Andreas Jungwirth

 3,2 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Schwebezustand, Kein einziges Wort und weiteren Büchern.
Autorenbild von Andreas Jungwirth (©Alexis Pelekanos)

Lebenslauf von Andreas Jungwirth

Andreas Jungwirth, geboren 1967 in Linz a.d. Donau. Nach zwei Jahren Germanistik- und Theaterwissenschaftsstudium an der Universität Wien, wechselt er in die Schauspielklasse am Konservatorium der Stadt Wien. 1990 tritt er sein erstes Engagement in Deutschland (Lübeck) an. Ein Jahr später, kurz nach der Wiedervereinigung, zieht er für sechs Jahre in die neuen Bundesländer. 1992 gründet er gemeinsam mit dem Komponisten Wolfgang Heisig das Kleintheater Zwirn, ein Duo für Dada und Neue Musik. In Folge entstehen erste eigene Texte, und schließlich 1997 das Hörspiel Madonnenterror, das im selben Jahr vom ORF produziert wird. Seit 2000 lebt er als freiberuflicher Autor, erst in Berlin, und seit Juli 2010, nach 20 Jahren in Deutschland, wieder in Wien. Seit 2001 wurden Theaterstücke u.a. am Landestheater Linz, Theater Konstanz, Theater Phönix, Staatstheater Kassel, Staatstheater Darmstadt, Schauspielhaus Wien, Thalia Theater Hamburg und Vereinigte Bühnen Bozen aufgeführt, in der Regie von Alexander Kratzer, Elisabeth Gabriel, Lars-Ole Walburg, Romy Schmidt, Andreas Kriegenburg, Petra Lusia Meyer, Felicitas Brucker u.a. Immer wieder erarbeitet er auch Theatertexte nach zeitgenössischen Romanen, u.a. von Arno Geiger, Jenny Erpenbeck und Sabine Gruber. Von Anfang an gilt seine besondere Liebe dem Hörspiel. Originalstücke und Bearbeitungen fremder und eigener Texte entstanden für den ORF, WDR, NDR, MDR und das Deutschlandradio Berlin. Seit 2011 schreibt er an einer Reihe autobiographisch inspirierter Hörspiele. Bisher entstanden Alleine bin ich viel (DRadio) und Döbeln (MDR) und Langholzfeld (DRadio/ORF) und Absence (MDR/ORF). 2010, mit seiner Rückkehr nach Wien, beginnt seine Unterrichtstätigkeit am Schauspielhaus Wien, wo er während der Intendanz Andreas Beck drei Jahre lang sowohl das Jugendprogramm Szene machen!, als auch in Zusammenarbeit mit der uniT die Schreibklasse leitet. Am Schauspielhaus Wien kuratierte er von 2012 bis 2016 die Reihe Hörspielhaus. Mit Schwerpunkt auf die freie Hörspielszene und das Kurzhörspiel präsentierte er in Zusammenarbeit mit Ö1, der Angewandten und der Fachhochschule St. Pölten und mit Unterstützung der literar mechana Hörspiele und ihre MacherInnen. Seit 2015 moderiert er gemeinsam mit Doris Glaser die Hörspielgala von Ö1. 2014 realiserte er seine erste Hörspielregie, Käfergräber von Thomas Arzt, für den ORF. 2016 folgte, ebenfalls für den ORF, die akustische Umsetzung von Adalbert Stifters Hochwald. 2014 erschien sein erster Jugendroman Kein einziges Wort im Ravensburger Buchverlag. Ein neuer Roman für Jugendliche, Schwebezustand, erschien im September 2017 bei CBT.

Alle Bücher von Andreas Jungwirth

Cover des Buches Schwebezustand (ISBN: 9783570310816)

Schwebezustand

 (30)
Erschienen am 11.09.2017
Cover des Buches Kein einziges Wort (ISBN: 9783473401147)

Kein einziges Wort

 (4)
Erschienen am 01.05.2014
Cover des Buches Wir haben keinen Kontakt mehr (ISBN: 9783990650165)

Wir haben keinen Kontakt mehr

 (3)
Erschienen am 16.09.2019

Neue Rezensionen zu Andreas Jungwirth

Cover des Buches Schwebezustand (ISBN: 9783570310816)Medeas_bookstores avatar

Rezension zu "Schwebezustand" von Andreas Jungwirth

Rezension
Medeas_bookstorevor 7 Monaten

Vorab nochmals vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal Randomhouse, welche mir das Buch als Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich eine romantische Geschichte mit viel Gefühl erwartet mich. Dies war leider nicht der Fall.
Mit dem Cover konnte das Buch auch nicht bei mir Punkten. Wenn Menschen auf dem Cover zusehen sind gefällt mir das in der Regel nie. Genauso hier. Der Titel aber passt hervorragend zu dem Inhalt des Buches.Eingelesen habe ich mich schnell und auch der Schreibstil lässt zu, dass man das Buch schnell gelesen hat.
Es wird in der Sicht von Sophie erzählt und zwischen ein paar Kapitel kann man Tagebucheinträge von Paul lesen. Diese erkennt man an der kursiven Schrift.
Sophies Taten, Worte und Gefühle (wenn den welche geschrieben wurden) konnte ich manchmal nicht ganz verstehen. Mich in sie hinein zu versetzten viel mir auf Grund dessen ziemlich schwer. Auch die Taten anderer Charaktere stellte ich oft in Frage. Übrigens hat mich Moritz´ Verhalten zu Tode verwirrt. Ich wusste einfach nicht was abgeht, auf gut Deutsch.
Was mir außer den Gefühlen noch sehr gefehlt hat, war die Spannung. Die einzigste Szene die mich packen konnte kam erst auf Seite 280. Aber auch dannach wurde es wieder langatmig. Somit konnte mich auch das Ende nicht von dem Buch überzeugen.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Wir haben keinen Kontakt mehr (ISBN: 9783990650165)LiberteToujourss avatar

Rezension zu "Wir haben keinen Kontakt mehr" von Andreas Jungwirth

Momentaufnahmen..
LiberteToujoursvor einem Jahr

David ist auf der Suche. Nach der Liebe, dem Sinn des Lebens und wahrscheinlich am meisten nach sich selbst. Viele Menschen haben im Laufe der Jahre seine Wege gekreuzt, kaum einer ist geblieben..

Das Konzept des Buches ist wahnsinnig spannend und innovativ. Man fragt sich unweigerlich - was würden die Menschen, die mich kurz oder länger begleitet haben über mich erzählen, welches Bild würde sich ergeben. Denn genau das lesen wir hier eigentlich - eine Persönlichkeitsstudie aus den Perspektiven verschiedener Menschen, die alle ihren eigenen, ganz persönlichen Blickwinkel in die Sache mit hinein bringen. Die Erzählungen sind kurz und prägnant, aber sicher nichts für zimperliche Menschen. Es wird nichts geschönt und nichts ausgelassen - so wie wir alle war David nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse. 

Einerseits kann ich nicht verleugnen, dass das Buch irgendwas in mir bewegt hat. Die Emotionen werden definitiv transportiert und ein unangenehmes, beklommenes Gefühl bleibt beim Lesen nicht aus. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Es ist mir schon klar, worin der Sinn in diesen Momentaufnahmen besteht, trotzdem blieb für mich am Ende so alles ein bisschen lose und nicht ganz rund. Ein paar Seiten mehr hätten für mich nicht geschadet.

"Wir haben keinen Kontakt mehr" ist trotz kleiner Schwächen ein interessantes Werk, dass es sich definitiv lohnt zu lesen. Es sticht aus der Masse heraus, im positiven und negativen und wird ganz sicher polarisieren. 

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Wir haben keinen Kontakt mehr (ISBN: 9783990650165)lotte_hofbauers avatar

Rezension zu "Wir haben keinen Kontakt mehr" von Andreas Jungwirth

Eine Person, viele Perspektiven
lotte_hofbauervor einem Jahr

In der Sammlung von Erzählungen mit dem Titel "Wir haben keinen Kontakt mehr" geht es um den homosexuellen David und seine losen Bekanntschaften im Leben. Das Buch wurde von dem österreichischen Autor Andres Jungwirth verfasst und erschien 2019 im Edition Atelier Verlag.

Auf den knappen 80 Seiten lernen wir David kennen, anfangs als heranwachsenden Mann der gerne Zoologie studieren möchte, um quasi der nächste Conrad Lorenz zu werden. Wir begleiten ihn durch sein Leben, sehen ihn älter werden. Er nimm einen Job an, zieht nach Deutschland und scheint dennoch nie wirklich glücklich zu sein. Dieser unzufriedene, leere Zustand scheint von Anfang bis Ende des Buches gleich zu bleiben. Das spannende an dem Buch ist, dass nicht David über sich selbst erzählt, sondern 14 Personen ihren Blickwinkel auf den Mann schildern. Diese Menschen sind jedoch keine Konstanten in seinem Leben, meistens treten sie spontan in sein Leben und gehen so spontan auch wieder. Meist sind es Sex-Bekanntschaften. Die Menschen die David beschreiben, sind nie wirklich wichtig für Ihn, bzw. nur für eine kurze Zeit.

Eigentlich eine sehr spannende Idee, ein Mensch kann von Jedem oder Jeder anders wahrgenommen werden. Fügt man all diese Bilder zusammen, erhält man wohl das "echteste" Porträt einer Person. Der Schreibstil war nicht schlecht, jedoch fand ich die Wortwahl teils etwas vulgär und ich fand es beim Lesen eher (ver-)störend. Am Ende des Buches angekommen, wusste ich nicht so wirklich was der Sinn sein soll, was die Nachricht hinter dem Ganzen ist. Für mich waren das eher Sexerzählungen als alles andere. Schade.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Der Titel WIR HABEN KEINEN KONTAKT MEHR passt genau in diese Zeit - erzählt aber von was anderem ....

Die 80seitige Erzählung erschien bereits im Herbst 2019. Nach zwei Jugendromanen, meine erste Erzählung "für Erwachsene". 

Obwohl ein zentrales Thema die Homosexualität des Protagonisten ist, habe ich bei Lesungen vor Publikum festgestellt, dass oft gerade Zuhörerinnen sich berührt fühlen. 

Vor ein paar Jahren hat mir Terezia Mora (Bücherpreisträgerin 2018), mit der ich seit 1998 einen Briefverkehr führe (erst Briefe, mittlerweile Emails), im „Gespräch“ über Stoffe einen „Auftrag“ erteilt. Schreib doch mal, notierte sie, über eine Welt die ich nicht kenne (als Frau nicht kennen kann), sie meinte die schwule Szene, das (geheime) Leben als Homosexueller. Ich nahm den Auftrag an, es entstand WIR HABEN KEINEN KONTAKT MEHR, eine Erzählung aus vierzehn Perspektiven, vierzehn Ich-Erzähler_innen äußern sich über David, der selbst nie zu Wort kommt, sie erzählen, wie sie David kennengelernt haben, was sie mit ihm erlebt haben und warum sie keinen Kontakt mehr mit ihm haben. Die Erzählung umfasst zwar nur 80 Seiten, trotzdem liefert sie neben einem Porträt Davids und einer Geschichte rund um einen Polen, einen Abriss schwulen Lebens über den Zeitraum von knapp 40 Jahren.

28 BeiträgeVerlosung beendet
LiberteToujourss avatar
Letzter Beitrag von  LiberteToujoursvor einem Jahr

https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Jungwirth/Wir-haben-keinen-Kontakt-mehr-2036171013-w/rezension/2576286839/

Anbei auch meine Rezension - mir hat es im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn für mich auch noch Luft nach oben wäre


Für wen soll sich die 14-jährige Sophie nun entscheiden: Moritz oder Paul? Und warum läuft es mit den Freundinnen nicht mehr so gut? Das Buch streift viele kleine und große Probleme des Erwachsenwerdens – ohne zu viel Gefühlsduselei, dafür mit spannenden, unterhaltsamen Szenen. (Buchtipp von Heike Manssen in den Kieler Nachrichten, 22.9.2017)


Klappentext:

Seit ihre beste Freundin einen Freund hat, fühlt Sophie sich immer öfter wie das fünfte Rad am Wagen. Das wird anders, als sie Moritz trifft. Der ist schon 19, fährt ein schnelles Auto, ist cool. Mit ihm kommt Sophie sich völlig losgelöst vor, weit weg von allem - dem Zoff mit ihrer Freundin, der Trennung ihrer Eltern. Doch als es darauf ankommt, ist nicht Moritz, sondern Paul für sie da. Und Paul kennt sich aus damit, wenn alles in der Schwebe ist …



Über die Hauptfiguren:

Da ist Sophie. Bei ihr ist der Erzähler, er weiß, was sie tut, was sie sieht, was sie denkt. Sophie ist vierzehn. Sie hat zwei gute Freundinnen: Vanessa und Susa. Vanessa ist gerade verliebt, in Jonas. Susa findet Verlieben blöd. Sophie hat keine Erfahrung und weiß nicht recht, wie sie Verlieben finden soll. Ach ja: Sophie wohnt im neunten Stockwerk eines Hochhauses.

Dann gibt es Paul. Paul ist ebenfalls vierzehn. Weil seine Mutter einen Unfall hatte und im Koma liegt, wohnt er bei seinem Großvater. Über den weiß er ziemlich wenig, weil er und Pauls Mutter bisher wenig Kontakt hatten. Der Großvater hat ein Geheimnis (das Paul natürlich herausfindet). Paul schreibt auf Anraten seines Lehrers Tagebuch. Erst findet er das doof, dann hilft es ihm tatsächlich mit seiner schwierigen Situation besser klar zu kommen. Bevor ich es vergesse: Paul wohnt im Parterre eines Hochhauses.

Richtig vermutet: Paul und Sophie wohnen im selben Hochhaus, lernen sich im Laufe des Romans kennen und ... hm hm hm ... so viel kann ich verraten, das was in Pauls Tagebuch steht, hat eine zentrale Bedeutung für Sophie.

Habt ihr einmal einen Typen / ein Mädchen kennengelernt, den / dir ihr total faszinierend gefunden habt, dann aber hat sich herausgestellt, er / sie ist ein Arschloch?

So ein Typ ist Moritz. So geht es Sophie mit Moritz...


Über mich, den Autor:

Geboren bin ich in Linz an der Donau, in Österreich (1967). Ich habe Schauspiel in Wien studiert und habe etwa zehn Jahre als Schauspieler gearbeitet. Während der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Wolfgang Heisig wurde das Schreiben immer wichtiger. Viele Jahre habe ich ausschließlich Theaterstück und Hörspiele geschrieben. 2014 veröffentlichte ich meinen ersten Jugendroman. „Schwebezustand“ ist mein zweites Buch. Vor zwei Tagen habe ich zum ersten Mal öffentlich daraus vorgelesen, vor 13 – und 14jährigen Schülern der IGS Mainspitze.
(Mehr erfahrt ihr in der Vorstellungsrunde, und klar: Ihr könnt mich auch fragen!)


Rahmenbedingungen für die Leserunde:


Ihr könnt euch für 15 Rezensionsexemplare bewerben, bis einschließlich 30.9.2017. Für eure Bewerbung erzählt über eine Erfahrung mit einem Typen / einem Mädchen, in dem ihr euch total getäuscht habt. Es muss nicht nur so sein, dass ihr ihn / sie erst total toll fandet und dann enttäuscht worden seid. Es kann ja auch umgekehrt gewesen sein: Jemand war anfangs total unsympathisch und dann wurde er / sie euer bester Freund / eure beste Freundin.

Das ist meine erste Leserunde. Und weil ich gespannt und neugierig bin, werde ich fleißig daran teilnehmen. Und wie gesagt: Fragt! Diskutiert! Fragt! Diskutiert!

Und ach ja, erwartet keine romantische Liebesgeschichte, es ist (immer) ein wenig komplizieret...
136 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Andreas Jungwirth wurde am 15. April 1967 in Linz (Österreich) geboren.

Andreas Jungwirth im Netz:

Community-Statistik

in 43 Bibliotheken

auf 3 Wunschzettel

von 17 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks