Andreas Jelitto

 3,9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor*in von Es tut so weh!.

Lebenslauf

Andreas Jelitto ist Facharzt für Anästhesie und seit 18 Jahren Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie am Krankenhaus Schleiden, Nordrhein-Westfalen. Er vertritt den Ansatz einer multimodalen Schmerztherapie, die nach individuellen und ganzheitlichen Lösungen für den jeweiligen Patienten sucht, und setzt hierfür das gesamte Repertoire der Schmerzmedizin ein.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andreas Jelitto

Cover des Buches Es tut so weh! (ISBN: 9783903072763)

Es tut so weh!

(8)
Erschienen am 04.03.2019

Neue Rezensionen zu Andreas Jelitto

Cover des Buches Es tut so weh! (ISBN: 9783903072763)
Nijuras avatar

Rezension zu "Es tut so weh!" von Andreas Jelitto

Nijura
Es tut so weh - schon das Lesen...

In dem Buch soll es um die Behandlung von chronischen Schmerzen gehen, die ganzheitlich (physisch und vor allem psychisch) behandelt werden.


Am Interessantesten fand ich noch die Fallbeispiele, allerdings konnte ich nicht ganz nachvollziehen, dass die Schmerzen dann meistens angeblich einfach weg waren, wenn man die psychische Ursache gefunden hatte. So einfach kann es nun ja auch nicht sein.
Dazwischen wurde viel erklärt, allerdings war das durch die sperrige Schreibweise sehr schwer zu lesen und irgendwann wollte ich mich auch mit dem Text nicht mehr wirklich auseinandersetzen. Es war für mich schwer zu greifen und zu verstehen. Der Autor haut mit vielen Fachausdrücken um sich und jedes Wort nachzulesen, ist mir dann doch zu lästig.
Am einfachsten zu lesen ist noch das Glossar.

Am Ende des Buches bin ich nicht wirklich schlauer, nur sehr froh, dass das Buch ein Ende hat.

Cover des Buches Es tut so weh! (ISBN: 9783903072763)
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Rezension zu "Es tut so weh!" von Andreas Jelitto

theophilia
Schmerz als Ruf der Seele

Klappentext:
„Das Buch bietet neue Sichtweisen auf chronischen Schmerz und zeigt Lösungsansätze zur Heilung auf, die jeweils die Einzigartigkeit des Patienten und seines Leidens berücksichtigen. Durch Empathie und das Schauen aus verschiedenen Richtungen macht der Autor Mut, sich dem Schmerz auf neuer Weise zuzuwenden, um ihn zu lösen.“

Meine Meinung:
Was sage ich zum Cover
Das Cover ist ein Blickfang mit der leuchtenden Feuersäule. Hier sieht man sofort, dass es in dem Buch um etwas Wichtiges geht.

Wie das Buch aufgebaut ist
In 240 Seiten ist das Hardcover in 12 Kapitel unterteilt. Das Buch gibt es auch als Ebook.

In dem Buch wird mittels praktisch erlebter anonymisierter Lebensberichte das Thema Schmerz erklärt. Ebenso wird die Laufbahn des Schmerzes vom Körperteil bis zum Hirn aufgezeigt.

Das Buch ist gut mittels unterschiedlicher Überschriften untergliedert und wichtige Informationen werden farblich unterlegt. Mehrere Grafiken erleichtern das Verständnis des Buchinhaltes. Auf jeder Buchseite werden sofort die Fußnoten erläutert. Das ist gut, denn in dem Buch werden sehr viele Fachworte verwendet.

Das Buch Beginnt mit dem Geleitwort von Prof. Michael Überall.

Englische Zitate wurden zum Teil übersetzt.

Was gut gelungen ist:
Dr. Jelitto hat in dem Buch seine 20 Jahre Arzttätigkeit hineinfließen lassen. Er kann dem Leser sehr unterschiedliche Patienten vorstellen.

Dr. Jelitto stellt neue Ideen zum Verständnis vom Schmerz vor z.B. das Muskeln verkrampfen, wenn ich meinem Körper bestimmte Emotionen versage auszuüben. Die Emotionen stammen von seelischen Ereignissen. Die Muskelverspannungen sind Grundlage für Schmerzen.
Schmerzen wird als Bedrohung der eigenen Integrität verstanden und stellen eigene Grenzen dar.

In der aktuellen Apparatemedizin geht der Kontakt zum Patienten verloren. Doch ohne Kommunikation ist es unmöglich an die Ursache des Schmerzauslösers zu kommen.

Als größte Herausforderung in der Schmerzthematik ist die Fibromyalgie zu sehen. Bei dieser Erkrankung kann vom außen nichts an organischen Veränderungen festgestellt werden. Es tut dem Patienten nur jede Bewegung weh!!!

Als beste Arznei gegen Schmerzen empfiehlt Dr. Jelitto Bewegung. Allerdings verwechseln viele Patienten Bewegung und Belastung.

Meine Bewertung
Das Buch bietet interessante Gedanken zum Thema Schmerz. Allein der Gedanke, dass körperliche Schmerzen mit seelischen Erlebnissen zusammenhängen, ist mir neu.

Neben vielen erklärten Fußnoten, enthält das Buch trotzdem sehr viele Fremdworte, die in der Bedeutung vorausgesetzt werden. Das macht das Buch anspruchsvoll im Verständnis. Ebenso die theoretische Erklärung wie der Schmerz im Körper verarbeitet wird.

Fazit
Das Buch hat neue Aspekte zum Thema Schmerz. Aber es ist als Sachbuch anspruchsvoll zu lesen.



Cover des Buches Es tut so weh! (ISBN: 9783903072763)
Elchi130s avatar

Rezension zu "Es tut so weh!" von Andreas Jelitto

Elchi130
Ein interessantes Buch, das etwas in mir in Bewegung gebracht hat

Im Buch „Es tut so weh“ von Andreas Jelitto geht es um chronischen Schmerz. Es geht darum, dass dieser Schmerz eine sehr persönliche Geschichte hat, eine Entstehungsgeschichte, die bei jedem Menschen eine andere ist und es sich lohnt, herauszufinden, warum dieser Schmerz entstanden ist, denn nur dann, wenn die Ursache des Schmerzes identifiziert wird, können wirksame Gegenmaßnahen getroffen werden und der Schmerz kann sich auflösen. Andreas Jelitto belegt dies mit vielen Fallbeispielen aus seiner Praxis. Er ist Arzt und arbeitet bereits seit Jahrzehnten im Bereich der Schmerztherapie.

Zu Beginn des Buches dachte ich noch, dass das ja schön und gut ist, wenn er mir ein paar erfolgreiche Beispiele liefert. Doch wie soll mir das helfen? Ich habe seit 30 Jahren Migräne und bin mittlerweile in einem Stadium angelangt, wo die Migräne mich hat inkl. zahlreicher zusätzlicher Schmerzsymptome. Doch je länger ich das Buch gelesen habe und je tiefer ich in die Thematik eingestiegen bin, desto mehr hat mich das Gelesene beschäftigt. Mir ist bewusst geworden, dass mir zu Beginn meiner Erkrankung noch klar war, dass die Suche nach der Schmerzursache wichtig ist.  Ich bin ohne den richtigen Fachmann jedoch nicht weitergekommen. Während des Lesens sind mir allerdings wieder ein paar Ideen gekommen. Und genau das ist für mich als Betroffene das Gute an dem Buch. Es bewegt etwas in mir. Es führt mich aus der Entmutigung und Stagnation.

Ich vermisse gleichwohl konkrete Hinweise, an was oder wen ich mich als chronische Schmerzpatientin wenden soll, wenn ich nun den von ihm gepriesenen Weg einschlagen will. Denn es wird auch deutlich, dass ich als Betroffene kaum die Möglichkeit habe, alleine den Knoten zu lösen. Zum einen wird es mir schon schwerfallen, den auslösenden Faktor zu finden. Zum anderen sind evtl. über einen kurzen oder längeren Zeitraum Gespräche notwendig, um das daraus entstandene Problem zu lösen. Hierfür benötige ich die richtigen Ärzte, Schmerztherapeuten oder Psychotherapeuten. Leider finden sich im Buch keine Namen und Adressen.

Für mich als Laien waren manche Ausführungen zudem zu fachspezifisch. Ich bin keine Medizinerin. Ich denke jedoch, dass Herr Jelitto dieses Buch nicht nur für Betroffene geschrieben hat, sondern auch für Menschen, die im Bereich der Schmerztherapie arbeiten oder sich dafür interessieren. 

Insgesamt also ein Buch, das lesenswert ist, mich jedoch auf halbem Weg hilflos stehen lässt.

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