Andreas Kammel Sanctuary - Letzte Zuflucht

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Inhaltsangabe zu „Sanctuary - Letzte Zuflucht“ von Andreas Kammel

Zwei mysteriöse Ereignisse erschüttern die Welt: Mitten in Tansania breitet sich rasend schnell eine kilometerhohe Barriere aus, eine tiefschwarze Wand, die alles verschluckt, was sich ihr in den Weg stellt. Gleichzeitig entsteht im Pazifik ein neuer, üppig bewachsener Kontinent.§Der Lehrer Christopher hat die Geburt der Wand hautnah miterlebt. Während er nun gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Max und dem Waisenmädchen Mtoto vor der Schwärze flieht, arbeitet die US-Beamtin Catherine Strive fieberhaft an der Erschließung der neuen Welt, immer fester davon überzeugt, dass einzig der neue Kontinent einem kleinen Kreis von Menschen Schutz bieten kann. Massive politische Umwälzungen stellen dabei ihre Entschlossenheit auf eine harte Probe bis sie erkennt, dass sie die Menschheit nur retten kann, wenn sie dafür ihre eigene Menschlichkeit aufs Spiel setzt.

Das Ende war total unpassend und nichtssagend

— vormi

Grandios spannende Vision

— Sandra1978

facettenreiche Dystopie

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Langatmig geschrieben und enttäuschende Lösung des Rätsels. Ich rate absolut von einem Kauf ab.

— Elbereber

Gaanz schön langatmig!

— hebersch

Nicht nur die Handlung allein, sondern auch der Schreibstil des Autors machen dieses Buch zu einem rundum gelungenen Debüt! Lesenswert!

— Grashüpfer

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  • Sanctuary - Die letzte Zuflucht

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    vormi

    09. July 2017 um 00:33

    Zwei mysteriöse Ereignisse erschüttern die Welt: Mitten in Tansania breitet sich rasend schnell eine kilometerhohe Barriere aus, eine tiefschwarze Wand, die alles verschluckt, was sich ihr in den Weg stellt. Gleichzeitig entsteht im Pazifik ein neuer, üppig bewachsener Kontinent.Der Lehrer Christopher hat die Geburt der Wand hautnah miterlebt. Während er nun gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Max und dem Waisenmädchen Mtoto vor der Schwärze flieht, arbeitet die US-Beamtin Catherine Strive fieberhaft an der Erschließung der neuen Welt, immer fester davon überzeugt, dass einzig der neue Kontinent einem kleinen Kreis von Menschen Schutz bieten kann. Massive politische Umwälzungen stellen dabei ihre Entschlossenheit auf eine harte Probe – bis sie erkennt, dass sie die Menschheit nur retten kann, wenn sie dafür ihre eigene Menschlichkeit aufs Spiel setztInhaltsangabe auf amazonDas Buch hat mir eigentlich fast die ganze Zeit über sehr gut gefallen.Die Geschehnissen, die auf die Ereignisse folgten, haben immer mehr Sinn gemacht und haben sich für den Leser gut nachvollziehen lassen.Unddann iat das ganze Buch komplett ins Gegenteil umgeschlagen.Und zwar total! Ein so entsetzliches Ende hat das Buch nun wirklich nicht verdient. Echt haarsträubend. Natürlich werde iches hier jetzt nciht verraten, denn ich möchte niemandem den Lesespaß verderben...

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  • Endspannender Thriller mit unerwartetem Ausgang

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    Sandra1978

    27. April 2016 um 12:50

    „Sanctuary – letzte Zuflucht“ – Andreas Kammel Auf genau 810 Seiten ist Andreas Kammel mit seinem Debütroman ein erstklassiger Endzeit-Thriller gelungen. Das ist der Inhalt : Christopher lebt mit seiner Freundin Max in einem kleinen Dorf in Tansania und unterrichtet dort einheimische Kinder.  Eines Tages entdeckt die kleine Waise Mtoto eine schwarze, schwebende Kugel und zeigt sie Christopher und Max. Die Kugel wächst, und alles, was sie berührt, verschwindet in ihrem Inneren – auch Menschen. Schon nach kurzer Zeit begreifen alle, dass die Kugel sich ausdehnt – wie eine Wand, die zu den Seiten und nach oben stetig wächst und ihr Wachstum immer weiter beschleunigt. Den Menschen bleibt nur die Flucht. Zur gleichen Zeit entsteht auf der anderen Seite der Erde aus dem Nichts ein kompletter, neuer Kontinent – mitten im Pazifik. Unerklärlich, ist er eines Morgens auf einmal da. Catherine,  hochgestellte und wichtige Mitarbeiterin bei mehreren geheimen Projekten des Pentagons und Christophers Exfreundin, entdeckt mit ihrem technischen Equipment beide Phänomene als eine der ersten der westlichen Welt – stellt aber zunächst keine Verbindung her. Die Wand derweil wächst und wächst und bald ist klar : Der ganze Planet wird von der Wand verschlungen und scheinbar kann nichts und niemand die Wand aufhalten – und sie ist tödlich. Der neue Kontinent scheint die unerklärliche letzte Zuflucht für die ganze Menschheit zu sein. Hat Gott seine Hand im Spiel ? Aliens ? Eine große Verschwörung der amerikanischen Regierung ? Die Medien quellen über vor Vermutungen, und überall auf der Welt bricht Panik aus, als den Menschen klar wird : Keiner hat die Absicht oder auch nur die Möglichkeiten, sie alle auf den neuen Kontinent zu evakuieren. Die großen und mächtigen Nationen beginnen einen Wettstreit, wer zuerst das meiste Land auf dem neuen Kontinent „Pacifica“ in Anspruch nehmen kann. Und trotz des drohenden Endes von allen sind die Regierungen der führenden Nationen anscheinend nicht in der Lage, sich in dieser Notlage zusammenzuschließen. Das Buch beschreibt die atemberaubende Flucht von Christopher, Max und Mtoto quer über die Kontinente vor der Wand und den Versuch, nach Amerika zu kommen, wo die Wand als letztes ankommen wird, und es eventuell sogar mit Catherines Hilfe nach Pacifica zu schaffen. Catherine derweil versucht mit Ihren Mitteln, die Beiden durch den Wahnsinn bis nach Pacifica zu lotsen und gleichzeitig, auf Pacifica eine Zuflucht für so viele Menschen wie möglich aufzubauen. Doch auf Pacifica geht nicht alles mit rechten Dingen zu : Es gibt keinerlei Tiere und die Herkunft des Kontinents bleibt weiterhin rätselhaft….   Zum Buch Wo soll ich anfangen ?  Ich nehme mal das Ende ( keine Angst, ich spoilere nicht ) : Auf das Ende wäre ich NIEMALS gekommen – es ist schon fast ein bisschen sehr abgehoben, aber warum nicht ? Und das Ende verrät übrigens auch, warum ich diesen Effekt beim Rezensionsfoto gewählt habe^^ Auf jeden Fall ist das Buch end-spannend, und trotz der über 800 Seiten ist keine dieser Seiten zuviel. Ein bisschen hat es mich am Anfang ja an „die Arena“ bzw. „The Dome“ erinnert, aber das gibt sich, es ist überhaupt nicht miteinander zu vergleichen. Als realistisch würde ich den Thriller nicht bezeichnen, die ganze Story ist eher fantastisch und entbehrt glaube ich jeder wissenschaftlichen Grundlage, wer diesen Anspruch stellt ist da falsch – aber das ist ja auch nicht die Absicht des Schreibers, nehme ich mal an. Es ist sehr sympathisch, dass die Hauptpersonen – Christopher, Max, Catherine und Mtoto – nicht als Überhelden dargestellt werden, sondern sich mit Ihren Zweifeln und Ängsten rumplagen müssen, verletzt werden und auch mal Fehler machen. Man kommt aber gar nicht so sehr dazu, sich über die Charaktere Gedanken zu machen, da einen die Handlung immer wieder sehr rasant weiterträgt und man durchaus beim Lesen auch mal vergisst, den Mund wieder zuzumachen J Die Story switcht immer wieder zwischen der Flucht durch Afrika, Europa und Amerika von Christopher, Max und Mtoto,  und der Entwicklung von Pacifica und den Bemühungen, gegen die fortschreitende Wand anzukommen. Diese parallele Sicht von 3 „normalen“ Menschen auf der Flucht und einer Angehörigen der „Elite“ macht das Ganze noch spannender. Eine Erklärung der Situation erwartet und wirklich erst sehr, sehr nah am Ende des Buches und ich dachte nur „Wow, also das ist jetzt wirklich abstrus“ – aber irgendwie fand ich es auch total faszinierend, da ich vom Grundsatz her ähnliche Theorien auch schon anderweitig  gelesen habe und somit vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit dran sein könnte…. Aber lasst Euch überraschen. Es lohnt sich wirklich !    

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  • facettenreiche Dystopie

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2016 um 14:50

    Videorezension hier: https://youtu.be/IcnMn-pRtcg -- über 800 Seiten ist Andreas Kammels Werk lang. Das wirkt für manche vielleicht etwas abschreckend da viele dieser Wälzer Längen haben. "Sanctuary" ist es gelungen, diese weitesgehend zu vermeiden. Es ist eine Mischung aus Roadmovie, sozialkritischem und systopischen Roman um eine schwarze Wand, die die Welt zu um- und verschlingen droht. Als Christopher, Max und Mtoto als einer der ersten die  Wand in Afrika entdecken ist sie noch eine kleine Kugel, doch sie breitet sich rasch aus. Erst überflutet sie Afrika, dann nimmt sie Kurs auf den Rest der Welt. Die Apokalypse beginnt dort wo die Menschheit ihre Wiege hatte. Die drei sind nicht die einzigen, die nun fliehen. Und langsam stürzt die Welt ins Chaos. Gleichzeitig entsteht aus dem Nichts ein neuer Kontinent mitten im Pazifik. Für Cathrine, eine hochrangige Militär im Pentagon gilt es diesen Kontinent für die USA zu erschließen. Die erste Hälfte des Buches besteht aus der Flucht von Christopher, Max und Mtoto aus Afrika nach Europa und schließlich in die USA. Spannend erzählt erlebt der Leser die Rückschläge und Erfolge der drei mit. Gleichzeitig muss Cathrine gegen Intrigen und Machtspiele beim Militär bestehen. Das Buch will vielleicht etwas zu viel, denn irgendwann landen die drei Flüchtigen in einem faschistoiden System und Cathrine sieht sich Terror in den eigenen Reihen gegenüber. Das Ende des Buches und die Auflösung ist unbefriedigend und passt nicht zum Rest der Geschichte - es geht in eine ganz andere Richtung. Auch wird das Buch auf den letzten 200 Seiten dann doch lang und man fiebert der Erklärung für die Wand, die während des ganzen Buches nicht gefunden wird entgegen. Die Erklärung dazu (wie gesagt) ist enttäuschend und hat mich ratlos zurück gelassen. Trotz allem ein spannendes und lesenswertes Buch für alle Fans von dystopischen Geschichten und Edzeitthemen. der studierte Physiker Kammel hat sich viel Mühe mit der Geschichte gegeben und schafft es vor allem, das Grauen und Chaos ganz langsam und unterschwellig Überhand nehmen zu lassen. --

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  • Erfrischend anders

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    ForeverAngel

    28. December 2015 um 10:22

    Mitten in Afrika taucht wie aus dem Nichts ein kleiner, frei schwebender schwarzer Ball auf. Neugierig sticht ein Kind mit einem Stock hinein, welcher nicht nur in der Kugel stecken bleibt, sondern auch nach und nach von ihr verschluckt wird. Nicht, weil die Kugel ihn aufsaugt. Sondern weil sie immer größer wird. Erst wächst sie langsam, dann immer schneller, so schnell, dass Christopher, seine Freundin Max, die kleine Mtoto und der Einheimische Mhubiri nur knapp mit dem Leben davonkommen. Was die Kugel - die sich schnell zur Wand ausbreitet - einmal berührt hat, kommt nicht mehr von ihr los. Bald wird sie ganz Afrika verschluckt haben.  Gleichzeitig entsteht mitten aus dem Nichts ein neuer Kontinent im Pazifik, bewohnt und voller Natur. Die Regierungsbeamtin Catherine ist wild entschlossen, diesen Kontinent zu erforschen und für ihr Land zu beanspruchen. Diese neue Quelle an Recourcen könnte die letzte Chance für die Menschheit sein. Wie hängen diese beiden Phännomene zusammen? Was hat sie ausgelöst?   Sanctuary vermischt hier mehrere Genre. Die Flucht vor der schwarzen Wand ist spannend, actionreich, es ist Sci-Fi und Katastrophengeschichte in einem. Es ist ein explosives Kopf-Kino. Der andere Erzählstrang um Catherine Strive und den Kampf um Pacifica, den neuen Kontinent, geht eher in die Richtung politischer Thriller und ist auf ganz anderer Ebene spannend. In beiden Erzählsträngen aber geht es um die Frage nach der Menschlichkeit, darum, wie Menschen sich in bestimmten Situationen verhalten. Es geht um Egoismus, Machtkämpfe und Aufopferungsbereitschaft. Um das Recht des Stärkeren, um Unterdrückung, um Blindheit vor der Wahrheit, um Gleichgültigkeit anderen gegenüber. Kurz gesagt: um das Übel namens Menschheit.  Einen solchhen Wälzer von über 800 Seiten konstant spannend zu halten ist nahezu unmöglich, wodurch die Längen in Sanctuary kaum verwunderbar sind. Doch obwohl der Roman durch eine tolle Idee und viel Spannnung überzeugt, hat mir etwas gefehlt. Das gewisse Etwas, der Funke, der überspringt. Der Thriller ist gut, keine Frage, aber ihm fehlt etwas, das aus gut großartig machen würde, aber was das ist, kann ich nicht bennen und vielleicht geht es auch nur mir so.    (c) Books and Biscuit

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  • Originelle Idee leider leider nicht besonders gut geschrieben und schlecht aufgelöst

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    Elbereber

    28. October 2015 um 21:59

    Die erste Hälfte des Buches scheint mir wie ein Versuch um in "das Schreiben" des Romans hereinzukommen, gewesen zu sein. Die Charaktere sind flach beschrieben die Handlung ist langweilig und  die Beziehungen der Charaktere untereinander unglaubhaft. Die Langatmigkeit des Erzählers macht es einem nicht leicht weiter zu lesen. Mich hat es sehr neugierig gemacht wie er das Rätsel am Ende lösen will und die zweite Hälfte des Romans war deutlich spannender und etwas besser erzählt als in der ersten Hälfte. Am Ende war ich sehr enttäuscht über die Lösung des Rätsels. 

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  • Mit Licht und Schatten, Tempo und Längen

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    michael_lehmann-pape

    21. July 2015 um 11:13

    Mit Licht und Schatten, Tempo und Längen Gute 800 Seiten sind kein Pappenstiel für einen Science-Fiction Fantasy Roman und vorweg sei daher bemerkt, dass einige Handlungsfäden hier und da den Leser doch dazu anregend, zu überblättern (der gesamte Teil der „Suche nach den Eltern“ irgendwo in Deutschland hätte deutlich gestrafft werden können, wirklich Wesentliches für den Fortgang der interessanten Grundkonstellation des Romans bietet dieser Teil nicht). In Afrika schwebt eine schwarze Kugel einfach in der Luft. Und in Windeseile vergrößert sich diese zu einer schwarzen Wand, die mit langsamer, aber stetiger Bewegung sich ausbreitet und alles in sich hineinzieht, was ich in den Weg kommt. Tiere, Pflanzen, Berge, Meere, Menschen. Die Wand verschluckt die Welt. Zugleich entsteht inmitten des Ozeans ein neuer Kontinent, sofort natürlich von hohem Interesse für die Weltmächte. Ein Kontinent mit Flora, aber ohne jede Fauna, ein neues Gebilde, auf dem nichts Altes an Pflanzen zu wachsen scheint. Was ein echtes Problem darstellt, denn es könnte sein, dass nur diese neue Landmasse von „der Wand“ nicht erreicht werden wird. Was im Übrigen nicht nur die Amerikaner bald wissen, sondern auch die anderen. So finden sich bald militärische Fronten auf dem neuen Kontinent, während die Hauptfiguren des Buches entweder mit rasender Geschwindigkeit an einer Rettung möglichst vieler Menschen arbeiten (und dabei übersehen, das im Hintergrund noch ganz andere, gefährliche politische Kräfte genau das nicht als Ziel verfolgen), während andere der Personen um das reine Überleben vor „der Wand“ und den sich umgehend entwickelnden Kulten und Überlebensgruppierungen versuchen, zu bestehen. So verfolgt Kammer, wenn auch mit einigen Längen, einerseits einen „Hide and Seek““ Ansatz mit differenziert gestalteten Figuren, die er mit einer je eigenen Geschichte „unterfüttert“ und zu Identifikationsfiguren für den Leser gestaltet, scheut auch (wenn auch selten) nicht vor harter, roher Gewalt zurück (die Mord-Szene im Schlafzimmer packt den Leser emotional in bester Weise), lässt im Hintergrund verschlüsselt die beiden drängenden Probleme der Zeit differenziert mit einfließen. Dass die Welt , die Natur, die Menschheit massiv bedroht ist (statt ökologischer „Schleich-Katastrophe beschleunigt hier „die Wand“ diese bedrohliche Zerstörung ungemein) und dass Menschen anscheinend immer noch nur auf äußeren Druck und unter erst mal Säbelrasseln einander gegenüberstehen, aber viel weiter kommen, wenn eine Kooperation entsteht. Dass diese nur unter Verzweiflung geschlossen wird und zudem von egoman denkenden Kräften unterminiert wird und ob es nicht vielleicht sogar besser wäre, den Dingen ihren „reinigenden Lauf“ zu lassen, wie es der hart bekämpfte Widerstand auch gegenüber den tragenden Figuren fordert, dass sind interessante Fragen, die Krammel geschickt in den turbulenten Ereignissen immer wieder zur Sprache kommen lässt. Die Erklärung für all das am Ende des Buches wirkt dann aber doch zu weit abgehoben und zu wenig „rund“, geht zu sehr in einen mystischen Bereich über. Dennoch eine flüssige, an manchen Stellen zu breit allerdings dargelegte Lektüre, die über weite Strecken gut unterhält und brennende Themen des ächzenden Planeten geschickt mit Thriller-Elementen verbindet.

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  • Liegt es an uns, was mit dieser Welt geschieht ?

    Sanctuary - Letzte Zuflucht

    HibiscusFlower

    Nicht von dieser Welt scheint die große, schwarze Wand zu sein, die urplötzlich und rasant wachsend von Ostafrika aus alles verschluckt, was mit ihr in Berührung kommt.Zeitgleich erscheint wie aus dem Nichts ein neuer Kontinent auf dem Radar, der unberührt und voller Möglichkeiten ist.Während der Lehrer Christopher mit seiner Ex-Freudin Max und dem Waisenmädchen Mtoto vor der Wand flieht, begibt sich die US-Beamtin Dr. Cathrine Strives an die Erschließung des neuen Kontinents Pacifica, der als Zuflucht dienen soll."Schon jetzt war die Wand fast so schnell wie die Menschen, die vor ihr flohen. Und im Gegensatz zu ihren Opfern ließ sie sich nicht verlangsamen. Sie brauchte keine Pausen, keine Nahrung. Mit einer maschinenhaften Konstanz und Unerbittlichkeit trieb sie die Flüchtenden vor sich her. Was geschah nur mit der Welt ?" (S.85)Auf seinen achthundertzehn Seiten besticht "Sanctuary - Letzte Zuflucht" mit einer Komplexität, die mich das Buch nicht nur in zwei Tagen verschlingen lassen hat, sondern direkt nach dem Auslesen ein "Wow" entlocken konnte.Dieses Buch zu rezensieren und ihm damit auch noch gerecht zu werden, gestaltet sich gar nicht so einfach. ;-)"Thriller" ist auf dem Cover vermerkt, was sich jedoch auf "Politthriller mit Science Fiction Elementen" präzisieren lässt.Verantwortlich dafür ist die vom Autor inszenierte Veränderung der Welt, bei der nicht ein Virus, eine Naturkatastrophe oder eine alles vernichtende Bombe die Menschheit bedroht. Was gleich bleibt, ist die Reaktion der Menschheit.Die Starken und die Schwachen. Die, die selbst die unkontrollierbaren Dinge beherrschen wollen und die, die ausschliesslich dabei zusehen müssen.Wenn auch indirekt wirft das Buch den Dystopien ähnlich einen kritischen Blick auf die Menschheit und veranschaulicht damit, wie sehr diese dazu neigt, ihre Menschlichkeit zu verlieren.Macht spielt hier eine große Rolle, deren Demonstration auf politischer Ebene und mit dem Einsatz von Waffen beängstigend in Szene gesetzt wird. Wissenschaftliche, geschichtliche und geografische Hintergründe werden hierbei nicht aus den Augen verloren und trotz Anspruch gut verständlich beschrieben. Die Protagonisten werden weder überzeichnet noch unnahbar dargestellt. Der Wunsch, sie zu begleiten, bleibt bis zum Auslesen bestehen.Mich persönlich hat "Sanctuary" immer wieder mit der Frage: "Werden die Menschen jemals in der Lage dazu sein, zu verändern, Chancen zu ergreifen und ihre egoistische Kurzsichtigkeit abzulegen ?" konfrontiert.Dabei schließe ich nicht aus, dass dieses Buch auch anders wahrgenommen werden kann.Für mich bleibt unterm Strich das Streben der Menschen und deren damit verbundene Blindheit.

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    • 2

    clary999

    03. July 2015 um 20:28
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