Für mich war es eher ein Krimi als ein Thriller um ein aktuelles Thema. Es hat ein wenig gedauert, bis sich ein wenig Spannung im Buch aufbaute. Auf den ersten 100 Seiten lernt man die Protagonisten und das Setting kennen. Für ein rd. 300 Seiten Buch ist das viel Vorgeschichte. Zum Schluss, als die Spannung sich auf dem Höhepunkt befindet, kommt die Handlung in Schwung und ist für mich persönlich viel zu schnell. Die letzten 70 Seiten hätten gern detaillierter und ausführlicher sein können. Das Ende kam dann einfach zu plötzlich und es wurde bedauerlicherweise zu viel hin und her gesprungen, sehr schade. Insgesamt war es für mich leider nicht packend, eher langatmig. Das Setting und das Thema hat Potential und der Buchaufbau hätte locker mehr Spannung hergegeben. Schade, es blieb ungenutzt.
Andreas J. Schulte

Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Andreas J. Schulte
Im September hat der Autor Andreas J. Schulte gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Eifelschatten“ herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 5. Band mit dem Ermittler Paul David. Er ist ohne Vorkenntnisse lesbar.
Am Laacher See wird ein Mann erschlagen aufgefunden. Sein Wohnmobil ist völlig verwüstet. Paul David und Linda Becking übernehmen die Aufklärung des Falles, der sich als nicht ganz einfach herausstellt. Schnell finden sie die ersten Hinweise auf eine alte Geschichte. Im Jahr 1942 versank ein britischer Bomber im Laacher See. An Bord ein wertvoller Silberschatz. Die Ermittler scheinen gut voranzukommen. Dann geschieht ein weiterer Mord.
Es hat nicht lange gedauert und Andreas J. Schulte hat mich geistig in die Eifel gebracht. Recht schnell habe ich mich in seinen Schreibstil eingelesen. Die Eifel ist atmosphärisch gut beschrieben und erinnert mich an die gemeinsamen Urlaube mit meinem Mann in der Umgebung rund um den Laacher See.
Die Persönlichkeiten Paul und Linda nehmen in meinem Kopf schnell Gestalt an. Im Laufe der Geschichte werden sie lebendig. In ihren Ermittlungen wird klar, dass ihnen kein Rätsel zu schwierig ist. Gut gefällt mir die Art und Weise, wie sie miteinander arbeiten.
Der Kriminalfall startet mit einem Prolog, der eine Geschichte aus 1942 erzählt. 75 Jahre später startet dann das erste Kapitel. Über ca. 254 Seiten beschäftigt der Autor Paul und Linda mit der Mördersuche. Im Geiste bin ich bei Ihnen und rätsele fleißig mit. Am Ende überrascht der Autor mich mit einer unerwarteten Wendung. Zu jeder Zeit empfinde ich den Krimi als spannend.
Alles in allem hat Andreas J. Schulte mit „Eifelschatten“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jeder der Lust auf ein spannendes Rätsel hat und der sich mit der Deutschen Geschichte nach 1945 auseinandersetzen möchte, ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Eifelschatten“ ein spannender, spritziger und mit viel Lokalkolorit versehener Krimi bestens gelungen.
Auch wenn ich die Vorgängerbände nicht kannte, fand ich mich durch geschickt eingebaute Informationen zu den vorhergehenden Büchern rasch zurecht und konnte die Personen und ihre Beziehungen zueinander richtig zuordnen.
Wer mir besonders gut gefallen hat, ist das Privatermittlerduo bestehend aus Paul David und seiner Partnerin Linda Becking. Die beiden schrecken vor keiner ermittlerischen Schwierigkeit zurück und sind der mit den beiden Mordfällen betrauten polizeilichen Instanz eine echte Hilfe. Dabei wird aber die Arbeit der Polizei nicht klein geredet, was ich gut fand, denn in anderen Krimis sind ja die Privatdetektive die „Schlauen“ und die offiziellen Ermittler die „Ungeschickten“. Hier ergänzen sich beide Positionen sehr gut, was ich als angenehm zu lesen empfand.
Generell ist der Schreibstil flott und modern. Der Spannungsbogen wird durch immer neue Wendungen bis zur letzten Seite aufrechterhalten und auch als ich schon glaubte, der Auflösung ganz nahe gekommen zu sein, ergab sich eine Überraschung.
Die Beschreibung der Gegend und typischer lokaler Gegebenheiten ließen mich noch intensiver in die Geschichte eintauchen und ich war von der Lektüre sehr angetan.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem flott geschriebenen, modernen, gut eingefädelten Krimi mit immer neuen Wendungen und einem sympathischen Privatermittlerduo ist, dem sei „Eifelschatten“ wärmstens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und gekonnt unterhalten und freue mich auf eine mögliche Fortsetzung der Reihe um Paul David.
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