Andreas Hock

 4 Sterne bei 60 Bewertungen

Lebenslauf von Andreas Hock

Andreas Hock, geboren 1974 in Nürnberg, ist Journalist, Bestsellerautor und als Franke natürlich bekennender Biertrinker. Nach einem abgebrochenen Jurastudium schrieb er u.a. für die Nürnberger Zeitung und die AZ. Gleich mit seinem ersten Buch ›Von nix kommt nix‹, der offiziellen Biografie über die kultige TV-Familie Geiss, landete er einen SPIEGEL-Bestseller; ein weiterer folgte mit ›Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?‹. In seiner Freizeit gilt sein Hauptinteresse dem Fußball, der noch schöner (oder erträglicher) wird, wenn er ein kühles Bier dabei trinkt. Mit seiner Familie lebt er in seiner geliebten Heimatstadt.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Andreas Hock

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Rezension zu "I Think I Spider" von Andreas Hock

Keine Angst vor Anglizismen im Deutschen
seschatvor 7 Monaten

Bestsellerautor Andreas Hock hat wieder ein Buch über die deutsche Sprache veröffentlicht. Darin beschäftigt er sich eingehend mit dem Einfluss der englischen auf die deutsche Sprache und räumt dabei mit einigen Vorurteilen und Ängsten auf. 

Die deutsche Sprache enthält laut Duden offiziell ca. 5000 Anglizismen. Der Einfluss der englischen Fremd- und Lehnwörter ist nicht zu unterschätzen, aber historisch und sprachgeschichtlich gesehen alles andere als verwunderlich. Ganze 55 Seiten widmet sich der Autor der indogermanischen Herkunft beider Sprachen und deren damit verbundenen Gemeinsamkeiten. Denn auch die englische Sprache hat deutsche Wörter in ihren Wortschatz integriert, wie z. B. Rollmops, Wunderkinder oder Kindergarten. Fans von Sprachwissenschaft & Co werden diese umfangreiche Einführung ins Thema lieben. Auf den sprachgeschichtlichen Exkurs folgen spannende Kapitel über sog. falsche Freunde (z. B. Bedeutung von Chef im Engl.), Pseudoanglizismen (bspw. Beamer oder Barkeeper) oder englische Begriffe in den Bereichen Fußball, IT und Werbung. Man muss schon zugeben, dass der momentane Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache Ausmaße angenommen hat, die man vom Französischen im 18./19. Jh. kennt. Nichtsdestotrotz bereichern diese Wörter unseren Wortschatz um Begriffe, für die es davor keine deutsche Entsprechung gab. Dies ist, wie Hock richtig argumentiert, kein Sprachverfall, sondern eine Belebung. Zudem können wir uns als Deutsche durch die schnelllebige Technik- und Werbebranche gar nicht mehr der vielen neuen Begriffe erwehren. Es liegt also an uns, unsere deutsche Sprache zu pflegen und nicht alles zu verteufeln, was aus Großbritannien kommt. 

FAZIT

Ein wirklich kurzweiliges und informatives Buch über die heutige deutsche Sprache und den Einfluss des Englischen auf diese. Ich habe mich prächtig amüsiert, vieles wiederentdeckt, was ich bereits von Bastian Sick und Eike Christian Hirsch kannte, und ganz einfach vergnügliche Lesestunden verbracht.



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Rezension zu "Günther hat sein Käsebrot fotografiert. 342 Freunden gefällt das" von Andreas Hock

Treffende Beschreibung des derzeitigen digitalen Status quo
seschatvor 2 Jahren

Da ich bereits Andreas Hocks Bestseller prämierte Sprachbücher mit Freude und Gewinn gelesen habe, konnte ich mir sein 2017 erschienenes Sachbuch über den sozialen Niedergang in Zeiten von Social Media und Smartphones natürlich nicht entgehen lassen. Schon allein der aberwitzige Titel ist eine Lektüre wert gewesen. 


Mit dem vorliegenden Buch beweist der erfahrene Schreiberling Hock sein Talent sowie Bewusstsein für zeitkritische Themen. Wie die digitale Revolution uns verändert, merkt Autor und Leser nahezu täglich. Wenn man wie Hock in den 70ern oder eher groß geworden ist, kennt man sogar noch internet- und handylose Zeiten. Früher verlief vieles langsamer, entspannter und vor allem persönlicher. Man hatte seinen festen Freundeskreis und nicht unzählige virtuelle Bekannte auf Facebook, verließ zum Spielen das Haus und verabredete sich noch mündlich, verfasste gar noch handschriftliche Briefe. Ja, lang, lang ist's her, aber so lang hat es nun auch wieder nicht gedauert. Denn die Selbstverständlichkeit im Umgang mit digitalen Medien bzw. elektronischen Kommunikationsmitteln ist überhaupt nicht so alt, vor gerade einmal drei Jahrzehnten nahm alles seinen Lauf. Und so schön die ständige Erreichbarkeit auch sein mag und wie viel Erleichterung die Digitalisierung gebracht haben mag, die sozialen Kompetenzen, die direkte Kommunikation untereinander, aber auch die Geduld bzw. Ausdauer haben arg darunter gelitten; von Zivilisationskrankheiten, wie Adipositas, Mausarm oder Kurzsichtigkeit, einmal ganz zu schweigen. Der Autor sieht bei allem Fortschritt den sozialen Umgang wie die Bildung in immenser Gefahr. Nun sind dies alles keine neuen Erkenntnisse, doch durch Hocks prägnante Form bzw. seine luzide Darstellungsweise wird dem Leser das gesamte Dilemma einmal überblicksartig vorgeführt. Und der Effekt ist m. E. beträchtlich, denn schnell wird die Sinnhaftigkeit von Apps, sozialen Netzwerken bzw. autonom agierenden Elektroartikeln in Frage gestellt. Mehr und mehr wird dadurch nicht nur unser Verstand aufgeweicht, sondern vor allem Schindluder mit unseren privaten Daten betrieben. War uns die Privatsphäre einst heilig, so müssen wir uns heute unentwegt mitteilen und wenn es nur der Besuch eines Restaurants oder eines Konzerts sein mag. Ich frage mich dann oftmals: Wer will das eigentlich wissen? 

"Doch Facebook spült immer wieder neue Profilneurotiker ans Tageslicht, die den Sinn ihres Daseins in der Produktion gepflegter Nebensächlichkeiten haben." (S. 94)

Vor allem noch nicht gefestigte Jugendliche sind für solche Zwänge, Süchte empfänglich und produzieren sich täglich via Internetdienste, wie Twitter, YouTube oder Facebook. Man beginnt sich miteinander zu vergleichen und kriegt dabei das echte Leben oft gar nicht mit. Schlimmer noch. Zeiten offline werden wie ein kalter Entzug empfunden und man weiß nichts mehr mit der freien Zeit anzufangen. Das ist schon irre und sollte nachdenklich machen. Auch die Tatsache, dass Jugendliche immer weniger Bücher lesen und sich gar von längeren Texten überfordert fühlen, finde ich sehr bedauerlich. Darüber hinaus hat Mobbing in Form von feigem Cybermobbing und Shitstorms zugenommen und sollte noch stärker von der Öffentlichkeit thematisiert werden.

Kurzum, Hocks Buch geht uns alle an und sollte vor allem von der jüngeren Generation als Warnsignal/-schuss wahrgenommen werden. Daher bin ich dafür, es auszugsweise im Ethik- oder Deutschunterricht zu lesen. 

FAZIT
Ein brandaktuelles Buch, das auf 175 Seiten alle negativen Auswüchse und Folgen unserer "schönen neuen Welt" thematisiert. Beim Lesen wusste ich daher oft nicht, ob ich darüber lachen oder weinen sollte.

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S

Rezension zu "Generation Kohl" von Andreas Hock

das waren noch Zeiten
Sigrid1vor 2 Jahren

Ich muss sagen das Buch "Generation Kohl" hat mich zurück in meine jungen Jahre katapultiert. Ich bin etwas älter als der Autor, aber ich konnte mich sehr gut wieder in diese Zeit der 80er und 90er  Jahre zurückversetzen. Andreas Hock erinnert sich in diesem Buch an seine Kindheit, Jugend und junge Erwachsenen Jahre unter dem Kanzler Kohl. Dieses Buch ist wirklich toll zu lesen. Wer diese Zeit miterlebt hat, erkennt schnell alles wieder und erinnert sich. Es werden beim Lesen die eigenen Erfahrungen und Gedanken aus dieser Zeit wieder lebendig. Und auch der Leser merkt, genau wie der Autor, was diese Zeit doch alles geprägt hat. Der Autor schreibt eben aus seiner Sicht und das macht es noch interessanter. Jetzt hat der Leser nicht nur seine Sicht aus dieser bewegten Zeit, sondern kann es gleich mit den Eindrücken von Andreas Hock vergleichen. Aber auch für die Leser, die diese Zeit nicht miterlebt haben, ist es ein interessantes Buch. Denn er erfährt doch einige Dinge aus dieser Zeit, die nicht in den Geschichtsbüchern vorkommen, sondern von Augenzeugen erzählt werden. Eindrücke und Ansichten werden vermittelt und machen diese Zeit auch für die Spätgeborenen lebendig. Es gab auch Dinge, die ich natürlich noch nicht wußte, denn so ausführlich habe ich mich mit Kohl nie beschäftigt. Denn ich hatte auch teilweise für mich wichtigere Dinge zu tun, als mich für Politik zu interessieren. Es macht Freude das Buch zu lesen, auch wenn man kein Fan von Kohl und den entsprechenden Parteien ist. Ich finde auch die Einteilung der Kapitel gut. Und die Überschriften mit dem erklärenden Satz darunter fand ich hilfreich. Es ist echt witzig, wenn Andreas Hock sich die Technik von heute in der damaligen Zeit vorstellt. Dann hätte sicher manches oder sogar vieles anders ausgesehen. Es ist ein Buch über Politik, aber nicht nur. Sonders es spiegelt eine eigene Zeit wieder. Ich fand das Buch sehr informativ, es hat Spaß gemacht und viele mehr oder weniger schöne Erinnerungen geweckt. Auch manche Erlebnisse wieder ins Gedächtnis gebracht, die man lieber vergessen hätte. Oder wo man heute einfach nur denkt: "Oh - warum hab ich das nur so gemacht " und wünscht, dass es keiner mehr weiß.
Ich empfehle das Buch für alle, die sich erinnern wollen und für diejenigen, die sich ein Bild dieser Zeit machen wollen. Vielleicht verstehen sie dann auch mal die Erzählungen der Eltern oder Großeltern.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Generation Kohlundefined

Liebe Lesefreunde,

wir verlosen 20 Bücher von Andreas Hock. Und wir hoffen auf reges Interesse :). Und hierum geht's:

die Rente war so sicher wie der Ministerposten von Norbert „Nobbi“ Blüm, tragbare Kassettenrekorder waren der letzte Schrei, das Waldsterben war die größte Sorge und Aktenzeichen XY der größte Horror. Vor allem aber: Die Welt war klar aufgeteilt in gut und böse, dazwischen lag eine Mauer und als die weg war, wurden uns blühende Landschaften und eine friedliche Zukunft versprochen.

Entscheidend ist aber, was hinten rauskommt. Heute wissen wir, dass es anders kam. Aber dennoch haben uns diese Jahre geprägt. Jeder verbindet persönliche Geschichten mit der Ära Kohl. Jeder weiß, wo er beim Mauerfall war. Und auf den Schulhöfen war es Pflicht, Kohl, die Birne, doof zu finden.

Andreas Hock, Bestseller-Autor, aufgewachsen und sozialisiert in der längsten Kanzlerschaft seit Bismarck, zeichnet in seinem neuen Buch Generation Kohl ein amüsantes, lustiges, aber auch nachdenkliches Bild der Kohl-Jahre. Und wie dieser wuchtige Mann uns alle prägte, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Allen, die mitmachen, viel Erfolg! Das Buch erscheint am 26.2. Die Gewinner werden es ganz exklusiv schon vorab bekommen.

76 BeiträgeVerlosung beendet

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