Andreas Kieling Durchs wilde Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Durchs wilde Deutschland“ von Andreas Kieling

Ausstrahlung bei ZDF zur Primetime Sonntags um 19.30 Uhr Andreas Kieling und seine Hündin Cleo bereisen erneut zusammen die Heimat: Vom Berchtesgadener Land bis zur Nordsee erfahren sie, wie viele Tierarten und Naturwunder Deutschland zu bieten hat. Wie konnten bei uns wieder Wölfe heimischwerden? Wie chinesische Krabben in die Elbe und bis Dresden gelangen? Wie lange noch werden Birkhühner unsere Wälder besiedeln? Und wo entdeckt man mit etwas Glück scheue Schwarzstörche, Luchse oder Waschbären? Der beliebte Dokumentarfilmer und erfolgreiche Autor schildert seine eindrucksvollsten, emotionalsten Erlebnisse mit Steinböcken und Hirschkäfern, Kranichen und Wildkatzen, mit Rothirschen in der Eifel und Seeadlern im Oderbruch – eine überraschende und aufregende Inventur der deutschen Natur.Andreas Kieling auf Deutschlandtour: http://www.kieling-tour.de/

Ich habe dieses Buch besonders gerne gelesen. Eine tolle Idee, die heimische Natur als großes Abenteuer wiederzuentdecken.

— Arbutus

Spannend, lehrreich, nie langweilig. Kieling beweist: man muss nicht den Kontinent wechseln, um die Faszination der Natur zu erleben.

— Caillean79
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  • Es gibt sie noch, die richtigen Abenteuer

    Durchs wilde Deutschland

    Arbutus

    21. August 2016 um 23:12

    In locker-flapsiger Sprache, aber immer voller Respekt vor den Wundern der Natur, plaudert Andreas Kieling über seine Abenteuer auf der Suche nach Luchsen, Feldhamstern oder Welsen. Das liest sich erstaunlich kurzweilig, ja, spannend. Kieling, ein ehemaliger Jäger, wird auf seiner Foto-Pirsch meist von seiner treuen Jagdhündin Cleo begleitet, oft von Frank, dem Kameramann, manchmal von Erik, seinem Sohn. Irgendwann gesellt sich auch noch Hans Wurst dazu, eine Haselmaus, die Kieling, zwar ökologisch nicht korrekt, aber in einem sympathischen Anflug von Liebe zur Haselmaus an sich, vor einem attackierenden Waldkauz gerettet und gesundgepeppelt hat. Die Dialoge unterwegs gibt er ausführlich in wörtlicher Rede wieder; ob diese wortwörtlich so stattgefunden haben, ist unerheblich, denn es ist eine wunderbar anschauliche Methode, dem Leser nebenbei Fakten zu vermitteln, und es und wirkt weder aufgesetzt noch steif. Auch Hund Cleo ist immer wieder für eine schöne Pointe gut. Ich mag diese einfache, unkomplizierte Art zu Schreiben, sehr. Und man erfährt völlig unangestrengt eine Menge Wissenswertes über die heimische Tierwelt. Über die eine oder andere grammatische oder städtebauliche Unkorrektheit (die Porta Nigra würde ich dann doch in Trier lokalisieren und nicht in Aachen) sieht man dabei gerne hinweg. Wenn dann allerdings das insgesamt 2400 Quadratkilometer umfassende Nordseewatt sich in zwei Nationalparks von einmal 4410 Quadratkilometern und zum anderen 3450 Quadratkilometern teilen soll, wünscht man Kieling schon einen Lektor, der rechnen kann. Insgesamt finde ich seinen Erzählstil sehr sympathisch und lustig. Wenn es passt, wird auch schon mal die eine oder andere Episode aus dem früheren Leben des Andreas Kieling eingeflochten, oder man erfährt, wie eines Tages während der Kegelrobben-Drehtage dank des Orkans "Friedhelm" an der Küste Helgolands Tausende von Tommy Hilfinger-Schuhen angeschwemmt wurden. Hin und wieder kommentiert er auch schon mal mit einem beeindruckten "Voll schräg." Oder schreibt über die Balzgeräusche männlicher Nachtschwalben: "Das klingt wie eine Mischung aus Kröte und Mofa." Ich mag das. Spannend ist die Schilderung der Begegnung mit einem Wilddieb in der Eifel. Von der endlosen Geduld, die man als Tierfilmer aufbringen muss, erzählt vor allem das Kapitel über die Seeadler, ein wenig desillusionierend für den ahnungslosen Tierfilmgucker, aber sympathisch und ehrlich. Am Kapitel über die Wölfe gefällt mir, dass Kieling, obwohl eindeutig Wolfsfreund, verschiedene Problematiken und Meinungen wiedergibt, ohne sich auf die Seite von Fanatisten zu schlagen. Hinten im Buch ist als Orientierungshilfe eine Deutschlandkarte abgedruckt, in der kursiv die Gegenden eingezeichnet sind, die Andreas Kieling mit seinem Hund bereist hat. Ich habe dieses Buch ausgesprochen gern gelesen. Vielleicht ist es die Kombination aus dem Thema Abenteuer und unserem vermeintlich so langweiligen Deutschland, in dem Abenteuer offensichtlich längst ausgestorben sind (oder eben doch nicht, wie Kieling anschaulich zeigt), die mich so fasziniert. Eine ganz tolle Idee, im Leser auf diese Weise Lust auf seine heimische Natur zu wecken.

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  • Spannend und lehrreich - Entdeckungen "vor unserer Haustür"

    Durchs wilde Deutschland

    Caillean79

    In diesem Buch beweist Andreas Kieling: Man muss nicht immer den Kontinent wechseln, um die Faszination der Natur zu erleben. Manchmal reicht es, einen Fuß vor die Haustür zu setzen. Man muss sich nur darauf einlassen und manchmal ein wenig genauer hinsehen. Mit viel Gespür für Mensch und Tier berichtet Herr Kieling hier von seinen Naturerlebnissen bei Dreharbeiten fürs deutsche Fernsehen. Als Tierfilmer muss er ja vor allem Geduld und Gelassenheit mitbringen – und die scheint er zu haben, denn die Geschichten sind ruhig und mit Blick für Details erzählt. Das Buch ist extrem lehrreich und trotzdem wird es nicht „trocken“ oder langweilig, denn es gibt viele Anekdoten von Drehpannen oder amüsanten Zwischenfällen. Oft berichtet er auch, wie seine Hündin Cleo (die er fast immer bei seinen Reisen dabei hat) die Erlebnisse wahrnimmt – aus Hundeperspektive. Das ist oftmals einfach nur goldig und schon hat man beim Lesen ein Lächeln im Gesicht. Ergänzt werden die Kapitel von einer Fotostrecke im Mittelteil des Buches. Dort kann man fast jedes Kapitel noch einmal anhand von Fotos nachvollziehen. Mein persönliches Aha-Erlebnis mit diesem Buch hatte ich, als ich das Foto von Andreas und seiner Hündin Cleo in einem Fluss sah und Andreas eine riesige Wollhandkrabbe in der Hand hielt. Ich dachte, wer weiß wo das Foto aufgenommen ist – in der Elbe kurz vor der Mündung vielleicht? Dann erkannte ich auf dem Bildhintergrund plötzlich eine sehr vertraute Silhouette: die „meiner“ Stadt Dresden. Da steht Andreas tatsächlich in der Elbe, allerdings Hunderte Kilometer vom Meer entfernt, im Hintergrund die weltberühmte Frauenkirche, und fischt riesige Krabben vom Grund. Wahnsinn! Dass es sowas hier gibt, konnte ich kaum glauben. Später, als ich beim Kapitel über die Wollhandkrabben angekommen war, las ich die Geschichte zu dem Foto und war schwer beeindruckt. Und so wird es vielleicht vielen Lesern dieses Buches gehen, wenn sie ihre Region plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen. Natürlich könnte man sagen, wenn man das Naturerlebnis wirklich hautnah haben möchte, muss man die Wanderschuhe anziehen und es Andreas gleichtun. Aber wer kann sich das im meist stressigen Berufsalltag schon erlauben? Deshalb kann ich dieses Buch nur empfehlen – eine Viertelstunde Zeit mit diesem Buch ist fast so entspannend wie ein kurzer Spaziergang im Wald. Wunderschön.

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  • Rezension zu "Durchs wilde Deutschland" von Andreas Kieling

    Durchs wilde Deutschland

    katerusmaximus

    24. July 2012 um 20:17

    Das ist das erste Buch, das ich v. A.Kieling lese und es hat mich überzeugt von ihm noch mehr wissen zu wollen. Ein leicht lesbarer Text, schön aufgeteilt in Themenkapitel. Sehr informativ mit einem Blick auch hinter die Kulissen (Wilddieb) ohne schulmeisterlich daher zu kommen. Allerdings mit einem MEGA-fauxpas. Seit Neuestem ist die Porta Nigra in Aachen(Siehe S.67 unten). Da hat einer aber garnicht aufgepasst. ;) Aber das war`s auch schon. Mir hat`s gefallen und kann es ohne wenn und aber an jeden Naturfreund weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Durchs wilde Deutschland" von Andreas Kieling

    Durchs wilde Deutschland

    WinfriedStanzick

    02. April 2012 um 09:56

    Er hat die ganze Welt bereist, ist den wilden und seltenen Tieren allen nahegekommen wie sonst kein Fotograf vor ihm. Der Journalist und Fotograf Andreas Kieling ist einer großen Zahl von Zuschauern aus seinen sehenswerten Tier- und Expeditionsfilmen aus dem Fernsehen bekannt. Er, der selbst mit 16 Jahren aus der damaligen DDR geflohen ist, hatte sich 2009 zum 20. Jahrestags des Fall der Mauer auf eine 1400 Kilometer lange Wanderung entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze in einem „deutschen Wandersommer“ gemacht. Nur begleitet von seiner Hündin Cleo, wanderte er durch unser wunderbares Land, beschrieb, und schrieb so nicht nur ein spannendes und unterhaltsames Reisebuch, sondern auch eine persönlich gefärbte Geschichte unseres ehemals geteilten Landes, die monatelang auf den Bestsellerlisten stand. Nun folgt diesem Erfolgsband ein zweiter, dem vielleicht noch größerer Erfolg beschieden ist. „Durch wilde Deutschland. Von den Alpen bis zum Wattenmeer“ ist er zusammen mit seinem Hund gewandert, hat viele interessante und außergewöhnliche Menschen getroffen und verrät dem Leser, wo er ganz in der Nähe von seinem Heimatort, sich selbst die schönste Naturparadiese wandern erschließen kann. Es ist sicher nicht nur mein lebenslanger Traum, einmal von Norden bis Süden unser Land zu durchwandern. Ich vermute deshalb, dass das Buch von vielen solchen Träumern gekauft und mit Begeisterung gelesen wird Für alle Freunde von Kieling und für alle, die gerne wandern und ihre Heimat lieben, ist das Buch für sich selbst und als Geschenk nur zu empfehlen.

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