Andreas Hock Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!

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Inhaltsangabe zu „Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!“ von Andreas Hock

Früher war alles besser? Aber sicher! Denn früher hatten wir noch echte Freunde. Die Männer hielten den Frauen die Türen auf, Verträge wurden per Handschlag besiegelt und unser Bankberater faselte nichts von Knock-out-Zertifikaten, sondern legte unser Geld für drei Prozent Zinsen aufs Sparbuch. Andreas Hock, Autor des Spiegel-Bestsellers Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?, begibt sich auf eine humorvolle und nachdenkliche Reise in die gute, alte Zeit: eine Zeit mit festen Werten und verlässlichen Umgangsformen. Seine Betrachtungen sind komisch, hintergründig und melancholisch zugleich. Ein Buch für alle, die das gemeinsame Mittagessen oder den Fernsehabend im Kreis der ganzen Familie vermissen; für alle, die noch aufstehen, wenn eine Oma in die Straßenbahn einsteigt – und für alle, die von schlechtem Benehmen die Schnauze voll haben. Mit großem Knigge-Test!

Man liest auf jeder Seite raus, wie gut früher alles war

— Fantasiana
Fantasiana

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Andreas Hock stellt uns den Spiegel hin, reinschauen müssen wir selbst.

— aha2001
aha2001

Knigge von der amüsanten Seite. Kurzweilig und mit neckenden Spitzen. Coole Sache!

— Floh
Floh

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    Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!
    buechermaus25

    buechermaus25

    07. July 2016 um 20:53

    Das Buch "Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch" von Andreas Hock, ist ein Buch, dass das Benehmen von der Vergangenheit und der Zukunft aufgestellt wird. Davon werden verschiedene Wörter beschrieben, wie z. B. die Geduld. Dort wird beschrieben, wie dem Autor seinen Großeltern die Geduld ausübte und auch wie jetzt die Geduld ausgeübt wird. Die Schreibweise ist recht flüssig, leicht verständlich und auch sehr informativ. Man erfährt, wie sich die Gesellschaft verändert. Und in manchen Hinsichten ist das ziemlich traurig, denn wenn man z. B. den Zusammenhang von früher sieht, haben die Nachbarn sich einfach untereinander unterstützt. Und in unsere Zeit kümmern sich die meisten nur noch um sich. Fazit Das Buch ist sehr informativ, man erfährt auch was Knigge eigentlich uns sagen wollte. Und es gibt auch am Ende ein Test, wo man sich selbst tesen kann. Man sollte es unbedingt lesen!!

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  • Andreas Hock klagt an und klagt an. Klagt er an?

    Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!
    aha2001

    aha2001

    11. February 2016 um 17:20

    Andreas Hock brach sein Studium der Rechtswissenschaften vor dem Examen ab, um Journalist zu werden. Nach seiner Arbeit bei der „Nürnberger Zeitung“ und der „Abendzeitung für Nürnberg und München“ wechselte er zum Pressesprecher der CSU-Landesleitung München. Mit einem tiefen Einblick in die Politik kam er an die Spitze der Nürnberger „AZ/8-Uhr-Blatt“. Kurz nach dem Verkauf des Traditionsblattes entschloss sich Hock, als freier Journalist und Autor tätig zu werden. Seither schrieb er mehrere Bücher, die mit dem Spiegel Bestseller-Autor deklarieret wurden. In „Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!“ zeigt er die Umgangsformen der heutigen Gesellschaft auf der Grundlage von Adolph Freiherr von Knigge auf. Dies im direkten Vergleich zur Generation seiner Großeltern. Er nimmt •         Respekt •         Hilfsbereitschaft •         Bescheidenheit •         Kameradschaft •         Rücksicht •         Geduld •         Loyalität •         Zurückhaltung •         Benehmen genau unter die Lupe, stellt anhand vieler Beispiele, Studien sowie Umfragen seine Meinung dar und uns einen Spiegel vor Augen. Anhand des Titels erwartete ich etwas Humoristisches. Doch Humor, in welcher Art auch immer, sucht man vergebens. So war ich– mit vielen Widerworten zu seinen Thesen – schnell gewillt dieses Buch dem Staub des Regales preiszugeben. Doch je tiefer ich eindrang, je weiter ich Seite für Seite sowie Kapitel für Kapitel weiter las, musste ich ihm mehr und mehr recht geben. Viele der Eigenschaften, die ein soziales Miteinander ausmachen sind verloren gegangen. Und schlimmer noch, sie werden bewusst vertrieben, aberzogen, verlacht und verpönt. Andreas Hock beginnt sein Buch mit der Geschichte des heutigen Knigge und dem, was Adolph Freiherr von Knigge an sich publizierte. Schon hier dürfte sich der eine oder andere wundern. Mich irritierte Anfangs der Vergleich unseres Alltags mit der Generation seiner Großeltern. Begonnen beim Respekt, der sich heute sehr in Grenzen hält, klagt er die gegenwärtigen Generationen an. Respekt vor Amtsträgern, Respekt vor Polizei und Lehrern? Fehlanzeige. Auch wenn er den Nagel auf den Kopf schlägt, sollten wir nicht dem nachgehen, woher das kommt? Ist wirklich die antiautoritäre Erziehung schuld daran? Wo wird denn begonnen, die Autorität zu untergraben und wie? Schauen wir doch einmal in die Medien. Dabei meine ich nicht die sozialen Netzwerke. Was wird uns von Amts- und Würdenträger gezeigt und berichtet? Was wird über Lehrer gezeigt und berichtet? Was wird über …? Als Journalist sollte er sich auch dieses genauer betrachten. Hock klagt an, dass viele alte Menschen sich allen entfremden sowie in tiefer Einsamkeit untergehen und sterben. Selbst die, die Familie haben, schieben diese in Altenheime ab, wo sie allein dahinsiechen. Doch er fragt nicht, ob es anders überhaupt machbar ist. Familien, in denen beide Elternteile arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu sichern, können in einem Leben mit 24 Stunden pro Tag nicht noch Kraft und Zeit für die Pflege aufbringen. Diesem sollte der Autor einmal objektiv nachgehen. Hock klagt an, den Mangel an Zivilcourage. Schaut er auch, warum dies so ist? Leider nicht. Er vergleicht nur wie es war und wie es heute ist. Sicher mit recht, doch die Frage nach dem Warum und dem Weshalb erfolgt nicht. Genau so ist es bei der Bescheidenheit. In jeder Werbung wird den Menschen gezeigt, was man so haben muss, wie man sich darzustellen hat… Wo soll denn Bescheidenheit herkommen, wenn schon in der Grundschule Kinder gemobbt werden, weil sie keine Markenkleidung besitzen? Wo soll Bescheidenheit herkommen, wenn man zu einem Geschäftstermin mit einem Fiat kommt, der entsprechende Partner einen begrüßt und sich dann schnell verabschiedet. Wochen später, wenn man einen großen Mercedes -Benz fährt, plötzlich auf einen zukommt? All das saugen unsere Kinder mit der Muttermilch auf. Sie sehen wie Lehrer Lieblingskinder haben, wie Eltern alles gegen Lehrer durchsetzen. Was ist noch richtig, was ist falsch? In Stellenanzeigen oder Ausbildungsanzeigen werden junge Leute gesucht, die komplett ausgebildet sind und am Besten noch große Berufserfahrung besitzen. Schon Verkäufer werden heute mit Realschulabschluss oder besser Abitur gesucht. Wer sucht noch jemanden, der seinen Beruf mit Liebe macht? Und so klagt er an und klagt an. Klagt Hock an? Andreas Hock schreibt: „Es ist ein Spiegelbild unserer Zeit, dass wir, die wir selbst immer häufiger die nötige Aufrichtigkeit vermissen lassen, von Protagonisten regiert werden, denen wir ebenfalls nicht mehr recht glauben wollen.“ Und ich muss dem Autor recht  geben, auch wenn es immer wieder schmerzt, in den Spiegel zu sehen, wir sind auf dem Weg eine narzisstische Gesellschaft zu werden. Eine EGO-Gesellschaft sind wir bereits. Fast. Denn es gibt noch ein paar Lichtblicke, einige Generationen – ich denke da an die 1994 - 1996 Jahrgänge – sind gerade diesbezüglich auf einem guten Weg. Sie suchen und nutzen die alten Werte. Wir selbst haben es in der Hand. Wir selbst müssen entscheiden: Wo wollen wir leben? Wir selbst haben es in der Hand: In welche Gesellschaft wollen wir leben? Es liegt alleinig an uns! Der Autor beendet das Buch mit einem Quiz. Man kann meinen, es ist die Frage: Hat der Leser ihm die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, also den nötigen Respekt gezollt? Oder hat er alles nur oberflächlich überflogen? Fazit:  Alles in allem lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Lohnt es sich, Fragen zu stellen. Lohnt es sich, Gedanken zu machen.

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