Andreas Hock Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?

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Inhaltsangabe zu „Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“ von Andreas Hock

Es war einmal eine Sprache , die vor lauter Poesie und Wohlklang die Menschen zu Tränen rührte. Die von Dichtern und Denkern immer weiter perfektioniert wurde. Die um ein Haar auf der ganzen Welt gesprochen worden wäre. Das aber ist lange her – und ein für alle Mal vorbei.
Heute ist Deutsch ein linguistisches Auslaufmodell!
Wie konnte es nur so weit kommen, dass unsere Kids zwar wissen, wer der Babo ist – aber keine Ahnung haben, wer dieser Goethe war? Warum wundern wir uns nicht, wenn uns die Werbung von Care Companys, Createurs d’Automobiles oder Sense and Simplicity erzählt? Und wieso, verdammt noch mal, nennen wir unsere Kinder Justin, Cheyenne oder Jeremy?
Andreas Hock fand Antworten auf diese und viele anderen Fragen über den Niedergang unserer Sprache – der eigentlich vor Hunderten von Jahren schon begann und an dem nicht nur Friedrich der Große, Adolf Hitler oder Helmut Kohl Schuld sind. Sondern voll wir alle, ey!

Ein kurzweiliges Buch über die deutsche Sprache und ihre vielfältigen negativen Einflüsse. Witzig und flüssig zu lesen.

— seschat

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  • Geht es der deutschen Sprache wirklich so schlecht?

    Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?

    seschat

    19. June 2016 um 14:59

    Ist die deutsche Sprache wirklich im Niedergang begriffen?Diese Frage hat sich Andreas Hock gestellt und auf 192 Seiten Antworten gesucht. In kurzweiligen, sehr launigen Kapiteln arbeitet er sich an der Herausbildung der deutschen Sprache, mit ihren Anfängen bei Luther bis zur heutigen Jugendsprache, ab. Sehr pointiert wird beispielsweise auf den Einfluss der großen Dichter des 18. Jh.s eingegangen, auch die Modesprache dieser Zeit - Französisch - hat in Form diverser Fremdwörter ihre Spuren im Deutschen hinterlassen. Abgesehen vom geschichtlichen Rückblick fand ich vor allem die modernen Beobachtungen und Entwicklungen sehr interessant. Ob Denglisch, Döner-Deutsch, Jugendsprache oder der sog. Kevinismus, das heutige Deutsch hat sich gewandelt, sicherlich nicht immer zum Vorteil, aber es bleibt in Bewegung. Andreas Hocks Analyse liest sich insgesamt sehr flüssig und ist leicht verständlich. Man kann noch einiges dazulernen bzw. wird dazu animiert, tiefer in die spannende Materie einzutauchen. Hocks Kritik an der heutigen Verwendung der deutschen Sprache ist berechtigt, darf aber m. E. auch nicht zu hoch gehängt werden. Die schnelllebige Gegenwart wird zeigen, inwiefern Deutsch zur Kurzsprache mutieren wird und ob es längere Bürokommunikation bald gar nicht mehr geben wird; WhatsApp & Co sei Dank.FAZITEin lesenswertes sowie bildungsschwangeres Buch, das sich leicht und locker lesen lässt. 

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