Andreas Kieling Im Bann der Bären

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Inhaltsangabe zu „Im Bann der Bären“ von Andreas Kieling

Keine Landschaft hat Andreas Kieling so sehr herausgefordert und geprägt wie Alaska. Dort wurde er zu dem erfolgreichen Tierfilmer, der er heute ist. In seinen gut besuchten Vorträgen nimmt dieses Thema immer einen großen Raum ein. Und bevor Andreas Kieling mit seinen Deutschland-Büchern als Autor so erfolgreich wurde, kannten ihn auch hierzulande viele nur unter dem Namen »der Bärenmann«. Sein neuer großer Bildband zeigt die besten Aufnahmen aus fast 25 Jahren Alaska - vor allem natürlich seine Begegnungen mit den Grizzlybären: Kaum jemand kam ihnen so nah wie Andreas Kieling und hat sich so intensiv und über einen so langen Zeitraum mit diesen Tieren beschäftigt. Er erzählt sehr persönlich von seinen Expeditionen in die Wildnis, die er nicht nur allein, sondern auch mit seinem Sohn und sogar der ganzen Familie gewagt hat. Gemeinsam erleben sie die größten Abenteuer und entdecken die Schönheiten der Natur im hohen wilden Norden.
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  • Themen
  • ein einzigartiges Erlebnis

    Im Bann der Bären

    78sunny

    09. December 2015 um 21:08

    Ich habe schon einige Bücher von diesem Autor gelesen bzw. Filme von ihm gesehen. Ich bin wirklich ein Fan von der ganzen Art und Weise wie er dem Leser bzw. Zuschauer die Natur näher bringt. Dieses Buch ist nun aber mein absolutes Lieblingsbuch von ihm. Die Aufmachung ist grandios. Das Hardcover hat einen wunderschönen Schutzumschlag und auch das Cover des Buches ist mit dem gleiche Motiv bedruckt. Selbst die Innenseite des Buches ist mit einem grandiosen Bild bedruckt. Jede einzelne Seite hat mindestens ein Bild, meist aber mehrere oder eine Karte. Text und Bilder halten sich in etwa die Waage. Viele Bilder sind grandios und messerscharf. Dann gibt es aber auch einige Fotos, die zwar interessante Szenen abbilden, aber nicht einhundert prozentig scharf sind. Ich persönlich fand dies nicht schlimm, da ich weiß wie schwierig es ist selbst mit der richtigen Ausrüstung bei schwierigen Lichtverhältnissen Szenen in Bewegung aufzunehmen. Da schau ich mir gern eine Interessante Szene an, die ich sonst nie in meinem Leben gesehen hätte und verzichte dann auf eine brillante Schärfe. Auf den Bildern sind natürlich vor allem Tiere zu sehen. Nicht nur Bären sondern auch ganz viele andere Tiere. Mich haben besonders die Bilder der Füchse, Wölfe und Bären beeindruckt, aber auch die anderen Tiere wurde super abgebildet. Man sieht Seeotter, Karibus, Moschusochsen, Dallwidder und vieles mehr. Auch die Art und Weise bei der die Tiere abgebildet wurden, waren sehr interessant und unterschiedlich. Es gab Bilder von der Nahrungsaufnahme, von Rangkämpfen, von der Jungenaufzucht, von der Paarung und mehr. Aber neben den vielen Tierfotos gibt es auch jede Menge Bilder von Andreas Kieling wie er bestimmte Aufnahmen macht, in der Wildnis überlebt und wie er den Gefahren trotzte. Auch Andreas Kielings Familie ist auf einigen Fotos zu sehen, da er auch Touren mit seiner Frau und seinen Söhne (oder jeweils mit einzelnen davon) unternommen hat. Auch diese Aufnahmen fand ich super gelungen und interessant. Für mich macht das dieses Buch zu etwas ganz besonderem und ich möchte diese Bilder nicht missen. Ein Lesebändchen hat dieses hochwertige Buch ebenfalls. Aber Bilder machen ja ein Sachbuch nicht aus. Hier findet man aber auch jede Menge informativen Text. Ich finde, dass Andreas Kieling es so gut wie kein anderer schafft Fakten über bestimmte Tiere so natürlich und interessant herüber zu bringen. Ich habe unglaublich viel über Bären und andere Tiere Alaskas gelernt, obwohl ich auch schon viele Dokumentationen gesehen habe. Hier wird jeder noch etwas neues erfahren bzw. es auf eine ganz neue Art fast miterleben. Es ist wie Hinter die Kulissen eines Naturfilmes zu sehen. Einfach genial. Neben den reinen Informationen zu Tieren, gibt es auch ganz viele Dinge über die Landschaft, die Menschen (vor allem die Inuit) der Gegend und selbst geschichtliches ist hier teilweise zu finden. Andreas Kieling berichtet von verschiedenen Touren, die meist monatelang andauerten und immer wieder auch sehr gefährlich waren. Das hielt auch die Spannung im Buch. Außerdem unternahm er sowohl Touren ganz allein (bzw. mit Hund) , als auch mit seiner Frau oder seinem ältesten Sohn und einmal beschreibt er sogar eine Tour mit seiner ganzen Familie. Er schreibt hier sehr offen von den schönen aber auch von den sehr schwierigen Momenten, die so ein gemeinsam erlebtes Abenteuer mit sich bringt. Es gab nicht nur atemberaubend schöne Momente, sondern auch sehr gefährliche sogar lebensgefährliche Momente, die nicht nur Andreas Kieling betrafen, sondern auch seine Lieben und er berichtet wie zwiegespalten er sich dabei fühlte. Alles kam unglaublich ehrlich und offen herüber. Das Buch ist in einzelne Kapitel aufgeteilt, die jeweils eine Tour beschreiben. Am Anfang jedes Kapitels zeigt eine große Karte die Gegend, in der sich Andreas bei der Tour aufhält. Dann beschreibt er mit Text und Bildern die Erlebnisse, die er von Anfang bis Ende der Tour erlebt hat. Das betrifft, wie oben schon erwähnt, Tierbeobachtungen, persönliche Erlebnisse und auch das Treffen von verschiedenen Menschen. Ganz besonders waren die Berichte über die Inuit und die Eisbären-Stadt mit ihrem Eisbärengefängnis. Davon hatte ich vorher noch nie etwas gehört. *Fazit:* 5+ von 5 Sternen Für mich ist das Buch so ein absolutes Highlight, dass ich es gar nicht recht in Wort fassen kann. Mich haben sowohl die vielen informativen Fakten über die Tiere begeistert, als auch die ganz persönlichen Erfahrungen des Autors mit der Wildnis und den Gefahren darin. Andreas Kieling beschreibt seine Touren auf eine ganz eigene, sehr offene und persönliche Art. Für mich war dieses Buch mein Jahres-Highlight und in Sachen Natur-Sachbuch mein absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten!

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  • "Wir haben verlernt, uns in der Wildnis sicher zu fühlen und in ihr zu bestehen."

    Im Bann der Bären

    R_Manthey

    16. November 2015 um 10:25

    Wenn man das Vorwort zu diesem wunderbaren Buch gelesen hat, dann weiß man bereits, dass die Bilder in ihm nicht die ganze Wahrheit erzählen. Dazu sind sie einfach zu schön. Im Vorwort berichtet Andreas Kieling von mehreren Nahtoderfahrungen, von Einamkeit und Entbehrungen, von Ängsten und Gefahren, die er überlebte. Natürlich gibt es für solche Situationen keine Bilder. Da hat man andere Probleme. Aber vergessen sollte man als Betrachter und Leser nicht, was sich hinter den Reiseberichten und Bildern von Kielings Expeditionen an Schwierigkeiten und Gefahren versteckt. Und natürlich kann man das alles nur durchstehen und genießen, wenn man über einen starken Willen und eine enorme Widerstandskraft verfügt. Kieling war schon immer von Alaska fasziniert. Und nachdem er dieses menschenleere Gebiet das erste Mal betreten hatte, konnte er dem Verlangen, immer wieder dorthin zu reisen nicht mehr widerstehen. Dieses Buch besteht aus zahlreichen kurzen Reiseberichten und noch mehr Bildern. Das verwundert nicht, weil es schließlich die Fotografien (und Filme) waren, für die Kieling all die Strapazen auf sich genommen hat. Aus Indianerbüchern kennt man den Grizzly als ein furchterregendes Tier. Begegnungen mit diesem Bären endeten nicht selten mit Kampf und Tod. Doch in diesem Bildband sieht man Kieling in aller Ruhe fotografieren, obwohl Grizzly-Mütter mit ihren Kindern in unmittelbarer Nähe lagern. Kieling erzählt sogar, dass eine Bärin ihr Junges gewissermaßen bei ihm ablieferte, um in Ruhe fischen gehen zu können, weil sie sicher war, dass auf Krawall gebürstete Männchen Kieling meiden und damit ihren Nachwuchs in Ruhe lassen würden. Ein solches Verhalten steht in völligem Widerspruch zu anderen Berichten. Das mag vielleicht daran liegen, dass diese Tiere noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben und Kieling so weder als Bedrohung noch als Konkurrenz empfanden. Neben seinen Reisen zu den Bären unternahm Kieling noch viele andere Expeditionen. Zweimal war er mit seiner Frau und später auch mit der ganzen Familie auf dem Yukon unterwegs. Er durchstreifte die kanandische Tundra, war auf dem höchsten Berg Alaskas und an der Nordostküste Kanadas. Man kann seine Expeditionen bewundern, aber auch darüber rätseln, warum ihn sein Schutzengel noch nicht einmal im Stich gelassen hat. Denn in vielen seiner Berichte klingt an, wie oft er auf dem schmalen Grat zwischen Risikobereitschaft und Dummheit kurzzeitig auf die falsche Seite geriet, um sich (oder seinen älteren Sohn) gerade noch retten zu können. Kieling ist selbstverständlich nicht jemand, der im Großen unüberlegt handelt. Gefahr entsteht bei ihm immer aus einem Moment, in dem er das Risiko noch ein klein wenig erhöht, um vielleicht noch schönere Bilder zu bekommen, oder aus Situationen, die (für ihn) nicht vorhersehbar sind, aber zu falschen Augenblicksentscheidungen führen. Man kann ihm nur wünschen, dass sein Glück halten möge. Für den Leser und Betrachter entstehen dagegen aus Kielings Abenteuern tolle Bücher und Filme über Landschaften und Tiere, die man so selbst nie sehen wird, weil sie sich nur Menschen mit seltenen Talenten erschließen, zu denen Kieling zweifellos gehört.

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  • Persönlicher Reisebericht-Bildband von Kielings gesammelten Alaska-Erfahrunge

    Im Bann der Bären

    ForeverAngel

    13. October 2015 um 21:15

    Andreas Kieling gilt als Deutschland bekanntester Tierfilmer. Was ihn in  seinem Leben und Beruf am meisten geprägt haben, sind die Natur und Wildnis Alaskas. In dem Bildband Im Bann der Bären finden sich seine gsammmelten Eindrücke, die er in all den Jahren und auf der Suche nach Grizzlys gesammelt und fotografiert bzw. gefilmt hat. Es ist eine Art Best-Of, in dem sich die eindrucksvollsten Fotos und spannendsten seiner Reisegeschichten wiederfinden, denn es ist bei Weitem nicht das erste Buch von Kieling über seine Abenteuer in Alaska. Die Kapitel sind nach Regionen Alaskas unterteilt: Yukon River Denali-Nationalpark, Glacier Bay, Hudson Bay (Kanada), Aleute, Brooks Range und North Slope. Zunächst gibt es jedoch ein Vorwort, in dem Kieling anschaulich erklärt, was ihn an Alaska fasziniert, warum er die raue Wildnis des Landes so liebt. Welchen Gefahren er getrotzt hat und was seiner Meinung nach die schlimmsten Erlebnisse waren. Neben Fotos findet sich auch immer wieder Kartenmaterial in den Kapiteln wieder, um einen guten Überblick zu bekommen, wo Kieling sich aufhielt, bzw. wo etwa der Yukon River entlang fließt. Bei den Fotos bin ich etwas zwiegespalten. Es sind viele eindrucksvolle und atemberaubende Motive dabei. Andere sind eher privater Natur, etwa Schnappschüsse, die das Leben im Zelt zeigen. Was ich bei den Fotos von den Wildtieren schade finde, ist die schlechte Qualität bei ganzseitigen Aufnahmen. Die Bilder sind oftmals extrem pixelig, es mangelt ihnen an Schärfe. Manche sind einfach unscharf oder verwackelt. Oder sie sind körnig, als hätte man einen viel zu hohen ISO gewählt. So gern ich großformatige Aufnahmen mag, die eine oder vielleicht sogar eine Doppelseite füllen, hier verlieren die Bilder durch die Vergrößerung unglaublich viel. Manche Fotos sind so pixelig/körnig, dass sie auf mich eher wie Handyaufnahmen wirken. Positiv dagegen ist, dass alle Bilder beschriftet sind und man in einem Satz erfährt, was genau darauf zu sehen ist oder was hinter dem Bild steckt.  Im ersten Kapitel finden sich erstaunlich wenig Tierfotos, sondern eher Schnappschüsse von Kieling selbst, der gerade eine Tätigkeit ausübt, oder von seinem Hund Kim. Oder von Einwohnern Alaskas bei der Arbeit. Alles sehr interessant, aber für mich stimmt das Verhältnis nicht ganz. Natürlich ist es eindrucksvoll zu sehen, wie nah Kieling für die Aufnahmen an die Tiere herangekommen ist, aber für meinen Geschmack sieht man Kieling selbst zu oft auf den Fotos und richtig schöne Tieraufnahmen gibt es zu wenig.  Die Geschichten sind interessant und persönlich, ebenso die Tipps für Leute, die sich von seinen Outdoor-Erlebnissen inspirieren lassen. Es ist faszinierend zu lesen, wie er über die Wildnis Alaskas und seine Erfahrungen spricht, über das, was er alles erlebt hat. Aber die Auswahl der Fotos sowie die Qualität der Fotos haben mich doch enttäuscht. Ich hätte mir weniger Fotos vo Kieling selbst, dafür mehr Wildtieaufnahmen gewünscht und bei den eindrucksvollen Motiven eine bessere Qualität der meist sehr körnigen oder verschwommenen Fotos. Richtig knackig scharf ist keines der ganzseitigen Bilder. 

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  • Hohe Qualität in Text und Bild

    Im Bann der Bären

    michael_lehmann-pape

    08. October 2015 um 15:23

    Hohe Qualität in Text und Bild „Nah heran zu kommen“, das ist die Spezialität des Andreas Kieling, des „Waldläufers“ unter den Fotojournalisten in Deutschland, wie er auch in diesem neuen Bildband an verschiedenen Stellen eindrucksvoll unter Beweis stellt (wie u.a. auf dem Foto in der Mitte des Buches sehr klar und deutlich zu erkennen ist, welche Vertrautheit Kieling mit den Bären vor Ort im Lauf der Zeit hergestellt hat). Und flüssig davon zu berichten, auch diese Seite des Abenteurers lässt sich, anders als an so manchen anderen Bildbänden, im Buch ausführlich nachlesen. In der „Ich-Form“ erzählt, lässt Kieling den Leser so auch als Geschichtenerzähler nah an seine erlebnisse, seine Reise, seinen Aufenthalt in Alaska teilnehmen, Braunbären, Eisbären, Bären in jedweder Situation, dazu wunderbare Panoramaaufnahmen von der Weite der Natur und der Einsamkeit des Menschen, der sich alleine in diesen Wieten aufhält. Spiegelglatte und klare Seen, breite Flüsse in winterlichen und sommerlichen Jahreszeiten, immer bereit für einen „Seitenblick“ auf die Flora und Fauna Alaskas und den ein oder die andere der menschlichen Bewohner bis hin zu jener überaus intimen Nahaufnahme des Säugens der Bärenmutter und den ebenfalls gelungenen Familienaufnahmen „auf dem großen Fluss“, Kieling bietet eine abwechslungsreiche Darstellung mit gewohnt hoher Qualität bei den fotografischen Aufnahmen. So kommen letztendlich die „Hauptdarsteller“, die Bären vom Eisbär bis zum Grizzly in keiner Weise zu kurz und werden in guter Weise ergänzt aus vielfachen Darstellungen der intensiven Zeiten, die Kieling in Alaska in den letzten 25 Jahren verbracht hat. Insofern stellt dieser Bildband auch ein persönliches Erinnerungsalbum des Autor da, der von verschiedenen Reisen aus den letzten Jahrzehnten Zeugnis ablegt und die Vielfalt dieser einmaligen Natur Alaskas für den Betrachter eindrucksvoll illustriert. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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