherungs-Harry und all die anderen Probleme wären.Gregors Kampf hat gerade erst begonnen.____________________________________________________________________________________Kritik____________________________________________________________________________________Das letzte Buch, das ich von Andreas Herteux gelesen habe, war "Augen in der Finsternis". Da "Augen in der Finsternis" in einem speziellen Stil und aus ungewöhnlicher Perspektive geschrieben wurde, war ich mir nicht sicher, was mich erwarten würde, aber Andreas Herteux geht hier zu einem normalen, wenn auch wieder gewandten Sprachstil zurück und lässt einen Ich-Erzähler die Geschichte erzählen. Es ist der gleich Ich-Erzähler, wie in "Aus dem Leben eines Teufels" (gleiches Dorf) und ich bin fast sicher, dass er auch in "Augen in der Finsternis" eine Hauptrolle spielt. Das aber nur für Insider.Hauptfigur ist Gregor Michael Asmas, ein Altlinker, der zwar von linken Idealen schwärmt, aber sich selbst als spießiger Buchhalter in einem kapitalistischen Betrieb dumm und dämlich verdient. Die Figur ist ziemlich clever angelegt, denn Gregor denkt zwar immer in Idealen, findet aber dauernd doch Kompromisse, fühlt sich dabei aber regelmäßig schlecht, wenn er doch z.B. ins kapitalistische Amerika (natürlich nur zur Beobachtung reist), anstatt ins verarmte Lateinamerika. Ist er ein Heuchler? Nein, ist er nicht, nur einer der Ideal und Realität immer wieder zusammenbekommen muss und darüber immer älter wird und auch einsamer wird. Nein, ein Verlierer ist er nicht, aber doch irgendwo eine tragische Figur.Wegen einer Firmenverlagerung kommt er in ein fränkisches Dorf und kontrolliert erstmal die Mülltonne der Dorfbewohner, ob die Mülltrennung auch ordnungsgemäß vorläuft. Solche skurilen Einfälle finden sich Hunderte in dem Buch. Es ist einfach urkomisch, ohne lächerlich zu sein oder Gregor wirklich lächerlich zu machen.Nach Jahren der Lethargie, bei dem sich das linkssein auf Spenden begrenzte, erwacht in Gregor das linke Sendungsbewusstsein wieder und er glaubt, das Dorf mit seinen Idealen retten zu müssen. Das führt natürlich zu eine Unmengen von urkomischen Situationen ,die nahezu alles parodieren, was heute so selbstverständlich ist. Als sich auch noch sein schleimiger Schwager Versicherungs-Harry bei ihm einnistet, geht das Ganze seinem Höhepunkt entgegen. Ich sage nur: Windkraft. Oh, mein Gott!Alles in allem ein echters WOW-Buch. Sehr toll ist es zu lesen, wie einfach Autor Herteux den Zeitgeist einfängt und so gut wie alle Debatten, die unsere Gesellschaft bewegt, indirekt führt.Das macht die eigentliche Klasse des Buches aus.Oberflächlich ist es nur lustig und unterhaltsam, hat aber verdammt viel Tiefe. _________________________________________________________________________________Fazit:_________________________________________________________________________________"Das Herz am Linken Fleck"  ist eine Komödie, eine Satire, eine Groteske, eine Tragöde oder einfacher ausgedrückt: Ein echtes Abbild unserer Zeit. Das alleine wäre kein Qualitätsmerkmal, aber die Geschichte um Gregor Michael Asmas ist vor allem auch noch eines: Verdammt lustig und unterhaltsam

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