Bereits der Beginn des Buches fällt besonders aus, und man startet gleich mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht und hat Lust auf mehr. Und diese Lust auf einen Krimi, bei dem man auch mal schmunzeln muss, wird auch über die gesamte Handlung bedient. Das liegt sicher am sympathischen Mads Madsen — doch auch die übrigen Figuren sind fein gezeichnet und besitzen jeweils eine eigene Persönlichkeit.
Aber auch die Handlung im Buch ist gut aufgebaut. So gibt es immer wieder Wendungen im Fall, die man nicht voraussieht und ahnt und man dadurch gerne das Buch weiterliest. Dazu tragen auch die kurzen Kapitel bei und der Erzählstil des Autors. So fliegen die Seiten nur so dahin! In der Handlung wird der eigentliche Fall, die Freundschaft von Mads und Patrick in der Vergangenheit, aber auch der Tod von Mads Mutter, als er noch ein Kind war, geschickt vom Autor miteinander verbunden.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass der Krimi regional sehr stark in der Region um Glücksburg und Flensburg verortet ist. Immer wieder beschreibt der Autor Gebäude und Sehenswürdigkeiten der Region, sodass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Für mich war "Über die Toten nur Gutes" ein toller Krimi, der zum einen durch den Fall selbst überzeugt, aber auch dadurch, dass mit Mads Madsen als Trauerredner ein nicht typischer Ermittler die Ermittlungen übernommen hat! Von daher gibt es eine klare Leseempfehlung von mir!


































