Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

von Andreas Izquierdo 
4,7 Sterne bei52 Bewertungen
Fräulein Hedy träumt vom Fliegen
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Positiv (48):
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Wundervolle, aber auch dramatische Geschichte, die außerdem mit einem Augenzwinkern erzählt ist.

Kritisch (2):
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Flüssig zu lesen, aber völlig überfrachtet, unglaubwürdig und unsympathisch. Zu viel Effekthascherei, zu wenig Substanz. Schade!

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Inhaltsangabe zu "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen"

»Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« – Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Hedy von Pyritz, 88 Jahre, diszipliniert, scharfzüngig, eitel. Hellwacher Verstand, trockener Humor, zuweilen übergriffig. Eine alte Dame, die meist im Rollstuhl sitzt, sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert.
Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter. Vielmehr nötigt sie ihn förmlich dazu. Der junge Mann wird sie fahren. Basta!
Jan hat keinen Führerschein, dafür aber eine nie behandelte Lese-Rechtschreibschwäche, so dass Hedy den Unterricht übernimmt und sich schon bald eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden festigt. So vertraut sie ihm nach und nach die Geheimnisse ihrer schillernden Vergangenheit an und verändert damit auf ungeahnte Weise seine Zukunft ...
Andreas Izquierdo erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer alten Frau und einem jungen Mann, die beide für immer verändert – eine Geschichte, die federleicht beginnt und sich dann zu einem wuchtigen, mitreißenden Drama entwickelt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458363095
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:524 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:15.01.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    MrsFrasers avatar
    MrsFraservor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Mindestens 50% des Inhalts, die im drastischen Gegensatz zur launigen Hauptstory stehen, bilden einen komplett anderen Erzählstrang. Schade!
    Zu unentschieden

    'Fräulein Hedy träumt vom Fliegen' fängt super an. Eine spitzzüngige, junggebliebene, intelligente Frau älteren Semesters steht zu ihren Stimmungen und Meinungen und lässt sich von niemandem beirren. 


    Als die angesehene Vorsitzende einer Stiftung, Hedy von Pyritz, im - naja - piefigen Münsterland per Inserat in der Tageszeitung einen Chauffeur für einen Ausflug zum Nacktbadestrand sucht, ist der Skandal perfekt. Den perfekten Kandidaten findet sie letztlich selbst - den zurückhaltenden Physiotherapeuten Jan, der eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hat, aber dafür wahnsinnig gut Papierflieger falten kann. Während Jan unter Hedys Anleitung Lesen und Schreiben lernt, erzählt diese ihm von ihrer Vergangenheit - und das Buch im Buch beginnt.

    Vollkommen unvorbereitet findet sich der Leser in dramatischen und emotionalen Schilderungen aus der Zeit des zweiten Weltkrieges wieder. Der Ton dieser Schilderungen ist ein komplett anderer und ich habe sofort die Gegenwarts-Schilderungen vermisst. Da die Erzählungen von Hedy aber mehr und mehr Platz im Buch einnehmen, 'gewöhnte' ich mich mit der Zeit daran und ja, fand diesen Erzählstrang ebenfalls spannend. 

    Leider wurde darüber das Potential der Hauptstory verschenkt. Der Austausch von Hedy und Jan hätte so dynamisch und beiderseitig bereichernd werden können, aber das geht leider total unter. 

    Andreas Izquierdo kann wunderbar schreiben und hat tolle Ideen. Er kann lustig und ernsthaft und hintergründig und bewegend. Aber bitte nicht alles auf einmal. 'Fräulein Hedy träumt vom Fliegen' hätte gut und gerne zwei Bücher werden dürfen. Eines über die Geschichte von Hedy und eines über Hedy und Jan und ihr wechselseitiges Wachsen an- und miteinander. So können beide Erzählstränge ihr Potential nicht voll entfalten und noch dazu hat man, insbesondere in der Gegenwart, den Eindruck, dass viel zu viele Probleme angesprochen werden, die (aufgrund dessen, dass es sich jeweils nicht um ein eigenständiges Buch handelt) nur angerissen werden und daher wie auf einer Liste abgehakt wirken. 

    Wenn man darauf gefasst ist, dass das Buch seinen leichten Ton sehr schnell verliert und es bald mehr um die Vergangenheit als die Gegenwart geht, ein durchaus spannender Read, wenn auch mit sehr viel Luft nach oben, die der Autor meiner Meinung nach hätte ausschöpfen können, wenn er gewollt hätte.

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    wampys avatar
    wampyvor 6 Monaten
    Gegenseitige Rettung

    Buchmeinung zu Andreas Izquierdo – Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

    „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“ ist ein Roman von Andreas Izquierdo, der 2018 als Originalausgabe im Insel Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman „König von Albanien“ (2007), der mit dem Sir- Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde.

    Klappentext:
    »Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« – Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Hedy von Pyritz, 88 Jahre, diszipliniert, scharfzüngig, eitel. Hellwacher Verstand, trockener Humor, zuweilen übergriffig. Eine alte Dame, die meist im Rollstuhl sitzt, sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert.

    Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter. Vielmehr nötigt sie ihn förmlich dazu. Der junge Mann wird sie fahren. Basta!

    Jan hat keinen Führerschein, dafür aber eine nie behandelte Lese-Rechtschreibschwäche, so dass Hedy den Unterricht übernimmt und sich schon bald eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden festigt. So vertraut sie ihm nach und nach die Geheimnisse ihrer schillernden Vergangenheit an und verändert damit auf ungeahnte Weise seine Zukunft ...

    Meine Meinung:
    Dieses Buch beginnt humorvoll und widmet sich dann im weiteren Verlauf sehr ernsten Themen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Beziehung zwischen der rüstigen Hedy und ihrem Physiotherapeuten Jan, der schon ihr Enkel sein könnte. Hedy dominiert ihre Umgebung nach allen Regeln der Kunst, während Jan sehr zurückhaltend agiert. Er ist Legastheniker und versucht das vor seiner Umwelt zu verbergen. Hedy mag ihn und will, dass er seine Schwächen ausmerzt und in ein „normales“ Leben findet. Aber auch Hedy hat Schwachstellen, die sie nicht preisgeben möchte. Trotz vieler Schwierigkeiten und Rückschläge bauen beide ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis auf. Auf diesem Weg offenbaren beide das ein oder andere Geheimnis, denn Jan soll ein Buch über Hedys Leben schreiben.

    Das Buch schildert Episoden aus der deutschen Geschichte von den 20-er Jahren bis in die Nachkriegszeit, die sich mit Handlungen aus der Gegenwart abwechseln. Es werden große Themen wie Liebe, Freundschaft, Einsamkeit, Hass, Vergeltung und andere angesprochen. Es sind derer fast ein paar zu viele. Die beiden Hauptfiguren werden sehr vielschichtig gezeichnet und haben auch ihre Schwächen. Auch die Nebenfiguren wirken lebendig und sind vollständig gezeichnet. Der Leser erlebt spannende Geschichten, aber auch traurige Ereignisse aus Hedys Leben, allen voran ihre Begegnung mit der berühmten Fliegerin Elly Beilhorn, die Hedy als Vorbild sah. Bei aller äußeren Stärke ist Hedy aber auch eine verletzliche Frau gewesen. Jan und die Leser erfahren, was Hedy zu dem gemacht hat, was sie ist. Aber in der Gegenwart ist ihre Entwicklung noch in vollem Gange. Jans Geschichte ist vor allem durch Passivität geprägt. Wenn er etwas erzählt, dann handeln Menschen aus seinem Umfeld und nicht er selber. Aber unter dem Einfluß von Hedy wandelt auch er sich. Am Ende können beide sagen, dass sie durch den anderen gerettet worden sind.

    Hedy und Jan sind beide sympathisch, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind. Das Buch beschreibt wie sich diese beiden einsamen Menschen einander nähern und wieder lernen, anderen Menschen zu vertrauen. Die einzelnen Episoden sind geschickt gewählt und geben einen guten und stimmigen Eindruck der jeweiligen Zeit. Die Erzählung ist atmosphärisch dicht und der Leser hat oft das Gefühl vor Ort zu sein.

    Fazit:
    Von Beginn an hat mich der Roman gefesselt und mit großem Vergnügen bin ich den teils sehr emotioalen Episoden gefolgt. Die Beschreibung der Entwicklung der Beziehung zwischen Hedy und Jan ist ganz großes Kino. Etwas störend war die Vielzahl der angesprochenen Themen, aber dies ist nur ein kleines Manko. Trotzdem vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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    LadyIceTeavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Geschichte, mit einer sehr eigensinnigen und genialen Hauptfigur!
    Wunderbar und ganz anders als erwartet

    Fräulein Hedy von Pyritz ist 88 Jahre alt und thront in ihrer Villa im Münsterland über allem. Sie ist bekannt für ihre scharfe Zunge, ihre Disziplin und ihre Eitelkeit. Sie führt die Von-Pyritz-Stiftung, eine Stiftung für hochbegabte Kinder. Doch ihre Annonce in der Zeitung »Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« bringt Ereignisse ins Rollen, die sie selbst nicht erwartet hätte. Und plötzlich ist ihr Physiotherapeut Jan, ohne Führerschein ihr Chauffeur und Mitstreiter auf einem Weg, der sie weit in eine Vergangenheit zurückführt, die der Krieg geprägt hat.

    Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mich auf eine fröhliche Geschichte eingestellt. Ich habe eine Art Sommer-Roadtrip erwartet, mit vielen skurrilen Figuren und Ereignissen. Das Buch beginnt auch sehr heiter. Wir lernen Hedy und ihre unvergleichliche Art und Weise kennen. Sie ist wirklich scharfzüngig und hat dabei einen trockenen Humor, von dem die Queen sich eine Scheibe abschneiden könnte. Grade in den ersten Kapiteln musste ich mehr als einmal laut lachen, weil das Bild von Hedy einfach genial war.
    Dann kam langsam der Punkt in der Geschichte, an der sich die Geister streiten. Die Geschichte wurde ernster und tiefgründiger und beschäftigte sich weniger mit dem geplanten Roadtrip, als mehr mit Hedys Vergangenheit und wie sie zu der Frau geworden ist, die sie ist. Hier wurde von vielen Lesern bemängelt, dass es schade wäre, dass die Leichtigkeit verloren geht oder dass es doch eine ganz andere Geschichte ist, die versprochen wurde. Nun, ich war auch überrascht, zumal ich das Thema Krieg nicht erwartet hätte aber ich habe mich darauf eingelassen und wurde sehr positiv überrascht. Das Thema Krieg ist natürlich kein Thema mit Leichtigkeit, wie ein Roadtrip aber trotzdem hat Hedy als Figur ihre eigene Leichtigkeit und Verrücktheit behalten. Ich war wirklich gefesselt von der Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart und wollte besonders wissen, was Hedy in ihrem langen Leben schon erlebt hat. Dabei fand ich jede Figur äußerst gelungen und habe keine entdecken können, die überflüssig gewesen wäre. Die Ereignisse in ihrem Leben sind alle irgendwie abenteuerlich und teilweise habe ich regelrecht mitgefiebert. Ich fand das ganze Buch spannend und trotzdem unterhaltsam, denn Hedy war schon immer eine ganz eigene Person und hat sich nicht davon abbringen lassen. Ihr Physiotherapeut Jan und ihre Haushälterin Maria, haben einen großen Teil zu dieser gelungenen Geschichte beigetragen.
    Auch wenn die Geschichte ganz anders ist als ich es erwartet habe, hat sie mir sehr gut gefallen. Eine Geschichte die vor Eigensinnigkeit, Abenteuerlust und Geschichte nur so strotzt. Eine klare Empfehlung!

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    Caillean79vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Fräulein Hedy ist ne Wucht! Mit dieser Dame geht man gern durch die Höhen und Tiefen eines bewegten Lebens!
    Für mich jetzt schon eins der Lesehighlights 2018!

    Fräulein Hedy ist ne Wucht! Die resolute Persönlichkeit hat ihren neuen Physiotherapeuten eingestellt, weil er so gut Papierflieger faltet. Sie besteht darauf, im hohen Alter von 88 Jahren mit „Fräulein von Pyritz“ angesprochen zu werden, und das, obwohl sie eine Tochter hat.  Sie tritt nachts auf ihren Balkon und ruft laut „Timbuktu!“ Schrullen einer senilen alten Dame? Man könnte es vermuten, und doch steckt da in Fräulein Hedy soviel Gewitztheit und sogar Berechnung.

    Im Laufe des Buches erfährt der Leser nicht nur Hedys Lebensgeschichte, sondern auch die Gründe für die oben genannten „Schrullen“. Und die sind weitaus ernster, als man sich auf den ersten 50 Seiten vorzustellen vermag! Im Laufe der stolzen 524 Seiten dieses Buches kippt der Ton dieser Geschichte von komisch zu ernst und es werden viele schwierige Themen angesprochen. So viele, dass ich mich gefragt habe, ob die Geschichte damit nicht ein wenig zu überladen ist. Andererseits – als ich fertig war mit dem Lesen dieses Buches, empfand ich es als eine runde Geschichte und auch als ein Buch, das in mir nachklingen wird.

    Der Ton des Romans ist mal leicht und mal schwer, amüsante bzw. zum Teil wirklich witzige Szenen (ich sage nur: das Gespräch mit der Gutachterin) wechseln sich mit ernsten, unbequemen Szenen ab. Trotzdem konnte ich kaum aufhören zu lesen und habe den Roman förmlich verschlungen. Für mich ist es kein Buch, das man nach dem Lesen einfach ins Regal stellt und vergisst. Ich werde beim Anblick des orangenen Umschlags immer gewisse Bilder vor Augen haben und genau das soll ein Buch ja tun: Bilder im Kopf erzeugen, die möglichst nachwirken. Deshalb denke ich schon heute sagen zu können: es ist eins meiner Lesehighlights 2018. Und ich empfehle es hier gerne weiter.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 7 Monaten
    Ein tolles Lesevergnügen

    Broschiert: 524 Seiten

    Verlag: Insel Verlag (15. Januar 2018)

    ISBN-13: 978-3458363095

    Preis: 14,95€

    auch als E-Book erhältlich


    Hier findet ihr eine Leseprobe.

    Kaufen könnt ihr das Buch hier oder in jeder Buchhandlung eures Vertrauens.


    Ein tolles Lesevergnügen 


    Inhalt:

    Die 88-jährige Hedy von Pyritz ist es gewohnt, dass sie ihren Willen durchsetzen kann. Und so zweifelt sie nicht daran, dass der junge Jan sie zum Nacktbadestrand fahren wird. Dass Jan keinen Führerschein hat, dafür aber eine ausgeprägte Lese-Rechtschreibschwäche, ficht die alte Dame nicht an. Sie wird mit ihm üben, bis er es kann.


    So kommen sich der junge und der alte Mensch im Lauf der Zeit näher und entwickeln Vertrauen zueinander. Als Hedy dann Jan ihre Lebensgeschichte erzählt, kommen nicht nur gute Erinnerungen ans  Tageslicht …


    Meine Meinung:

    Der vorliegende Roman ist mein erster des Autors Andreas Izquierdo, aber bestimmt nicht mein letzter, denn ich habe dieses Buch sehr genossen und mich einerseits amüsiert, aber auch von der  interessanten Handlung fesseln lassen. Dabei hat es mir vor allem die Protagonistin Hedy sehr angetan, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Aber auch die anderen Charaktere muss man einfach mögen - jeden auf seine Weise.


    Fräulein Hedy von Pyritz ist eine tolle Figur. Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Nach außen wirkt sie erst mal recht herrisch, zuweilen ziemlich unterkühlt. Aber sie weiß genau, was sie will und wie sie das durchsetzen kann. Dabei schreckt sie vor nichts zurück. Der Kombination von eisernem Willen und wachem Verstand sind ihre Gegner selten gewachsen - sehr zum Vergnügen der Leserschaft. Denn die daraus resultierenden Dialoge sind einfach köstlich. Und wenn man Fräulein Hedy einmal näher kennt, sieht man, dass sich unter ihrer rauen Schale ein weicher Kern verbirgt.


    Beginnt der Roman noch leicht und humorvoll, schleicht sich schon bald eine gewisse Schwere und Ernsthaftigkeit ein. Die Rückblicke in Hedys Kindheit und Jugend führen uns unter anderem in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg und auch in den Krieg selbst, ohne dass zu sehr auf die politischen Aspekte eingegangen wird. Sie werden nur so weit thematisiert, wie sie für Hedys Entwicklung ausschlaggebend waren. Für mich war dieses Maß genau richtig. 


    Je weiter die Handlung voranschreitet, umso dramatischer wird sie, und zwar sowohl die Handlung in der Gegenwart als auch die in der Vergangenheit. Am Ende müssen sowohl Hedy als auch Jan eine schwerwiegende Entscheidung fällen. Wurde zuvor alles detailliert und ausführlich erzählt, schien mir dagegen die Entscheidungsfindung zu schnell und zu einfach. Hier hätte ich mir noch mehr Überlegungen der Protagonisten gewünscht. 


    Fazit:

    „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“ ist ein wunderbar warmherziger und vielseitiger Roman, der durch eine starke Protagonistin überzeugt. Auch der lockere und humorvolle Schreibstil trägt mit zum Lesevergnügen bei. 


    ★★★★☆


    Ich danke dem Insel-Verlag und wasliestdu.de ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


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    Gwendolyn22vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Hedy ist eine tolle Figur. Aber: Hatte mir einfach mehr Leichtigkeit erwartet. Diese bleibt im Verlauf fast gänzlich auf der Strecke.
    Interessantes Buch mit einem großen ABER

    Vielleicht bin ich dem Buch voreingenommen begegnet, erwartete ich doch eine unterhaltsame Geschichte zwischen einem jungen Physiotherapeuten und einer älteren Dame – und das Ganze noch im Münsterland angesiedelt. Jackpot, dachte ich!


    Hedy ist eine tolle Figur. Das große Aber liegt darin begründet, dass ich mir aufgrund des Klappentextes und des Anfangs des Buches viel mehr Leichtigkeit erwartet hatte: Der unvergleichliche Humor und der Wortwitz, den vor allem Hedy verbreitet, bleibt im Verlauf leider fast gänzlich auf der Strecke und blitzt nur noch hin und wieder auf. Das Buch ist gänzlich überfrachtet mit ernsten Themen, u.a. dem zweiten Weltkrieg, Legasthenie/Analphabetismus, Sterbehilfe uvm.


    Das Buch kann ein Anstoß sein, mit Verwandten und Bekannten über den Holocaust, den zweiten Weltkrieg etc. zu sprechen, was ich auch getan habe – die persönlichen Erinnerungen sind bewegend, machen nachdenklich, lassen innehalten.


    Der Erzählstil ist gefällig und flüssig, so dass man das Buch zügig lesen kann. Allerdings:

    Sehr verkürzte Sätze und Formulierungen wechselten sich mit Passagen ab, die liebevoller erzählt wurden. Somit war auch hier der Eindruck geteilt. Die Rückblenden, in denen Hedy von ihrem Leben als Jugendlicher und junger Frau erzählt, sind größtenteils schön zu lesen.


    Die Auflösungen bestimmter Geheimnisse oder Fragen am Ende des Buches war etwas zu leicht und für mich vorhersehbar, wie auch bestimmte Entscheidungsfindungen. Gerade in die Gedankenwelt der zweiten Hauptfigur habe ich kaum Zugang gefunden, weil innere Monologe fehlten. Jan bleibt unscheinbar und seltsam blass, auch, wenn er offensichtlich die Botschaften Hedys annimmt und Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt. Auf die Dauer war mir die Protagonistin Hedy etwas zu „nervig“, weil der Autor sich auf bestimmte Eigenschaften fixiert hat. Eine kleine Entwicklung gesteht er ihr aber auch zu, sie wird offener.


    Dass die Geschichte im Münsterland spielt, ist unerheblich, kommen doch keinerlei wirkliche Bezugspunkte dort vor (außer ein Krankenhaus in Münster, das aber so beliebig bzw. gar nicht beschrieben und somit irgendwo in Deutschland liegen könnte). Der Ortsname „Telgte“ wurde offensichtlich absichtlich in „Teltge“ umbenannt. Wobei man sich daran schon stößt. Schade, dass hier soviel Potential verschenkt wurde. Wenn man schon einen regionalen Bezug wählt, dann kann man ihn doch auch auskosten?!?


    Witzige Szenen zu Anfang und gute Botschaften, die das Buch vermittelt, führen dazu, dass ich drei Sterne vergebe. Ansonsten ist das Buch mit ernsten Themen viel zu überladen, so dass sogar hier und da der rote Faden fehlt.

    ***

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch, voller Komik, voller Tragik, voller Leben!
    Ein wunderschönes Buch, voller Komik, voller Tragik, voller Leben!


    Als die 88-jährige Hedy von Pyritz eine Anzeige in der örtlichen Tageszeitung aufgibt, sorgt sie für einen handfesten Skandal in der münsterländischen Kleinstadt. So sucht die alte Dame doch tatsächlich einen Kavalier, der sie zu einen Nacktbadestrand fahren soll!

    Als sich niemand auf die Anzeige meldet, engagiert sie kurzerhand ihren Physiotherapeuten Jan für diese Aufgabe. Dass der junge Mann wegen seiner Lese-Rechtschreib-Schwäche gar keinen Führerschein hat, lässt Fräulein Hedy nicht gelten. Kurzerhand übernimmt sie den Unterricht und meldet ihn auch direkt an einer Fahrschule an. Jan merkt schnell, dass es keinen Zweck hat, sich der resoluten alten Dame zu widersetzen. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, wird gemacht. Und so wird Jan sogar Stipendiat der Von-Pyritz-Stiftung. 

     Jan kann wunderbar zuhören, Hedy kann endlich aus ihrer Vergangenheit erzählen. Und Jans Aufgabe wird es sein, die Geschichte der alten Dame aufzuschreiben. Eine ungewöhnliche Beziehung zwischen Jung und Alt beginnt, die das Leben der beiden so unterschiedlichen Menschen komplett verändern wird. 

    Die Romane von Andreas Izquierdo sind immer etwas ganz Besonderes. Sie sind wahre Schätze. Man muss sie lesen und man muss diese Geschichten einfach lieben. Mit seinem neuen Buch hat er wieder eine Geschichte geschrieben, der ein unglaublich feiner Zauber inne wohnt.
    Die Lebensgeschichte von Hedy von Pyritz, zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges eine der ersten Pilotinnen überhaupt, sie bewegt, beeindruckt. Hedy öffnet sich Jan immer immer mehr, lässt ihn eintauchen in ihre bewegte Vergangenheit. Aber auch in seinem jungen Leben ist schon einiges passiert. So geben sich die beiden gegenseitig Halt. 
    Andreas Izquierdo hat mich mit seiner Geschichte zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht. Ich war gespannt, belustigt, traurig und zum Schluss wieder unendlich glücklich. Ein wunderschönes Buch, voller Komik, voller Tragik, voller Leben. Man liest, ist begeistert und möchte nicht mehr aufhören. Ein echtes Juwel aus der Kategorie Lieblingsbuch! Unbedingt lesen!

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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Humor, Ernsthaftigkeit und Schicksale gehen Hand in Hand
    Eine Welt zwischen Gegenwart und Vergangenheit

    Die Geschichte beginnt mit der Erzählung über die achtundachtzigjährige Hedwig von Pyritz – auch Hedy genannt, die im münsterländischen Telgte in einem gut bürgerlichen Haus lebt. Ihre Angestellte Marie versorgt sie fast rund um die Uhr. Als der junge Physiotherapeut Jan zu ihr nach Hause kommt, um mit ihr tagtägliche Physiotherapie durchzuführen, lernen sich die beiden besser kennen. Hedy stellt nach einiger Zeit fest, dass Jan nicht lesen kann, und organisiert Lernhilfen für ihn. Aber diese Hilfe verbirgt einen Plan, den Hedy unbedingt noch erleben will. Parallel annonciert Hedy eine Anzeige in einer lokalen Zeitung, die in dem beschaulichen Ort für Unruhe sorgt, vor allem bei ihrer Tochter Hannah, die sich für ihre Mutter schämt. Dennoch lässt sich Hedy nicht von ihrem Plan abbringen, und zieht die Angelegenheit durch. Nach und nach erfährt im Gegenzug Jan die Lebensgeschichte von Hedy. Dabei stellt sich heraus, dass sie einmal die erste junge Frau gewesen ist, die zu Beginn des Zweiten Weltkrieges das Fliegen gelernt hat. Auf der einen Seite lernt Jan durch die Erzählung von Hedy, wir hart ihr Lebensweg bisher war, und auf der anderen Seite bekommt Mut zugesprochen, dass man sein Leben verbessern kann, egal ob es bei der Arbeit oder in der Liebe ist.

    Andreas Izquierdo konnte mit diesem Roman, trotz Schicksalsschlägen und Ernsthaftigkeit, überzeugen. Ihm gelingt es immer wieder eine Sprache zu entwickeln, die warmherzig, humorvoll und nachdenklich erscheint. In diesem Roman konnte die Entwicklung der Hauptfigur Hedy aufgrund ihrer Biografie nachvollzogen werden. Die Rückwärtserzählung in diesem Fall bezieht sich darauf, dass der Autor von der Gegenwart in die Vergangenheit zurückgeht. Man erfährt anhand dieser Figur, warum sie so geworden ist wie sie in der Gegenwart agiert. Hedys Vergangenheit hat sie bis ins hohe Alter geprägt, was sicherlich viele Senioren nach über sieben bis acht Jahrzehnten Leben befürworten können. Vor allem die Generation, die den Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Jan und sein Bruder Nick hatten es in ihrem Leben nicht leicht wie man anhand der Erzählung erfährt. Aber Hedy stellt die Grand Dame mit Resolutheit und Disziplin dar, die ihren Humor ebenso nicht vergessen hat, und gibt den beiden jungen Männern eine zweite Chance, ihr Leben zu ändern und positiv in die Zukunft zu schauen. Eine Abenteuerreise durch Jahrzehnte, Erfahrungen und Ereignissen, die nachdenklich stimmen. Man sollte jeden Tag genießen.

    Diesen Roman fesselt einen, denn der Humor, der Werdegang von Hedwig von Pyritz und die Entwicklung des jungen Jan wurden zu einer spannenden Geschichte verflochten. Wenn man einmal begonnen hat, die ersten Seiten zu lesen, möchte man nicht mehr aufhören. Andreas Izquierdo ist mit diesem Roman wieder eine lesensreiche Geschichte gelungen, die man unbedingt weiter empfehlen sollte.

    Kommentare: 3
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    pardens avatar
    pardenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Kommt federleicht daher und entblättert dabei viele schwere Themen - eine warmherzige Geschichte voller Gegensätze...
    Eine warmherzige Geschichte voller Gegensätze...

    EINE WARMHERZIGE GESCHICHTE VOLLER GEGENSÄTZE...

    Alt und jung, reich und arm, schüchtern und selbstbewusst, Zukunft und Vergangenheit, schwere Themen und viel Humor - ein Buch voller Gegensätze präsentiert Andreas Izquierdo hier. Doch worum geht es in dem Roman überhaupt?


    "Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert."


    Diese Annonce schaltet die 88jährige Hedy von Pyritz in der örtlichen Tageszeitung und sorgt damit für einen handfesten Skandal. Eigentlich ist die alte Dame eine anerkannte Persönlichkeit in dem kleinen Städtchen im Münsterland, leitet sie doch in ihrer hochherrschaftlichen Villa eine Stiftung zur Förderung hochbegabter Kinder und verkehrt selbstverständlich mit den honorigsten Herrschaften des kleinen Ortes. Doch nun scheint das Fräulein wohl verrückt geworden zu sein, sie, die stets so diszipliniert, scharfzüngig und mit hellwachem Verstand alles nach ihrem Willen zu dirigieren vermag?


    "Die Königin war erwacht, ein Spatz hatte an ihrem Haar gezupft. Lass ihn ein in den großen Irrgarten der unerzählten Geschichten. Öffne das Fenster und biete ihm die Welt." (S. 11)


    Aber nein, Fräulein Hedy ist alles andere als verrückt - sie weiß nur genau, was sie will. Und auch diesmal gedenkt sie, ihren Wunsch durchzusetzen, auch wenn alle anderen darüber den Kopf schütteln. Sie muss nur noch den richtigen Begleiter finden. Und wird letztlich tatsächlich fündig. Ihr Physiotherapeut scheint ihr der geeignete Kandidat zu sein, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Doch Jan ist sehr zurückhaltend und wenig selbstbewusst - und er hat vor allem keinen Führerschein! Wie sich herausstellt, hat er dafür eine handfeste Lese-Rechtschreib-Schwäche, die er bisher vor allen verborgen hat. Doch Fräulein Hedy wäre nicht die, die sie ist, wenn sie nicht alles daran setzen würde, ihr Vorhaben doch noch umzusetzen. Und so besteht sie darauf, dem jungen Mann nicht nur das Lesen und Schreiben beizubringen, sondern ihn auch seinen Führerschein machen zu lassen.


    "Und ich wusste in dieser Sekunde, dass ein einzelner Kolibri über einen ganzen Schwarm Raben triumphieren konnte. Eine Erkenntnis, die mich für immer prägen solte. Und mich isolierte." (S. 177)



    Durch die intensive Zeit, die Fräulein Hedy und Jan vor allem im Rahmen des Unterrichts fortan miteinander verbringen, entspinnt sich ganz allmählich eine Vertrautheit und Freundschaft zwischen den beiden. Diese wird einige Male arg auf die Probe gestellt, doch gehen sie immer wieder aufeinander zu. Fräulein Hedy beginnt zu erzählen, ihre Lebensgeschichte und mehr - und auch Jan wird zunehmend offener. Beide beginnen sich zu verändern und werden zukünftig nicht mehr die sein, die sie mal waren...


    "Weil es im Leben nur darum geht, nur um diese eine Sache: zu fliegen! So lange wie möglich zu fliegen! So hoch wie möglich zu fliegen! Wir müssen alle landen, aber bevor wir das tun, können wir fliegen!" (S. 205)


    Federleicht kommt die Geschichte anfangs daher, doch nur zu bald halten auch ernste Themen hier Einzug. Allein schon die Ausflüge in die Vergangenheit Hedys lassen nicht nur fast ein Jahrhundert vorüberziehen, sondern führen vor allem die Schrecken des Krieges vor Augen. Doch auch die nicht einfachen Familienkonstellationen von Hedy und Jan spielen hier eine große Rolle - auf die ich jedoch nicht näher eingehen kann ohne zu spoilern. In dieser Geschichte müssen auch immer wieder schwere Entscheidungen getroffen werden, was vor allem Jan nicht leicht fällt.


    "Sie können Kugeln ausweichen, Entscheidungen nicht."


    Manche der Entscheidungen fand ich persönlich bedenklich, aber auch hierauf kann ich an dieser Stelle nicht näher eingehen ohne zu spoilern - und letztlich muss mir ja auch nicht alles gefallen, was Romanhelden so treiben. In der Summe sind es vielleicht ein wenig zu viele (schwere) Themen, die sich hier letztlich versammeln, aber Andreas Izquierdo gelingt die Balance zwischen dem tiefen Ernst und vielen humorvollen Einlagen. So ist der Leser in einem Moment noch geschockt oder berührt, nur um im nächsten Augenblick in ein Kopfschütteln oder Lachen zu verfallen. Solch gelungene Mischungen mag ich sehr.


    "Gibt es  Ärger?", fragte Jan höflich. "Den gibt es, seit Menschen beschlossen haben, von den Bäumen herabzusteigen. Das hat dem einen oder anderen nicht gutgetan!" (S. 49)


    Ein warmherziger Roman voller Gegensätze, der federleicht daherkommt und dabei viele schwere Themen entblättert. Ein Roman, der Zeit braucht und den Leser tief in die Geschichten und die Geschichte eintauchen lässt, der berührt und unterhält und dabei vieles anreißt, über das sich nachzudenken lohnt. Kurz: lesenswert!


    © Parden

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    Marie1971vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbare Geschichte
    Wunderbare Geschichte

    Hedy ist ein Unikum. Eine gebildete, reiche Dame mit sehr eigensinnigem Kopf. Auf den ersten Blick mag man sie als kalt und herrschsüchtig halten. Mit ihrem Inserat "Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nackbadestrand fährt. Entgeltung garantiert" stösst sie alle Menschen um sie herum vor den Kopf. Fast alle. Auf 525 Seiten erzählt der Autor die Geschichte der Frauen in der Luftfahrt ganz nebenbei zu der Lebensgeschichte der Protagonistin Hedy. Demzufolge werden diese beiden Teile auf eine wunderbare Art und Weise miteinander verknüpft und verschmelzen zu einer interessaten Darstellung bei der sich der Leser zu keinem Moment langweilt. Im Gegenteil, das Buchvolumen erscheint viel weniger umfangreich als es definitif ist, da man jede Seite geniesst. Vom sprachlichen her ist es fliessend erzählt, von der Geschichte her schlüssig. Die Figuren wechseln phasenweise von der Haupt- in eine Nebenrolle ab ohne dass das jedoch zu sehr stören würde. Im Gegenteil auch dieses ist ein Grund warum das Buch an sich interessant bleibt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insel_Verlags avatar

    »Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.«


    Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Die 88-jährige Hedy von Pyritz – diszipliniert, scharfzüngig, eitel – sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert. Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter.

    Fräulein Hedy träumt vom Fliegen
    , der neue Roman von Bestsellerautor Andreas Izquierdo, erzählt die wunderschöne Geschichte einer Freundschaft zwischen einer alten Frau und einem jungen Mann, die beide für immer verändert. Zusammen mit dem Autor laden wir Euch herzlich zu dieser Leserunde ein.

    Alles Weitere erzählt Euch Andreas Izquierdo am besten selbst:


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    Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »

    Ihr wollt Fräulein Hedy und Jan auf ihren Abenteuern begleiten? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 17. Januar über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

    Was ist für Euch das Wichtigste im Leben?


    Über den Autor: Andreas Izquierdo, Jahrgang 1968, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Köln. Zu seinen bisherigen Veröffentlichungen zählen u. a. der Roman König von Albanien (2007), mit dem er den Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres gewann, sowie der Roman Apocalypsia (2010), der den LovelyBooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorablesen.de gewählt wurde. Seine letzten Veröffentlichungen waren die Bestseller Das Glücksbüro (2013) und Der Club der Traumtänzer (2014) sowie der Roman Romeo & Romy (2016).

    PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

    * Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
    Izquierdos avatar
    Letzter Beitrag von  Izquierdovor 8 Monaten
    Sehr schöne Rezi! Vielen lieben Dank!
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