Andreas Kolb Der gute Mensch von Düsteroda

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Inhaltsangabe zu „Der gute Mensch von Düsteroda“ von Andreas Kolb

Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt.§Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle?

Ein Pfarrer, der es faustdick hinter den Ohren hat.

— ChattysBuecherblog

Schwarzer Humor vom Feinsten, gepaart mit einer wilden Kriminalgeschichte.

— Ikopiko

Schwarzer Humor von der ersten bis zur letzten Seite!

— mabuerele

Eine skurriler Krimi - lesenswert, aber man hätte einiges mehr aus der Geschichte rausholen können.

— Ambermoon

Eine ganz andere Art von Krimi, der den Leser ganz schon ins Wanken bringt!

— vanessabln

Ein krimineller Pfarrer - das ist mal was anderes. Leider war der Schreibstil nicht so ganz mein Fall.

— Isador

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Viel Spaß bei diesem bösen, ironisch-sarkastischen Krimi !!!

    Der gute Mensch von Düsteroda

    numinala

    30. August 2015 um 08:55

    Düsteroda - ein beschaulicher Ort in Thüringen. Die Grillen zirpen, die Vögel zwitschern und doch tun sich beim näheren Hinsehen Abgründe auf. Zum Beispiel Günter Blech, ein verheirateter gutsituierter Geschäftsmann, und auf den ersten Blick scheint alles perfekt zu sein. Und doch ist er ein regelmäßiger Besucher des Freudenhauses in Eisenach und was noch vielschlimmer ist: er hat vor ein großes Grundstück in Altdüsteroda zu verkaufen und das an einen Fremden! Es gibt Dinge, die können weder Pfarrer Samuel Pistorius noch der Ausschuss für Kirchendekoration durchgehen lassen und dieses Fehlverhalten gehört definitiv dazu. Solch ein Desaster wird mit dem Jagdgewehr geklärt und zwar endgültig - zum Wohl von Düsteroda. Nur leider geht dieses Mal eine Kleinigkeit schief und die Polizei - in Gestalt des Weicheis Brückner - tritt auf den Plan. Und dann tauchen auch noch ein paar ehemalige... 'Bekannte' von Pistorius auf. Bekommt der Herr Pfarrer die Situation in den Griff oder geht nun alles den Bach runter? .... Fazit Ganz ehrlich? Nach den ersten zwei Sätzen musste ich noch mal die Beschreibung des Buches durchlesen. Ging es nicht hier um einen Pfarrer aus Thüringen und sein kleines Dörfchen? "Nimmt also am Sonntag wieder so eine beschissene Trauergesellschaft vor mir Platz. Unsicher, weinend, aber mit einem stolzen Blick in der Fresse, als gehörte ihnen die Kirche in einer besonderen Weise, bloß weil der Name ihres frisch verstorbenen Onkels am Ende vorgelesen wurde." Okaaaaay, da hatte ich jetzt doch etwas anderes erwartet, aber warum nicht? Einfach mal weiter lesen und überraschen lassen! Gut, das ich das gemacht hab, denn was habe ich zwischendurch gelacht. Die Ausdrucksweise ist vielleicht an einigen Stellen sehr...unorthodox, aber selbst sie passt herrlich ins Bild des Pfarrers mit einer... speziellen Vergangenheit und einer außerordentlichen Aufgabe. Dazu der Polizist, der bisher nicht gläubig war, und schon hat man ein ausgefallenes ... Team, dass versucht die... bestehende Situation auf ihre... Art zu ... lösen. Ich bin nicht bibelfest und eventuell sollten bitterernst-Gläubige einen Bogen um dieses Buch machen, aber für alle anderen: viel Spaß bei diesem bösen, ironisch-sarkastischen Krimi!!! Viele Grüße von der Numi 

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  • Leserunde zu "Der gute Mensch von Düsteroda"

    Der gute Mensch von Düsteroda

    katja78

    "Verdammt, ich wandere nicht durch ein finsteres Tal, ich wohne in einem" Zusammen mit dem Sutton Verlag stelle ich euch den neuen Regional Krimi aus Thürhingen von Andreas Kolb vor. Wir laden euch ein, das Buch "Der gute Mensch von Düsteroda" in einer gemeinsamen Leserunde kennenzulernen. Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen – selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt. Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle? Leseprobe Mehr unter: http://duesteroda.jimdo.com Zum Autor Andreas Kolb, geboren 1979, ist selbst Pfarrer im Thüringer Wald. Er kennt und schätzt die Bewohner dieses Landstrichs und weiß aus eigener langjähriger Erfahrung um die Sorgen und Nöte einer Kirchengemeinde. Ein Mord ist ihm gottlob noch nicht untergekommen, den musste er erfinden. Das Pseudonym Andreas Kolb erinnert an den in Reinhardsbrunn hingerichteten Wiedertäufer des 16. Jahrhunderts. Wir suchen für diese Leserunde bis zu 15 Leser, die das Buch gerne gemeinsam in einer Leserunde lesen & anschließend rezensieren möchten. Blogger dürfen sich gerne mit ihrer Blog-Url bewerben. Bewerbungsfrage: Welchen Eindruck habt ihr vom Buchcover? *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezensionen in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt.

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    • 147
  • Ein Pfarrer, der es faustdick hinter den Ohren hat

    Der gute Mensch von Düsteroda

    ChattysBuecherblog

    25. August 2015 um 20:01

    " Willst du einen Menschen verführen, dann finde seine Sehnsüchte." (s. Seite 43) Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich den Titel des Buches etwas seltsam fand und mich auch misstrauisch an den Krimi gemacht habe. Völlig unbegründet, wie ich nun weiß. Humorvoll, pointiert, ohne Umschweife lässt der Autor einen ganz neuen Täter entstehen. Nämlich - den Pfarrer.  Wer nun denkt, dass ein Pfarrer aufgrund seiner Gelübde doch keiner Fliege etwas zu Leid tun könnte, irrt gewaltig. Der Pfarrer hat es nämlich faustdick hinter den Ohren. Durch die Wortwahl und den Schreibstil hat es der Autor im Nu geschafft, mich für diesen Krimi zu begeistern. Die Beschreibung des Dörfchen Düsteroda ist völlig ausreichend dargestellt, so dass ich mir die Örtlichkeiten gut vorstellen konnte.  Der Protagonist und die Nebenfiguren sind sehr detailliert beschrieben, so dass ich die Gedankengänge gut nachvollziehen konnte. Interessant fand ich die These: Wenn in einer Leichenrede vom Walde und vom Garten die Rede ist, dann stimmt meistens irgendwas nicht in der Familie. Einen Wehmutstropfen hatte das Buch trotzdem für mich. Na ja, vielmehr habe ich mir am Ende jedes Kapitels die Frage gestellt, wieso immer eine leere Seite eingebaut wurde. Kapitelende - leere Seite - neues Kapitel. Wollte man hier die Story etwas strecken um so eine höhere Seitenzahl vorzutäuschen? Fazit: Wer auf witzige, kriminelle Protagonisten steht, wird an diesem Buch absolut Gefallen finden. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.  

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  • Der gute Mensch von Düsteroda

    Der gute Mensch von Düsteroda

    nataliea

    31. May 2015 um 16:42

    "Der gute Mensch von Düsteroda" ist ein Krimi über einen ganz besonderen Pfarrer, der nicht nur mit dem Vater unser überzeugt. Zum Inhalt: Pfarrer Samuel Pistorius ist immer für seine Schäfchen da und sorgt für Recht und Ordnung. Als der Geschäftsmann Blech aus dem Weg geräumt werden soll, geht der Plan schief. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Kommissar Brückner übernimmt die Ermittlungen und quartiert sich bei dem Pfarrer ein... Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, da dieser sehr flüssig und leicht verständlich ist. Und auch die Charaktere haben gut in die Geschichte gepasst. Der Pfarrer ist eine Mischung aus Gut und Böse und passt wohl so gar nicht in die Beschreibung eines Pfarrers. Er flucht, hat eine derbe Wortwahl und äußert Kritik über Politik und Gesellschaft. Und auch die Rückblenden Pistorius veranschaulichen diesen noch besser. Man lernt ihn besser kennen und erfährt, wie er zu dem geworden ist, was er jetzt ist. Nur ein anderes Ende hätte ich mir gewünscht. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Ein lesenswertes Buch aus einer Mischung von Krimi und satirischem Humor.

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  • Rezension zu "Der gute Mensch von Düsteroda"

    Der gute Mensch von Düsteroda

    dorli

    27. May 2015 um 11:31

    Düsteroda. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich hingebungsvoll um seine Gemeinde. Gelenkt von einem Ausschuss sorgt er unbürokratisch für Recht und Ordnung. Als der Auftrag, den Geschäftsmann Günther Blech aus dem Weg zu räumen, nicht nach Plan verläuft, erscheint plötzlich Kommissar Brückner auf der Bildfläche und quartiert sich ausgerechnet beim Pfarrer ein… Andreas Kolb hat sich als Handlungsort für seinen Krimi das fiktive Düsteroda ausgesucht, ein idyllisches Fleckchen im Thüringer Wald, herrlich gelegen in beeindruckender Natur. Doch diese Beschaulichkeit ist trügerisch, denn hier wird gemordet, und das nicht zu knapp. Ein Ausschuss, bestehend aus Mitgliedern alteingesessener Sippen, wacht über die Angelegenheiten des Dorfes und sorgt mit dem Pfarrer als Handlanger für geregelte Abläufe. Andreas Kolb hat seine Hauptfigur mit einer sehr derben Sprache ausgestattet – aber gerade die für einen Geistlichen oft ungewöhnliche Wortwahl passt zum Verhalten und Handeln von Samuel Pistorius wie die Faust aufs Auge. Pistorius ist ein Pfarrer, der flucht und über Gott und die Welt lästert. Der mit Gewalt tut, was getan werden muss, der mehr als eine Leiche im Keller hat und seine Predigten aus dem Internet herunterlädt. An Pistorius’ Seite: Kommissar Gernot Brückner. Um unbemerkt von den Dörflern ermitteln zu können, wird der Mann vom LKA als „Bruder Brückner“ in die Gemeinde eingeführt. Der Kommissar entwickelt sich dann im Verlauf der Handlung ganz anders, als ich es anfangs vermutet habe. In mehreren Rückblenden erzählt Pistorius aus seiner ereignisreichen Vergangenheit. Dabei erhält man nicht nur Einblicke in seinen persönlichen Werdegang, sondern erfährt auch nach und nach, wie es zu der derzeitigen, recht turbulenten Situation in Düsteroda kommen konnte. „Der gute Mensch von Düsteroda“ kommt mit einer großen Portion Kritik an Politik und Gesellschaft daher - eine gelungene Mischung aus schwarzem Humor, Satire und Krimi, die mich sehr gut unterhalten hat.

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  • Der gute Mensch von Düsteroda

    Der gute Mensch von Düsteroda

    Ikopiko

    27. May 2015 um 07:19

    Düsteroda ist ein kleines, beschauliches, thüringer Dörflein. Hier ist die Welt noch in Ordnung - könnte man meinen. Der Schein trügt. Will doch gleich auf den ersten Seiten der Dorfpfarrer einen Geschäftsmann umbringen. Das klappt nicht so wie geplant und zieht einen langen Rattenschwanz nach sich. Der geplante Mord, der letztlich zu einem Unfalltod wurde, ruft Kommissar Brückner auf den Plan. Und ausgerechnet bei Pfarrer Pistorius will er seine Zelte aufschlagen. Es beginnt eine "wilder Morderei" durch verschiedene Gangster und verschiedene Auftraggeber, sodass man fast den Überblick verlieren kann. Doch der liebe Gott scheint tatsächlich seine schützende Hand über den guten Menschen von Düsteroda zu halten. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass der Autor des Buches mit so viel schwarzem Humor ein Pfarrer ist. Vermutlich sind es Vorurteile. Die Pfarrer hier schreiben allenfalls eine Dorfchronik ;-) Andreas Kolb nimmt kein Blatt vor den Mund. Zwischen Kraftausdrücken und Morden stehen Bibelzitate. Der Pfarrer amüsiert sich im Puff, wenn er nicht gerade ein schwarzes Schaf seiner Herde um die Ecke bringt. Dieser Humor trifft mitten in mein Komikzentrum. Ich habe oft herzhaft lachen müssen. Und konnte mir das Dorf, insbesondere Tante Betty, bildhaft vorstellen. Ich vergebe volle Punktzahl und hoffe auf weitere Bücher von Andreas Kolb.

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  • Der gute Mensch von Düsteroda

    Der gute Mensch von Düsteroda

    Manu2106

    14. May 2015 um 10:03

    Ein Pfarrer, der kein gewöhnlicher Pfarrer ist, ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht, und ein Kommissar der mich doch sehr schockierte... Alles verpackt in einer recht humorvollen Geschichte, in der viel Blut fließt... Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen – selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt. Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle? Erzählen tut uns Samuel Pistorius seine Sicht über die jüngsten Vorfälle in Düsteroda, er berichtet uns nicht nur von den jüngsten Vorfällen, auch von seiner Vergangenheit erfahren wir einiges, denn diese holt ihn nun auch mit ein. Einen richtigen Draht habe ich zu ihm leider nicht aufbauen können, habe seine Geschichte aber gerne und mit Spannung gelesen, denn langweilig wird's in seiner Geschichte definitiv nicht. Wie Kommissar Brückner sich bei dem Pfarrer einnistet macht dieser eine Wandlung durch, die ich wiederrum bei Pistorius vermisst habe, der hat sich im Gegensatz zu Brückner im Laufe der Geschichte leider nicht Weiterentwickelt. Von Anfang an ist bekannt, das Pistorius den Blech umgebracht hat, trotzdem schadet dies der Geschichte nicht, denn das warum klärt sich erst im Laufe der Geschichte... Für Spannung und Fragezeichen sorgen auch die aktuellen Vorfälle, die sich im Laufe der Geschichte aufklären... Das Ende der Geschichte hat mich überrascht, leider nicht positiv, ich hätte mir irgendwo doch ein anderes Ende gewünscht, dieses war einfach viel zu glatt... Die Beschreibungen sind gelungen, man konnte sich die Protagonisten und Schauplätze gut vorstellen. Der Schreib- und Erzählstil hat mir gefallen, locker und humovoll lässt der Autor Pistorius seine Geschichte erzählen, diese lässt sich flüssig lesen, das Kopfkino kann man auch anschalten und laufen lassen. Die 194 Seiten wurden in 24 unterschiedlich lange Kapitel unterteilt. Mich hat "Der gute Mensch von Düsteroda" ein paar spannende und recht witzige Lesestunden beschert.

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  • Außergewöhnlicher Krimi

    Der gute Mensch von Düsteroda

    Simi159

    Der gute Mensch von Düsteroda ist Pfarrer, ein ganz besonderer, der sich rührend um seine Schäfchen kümmert und gleichzeitig statt Bibelsprüchen und "Vater Unser" auch mal Pistolenkugeln sprechen läßt. Das sind seine Mittel, um als Gottes Gehilfe, die Gerechtigkeit siegen zu lassen. Damit nicht genug, auch andere Gebote bricht Pfarrer Pistorius, er trinkt, dealt und flucht. Und so ist Pistorius selbst in die Schusslinie dunkler Gestalten geraten, die noch eine Rechnung mit ihm offen haben. Als Günter Blech, ein weiteres Opfer des Pfarrers, ermordet aufgefunden wird und die Polizei einen Zusammenhang mit einer lebensgefährlich verletzten Prostituierten herstellt, rückt ein Ermittler in Düsteroda an. Als Gehilfe des Pfarrers tarnt sich der Kripobeamte Brückner und wird so mehr in mörderische Geschehnisse hinein gezogen als er ahnt.... Fazit: Dies ist ein außergewöhnlicher kleiner Krimi. Oder besser diese Geschichte hat sich als Krimi getarnt. Genügend Tote gibt es ja. Der Autor, Andreas Kolb, hat mit Pfarrer Pistorius eine faszinierende Person erschaffen, die Engel und Teufel zu gleich ist, uns an all seinen aktuellen Taten teilhaben läßt und uns in eine verrückte Geschichte hineinzieht. Die Figuren, nicht nur der Pfarrer, sind sehr gut beschrieben und wirken authentisch. Allen verpasst Kolb eine sehr direkte, saloppe Sprachen. Alles auf den Punkt, die einen erst Lachen und dann erschrecken läßt, denn komisch mag es auf den ersten Blick sein, doch die Ironie folgt auf den Fuß. Mir hat es gefallen, da es so anders ist, als die herkömmliche 0815 Krimikost. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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    • 2

    esposa1969

    12. May 2015 um 03:19
  • Unterhaltsam aber zu übertrieben

    Der gute Mensch von Düsteroda

    Sabrinaslesetraeume

    11. May 2015 um 20:57

    Düsteroda. Ein kleiner beschaulicher Ort in Thürigen. Samuel Pistorius verrichtet dort seinen Dienst als Pfarrer, auch wenn er dabei ganz eigene Ansichten von Zucht und Ordnung hat und eher auf alttestamentarische Mittel zurückgreift. Doch als er einmal wieder Herr über Leben und Tod spielt, diesmal bei Günther Blech. kommt eine Lawine ins Rollen, welche ihm nicht nur einen Polizisten als Untermieter direkt ins Haus trägt, sondern auch zu einer riesigen Welle aus Gewalt und Tod eskaliert. Kann das alles noch gut für Pfarrer und Ort ausgehen oder haben sie sich diesmal zu weit verstrickt? Das Cover zeigt das Dach einer Kirche unter Bäumen gelegen. Es symbolisiert damit sehr gut Düsterodas abgeschiedene Lage irgendwo im Thüringer Wald. Der Titel hingegen ist eindeutig zweideutig. Der Gute Mensch ist durchaus ein Sinnbild für einen Pfarrer und Seelsorger, doch in diesem Fall ist er mit einer gehörigen Brise Ironie zu verstehen. Ironie und schwarzer Humor ist aber ohnehin eine Sache, welche sich durch das Buch zieht und wenn man dafür nichts übrig hat, sollte man sich dieses Buch auf jeden Fall nicht zu Gemüte führen. Der Protagonist Samuel Pistorius ist kein Pfarrer wie ihm ihn üblicherweise kennt. Seine Ansichten gleichen eher dem Motto “Auge um Auge, Zahn um Zahn” als den Predigten von Vergebung durch Jesus. Seine Vergangenheit ist nicht weniger zweifelhaft als seine Gegenwart und irgendwie konnte ich mit ihm einfach nicht warm werden. Mein persönliches Resümee zu diesem Charakter war ziemlich schnell, dass er besser in die Russenmafia als in die Kirche passen würde. An dieser Einschätzung hat sich bis zum Ende wenig geändert. Irgendwann hat er dann noch Kommissar Brückner an die Seite gestellt bekommen. Dieser ist auch kein Musterbeispiel eines Polizisten, sondern eher ein Feigling und Faulpelz. Seine Moralvorstellungen sind leider ebenso zweifelhaft wie die des Pfarrers, aber zumindest macht er im Lauf der Geschichte ein paar Entwicklungen durch, was beim Pfarrer leider fehlt. Die Geschichte an sich war durch eine Menge schwarzen Humor und Witze auf Kosten der Kirche und der Polizei, aber auch anderer Institutionen geprägt. Leider war es mir persönlich einfach zu übertrieben, denn mich hat es zweitweise wirklich eher an ein Schlachtfest erinnert als an einen Krimi. Es wurden einfach zuviel Klischees mitgenommen und verarbeitet, so dass man am Ende einfach ein viel zu überspitzte und überreizte Szenerie hatte, der irgendwann einfach die Glaubwürdigkeit fehlte. Dennoch war natürlich ein gewisser Unterhaltungsfaktor gegeben, so dass einem garantiert nicht langweilig wurde. Auch der Stil war angenehm zu lesen und so locker geschrieben, dass man gut durch das Buch kam. Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch unterhalten hat, aber es hat mich irgendwie nicht wirklich abgeholt. Durch die ganzen Übertreibungen war es mir am Ende dann wirklich zuviel und so kann ich dann leider auch nur 3 von 5 Punkten geben.

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  • Kein beschauliches Dorfleben

    Der gute Mensch von Düsteroda

    mabuerele

    09. May 2015 um 20:31

    „...Ich bin sicher, dass auch Pfarrer Leichen im Keller haben...“ Düsteroda ist ein kleines Dorf in Thüringen. Dort entscheidet ein Ausschuss, wann ein Dorfbewohner nicht mehr tragbar ist. Pfarrer Pistorius wird dann mit der Ausführung der Tat beauftragt. Günther Blech soll in Art eines Jagdunfalls vom Leben zum Tod befördert werden. Nicht nur, dass der Mann Frau und Kinder schlägt, er will auch ein Grundstück veräußern, das seiner Frau gehört. Doch der Pfarrer schießt daneben. Bei seiner Flucht gerät der Geschäftsmann Blech unter die Räder eines LKWs. Plötzlich geben sich in dem verträumten Dörfchen Killerkommandos die Klinke in die Hand. Der Autor hat einen spannenden und amüsanten Krimi geschrieben. Sein Markenzeichen ist der schwarze Humor, vor dem nichts und niemand verschont bleibt. Ein Pfarrer, der auf eigenartige Weise für Recht und Ordnung sorgt, ein Polizist, der Freund und Feind nur schwer unterscheiden kann, eine Lehrerin, die nahtlos von Staatsbürgerkunde zu Religion wechselt, eine Prostituierte, die zu Trauerfeiern im Kirchenchor singt, sind nur vier der interessanten Protagonisten. Nach und nach darf ich einen Blick in die Vergangenheit werfen, zum einen in die des Dorfes, zum anderen in die des Pfarrers. Beide zeigen interessante Aspekte. Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem recht flapsigen Sprachstil des Herrn Pfarrers. Das hat sich aber im weiteren Verlauf der Handlung gegeben. Geschickt gelingt es dem Autor, die Hintergründe der Ereignisse schön häppchenweise aufzudecken. Das düstere Cover mit dem Kreuz passt. Im Dunkeln der dörflichen Gemeinschaft ruht so manches, was nicht für das Licht der Öffentlichkeit gedacht ist. Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist eine geschickt gemachte Persiflage auf das normale Alltagsleben.

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  • Pfarrer mit Sonderaufgaben

    Der gute Mensch von Düsteroda

    buecherwurm1310

    09. May 2015 um 14:33

    Düsteroda ist ein fiktiver Ort im Thüringer Wald. Pfarrer Samuel Pistorius kümmert sich um seine Gemeinde. Er kennt alle seine Schäflein ganz genau und weiß daher, dass nicht jeder das ist, was er nach außen darstellt. Eines seiner Schäfchen rennt angeschossen vor einen LKW und sorgt so dafür, dass die Polizei in Person von Kommissar Brückner in Düsterode erscheint. Die Geschichte ist wundervoll leicht zu lesen. Anfangs wird man von dem herrlich schwarzen Humor unterhalten, aber mit der Zeit zeigt sich, dass Düsteroda mehr als Idylle zu bieten hat. Der Ausschuss für Kirchenschmuck wirbt den Gefängnispfarrer Pistorius als Hirten mit Sonderaufgaben, sprich Auftragsmorden, für ihre Gemeinde ab. Als Pfarrer ist man schließlich über jeden Verdacht erhaben. So wird der Totensonntag am Ende seinem Namen gerecht. Wer wen ermordet hat, ist von Anfang an bekannt, nur die Hintergründe lernt man erst im Laufe der Zeit kennen. Unser Pfarrer hat eine sehr lockere Ausdrucksweise und auch schon mal eine Leiche im Keller. Hingebungsvoll kümmert er sich um Tante Betty. Kommissar Brückner quartiert sich ausgerechnet im Pfarrhaus ein. Weil er aber inkognito bleiben will, wird er kurzerhand auf „geistlichen Bruder“ geschult. Als Pistorius von seiner Vergangenheit eingeholt wird, sind Brückner uns Pistorius gezwungen, sich ihrer Haut zu wehren. Da es dann sehr blutig wird, fühlte ich mich an die Filme von Tarantino erinnert. Aber Pistorius will nicht auf immer und ewig im Dienste des Ausschusses tätig sein und muss am Ende eine Entscheidung treffen. Der Krimi war blutig, deftig und sehr unterhaltsam.

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  • Ein Mord kommt selten allein

    Der gute Mensch von Düsteroda

    esposa1969

    == Buchbeschreibung: == Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt. Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle? == Leseeindrücke: == In dem kleinen Thüringer Ort Düsteroda geht es düster zu: Wir lernen den Pfarrer Samuel Pistorius kennen, der im thüringischen Ort Düsteroda - den ich im übrigen auf der Landkarte nicht finden konnte - seit zehn Jahren seiner Gemeinde mehr oder weniger dient. Aber nicht nur seiner Gemeinde dient er, sondern auch seinem Auftraggeber den "Ausschuss" für diesen er Auftragsmorde ausführt. Aber er ist nicht der einzige Mörder in diesem Krimi, bei dem man übrigens von vornherein weiß, wer den ermordet, aber die Motive und Hintergründe nicht kennt. Ein Toter jagt den nächsten, ein Mörder kommt selten alleine und zum Schluss jagt jeder jeden. Die Charaktere werden allesamt gut vorstellbar und detailliert beschrieben und wurden vor meinem lesenden Augen lebendig. Hauptprotagonist ist der Herr Pfarrer. Er redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist, schreckt auch nicht vor Fäkalsprache zurück und wirkt recht locker. An seiner Seite lernen wir auch Kommissar Brückner kennen, der sich ausgerechnet beim Pfarrer einquartiert und beide zusammen ergeben ein unschlagbares Team. Die Handlung ist anfangs zwar wunderbar leicht zu lesen, aber das volle Ausmaß an den Geschehnissen erfahren wir erst gegen Ende des Krimis. Dieser Thüringer Krimi ist schon eher eine Krimödie, den in jedem Kapitel habe ich schmunzeln bis herzhaft lachen müssen, da die Schreibweise so voller schwarzem Humor und Ironie steckt, dass ich selten einen Krimi mit düsterem Ausgang gelesen habe, der zugleich so spritzig und witzig war. Ich habe diesen Krimi fast in einem Rutsch gelesen, da dieses Buch sich nicht nur inhaltlich so locker leicht lesen lässt, sondern auch die Schriftgröße empfinde ich als sehr augenfreundlich und angenehm. 24 wunderbar kurze und unterhaltsame Kapitel verteilen sich auf knapp 200 Seiten. Das Cover mit dem Kreuz  in der Waldlichtung wirkt schon unheimlich und düster, passend eben auch zu Düsteroda. Sehr gerne vergebe ich für diese kurzweilige Unterhaltung 5 von 5 Sternen! © esposa1969

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    • 2

    Andreas_Kolb

    07. May 2015 um 15:40
  • "ich wandre nicht durch ein finsteres Tal, ich wohne in einem"

    Der gute Mensch von Düsteroda

    tweedledee

    06. May 2015 um 19:44

    Bei diesem Thüringen-Krimi wird gemordet was das Zeug hält, die Menschen sterben wie die Fliegen, nur nicht eines natürlichen Todes. In Düsteroda gibt es ein heimliches Komitee, das die Geschicke des Dorfes leitet beziehungsweise nachhilft, wenn es sein muss. Pfarrer Pistorius ist das ausführende Organ, denn wer misstraut schon einem Pfarrer? Seine Tarnung ist perfekt, dabei blickt er auf eine bewegte kriminelle Vergangenheit zurück, die er im Verborgenen kultiviert hat. Als sein letzter Mord nicht glückt und sein Opfer schließlich durch einen Unfall ums Leben kommt, ruft dies Kommissar Brückner auf den Plan. Der will sich ausgerechnet beim Pfarrer einquartieren und wird kurzerhand als alkoholkranker geistlicher Bruder ausgegeben. Die beiden entwickeln sich zu einem perfekten Team und decken Machenschaften auf, die den Ort bedrohen. Ich habe bei einem Krimi selten so gelacht, in herrlich schnodderiger Erzählweise berichtet Pistorius von seiner Vergangenheit und dem aktuellen Geschehen. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und nennt die Dinge beim Namen, so ganz pfarreruntypisch. Doch schließlich ist Pistorius auch alles andere als der typische Landpfarrer. Leider wird Pistorius von seiner bewegten Vergangenheit eingeholt, es gibt Schießereien und Gemetzel. Und Pistorius und Brückner sind mittendrin, versuchen ihre Haut zu retten. Anstatt der Spannung werden hier die Lachmuskeln strapaziert. Viel schwarzer Humor zeichnet diese Krimi-Persiflage aus genauso wie Situationskomik vom Feinsten. Man darf den Plot nicht zu eng oder gar realitätsnah sehen, dann wird man durch die Komik und Satire bestens unterhalten. Fazit: Ein Krimi der anderen Art mit viel Ironie und Schwarzem Humor. Unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch.

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  • I need a hero!

    Der gute Mensch von Düsteroda

    solveig

      Wahre Abgründe tun sich auf! Ein Pfarrer will, gewissermaßen als verlängerter Arm Gottes,  der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen und greift zu drastischen Methoden. Trotz seiner Berufung in den geistlichen Stand frönt Samuel Pistorius einigen unchristlichen Lastern, die seinen Platz in der Reihe ehrenwerter und verdienstvoller Vorfahren gefährden: er flucht, trinkt, dealt… Entsprechend gibt es da dunkle Gestalten, die noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben, er muss sich handgreiflich seiner Haut wehren und gerät in den Sog makabrer, blutiger Ereignisse. Die Einwohner Düsterodas, eines beschaulichen kleinen Ortes im Thüringer Wald, verhalten sich dabei durchaus menschlich: die meisten schauen weg, einige Drahtzieher bleiben im Hintergrund. Als Günther Blech, einer ihrer Mitbewohner, ermordet aufgefunden und ein Zusammenhang zu den lebensgefährlichen Verletzungen einer Nutte in Eisenach hergestellt wird, rückt die Polizei in Düsteroda an. Dabei wird der Kripobeamte Brückner  mehr in die mörderischen Ereignisse  hineingezogen, als ihm lieb ist.   Der Buchtitel, in Anlehnung an Brechts Stück „Der gute Mensch von Sezuan“, deutet an, in welchem Konflikt sich der Protagonist befindet: so wie in Brechts Werk die gute Haupfigur Shen Te in schwierigen Situationen in die Rolle des bösen Shui Ta schlüpft, spielt auch Pfarrer Pistorius eine Doppelrolle als guter Hirte und Racheengel. Aus dieser ungewöhnlichen Perspektive heraus erlebt der Leser, was in dem ungewöhnlichen Geistlichen vorgeht. Auf den ersten Blick scheint Kolbs Buch in die Schublade „Krimi“ zu passen. Wie jedoch die Verse „Where have all the good men gone and where are all the gods?“ (aus dem Song „I need a hero“) , die als Motto am Anfang des Buches stehen, schon nahelegen, beabsichtigt der Autor mehr: hinter dem unorthodoxen Charakter seines Pfarrers verbirgt sich Kritik an gesellschaftlichen Strukturen, an der Moral von Politik oder Kirche. Andreas Kolb, selbst im aktiven Kirchendienst tätig, provoziert, aber er versteht es, seine Kritik in bissig-humorvoller Form zu verpacken. Salopp geschrieben, immer wieder Seitenhiebe verteilend, manchmal satirisch absurd wirkend, zieht der Roman den Leser mit sich und lässt ihn zum Schluss nachdenklich mit den Versen zurück: „I could swear that there´s someone somewhere watching me.“

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    • 2

    Andreas_Kolb

    06. May 2015 um 16:17
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