Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?

von Andreas Hock 
4,1 Sterne bei10 Bewertungen
Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?
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Camposolensiss avatar

Keine Zustandsbeschreibung des Niedergangs der deutschen Sprache, sondern eine Beschreibung der einzelnen Phasen des Niedergangs.

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Interessant für Sprachinteressierte. Leider blieb nicht viel davon hängen.

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Inhaltsangabe zu "Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?"

Es war einmal eine Sprache , die vor lauter Poesie und Wohlklang
die Menschen zu Tränen rührte. Die von Dichtern und Denkern immer weiter perfektioniert wurde. Die um ein Haar auf der ganzen Welt gesprochen worden wäre. Das aber ist lange her – und ein für alle Mal vorbei.
Heute ist Deutsch ein linguistisches Auslaufmodell!
Wie konnte es nur so weit kommen, dass unsere Kids zwar wissen, wer der Babo ist – aber keine Ahnung haben, wer dieser Goethe war? Warum wundern wir uns nicht, wenn uns die Werbung von Care Companys, Createurs d’Automobiles oder Sense and Simplicity erzählt? Und wieso, verdammt noch mal, nennen wir unsere Kinder Justin, Cheyenne oder Jeremy?
Andreas Hock fand Antworten auf diese und viele anderen Fragen über den Niedergang unserer Sprache – der eigentlich vor Hunderten von Jahren schon begann und an dem nicht nur Friedrich der Große, Adolf Hitler oder Helmut Kohl Schuld sind. Sondern voll wir alle, ey!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868834437
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:riva
Erscheinungsdatum:15.08.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.05.2015 bei riva erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    caduceuss avatar
    caduceusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessant für Sprachinteressierte. Leider blieb nicht viel davon hängen.
    Lifehack, Selfies und down to earth


    Egal ob Lifehack, Selfie oder down to earth, Anglizismen sind aus unserem alltäglichen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. In verschiedenen Kapiteln zeigt Andreas Hock, welche Dinge Einfluss auf unsere Sprache bzw. den Wortschatz hat.   


    Mir hat der Schreibstil von Andreas Hock sehr gut gefallen, sodass ich schnell durch das Buch kam, was u.a. auch an der kurzen Seitenanzahl lag. Durch mein Studium habe ich immer wieder etwas mit Sprachwissenschaft zu tun und fand es daher sehr interessant, wodurch unsere Sprache geprägt wird. Andreas Hock erzählt aber auch über Vereinigungen, die sich für den "Erhalt" der deutschen Sprache eingesetzt haben und weshalb sie dennoch gescheitert sind. Natürlich wird in diesem Zuge auch der allseits bekannte Duden erwähnt. 


    Leider konnte ich dem Buch keine 5 Sterne geben, da zum einen bei mir nicht wirklich viel hängen geblieben ist, was kein gutes Zeichen ist. Zum anderen ist es recht negativ, d.h. das uns zwar lang und breit erklärt wird wie unsere Sprache dem Untergang geweiht ist, aber keine Ansätze zur Lösung geliefert werden oder wie man dem Ganzen entgegenwirken könnte. 


    Ich denke, dass man dieses Buch sowohl an einem Stück als auch von Zeit zu Zeit in die Hand nehmen kann. Das hängt ganz davon ab wie sehr man sich für diese Thematik interessiert. 


    Ich hoffe die Rezension hat euch geholfen und lasst mir doch gerne einen Kommentar da wie euch das Buch gefallen hat oder ob ihr euch auch schon überlegt habt es zu kaufen. 

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    W
    WinfriedStanzickvor 4 Jahren
    Hat mich nachdenklich und traurig zurückgelassen


     

    Gleich zu Anfang sei gesagt: dieses Buch tropft nicht vor Kulturpessimismus und Verachtung derer, die sich nicht so ausdrücken könne, wie gebildete Menschen. Es ist witzig geschrieben und ist keine Verherrlichung der guten alten Zeiten.

     

    Dennoch berichtet es durchaus mit Sorge vom „Niedergang der deutschen Sprache“, die nach Hocks Einschätzung schon vor mehr als einhundert Jahren begann, als die Berliner lieber auf dem Trottoir laufen wollten und weil es in Preußen zu viele Beamte gab.

     

    Die Sprache der Comics, der Hang alles abkürzen zu wollen, das Verschwinden einer früher ausgeprägten Briefkultur und  die Verhunzung der Sprache in der sms und Whatsapp-Kultur, die Sprache der Politiker, die viel reden und nichts sagen, vor allen Dingen niemals die Frage beantworten, die ihnen gestellt worden ist.

     

    Immer mehr Bezeichnungen wurden im Laufe der Zeit ins Englische gewandelt. So wurde aus dem Schlussverkauf der „sale“, und „coffee to go“ gibt es in jedem Dorfladen, auch wenn der Besitzer gar kein Englisch kann. Auskunft heißt jetzt bei der Bahn „Info-Point“

     

    Die Namen, die immer mehr Menschen ihren Kindern geben, sind ein weiteres Beispiel. Kaum jemand spricht mehr in vollständigen Sätzen mit Subjekt, Prädikat und Objekt. Und vieles mehr ….

     

    Am Ende dieses Buch, das zwar lustig geschrieben ist, mich aber als ein Liebhaber unserer Sprache doch sehr nachdenklich und traurig zurückgelassen hat, listet Andreas Hock wunderbare und schöne Wörter der deutschen Sprache auf, wegen deren Nichtverwendung er den Niedergang der Sprache konstatiert.

     

    Lesetipp für alle, die ihre eigene Sprache erhalten wollen:

    Bodo Mrozek, Lexikon der bedrohten Wörter, Rowohlt Verlag

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    Flohs avatar
    Flohvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Humorvoll bezieht der Autor Stellung zum Werdegang der Deutschen Sprache. Mit einem Augenzwinkern und viel Ironie, sehr schön zu Lesen!
    Am Anfang war das Wort.... Witzig und mit einem Augenzwinkern beschrieben!

    Zu den Wurzeln der Deutschen Sprache, ...und wie diese ihre Heimat verlor! Sehr humorvoll, ironisch und mit einem Augenzwinkern hat hier der Autor und Journalist Andreas Hock in "Bin ich denn der Einzigste, wo Deutsch kann" den Lebenslauf der deutschen Sprache auf's Korn genommen. Zwischen all dem Sarkasmus dieser Sprach-Promenadenmischung erfahren wir hier vielerlei Wissenswerte aus den Reihen der Historie, der Politik, Wirtschaft und Kultur. Gegenwart trifft Vergangenheit. Informativ, einleuchtend und interessant. Erschienen im riva-Verlag (https://www.m-vg.de/riva/shop/home/).

    Inhalt / Beschreibung:
    "Es war einmal eine Sprache , die vor lauter Poesie und Wohlklang die Menschen zu Tränen rührte. Die von Dichtern und Denkern immer weiter perfektioniert wurde. Die um ein Haar auf der ganzen Welt gesprochen worden wäre. Das aber ist lange her – und ein für alle Mal vorbei. Heute ist Deutsch ein linguistisches Auslaufmodell! Wie konnte es nur so weit kommen, dass unsere Kids zwar wissen, wer der Babo ist – aber keine Ahnung haben, wer dieser Goethe war? Warum wundern wir uns nicht, wenn uns die Werbung von Care Companys, Createurs d’Automobiles oder Sense and Simplicity erzählt? Und wieso, verdammt noch mal, nennen wir unsere Kinder Justin, Cheyenne oder Jeremy? Andreas Hock fand Antworten auf diese und viele anderen Fragen über den Niedergang unserer Sprache – der eigentlich vor Hunderten von Jahren schon begann und an dem nicht nur Friedrich der Große, Adolf Hitler oder Helmut Kohl Schuld sind. Sondern voll wir alle, ey!"

    Meinung:
    Dieses Buch zeigt uns schonungslos den Ist-Zustand unserer Ressourcen an Sprachniveau und die Moral in der Umsetzung und Lautäußerunge in der Deutschen Sprache. Ein erhellendes Wort von Dr. Hellmuth Karasek ermuntern den wissenshungrigen Leser zum Weiterlesen. Denn dass, was Autor Andreas Hock hier präsentiert ist kein einfacher Fingerzeig oder Mahnung, nein, Andreas Hock nimmt den Lebenslauf der Deutschen Sprache auf die Schippe und informiert mit zahlreichen Anekdoten und Nähkästchengeplauder aus den Reihen von Kultur, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Schnell lässt sich erkennen, dass es hier keine Schuld oder Unschuld an der Vermischung und Abwandlung von Gramatik und Satzbau gibt. Die Medien geben es vor, wir Bürger tun es dem nach. Die Straße bellt es aus, wir Bewohner greifen es auf, die Globalisierung streut was ein, wir Mitmenschen fassen es auf... Ein Geben und Nehmen in Sachen Sprache und dessen Ausdruck und Wiedergabe. Andreas Hock zeigt durch gekonnte Beispiele und Begebenheiten die Tücken und die Schwierigkeiten mit dem Umgang des geschriebenen und gesprochenen Wortes. Den Umgang untereinander und die Wahl der Kommunikation. Ein Deutsch im Wandel der Zeit, geprägt durch externe Vorgaben, neue Rechtschreibregeln, lockerere Gesellschaftsformen, Integration, Migration, Schulformen und Vorbilder.... aber gab es den Wandel der Sprachkunst nicht schon immer? Sind Goethe und Co. wirklich in Stein gemeißelt? Hier berichtet der Autor von seinen Erfahrungen und Kenntnissen, aber er berichtet nicht allein, denn Autor Andreas Hock lässt die Betroffenen, die Kenner und Anwender durch Fallbeispiele sprechen. Sehr sehr bewegende, einleuchtende und erhellende und auch mutmachende Geschichten werden hier verarbeitet, immer mit einem Augenzwinkern gewürzt und mit Ironie und Satire gespickt. Offen, ehrlich und schonungslos erläutert der Autor Hock hier die Fakten, den Ist-Zustand, die Moral und die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, Versäumnisse und Tücken der Regierung und der Lobby. Der Autor durchkämmt das gesamte Spektrum, welches das Thema mit sich bringt und zeigt Erfahrung und Wissen. Der Leser hat die Möglichkeit zu verstehen, und seinen Blickwinkel zu verstellen. Pluspunkt ist, dass der Autor nicht in üblicher Sachbuchmanier informiert, sondern überwiegend den Humor mit witzigen Beispielen sprechen lässt, kein mahnender Fingerzeig. Somit erreicht er den Leser und weckt eine Spirale aus Gedanken und Hoffnung und Tatendrang, die Deutsche Sprache zu ehren.

    Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, auf welchem innerlichen Widerstand der Autor wohl gestoßen sein mag, als er die Realität zu Papier brachte. Und ob der Autor je Zweifel oder Ängste an und mit seinem Werk hatte, denn schließlich ist auch ein Autor ein Parabelbeispiel für den Umgang mit Worten und Ausdruck....

    Einen Stern ziehe ich leider ab, da ich persönlich auch gerne noch mehr über den historischen Wandel der Sprache erfahren hätte, und auch eine Brise mehr Ernsthaftigkeit. Besonders gefallen haben mir wiederum die grandiosen Zitate und die Mundart, wie man sie tatsächlich auf offener Straße erlebt. So viele amüsante Beispiele, dass die Schmunzelei einfach nicht gestoppt werden kann. Sehr schön.

    Großes Lob geht aber auch an die Idee, die Sicht aus unterschiedlichen Ebenen und Hierarchien darzustellen. Ich bin sehr amüsiert, informiert und wurde sehr intensiv mit dem Thema Sprache allgemein vertraut gemacht. Ein Umdenken und eine neue Sicht der Dinge wird dem Leser hier geschenkt. Ein schonungsloses "Draufstoßen", was aber auch Mut und Zuversicht gibt, dass man Dinge einfach locker sehen soll, und diese nicht zu Verhindern versucht. So ist der Lauf, so ist das Leben, so ist die Gesellschaft....

    Das Cover: Quelle riva-Verlag

    Das gewählte Cover passt einfach zum Inhalt und zur Stärke und Präsenz des Buches. Große Denker, mit der Zeit der Moderne, leicht sarkastisch und immer im Wandel der Zeit: wie die Sprache! Toll, gefällt mir, passt!

    Der Autor:
    "Andreas Hock, Jahrgang 1974, schreibt seit 15 Jahren für verschiedene Zeitungen und Magazine. Als Parteisprecher bekam er tiefe Einblicke ins Innenleben der Politik."

    Fazit:
    Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich dargestellt. Eine absolute Leseempfehlung für jenige, die sich mit dem Thema Deutsche Sprache befassen möchten, die Humor und Ironie lieben und Lust auf zahlreiche amüsante und erfrischene Anekdoten haben!

    Kommentare: 13
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    Camposolensiss avatar
    Camposolensisvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Keine Zustandsbeschreibung des Niedergangs der deutschen Sprache, sondern eine Beschreibung der einzelnen Phasen des Niedergangs.
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    Hamlets_Erbins avatar
    Hamlets_Erbinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unheimlich amüsant & unterhaltsam! Ein Spaziergang durch die deutsche Sprachgeschichte in adäquatem, weil eloquentem, Vokabular.
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    Arachn0phobiAs avatar
    Arachn0phobiAvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und kurzweilig, in den letzten Kapiteln aber ein wenig zu Wiederholungen neigend.
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    Fantasianas avatar
    Fantasianavor einem Jahr
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Anmaras avatar
    Anmaravor 2 Jahren
    smayrhofers avatar
    smayrhofervor 3 Jahren

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