Das Glücksbüro

von Andreas Izquierdo 
4,3 Sterne bei184 Bewertungen
Das Glücksbüro
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Positiv (157):
Anna_Barbaras avatar

Schöner Roman über die Liebe und das wahre Glück

Kritisch (12):
Valilus avatar

Sehr unterhaltsam geschriebenes Buch, das zum Nachdenken anregt. Der letzte Funke wollte bei mir jedoch nicht so richtig überspringen.

Alle 184 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Glücksbüro"

Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt – nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832162252
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:21.10.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.09.2013 bei audio media verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Duweisstschonwervor 3 Tagen
    Wunderschön! Aus einem "trockenen" Beamten wird ein Mann mit Herz, herrlich geschrieben.

    Wow ich bin tief beeindruckt, von diesem wunderbaren Buch. Herr Glück findet aus seiner Rolle des "grauen Beamten" in das bunte Leben, er bewegt viel und auch seine Führungskräfte. Am meisten bewegte mich aber der Abschluss dieses Romans, mit geballten Emotionen, viel Tiefgang, ja man hinterfragt regelrecht das Leben, dessen Sinn und was davon bleibt.

    Wenige Bücher haben mich so intensiv wie dieses bewegt.
    Ich kann mit gut vorstellen, dieses Buch in ein paar Jahren erneut zu lesen, was ich sonst selten tue.

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    Anna_Barbaras avatar
    Anna_Barbaravor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Roman über die Liebe und das wahre Glück
    Schöner Roman über die Liebe und das wahre Glück

    Albert Glück arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Er arbeitet nicht nur dort, er wohnt sogar da. Herr Glück ist ein zuverlässiger, korrekter Sachbearbeiter, der geregelte Abläufe liebt und sich in seinem Amt wohl fühlt. Das Amt und die Abläufe geben ihm Geborgenheit. Er hat tägliche Routinen, so sieht er sich jeden Abend seine Lieblingsserie „Legenden der Leidenschaft“ an und isst dabei ein paar Schogetten. Eines Tages kommt ein Antrag bei ihm an, der alles verändern wird. Der Antrag E 45 beantragt einfach nichts… Albert versucht den Antrag loszuwerden, doch selbst Schreddern hilft nichts, der Antrag landet immer wieder auf seinem Schreibtisch. Sein Vorgesetzter schickt ihn zur Antragstellerin Anna Sugus, Albert soll rausfinden was es mit dem Antrag auf sich hat. Die Begegnung mit Anna verändert sein Leben. Durch Anna lernt Albert die Liebe kennen und auch, dass hinter jedem Antrag ein Mensch steckt, der Hilfe braucht. Diese Hilfe lässt Albert den Menschen zuteil kommen indem er ihnen mit seinem unermesslichen Wissen hilft die Anträge richtig auszufüllen. Aus Alberts grauem Büro im Amt für Verwaltungsangelegenheiten wird das Glücksbüro. Andreas Izquierdo ist ein toller Roman gelungen. Da ich selbst in einer Verwaltung arbeite, musste ich oft Schmunzeln, da die Schilderungen des Büroalltags sehr treffend sind. Die beiden Hauptfiguren wachsen einem sehr schnell ans Herz. Man freut sich mit Albert als Anna ihn aus seiner Einsamkeit herausholt und ihm zeigt was Glück wirklich bedeutet

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    YukBooks avatar
    YukBookvor 8 Monaten
    Antrag auf ein neues Leben

    Es gibt Menschen, für die ist die Firma das zweite Zuhause. Aber was wäre, wenn es ihr einziges ist? So wie bei Albert Glück, Protagonist dieses Romans. Der Vollblut-Beamte hat sich im Keller eines Amtes für Verwaltungsangelegenheiten häuslich niedergelassen und das Gebäude seit 30 Jahren nicht verlassen.

    In seinem abgesteckten kleinen Spielfeld fühlt er sich wohl und führt seine Arbeit mit großer Sorgfalt und Hingabe aus. Schwierig wird es, wenn er mit etwas Unbekanntem konfrontiert wird – zum Beispiel mit dem Formular E45, das es nicht geben dürfte, das zudem nichts beantragt und zum wiederholten Male auf seinem Tisch landet. Gezwungenermaßen begibt er sich auf die Suche nach der Antragstellerin und lernt so die Künstlerin Anna Sugus kennen und lieben. Sie stellt sein Leben völlig auf den Kopf und bringt immer mehr Farbe in seinen tristen Alltag. Durch sie erkennt er, dass hinter den Formularen, die er Tag für Tag höchst effizient abarbeitet, Menschen mit individuellen Sorgen und Nöten stecken. Und Albert ist der Einzige, der sich im Paragrafendschungel so gut auskennt, dass er ihnen helfen und ein wenig Glück in ihr Leben bringen kann.

    Wer schon einmal in einem Unternehmen gearbeitet hat, wird einiges wiedererkennen, zum Beispiel die typischen Sticheleien unter Kollegen, der pünktliche Run in die Kantine oder der Sektumtrunk, der täglich in irgendeiner Fachabteilung stattfindet. Diese kleinen Seitenhiebe hat der Autor in eine äußerst charmante und herzerwärmende Geschichte verpackt. Sie zeigt, dass man sich aus Angst oder Bequemlichkeit in sein Schneckenhaus zurückziehen oder sich hinaus trauen, Anteil am Schicksal anderer nehmen und Positives bewirken. Andreas Izquierdo hat ein wundervolles Buch voller Humor und Poesie über die Liebe und Menschlichkeit geschrieben.

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    Isaoperas avatar
    Isaoperavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut geschriebener Roman mit dem Charme des "Rosie-Projekts" im Amt ;)
    Für Fans des "Rosie-Projekts"


    "Das Glücksbüro" hat den alltäglichsten Schauplatz von allen, nämlich ein durchschnittliches Amt mit vielen durchschnittlichen Mitarbeitern, die zu ihrem Geburtstag eine Brötchenplatte ausgeben.
    Albert (Glück, daher der Name) ist auf den ersten Blick einer der langweiligsten und pedantischsten Mitarbeiter in diesem Amt - aber hinter der Fassade versteckt sich nicht nur ein Hang zum Perfektionismus, sondern ein neurotischer und (gerade deshalb) unheimlich liebenswerter Charakter.
    Die Bekanntschaft mit der Künstlerin Anna (und dem Formular E45) stellt seine Welt auf den Kopf und ich habe Albert sehr gerne in diesen Verwicklungen begleitet.
    Schön fand ich dabei, dass das Buch gerade gegen Ende mehr Tiefgang hat als erwartet, aber dennoch sehr leicht zu lesen ist.
    Der Charakter Albert mag dem Leser des "Rosie-Projekts" von Graeme Simsion vielleicht ein wenig entlehnt vorkommen. Ich denke, dass das Buch für Fans von Simsion durchaus etwas sein könnte, da es einen ähnlichen Charme hat, aber doch nochmal anders ist, für mich kommt es aber nicht ganz an die Faszination heran.


    Ein sehr schöner und gut geschriebener Roman, der für mich aber durchaus ein paar Seiten mehr vertragen könnte und einen Tick zu schnell weggelesen war. Dennoch eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne!

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    SitataTirulalas avatar
    SitataTirulalavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Albert Glück ist so herrlich verschroben, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss! Traurig und schön.
    Schema F - und wie man davon abweicht

    Es war nicht nur die erzieherische Maßnahme gegen Mike, sondern vor allem der Antrag, der Albert aus seinem Bau scheuchen sollte. Ein unerhörter, nie da gewesener Antrag, einer, der den besten Beamten - und der war nun mal ohne jeden Zweifel Albert - vor ein unlösbares Rätsel stellte ihm ihm alles abverlangen sollte, sogar mehr, als er eigentlich zu leisten imstande war.

    Albert Glück arbeitet, isst und schläft in seinem Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Er ist immer pünktlich, immer korrekt, er kennt, lebt und liebt jeden Antrag, den es überhaupt gibt. Bis plötzlich Antragsformular E45 auf seinem Schreibtisch liegt. Es gibt kein Formular E45 - und wozu dient bitteschön ein Antrag, der nichts beantragt? Ein weniger pflichtbewusster Beamter hätte den Antrag vielleicht weggeworfen, nicht aber Albert. Er muss der Sache auf den Grund gehen und forscht bei Antragstellerin Anna Sugus nach, nicht ahnend, dass die chaotische Künstlerin sein ganzes wohlgeordnetes Leben umkrempeln wird.

    Albert Glück ist das wandelnde, überspitzte Klischee eines Beamten: weltfremd und ohne jeden Bezug zu den Menschen, die hinter den Anträgen stecken. Und gleichzeitig ist er das genaue Gegenteil, denn er liebt seine Arbeit, ist motiviert, schiebt nie etwas auf und erledigt alles korrekt bis ins letzte Detail. Er ist so verschroben, dass er auf seine ganz eigene Art schon wieder liebenswert ist. Anna Sugus ist ein absoluter Gegensatz dazu mit ihren Klamotten mit den Farbklecksen, den immer etwas wirren Haaren, ihrer Spontanität und dem Bedürfnis anderen und vor allen Dingen Albert zu helfen.
    "Das Glücksbüro" spielt ganz bewusst mit Klischees, treibt sie auf die Spitze und lässt sie miteinander kollidieren. Doch auch wenn man sich denkt "solche Menschen wie Albert gibt es doch gar nicht", bleibt trotzdem die rührende Geschichte dahinter stehen. Eine Geschichte über einen Mann, der nie über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut hat, und eine Frau, die es braucht, damit er nicht nur den Blick, sondern auch den Sprung schafft. Wie schon in "Der Club der Traumtänzer" versteht Andreas Izquierdo es auch hier mal wieder, mit einfacher, aber eindringlicher Sprache die ganz großen Gefühle anzustoßen.

    "Das Glücksbüro" hat mich beglückt, anders kann ich es gar nicht sagen. Fünf glückliche Blümchen gibt es also!

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    Marlee3007s avatar
    Marlee3007vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte!
    Ein bisschen Glück kann jeder gebrauchen !

    Klappentext : Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durch einander gebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt – nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt …

    Nachdem ich durch Zufall auf Andreas Izquierdo's Buch "Der Club der Traumtänzer" gestoßen bin und hin und weg war, musste nun das zweite Buch von ihm her !
    Und wieder bin ich restlos begeistert.

    Herr Izquierdo's schafft es eine Geschichte zu erschaffen, die man einerseits einfach nur genießen kann, oder aber zwischen den Zeilen liest und soviel mehr aus den Seiten lernen kann als anfangs gedacht.
    Ich fasse die Geschichte jetzt nicht in eigenen Worten zusammen, weil ich finde, das der Klappentext aussagekräftig genug ist.
    Der Autor schafft mit Albert Glück einen kauzigen, etwas eigenartigen aber wunderbar charmanten Charakter, den man einfach irgendwie mögen muss.
    Und auch Anna Sugus, die im Laufe des Buches eine bedeutende Rolle einnimmt ist auf ihre Art bezaubernd.
    Der Schreibstil ist einfach aber ansprechend und durch eine detailreiche Beschreibung der Umgebung und einzelnen Szenen kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen und sich vieles bildlich vorstellen.

    Was ich besonders schön an Andreas Izquierdo's Büchern finde, ist dass sie so ganz anders als die anderen Bücher sind. Es gibt viele Geschichten über die Liebe, das Leben oder die Suche vom Glück.  Izquierdo schafft es jedoch alle diese Themen auf eine ganz neue Art und Weiße zu erzählen, durch Geschichten die einen einfach berühren und zum nachdenken bringen !


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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschöne und rührende Gesichte, bei der es sich lohnt, zwischen den Zeilen zu lesen.
    Das Glücksbüro

    Klappentext:
    Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt – nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt …

    Nachdem der Klappentext sehr ausführlich beschreibt, um was es in dem Buch „Das Glücksbüro“ von Andreas Izquierdo geht, spare ich mir meine persönliche Zusammenfassung, schließlich möchte ich hier auch nicht zu viel verraten.

    Herzerwärmend erzählt der Autor die Geschichte von Albert Glück, dem liebenswürdigen, etwas schrulligen und vor allem einsamen Beamten. Doch bis er auf die Künstlerin Anna Sugus trifft, bemerkt Albert gar nicht, was für ein einsames Leben er doch führt. Es war mir eine Freude, Herrn Glück dabei zu begleiten, sein Leben nach 35 Jahren neu zu entdecken und mitzuerleben, wie sich sein trister Beamtenalltag in eine Zeit voller Freude und Glück verwandelt. Izquierdo bedient sich hier den üblichen Klischees über das deutsche Beamtentum und dessen Gepflogenheiten. Sehr amüsant und keinesfalls übertrieben.

    In dem Buch „Das Glücksbüro“ verwandelt Andreas Izquierdo Worte in Magie und eine humorvolle kleine Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite in ein warmherziges, gefühlvolles und berührendes Erlebnis. Eine Geschichte, bei der es sich lohnt, zwischen den Zeilen zu lesen! Ein Buch das ich wärmstes empfehlen und nur jedem ans Herz legen kann. Einfach wunderbar!

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    MissErfolgs avatar
    MissErfolgvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Liebevolles Porträt eines Zwangsneurotikers
    Verschrobener, romantischer Beamten-Roman

    In den vergangenen Jahren stolpert man in den Bücherregalen immer häufiger über Romane, die  im Volksmund auch „Midlife-Crisis-Literatur“ genannt werden. Die Suche nach dem großen Glück, Selbstfindung und der Ausbruch aus dem deprimierenden Alltagstrott – es gibt eine Vielzahl an Ratgebern und Romanen, die dem Leser zeigen wollen, was er bisher verpasst hat. Auch Andreas Izquierdo setzt sich in  „Glücksbüro“ mit dieser Thematik auseinander: Der Sprung ins kalte Wasser, Veränderung und Neuanfang, das Überwinden alter Ängste. Jedoch nähert er sich diesem literarischen Hype aus einer ganz anderen Richtung – „Glücksbüro“ kann als Erzählung überraschen und polarisieren (wie man auch an den anderen Rezensionen hier auf lovelybooks erkennt).

    „Es war herrlich, nicht zu sehen, wohin man ging. So befreiend.“

     Seit 35 Jahren arbeitet Albert Glück nun schon im Amt für Verwaltung - er wohnt sogar dort, ohne dass dies irgendjemand weiß. Seine Tage folgen einer strengen Ordnung, einem immer wiederkehrenden Rhythmus. Aufregend ist anders! Doch eines Tages landet ein Antrag auf seinem Schreibtisch, der Alberts Weltbild ins Wanken bringt. Denn der Antrag beantragt schlicht und ergreifend ... NICHTS! Für Albert ein unbegreiflicher Vorgang, ein Vorstoß des Chaos‘ in seinen sonst so geordneten Alltag. Entschlossen, dieses Chaos schnell zu beseitigen, besucht er die Antragstellerin, die Künstlerin Anna. Mit ihrer impulsiven, lebensfrohen Art  gelingt es dieser in kurzer Zeit, Alberts Leben umzukrempeln.

    „Welche Farbe hat ein Herzschlag?
    Wie schmeckt ein Wort?
    Nach was duftet Glück?“

     Der wahre Kunstgriff des Autors liegt in meinen Augen darin, den tristen und langweiligen Alltag in einem Verwaltungsamt so mitreißend zu gestalten, dass der Leser über 260 Seiten am Ball bleibt. Und dass, obwohl der Protagonist Albert Glück denkbar spießig und farblos daherkommt. Andreas Izquierdo entwirft seine Hauptfigur so lebendig und verschroben, dass man beim nächsten Gang aufs Amt sicherlich nach einem Albert Glück Ausschau halten wird. Witzig, charmant und angenehm unverschnörkelt entwickelt sich die Geschichte rund um Albert und Anna.

    Nur das Ende – das polarisiert dann eindeutig, und hat mich dazu bewogen, statt 5 nur gut gemeinte 4 Sterne zu vergeben.

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    Chimikos avatar
    Chimikovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Absolutes Herzensbuch!
    Herzensbuch!

    Das Glücksbüro ist so eine wundervolle Geschichte, dass ich das Gefühl habe, ihr nicht gerecht werden zu können. Schon mit dem ersten Satz hatte ich mich Schreibstil, Buch und Albert verliebt. Es ist wirklich ein eigenartiger kleiner Roman (wie Albert eben auch), der dabei jedoch mein Herz berührt hat - ein wahres Herzensbuch! Und besonders am Schluss sind reichlich Tränen geflossen, weil dieses Buch mich so bewegt hat.

    Ich finde den Stil des Buches nicht auf die konventionelle und klassische Art und Weise schön, aber er ist wie Albert, er ist besonders und er berührt einen tief im Inneren. Die Story an sich ist nicht kompliziert, dafür aber tiefsinnig und wunderschön. Sie zeigt viel Menschlichkeit und Wärme.

    Und Albert...
    Albert ist ein sehr korrekter und sachlicher Charakter, aber dennoch animiert er mit seiner Geschichte zum Träumen.
    Albert ist ein grauer Mann, so wird er oft genug beschrieben, aber sein Charakter und seine Darstellung bringen dennoch Farbe in seine Geschichte.
    Albert ist kein offener Mensch, hat sich aber dennoch in mein Herz geschlichen.

    Es gäbe wirklich noch tausend Dinge zu diesem wunderbaren Buch zu sagen, aber zugleich fällt mir einfach nichts ein. Das Glücksbüro sollte man selbst lesen und auf sich wirken lassen und vielleicht nimmt es euch ja dann so mit, wie es mich mitgenommen hat. Denn für mich ist es eines dieser Bücher, das einen lächeln lässt und dann wieder Rotz und Wasser heulen lässt. Es ist das perfekte Buch, wenn mal nicht alles rund läuft und man eine Aufmunterung oder eben eine kleine Portion Glück braucht.

    Fazit

    Das Glücksbüro ist ein absolutes Herzensbuch, in das ich mich verliebt habe und das mich jetzt, einige Tage nach dem Lesen, wieder zum Lächeln bringt, obwohl ich schon andere Bücher dazwischen gelesen habe.

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    Maerchenbuchs avatar
    Maerchenbuchvor 3 Jahren
    Jeder Mensch braucht einen Albert Glück

    Bereits seit über 30 Jahren arbeitet Albert Glück im Amt für Verwaltungsangelegenheiten und bearbeitet dort überaus korrekt und fristgerecht die täglichen Anträge auf seinem Schreibtisch. Er ist sehr zufrieden mit seinem strukturierten Beamtenleben denn er kennt jedes Formular und jede Dienstvorschrift und kann jeden Tag seinem geregelten Rhythmus nachgehen. Die Welt außerhalb der Behörde überfordert den gewissenhaften Beamten und so ist das Amt für Verwaltungsangelegenheiten nicht bloß Alberts geliebte Arbeitsstätte, sondern auch sein heimliches zu Hause. Unbemerkt von seinen Kollegen, wohnt Albert in der Behörde und hat sich dort seine kleine wohlgeordnete Welt eingerichtet. Abends verköstigt sich der Einzelgänger in der menschenleere Kantine des Amtes und tagsüber spielt er seinen Kollegen kleine Streiche.

    Als jedoch eines Tages der Antrag E45 auf Albert Glücks Schreibtisch landet, gerät sein strukturiertes Leben plötzlich aus den Fugen, denn dem Beamten ist Antrag E45 völlig unbekannt und das kann es doch eigentlich gar nicht geben. Zum ersten Mal in seiner langjährigen Dienstzeit, kann Albert einen Antrag nicht bearbeiten, denn dieses Formular beantragt offensichtlich rein - garnichts! Albert recherchiert vergeblich, doch niemand scheint Antrag E45 zu kennen und zu allem Übel, schickt ihn sein Vorgesetzter auch noch auf die Suche nach der Antragstellerin. Albert bleibt nichts anderes übrig, als sein schützendes Amt zu verlassen und sich seinen Ängsten zu stellen.

    Der Autor Andreas Izquierdo konnte mich mit seiner Geschichte rund um den liebenswerten Kauz Albert Glück und das schrullige Amt für Verwaltungsangelegenheiten absolut entzücken.
    Mit viel Humor und auch etwas Magie, nimmt der Autor das Beamtentum auf die Schippe und gewährt der Leserschaft amüsante Einblicke in das tägliche Beamtenleben. Wettrennen um die besten Plätze im Speisesaal, exakte Einhaltung der Mittagspausenzeit und viele weitere Klischees werden wunderbar unterhaltsam beschrieben.

    Zu Beginn möchte man meinen, dass der Hauptprotagonist Albert Glück, ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse ist; immer korrekt und ordentlich nach Dienstvorschrift, doch bereits nach wenigen Seiten stellt sich heraus, dass hinter dem sorgfältige Beamten ein ganz liebenswerter, lustiger und vor allem sehr hilfsbereiter Mensch steckt. Als Alberts festgefahrenes Leben aus dem Takt gerät, können wir miterleben, welche wunderbaren Türen sich öffnen können, wenn man hin und wieder über seinen Schatten springt und über seine Grenzen geht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Izquierdos avatar
    Ihr Lieben,

    morgen, zum Welttag des Buchs, möchte ich 5 SIGNIERTE EXEMPLARE meines Romans "Das Glücksbüro" verlosen. 

    Und weil es so schön ist, und ich nicht genug von euren Amtsgeschichten kriegen kann, schreibt mir doch eine kleine Anekdote auf, die ihr in einem Amt oder in einer öffentlichen Verwaltung erlebt habt. 

    Die schönste Story bekommt einen Extrapreis mit einer Extrasignatur im Buch!!
    Zur Buchverlosung
    Izquierdos avatar
    Ihr lieben Lovelybookies,

    vielen Dank, dass ihr "Das Glücksbüro" für die 35 besten Romanes des Jahres nominiert habt. Bin ganz stolz!

    Zum Dank möchte ich gerne 10 signierte Exemplare verlosen.

    Alles, was ihr dazu tun müsst, ist, eine kurze Anekdote aus einem Amt zu erzählen, die euch mal passiert ist oder von der ihr mal gehört habt.

    Morgen Nachmittag endet die Verlosung, damit die Bücher noch am Wochenende rausgehen.

    Also, dann: Her mit dem Amtsstories!
    TochterAlices avatar
    Letzter Beitrag von  TochterAlicevor 5 Jahren
    Schönes Buch = schöne Rezi! Danke Dir!
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    Izquierdos avatar
    Einladung zur Leserunde zu "Das Glücksbüro":
    Stempel sind seine Welt. Formulare. Vordrucke. Dienstvorschriften. Dinge, die man stapeln oder einsortieren kann: wie wunderbar! Stempel drauf! Bearbeitet von Albert Glück. Sachbearbeiter im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Doch Albert arbeitet nicht nur im Amt, er wohnt auch wohnt da. Seit über dreißig Jahren. Unbemerkt von allen anderen. Dann, eines Tages, ändert ein Antrag alles. 
    Ein Antrag, wie es noch keinen gab. Ein Antrag, der den besten, korrektesten, kauzigsten aller Beamten vor ein unlösbares Problem stellt, denn dieser Antrag beantragt: nichts. Albert verlässt nach über drei Jahrzehnten zum ersten Mal sein geliebtes Amt, um herauszufinden, was dieser Antrag von ihm will. In eine Welt, die er nicht mehr kennt.
    Er trifft Anna. Künstlerin. Chaotin. Ein Wunder an Unordnung. Und ehe er sich versieht, steht seine Welt Kopf und mitten in seinem geliebten Amt entsteht: das Glücksbüro. Ein geradezu magischer Ort, an dem man per Antrag ein kleines Glück bekommt ... und der schon nach kurzer Zeit ein ganzes System ins Wanken bringt. 


    Ich würde euch gerne meinen neuen Roman "Das Glücksbüro" vorstellen, der am 25. Februar offiziell erscheint. Der Dumont Verlag vergibt 25 Leseexemplare - wer hat Lust dabei zu sein, gemeinsam zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Bewerbt euch einfach bis 24. Februar hier im Unterthema "Bewerbung" und erzählt mir vielleicht eine lustige Anekdote von eurem Arbeitsplatz?

    Wer mich und meine Romane noch nicht kennt - hier eine kurze Vita: ich wurde 1968 in Euskirchen geboren und bin dann nach dem Abitur nach Köln gezogen - wo ich bis heute wohne. Seit 1995 schreibe ich Romane sowie Drehbücher (Sitcoms, Serien und Spielfilme für RTL, ZDF, SAT1 und den WDR), bin bisher zweimal für den Agatha-Christie-Preis nominiert worden, habe 2010 für "Apocalypsia" hier bei LovelyBooks den Leserpreis in Silber gewonnen, ausserdem den Sir-Walter-Scott-Preis für "König von Albanien". Jetzt erscheint mit "Das Glücksbüro" meine erste romantische Komödie und ich bin sehr gespannt auf eure Meinung dazu!Weitere Informationen findet ihr auf meiner Website: http://izquierdo.de
    Zur Leserunde

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