Andreas Kätsch

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Chorea Huntington

Chorea Huntington

 (2)
Erschienen am 04.06.2009

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Rezension zu "Chorea Huntington" von Andreas Kätsch

Rezension zu "Chorea Huntington" von Andreas Kätsch
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Klappentext:
„Wer aufgibt, wird nie Sieger und ein Sieger gibt nie auf“
Dies ist kein gewöhnliches Buch! Es ist eine wahre Lebensgeschichte, die nicht nur sehr traurige Ereignisse verbindet, sondern vor allem über den Mut und die Entschlossenheit eines Mannes erzählt, der trotz aller Hindernisse nie aufgegeben hat.
Wir versuchen alle, unsere Herausforderungen zu meistern. Trotz vieler Schwierigkeiten können auch Sie sich aus dem Tal herausarbeiten.
Wir versuchen alle unsere Wünsche und Ziele zu verwirklichen und unser Leben so zu gestalten, wie wir es uns erträumen. Verwandeln Sie Ihre schmerzhaften Erfahrungen in einen brennenden Wunsch!
Dieses Buch ist für Menschen, die eine ähnliche Situation erleben und vielleicht am Verzweifeln sind. Dieses Buch ist denen gewidmet, die Kraft und Hoffnung schöpfen möchten.

Meine Meinung:
Mit seinem Erstlingswerk erzählt der Autor Andreas Kätsch über sein Leben, nachdem seine Frau an „Chorea Huntington“ erkrankt ist. Diese Krankheit ist eine vererbbare Nervenkrankheit und tritt meist zwischen dem 30. und 40 Lebensjahr auf. Man kann diese Krankheit nicht heilen, sondern nur die Symptome lindern.
Allerdings dreht es sich in diesem Buch nicht hauptsächlich um diese Krankheit. Viel mehr berichtet Andreas Kätsch hier über seinen Kampf mit den Behörden, sein Leben mit seinem kleinen Sohn als alleinerziehender Vater und auch über den Umgang mit der Krankheit seiner Frau und deren Auswirkungen.
Gleich zu Beginn klärt der Autor über Chorea Huntington auf, in dem er dem Leser Fakten über die Diagnose, Symptome und Verlauf präsentiert. Über seine Frau selbst berichtet er erst viel später in diesem Buch und beschreibt schockierende Erlebnisse, die dem Leser einen leichten Einblick in die folgenschwere Krankheit gibt. Der Schreibstil ist recht einfach und emotional, der Leser bekommt schnell das Gefühl, das der Autor tatsächlich über Erlebtes berichtet.Es kommen sehr viele Dialoge drin vor. Ab und an ließen sich Wiederholungsfehler finden und was mich persönlich beim Lesen störte, waren die Umschreibungen für seine Kollegin zum Beispiel. Auf der einen Seite hat man das Gefühl die Personen, die ebenfalls aus seinem Umfeld in diesem Buch eine Rolle spielen, schnell kennenzulernen, doch wirkte auf mich die Bezeichnung „Lieblingskollegin“ sehr störend und befremdlich. Dies bremste mir den Lesefluss oft aus.

Fazit:
Auf 182 Seiten berichtet Andreas Kätsch über sein Leben mit und nach der Diagnose seiner Frau.
Er verschönt nichts und berichtet mitten aus dem Leben. Wer also einen reinen Ratgeber zu dieser Krankheit sucht, ist hiermit völlig falsch beraten. Dieses Buch richtet sich eher an betroffene Angehörige, die vielleicht etwas Mut und Verständnis finden möchten.
Andreas Kätsch wurde 1969 geboren. Chorea Huntington ist sein Erstlingswerk. (Quelle: Roman: Chorea Huntington plus eigene Anmerkung)

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Rezension zu "Chorea Huntington" von Andreas Kätsch

Rezension zu "Chorea Huntington" von Andreas Kätsch
andreaskaetschvor 9 Jahren

Bericht aus der Zeitung BAZ Verfasser Heike Wahrlich:

Von einem Tag auf den anderen ist im Leben von Andreas
Kätsch nichts mehr wie es bislang war. Nur vier Tage
nach Einzug der dreiköpfigen Familie in die neue
Wohnung in Brühl, bricht Chorea Huntington bei seiner
Frau mit einer alles überrollenden Macht aus. Das
zerschlagene Geschirr, zerschnittene Bekleidung,
zerstörte Möbel: Die verwüstete Wohnung steht geradezu
sinnbildlich dafür,
dass die Welt, wie Andreas Kätsch sie bislang kannte,
in tausend Scherben zerspringt. Seine Geschichte hat
der heute 40-Jährige
aufgeschrieben. „Chorea Huntington – Krieg im
Wohnzimmer“ schildert die traurigen Ereignisse dieser
Zeit eindringlich und ist
zugleich ein „Mutmacher-Buch“.

Chorea Huntington, erst ein halbes Jahr weiß Andreas
Kätsch durch Zufall von der Erbkrankheit in der
Familie
seiner Frau erfahren. Das ganze Ausmaß wird ihm
allmählich nach dem katastrophalen Ausbruch der
Krankheit im Dezember 2006 klar. „Die Mama sei komisch
in letzter Zeit“, hatte auch der damals neunjährige
Sohn in den Wochen davor bemerkt. Die Mutter litt an
Stimmungsschwankungen, war verwirrt, konnte das
Gleichgewicht nicht halten. „Am helllichten Tag
betrunken“, tuschelten die Nachbarn. Zu dem
Arzttermin,
zu dem Andreas Kätsch seine Frau nach langen
Gesprächen
überreden konnte, kommt es nicht mehr. Die
Nervenkrankheit ist ausgebrochen, in dieser Nacht im
Dezember fährt Andreas Kätsch seine tobende Frau
direkt
ins Kreiskrankenhaus nach Schwetzingen. Sie erkennt
Mann und Sohn nur noch streckenweise.

Im Krankenhaus erfährt der Familienvater von einem
Verwandten seiner Frau, dass die bislang tot geglaubte
Schwiegermutter seit
Jahren in einem Heim gepflegt wird. Auch bei ihr ist
Chorea Huntington ausgebrochen, die Tanten seiner Frau
sind ebenfalls betroffen. Andreas Kätsch ist
geschockt.
Selbstvorwürfe, nicht schon eher gehandelt zu haben,
mischen sich Verzweiflung aber auch Wut auf seine
Frau,
die ihm in der langjährigen Partnerschaft die
Erbkrankheit verschwiegen hat. Im Psychiatrischen
Zentrum Nordbaden in Wiesloch wird er erstmals
ausführlich über
die Krankheit, die im Volksmund als „Veitstanz“
bezeichnet wird, aufgeklärt. Kätsch wird klar, dass
ein
langer und schmerzvoller Abschied bevorsteht.

Als der Verkaufsleiter einer Mannheimer Bäckerei seine
Frau in die Psychiatrie und später in ein Pflegeheim
einweisen lässt, gibt es wieder Gerede. Er habe sie
fallen lassen“, heißt es mal mehr mal weniger
unverhohlen. „Viele Menschen entwickeln ihre eigene
Wahrheit, darum habe ich das Buch geschrieben“, so
Kätsch, der sich sehr wohl klar darüber ist, dass er
viel von sich und seiner Familie preisgegeben hat.
Doch
er verfolgt mit der Veröffentlichung auch noch andere
Ziele. Er will von der Krankheit betroffenen Familien
Mut machen. „Verschafft euch Klarheit“, lautet seine
ganz persönliche Botschaft. Denn auch wenn Chorea
Huntington bis heute nicht heilbar ist, kann der
Ausbruch doch verzögert werden, und er setzt sich für
einen offenen Umgang mit der Krankheit ein, gerade im
Hinblick auf einen möglichen Kinderwunsch.

Sein Erstlingswerk ist zugleich ein „Mutmacher-Buch“,
verbunden mit dem Dank an die Menschen, in erster
Linie
Kollegen, Freunde aber auch gänzlich Fremde, die ihn
auf diesem Weg begleitet haben und immer noch
begleiten. Ihnen und seiner eigenen kraftvollen
Einstellung „Wer aufgibt wird nie Sieger, und ein
Sieger gibt nie auf“, hat Andreas Kätsch es zu
verdanken, dass er und sein Sohn heute wieder zur
Normalität zurück gefunden haben. Dass man das
Schicksal annehmen kann, ohne sich ihm zu ergeben.

"Chorea Huntington – Krieg im Wohnzimmer"
ist
mit der ISBN-Nummer 978-3-86870-096-1 im
ReDiRoma-Verlag erschienen.

www.rediroma-verlag.de
www.andreaskaetsch.de

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