Andreas Izquierdo König von Albanien

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Inhaltsangabe zu „König von Albanien“ von Andreas Izquierdo

Salzburg, März 1913. Der Schausteller, Rumtreiber und geniale Hochstapler Otto Witte wird in eine Irrenanstalt eingewiesen, weil er steif und fest behauptet, König von Albanien gewesen zu sein. Der junge Doktorand Alois Schilchegger ist von Otto Witte fasziniert, denn dieser Mann besitzt die grandiose Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Und eine davon ist, wie er König von Albanien wurde.

Liebenswerter Schelmenroman - spannend und unterhaltsam und witzig.

— Maulbeere
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  • Rezension zu "König von Albanien" von Andreas Izquierdo

    König von Albanien
    fireez

    fireez

    24. June 2012 um 17:41

    In einem Satz: Eine wahre und doch unglaubliche Geschichte eingehüllt in einen meisterhaft und intelligent konstruierten Roman, der die Figuren zum Leben erweckt. . Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1913. Otto Witte ist Schausteller und Lebenskünstler. Mit seinem besten Freund Max macht er Istanbul unsicher und schummelt sich geschickt durchs Leben und in schicke Hotelzimmer, wie es ihm so schnell keiner nachmachen könnte. Durch einen Zufall entdeckt er seine Ähnlichkeit zu dem türkischen Prinz Eddine, der als Thronanwärter für das gerade unabhängig gewordene Albanien gehandelt wird. In Otto entsteht der tollkühne Plan, sich an dessen Stelle krönen zu lassen und tatsächlich gelingt es, ihm für fünf Tage als König von Albanien zu regieren. . Meine Meinung: Ich gestehe, ich habe das Buch nur aus einem einzigen Grund gekauft: Andreas Izquierdo! Der Autor hat mir in "Apocalypsia" einen so wunderbaren Schreibstil vorgeführt, dass ich mir sicher war, er könne mir alles verkaufen - auch eine Geschichte, die von einem Hochstapler anfang des letzten Jahrhunderts handelt, der sich zum König krönen lässt - samt aller politischer Verwicklungen, versteht sich. Eigentlich ist geschichtlicher Lesestoff einer der wenigen, denen ich meist tunlichst aus dem Weg gehe. Das Buch war also ein Wagnis für mich, aber ich bleibe dabei: Der Autor kann von mir aus über alles schreiben und es wird nie uninteressant. . Das Buch erzählt eigentlich zwei Geschichten. Zum einen die des Arztes in einer Nervenheilanstalt, in die Otto Witte eingeliefert wird, nachdem er steif und fest behauptet, König von Albanien zu sein. Innerhalb dieses Erzählstrangs, den man aus Sicht des Arztes miterlebt, gibt dieser wieder, was Otto ihm erzählt. Man erfährt also, wie es dazu kam, dass Otto König wurde, aber auch bereits am Anfang, dass er es wohl nicht lange blieb. Man erfährt aber auch anhand der Geschehnisse in der Nervenheilanstalt, welche Wirkung Otto auf Menschen hat. Eigentlich ist die Geschichte um den Arzt fast unwichtig für den Plot (würde ich jetzt einfach mal behaupten), aber sie ist alles andere als uninteressant. Ich für meinen Teil habe jedenfalls beide Teile genossen. . Obwohl die Geschichte viel Zeitgeschehen enthält, ist sie alles andere als trocken. Andreas Izquierdo hat mit Otto Witte einen geschickten Schachzug gewagt: Otto interessieren die aktuellen politischen Entwicklungen und Kriegszüge nicht die Bohne und so wird in Ottos Interesse (und auch in dem des Lesers) nach den wichtigsten Knackpunkten meist schnell zu unterhaltsameren Dingen übergeleitet. Es ist also kein Geschichtsbuch, sondern ein unterhaltsamer Roman, und es ist faszinierend und amüsant, wie Otto sich aus den schwierigsten Situationen immer wieder herauswindet. Man muss allein deshalb schon immer weiterlesen, weil man wissen will, wie er da nun wieder herauskommt und wie er den Nächsten an der Nase herumführt. . Besonders habe ich mich aber auch am Schreibstil erfreut. Andreas Izquierdo schreibt keine Sätze - er gestaltet sie! So manchen Abschnitt habe ich zweimal gelesen, weil mir die Formulierungen so gefallen haben. Er versteht sein Handwerk und weiß mit Sprache umzugehen, sodass das Lesen einfach ein Genuss ist. Es entsteht wahres Kopfkino und ich sah viele Szenerien regelrecht vor Augen, ganz ohne dass alles bis ins kleinste Detail beschrieben werden musste. Er weiß genau, wo er Details einsetzen muss und was er ruhig der Fantasie des Lesers überlassen kann. So macht das Lesen spaß und es wird nie langweilig. . Den eingefleischten Jugendbuchleser werde ich wohl nicht zu dieser Lektüre überreden können, aber jeder, der bereit ist, sich auch einmal auf eine etwas andere Geschichte einzulassen und sich auch einfach von einem guten Schreibstil gefangen nehmen lassen will, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "König von Albanien" von Andreas Izquierdo

    König von Albanien
    Elisabeth87

    Elisabeth87

    14. August 2011 um 10:30

    "Das Leben war Improvisation und gehörte dem, der auf die Irrungen und Wirrungen am schnellsten reagierte." Inhalt: Im Jahre (1912-1913) während des ersten Balkankrieges kämpfte eine Allianz der Serben, Bulgaren, Montenegriner und Griechen gegen das Osmanische Reich mit dem Ziel dessen europäische Restgebiete untereinander aufzuteilen. Den gleichen Plan wollten sie auch für Albanien vorgesehen, dass jedoch nach über 400 Jahren osmanischer Herrschaft am 28.11.1912 seine Unabhängigkeit ausrief… Diese historischen Ereignisse bilden den Rahmen für Andreas Izquierdos Geschichte um den Herumtreiber Otto und seinen Kumpanen Max, der sich tatsächlich im Jahre 1913 für 5 Tage zum König von Albanien krönen lies und dort auch die Regierungsgeschäfte führte. Otto Witte, ein Herumtreiber erster Klasse, der immer irgendwie mit seinen verrückten Ideen aber nie durch ehrliche Arbeit an Geld kommt. Er verdient sein Geld als Schausteller und seinen Geschichten, die er meisterhaft erzählen kann, wo man als Zuhörer nie so genau weiß, ob sie erfunden sind, oder doch der Wahrheit entsprechen könnten. Er überlistet Albanien und lässt sich durch seine äußerliche Ähnlichkeit mit dem Thronfolger als König feiern, bis der Schwindel auffliegt und Otto und seine treuen Freunde Max und Arzim flüchten müssen… Zu Beginn des Buches befinden wir uns in einer Salzburger "Heilanstalt für Gemütskranke", wo Otto Witte seine Geschichten zielsicher den Patienten und dem dort leitenden Arzt Doktor Schilchegger erzählt. Als Leser fühlt man sich in den Bann der Geschichte gezogen, sobald man das Buch aufschlägt und ist enttäuscht, wenn Otto seine Geschichte abbricht… Meine Meinung: Dieses Buch ist ein unglaubliches Lesevergnügen, die Ironie ist nicht zu überhören und auch diverse andere Charaktere wie die Comtesse, der alle Männer, inklusive Otto verfallen als auch der Diplomat Alfred Rappaport Ritter von (Arbengau) sind Personen, die man gerne bei der Reise begleitet und gespannt ist, was sie noch so erleben werden. Obgleich es Otto Witte gelang, die Bezeichnung "ehem.: König von Albanien" als Künstlernamen auch in seinen Bundespersonalausweis eintragen zu lassen, gibt es für Wittes Geschichte keine Beweise. Aber selbst wenn diese Geschichte nicht beweisbar ist, so liefert der Autor eine tolle Erzählung, die ich trotz der für mich sehr kleinen Schrift nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dieser Roman verdient für mich 5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "König von Albanien" von Andreas Izquierdo

    König von Albanien
    Dupsi

    Dupsi

    30. January 2011 um 13:14

    Otto Witte ist ein Herumtreiber wie er im Buche steht. Er kommt immer irgendwie an Geld, allerdings nicht durch ehrliche Arbeit. Er schlägt sich zusammen mit seinem besten Freund Max durchs Leben, meist als Schausteller mit einer Schwertschluckernummer als Höhepunkt. Doch eines Tages hat er eine schier wahnwitzige Idee. Niemand glaubt, dass es ihm gelingen würde und doch triumphiert er. 1913 wurde er für wenige Tage König von Albanien. Bis der Schwindel auffliegt und alles in dem kleinen Land drunter und drüber geht. Wir begegnen Otto das erste Mal in einer Heilanstalt für Gemütskranke, in die er eingeliefert wurde, weil ihm niemand glaubt, dass er König von Albanien gewesen ist. Auch dort bringt er alles durcheinander, sorgt dafür, dass der behandelnde Arzt seine Grundsätze überdenkt und erzählt ihm seine Geschichte. Eine unglaubliche Geschichte. Spannend, witzig, voller Charaktere, die man einfach mögen muss Allen voran natürlich Otto und Max. Doch auch den Herr Doktor Schilchegger habe ich sofort ins Herz geschlossen. Mit dem ersten Satz war ich in der Geschichte drin, war gefangen und begleitete voller Freude sowohl Doktor Schilchegger durch den Klinikalltag als auch Otto und Max auf ihren unglaublichen Abenteuern. Eine Geschichte, die anders ist. Eine Geschichte, die man lesen sollte. Toll!

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