Andreas Knipping

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

Neue Bücher

Speers Kriegslokomotiven

Erscheint am 01.01.2019 als Hardcover bei EK-Vlg.

Alle Bücher von Andreas Knipping

Sortieren:
Buchformat:
Österreich - die Eisenbahngeschichte

Österreich - die Eisenbahngeschichte

 (2)
Erschienen am 15.10.2011
Eisenbahn von oben im Wirtschaftswunderland

Eisenbahn von oben im Wirtschaftswunderland

 (1)
Erschienen am 04.05.2016
Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg

Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg

 (0)
Erschienen am 19.09.2018
Deutsche Reichsbahn 1939-1945

Deutsche Reichsbahn 1939-1945

 (0)
Erschienen am 28.04.2015
Speers Kriegslokomotiven

Speers Kriegslokomotiven

 (0)
Erschienen am 01.01.2019
Die Deutsche Reichsbahn 1939-1945

Die Deutsche Reichsbahn 1939-1945

 (0)
Erschienen am 31.08.2006
Atlas der deutschen Eisenbahn-Geschichte

Atlas der deutschen Eisenbahn-Geschichte

 (0)
Erschienen am 30.07.2010

Neue Rezensionen zu Andreas Knipping

Neu
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Österreich - die Eisenbahngeschichte" von Andreas Knipping

mit teilweise bislang unveröffentlichten Fotos ....
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Hier haben wir es mit einem Album der Ingenieurskunst zu tun. Nicht nur die Streckenführung, z.b. über den Semmering durch Carl Ritter von Ghega sondern auch der Lokomotiven- und Waggonbau sind ingenieurtechnische Meisterleistungen.

Das Buch gibt einen chronologischen Abriss der Eisenbahngeschichte Österreichs, das damals noch Kaisertum Österreich war und gewaltige Ausmaße hatte.

Es gliedert sich in zehn Abschnitte, beginnend mit der Vision des Franz Xaver Riepl, Professor am Polytechnikum in Wien (heute TU Wien) von 1829. Doch beim damaligen Herrscher Franz II./I. fand er kein Gehör.
Erst dessen, als einfältig verschriener, Nachfolger Ferdinand erließ 1836 das Dekret zum Eisenbahnbau. Ganz so weltfremd, scheint Ferdinand also doch nicht gewesen zu sein.
Je nachdem wie leer der Staatssäckel war, wurden die Eisenbahnen privat oder staatlich finanziert. Die chronische Geldnot des Staates spielt bis in die Gegenwart eine Rolle.

Ihre Hochblüte erlebt der Eisenbahnbau in den Regierungsjahren von Kaiser Franz Josef (1848-1916).
Damals entstanden auch zahlreichen Landes(Neben)Bahnen wie z.B. die Wiener Lokalbahnen, die Wiener Stadtbahn (Vorläufer der Wiener U-Bahn) oder Nebenbahnen in Niederösterreich. 

Eine gigantische Ingenieurleistung stellte die Semmeringbahnstrecke dar, die von Carl Ritter von Ghega geplant und gebaut wurde.. 
Heute ist sie Weltkulturerbe und noch immer unabdingbarer Streckenabschnitt in den Süden. Auch wenn seit Jahren an einem Tunnel durch den Semmering geplant, beeinsprucht und gebaut wird. Ohne den Einsatz von Tunnelvortriebsmaschinen, ohne nennenswerte sonstigen maschinellen Hilfen, nur durch den oft eisernen Willen der Betreiber wurde mit Muskelkraft abertausender Arbeiter dieses gewaltige Bauwerk in die Landschaft gestellt.

Doch nicht nur bei der Streckenführung und dem Streckenbau leisteten die Ingenieur, die aus allen Teilen der Monarchie kamen, gewaltiges. Lokomotiven und Waggons wurden entwickelt. Ja, es gab schon die ersten Diesel oder Benzin betriebenen Fahrzeuge. Nachdem im polnischen Teil der Monarchie Ölvorkommen entdeckt wurden, baute man 1901 eine Lok mit Verbrennungsmotor. Dieses Unikat blieb 12 Jahre im Einsatz.

Während des Ersten Weltkriegs entwickelten Ingenieure rund um Ferdinand Porsche Feldbahnen, deren Lokomotiven mit einem (von Benzin betriebenen) Gleichstrommotor ausgestattet waren.

Nach dem Zerfall der Monarchie 1918 musste das nunmehr kleine Österreich, das nun von den Steinkohlevorkommen abgeschnitten war, seine Eisenbahnlinien auf neue Beine stellen. 
Der ehemalige Provinzbahnhof Brenner/Brennero wurde ein stark frequentierter Grenzbahnhof. Außerdem änderten die italienischen Staatsbahnen von Wechsel- auf Gleichstrom, was den internationalen Zugsverkehr stark beeinträchtige.

Mit der Machtübernahme Hitlers 1938 wurde Österreich Teil des Deutschen Reichs und damit Teil der Reichsbahn.
Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Wiederaufbau noch unter der Aufsicht der Besatzungsmächte begonnen. Die „Österreichische Bundesbahnen“ wurden gebildet. Sowohl die Strecken als auch das rollende Material waren durch den Krieg stark zerstört, konnten bis 1959 wiederhergestellt werden.

In den Jahren darauf entschloss sich die Bundesregierung die Strecken auszubauen, zu elektrifizieren und schnelle Nahverkehrsverbindungen (S-Bahn) zu schaffen.

Der Bahnausbau geht auch heute noch weiter. Manche bislang eingleisige Strecke wird zweigleisig. Die Bahnhofsoffensive, die die teils veralteten Bahnhöfe um- oder neu baute ist noch nicht abgeschlossen. Neues Aushängeschild ist hier der Wiener Hauptbahnhof, der an der Stelle des ehemaligen Süd- bzw. Ostbahnhof errichtet wurde.

Das Buch enthält neben der interessanten Darstellung der Eisenbahngeschichte eine Vielzahl von alten Fotos, Ansichtskarten, Streckenplänen und Landkarten.

Die Texte erzählen die Geschichte der Eisenbahn und geben einen tollen Überblick über die großartigen Leistungen. Manchmal verlieren sich die Autoren in klitzekleinen Details, die ausschließlich für Eisenbahnfreaks von Interesse sind.

Fazit:

Ein tolles Buch zur Österreichs Eisenbahngeschichte.

Kommentare: 4
19
Teilen
derMichis avatar

Rezension zu "Eisenbahn von oben im Wirtschaftswunderland" von Andreas Knipping

DIe Zeit vergeht im Flug
derMichivor 2 Jahren

Verfechter zeitgenössischer Fototechnik lassen sich gerne über die Qualitätsunterschiede im Vergleich zum "analogen Zeitalter" aus. Dieses Buch beweist in erster Linie, was man schon in den fünfziger Jahren mit entsprechender Ausrüstung alles umsetzen konnte. Die Mehrheit der ausschließlich schwarzweißen Aufnahmen ist so detailreich wie man es sich von Luftbildern wünscht, Kontrast und Licht stets ausgewogen, die wichtigsten Inhalte klar erkennbar. Natürlich kommt man stellenweise um eine gewisse Grobkörnigkeit nicht herum, aber gerade das macht einen Teil des Reizes der stilvoll zusammengetragenen Fotografien aus.

Wo immer es möglich war, geht Knipping auf gleisbauliche Besonderheiten ein, beschreibt die jüngere Geschichte der abgebildeten Orte oder identifiziert Fahrzeugtypen. Lok- oder Wagennummern sucht man vergeblich, denn trotz aller Liebe zum Detail lässt sich davon nichts erkennen. Macht aber nichts, die einzigartigen Perspektiven ermöglichen eine spannende Zeitreise, die im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug vergeht. Die Begleittexte sind stets mehr als bessere Bildunterschriften, weshalb sich dieser überaus gelungene Bildband auch zum Lesen eignet.

Seitenzahl: 192
Format: 26,8 x 28,9 cm
Verlag: GeraMond

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 4 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks