Andreas Kollender

 4,2 Sterne bei 108 Bewertungen
Autor von Mr. Crane, Von allen guten Geistern und weiteren Büchern.
Autorenbild von Andreas Kollender (©F. Reinhold)

Lebenslauf von Andreas Kollender

Andreas Kollender wurde in Duisburg geboren, studierte in Düsseldorf Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei auf dem Bau, im Einzelhandel und in einer Szenekneipe. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Hamburg und leitet Kurse für literarisches Schreiben. Dazwischen immer wieder Reisen nach Nord­afrika, Asien, Mittelamerika und Europa, die sich eindrücklich in seinen Romanen widerspiegeln.

Alle Bücher von Andreas Kollender

Cover des Buches Mr. Crane (ISBN: 9783865326850)

Mr. Crane

 (52)
Erschienen am 23.09.2020
Cover des Buches Von allen guten Geistern (ISBN: 9783865325754)

Von allen guten Geistern

 (18)
Erschienen am 10.02.2017
Cover des Buches Kolbe (ISBN: 9783865324894)

Kolbe

 (16)
Erschienen am 03.07.2015
Cover des Buches Libertys Lächeln (ISBN: 9783865326423)

Libertys Lächeln

 (13)
Erschienen am 06.03.2019
Cover des Buches Teori (ISBN: 9783293308442)

Teori

 (4)
Erschienen am 06.11.2015
Cover des Buches Kolbe (ISBN: 9783548288505)

Kolbe

 (2)
Erschienen am 11.08.2017
Cover des Buches Das endlose Leben (ISBN: 9783865326430)

Das endlose Leben

 (1)
Erschienen am 06.03.2019
Cover des Buches Kolbe (Geschichte erleben mit Spannung) (ISBN: B0114PL5OO)

Kolbe (Geschichte erleben mit Spannung)

 (0)
Erschienen am 13.07.2015

Neue Rezensionen zu Andreas Kollender

Cover des Buches Mr. Crane (ISBN: 9783865326850)rumble-bees avatar

Rezension zu "Mr. Crane" von Andreas Kollender

Zwischen Roman und Biographie
rumble-beevor 3 Monaten



In letzter Zeit sind ja die sogenannten „Roman-Biographien“ in Mode gekommen. Zum Teil mit mehr, zum Teil mit weniger Erfolg, werden die Lebensgeschichten berühmter Persönlichkeiten als Aufhänger genommen, um eine romanhafte Handlung mit emotionalen Schlaglichtern zu verbinden, die den Charakter der Person oder bestimmte Wendungen ihres Lebens illustrieren sollen. Das Buch „Mr. Crane“ von Andreas Kollender passt auch in dieses neue Genre – wenngleich auch mit wesentlich mehr Geschick und Anspruch ausgeführt, als manche „Vergleichsobjekte“.


Historisch verbürgt an diesem Buch ist der – wie man sagt – schwierige und explosive Charakter des amerikanischen Schriftstellers Stephen Crane, der vor allem durch sein Buch „Die rote Taperfkeitsmedaille“ berühmt wurde, hierzulande aber immer noch ein literarisches Stiefkind ist. Weiterhin verbürgt ist, dass er an Tuberkulose erkrankte, und in Deutschland, in Badenweiler, ein Sanatorium aufsuchte.


Der Autor Andreas Kollender nimmt nun diese Rahmenelemente, und macht daraus ein emotionales Drama. Es entspinnt sich zwischen dem todkranken Schriftsteller, und „seiner“ Krankenschwester, der Deutschen Elisabeth. Auch sie ist gezeichnet, emotional und körperlich, durch Brandverletzungen. Die beiden „Versehrten“ geraten in eine Spirale der Leidenschaft und emotionalen Abhängigkeit, die sich immer mehr steigert, und eigentlich nur auf die eine oder andere Weise fatal enden kann.


Zuerst tendierte ich eher zu einer mittleren Bewertung, weil mir die Charaktere aufgrund ihrer extremen Neigungen doch eher fremd waren. Zudem bin ich selber in der Pflege tätig, und konnte so manche Handlungsweise von Schwester Elisabeth nicht nachvollziehen. Doch bei näherem Nachdenken wurde mir klar, dass diese Argumente natürlich keine sind, da sie der „Freiheit der Kunst“ widersprechen. Romanfiguren haben nicht die Aufgabe, uns verständlich oder sympathisch zu sein. Hingegen hat der Autor die Aufgabe, gut zu unterhalten, und interessante Fragen zu stellen. Das ist Herrn Kollender ausnehmend gut gelungen!



Ich fand die ganze Struktur des Romans künstlerisch durchdacht, und sehr gut ausgeführt. Wir schwanken zwischen zwei Handlungsebenen: einmal Schwester Elisabeth im „Jahr Crane“ um 1900, und einmal in der Roman-Gegenwart 18 Jahre später. Im „Damals“ verfällt die Krankenschwester ihrem prominenten Patienten, und kann ihn nicht retten. Im „Jetzt“ liegt ein ganz ähnlicher Fall, der junge Leutnant Fischer, in genau jenem Zimmer, das einst „Mr. Crane“ innehatte. Elisabeth erinnert sich, und versucht, Dinge wiedergutzumachen…


Die Themen des Romans sind sehr mutig! Man muss sich an die sexuelle Freizügigkeit, die hier geschildert wird, erst einmal gewöhnen. Doch dann illustriert sie ganz wunderbar, in was für einem Dampfdrucktopf der Emotionen Menschen in Extremsituationen stecken. Zum Beispiel am Lebensende, oder in Kriegszeiten. In Elisabeth gärte es schon damals, sie versagte sich jedoch die Erfüllung bis ins „Heute“.  Des weiteren ist die Rede von Kriegstraumata, falsch verstandenem Heldentum, und der Selbstbestimmung der Frau. Für mich geriet das Leben von Stephen Crane dabei nahezu in den Hintergrund. In der Tat will es ja auch keine Biographie sein!


Die Sprache ist auf hohem Niveau, die Dialoge voller Spannung. Manches kann man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen! Auch Momente der Frivolität und des Humors gibt es. Lachen und Weinen liegen eben oft nahe beieinander. Nur Stephen Crane hätte ich manchmal schütteln mögen, wäre ich Elisabeth gewesen! Nun gut, er fantasiert im  Fieber. Aber auch so scheint er ein „Aufschneider vor dem Herrn“ gewesen zu sein.


Über weite Strecken hat mich das Buch einerseits an den „Zauberberg“, andererseits an den „Englischen Patienten“ erinnert. Der Autor verneint einen direkten Einfluss zwar – aber manchmal liegen solche Dinge ja einfach „in der Luft“!


Ich würde das Buch durchaus gerne weiterempfehlen. Allerdings nicht an Fans von klassischen Biographien. Sondern eher an Leser, die auch einmal ungewöhnliche Pfade gehen wollen. Und die bereit sind, ihre Konzepte in Frage zu stellen.


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Cover des Buches Mr. Crane (ISBN: 9783865326850)ulrikerabes avatar

Rezension zu "Mr. Crane" von Andreas Kollender

Das hätte Mr. Crane gefallen!
ulrikerabevor 3 Monaten

In der Lungenheilanstalt zu Badenweiler wird im Jahre 1900 der charismatische amerikanische Schriftsteller Stephen Crane von der jungen Krankenschwester Elisabeth gepflegt. Es sind nur wenige Tage, die der Patient und seine Pflegerin miteinander verbringen. Doch zwischen den beiden entwickelt sich eine geheime und obsessive Leidenschaft, die Elisabeths Leben maßgeblich beeinflussen wird. 

Vierzehn Jahre später. Der Erste Weltkrieg fordert seine ersten Tribute. Elisabeth ist mittlerweile Oberschwester im selben Sanatorium. Als ein junger Soldat mit schweren Verletzungen eingeliefert wird, erwachen in Elisabeth alte Erinnerungen.

Leben, Sterben. Krankheit, Krieg. Lieben, Lassen. Eine intensive Reise in die Zeit der Jahrhundertwende und in das Innenleben einer Frau.

Andreas Kollender hat detailliert zu Stephen Cranes Leben recherchiert. Im Fieberwahn und von Morphium dahindämmernd lässt ihn der Autor über das Schreiben, den Krieg, die Angst und die Bitterkeit des Künstlerdaseins delirieren. Und doch ist der Roman „Mr. Crane“ weniger eine fiktionale Biografie eines in Vergessenheit geratenen Schriftstellers, auch kein simpler Liebesroman, sondern eine eingehende Betrachtung des Werdegangs und der Entwicklung seiner fiktiven Heldin Elisabeth.

Als Oberschwester Elisabeth lebt die Protagonistin selbstbewusst und völlig frei. Sie ist auf sich gestellt, braucht keinen Ehemann als Versorger und ist sehr unkonventionell im Denken, Handeln und Lieben. Das war nicht immer so. Bevor Elisabeth Stephen Crane kennenlernen durfte, hat sie ein Leben im Schatten verbracht. Ihr Gesicht, das aufgrund einer Brandverletzung halbseitig entstellt ist, zeigte sie nicht gerne, und umgekehrt wollte niemand sie richtig anschauen, nicht die Kolleginnen, nicht der vorgesetzte Arzt, nicht einmal ihr damaliger Ehemann. Erst Stephen Crane schaut sie an, macht sie sichtbar, erkennt sie. Für den sterbenskranken Mann ist mit Elisabeth das letzte Aufbäumen seiner Männlichkeit möglich. Elisabeth hingegen erfährt nicht nur durch die sexuelle Emanzipation einen Wandel. Ihr gesamte Haltung zum Leben, zu ihrem Leben verändert sich.

„Elisabeth weiß, dass damals viel über sie geredet wurde, wahrscheinlich wird heute noch über sie geredet, die vernarbte Krankenschwester, die sich irgendwie dieses Häuschen leisten kann und alleine lebt und manchmal behaupten soll, sie habe Anton Tschechow umgebracht. Auf eine eigentümlich stille Weise ist sie populär. Das hätte Mr. Crane gefallen.“

Der Tod Anton Tschechows in Badenweiler 1904 bekommt im Buch eine besondere Rolle und zieht sich fast wie „Running Gag“ durch den Roman.  Die Mischung aus Fakten und Fiktion machen das Buch umso lebendiger, denn genauso hätte wohl alles sein können. 

Kommentare: 7
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Cover des Buches Teori (ISBN: 9783293308442)walli007s avatar

Rezension zu "Teori" von Andreas Kollender

Um die Welt
walli007vor 3 Monaten

Im Jahr 1773 startet die zweiter Forschungsreise von James Cook. Mit an Bord ist der erst 17jährige Georg Forster als Assistent seines Vaters Reinhold, der einen wissenschaftlichen Bericht über die Reise verfassen soll. Georg ist Feuer und Flamme, schon einmal durfte er mit dem Vater Russland bereisen und wieder will er die Welt sehen. Dabei ist seine Sicht auf die Dinge durchaus anders als die seines Vaters. Das Leben auf See ist allerdings nicht ganz einfach, wie Georg bald feststellen muss. Manche der Matrosen haben eine recht nachlässige Einstellung zum Leben und George selbst macht die Seekrankheit zu schaffen.


Der Chronist, mit dessen Sicht die Handlung umrahmt ist, trifft Georg Forster im Jahr 1794 in Paris. Dort fordert die Revolution ihre Opfer. Gerade nach Paris ist Forster geflohen. Seine Erinnerung an die Reise in den Reihen von James Cook ist aber noch sehr lebendig. Und so erzählt er wie die Zeit damals erlebt hat. Die Querelen des Sohnes mit dem Vater, welcher hin und wieder ein überhebliches Verhalten an den Tag legt. Cook erscheint dagegen als Vorbild, weil er doch meistens ruhig bleibt. Auch unter den Reisegenossen finden sich einige, mit denen Georg sich gut austauschen kann.


Bei Georg Forster handelt es sich um eine historische Person, die tatsächlich an der zweiten Fahrt Richtung Südsee von James Cook teilnahm. In diesem Roman lässt der Autor hauptsächlich den jungen Forster zu Wort kommen, der trotz seiner Jugendlichkeit manchmal fast lebensweise wirkt. Er beobachtet und denkt sich sein Teil zum einen, zum anderen kommt auch sein Hunger nach Leben zum Ausdruck, seine Neugier und seine Wissbegier. Damit schafft es der Autor, Bilder zu zeichnen, die das Gefühl vermitteln, so könnte es gewesen sein. Ein Reisebericht, der keinesfalls trocken ist, nein, man merkt, es waren Menschen, die reisten und Menschen wurden aufgesucht.

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Gespräche aus der Community

Andreas Kollender gelingt es in „Mr. ­Crane“ meisterhaft, das Wesen des viel zu früh verstorbenen Genies Stephen Crane ­heraufzubeschwören. An dessen Seite steht die rebellische Krankenschwester Elisabeth. Eine ­aufregende und radikale Liebe verbindet die beiden. Doch ihnen bleiben gerade einmal acht gemeinsame Tage. Acht Tage, wie man sie ­intensiver nicht erleben könnte.

Hallo liebe Leser*innen,

wir möchten eine neue Leserunde starten und zwar zu unserem kürzlich erschienenen Roman "Mr. Crane". Der Autor Andreas Kollender wird mit dabei sein und auf Kommentare und Fragen antworten.

Um euch zu bewerben müsst ihr nur folgende Frage beantworten: Habt ihr bereits von Stephen Crane gehört und wenn ja, wo bzw. was?


Und darum geht's in Mr. Crane:

Im Sommer 1900 wird der Schriftsteller Stephen Crane im Tuberkulose-Sanatorium Badenweiler von der jungen Kranken­schwester Elisabeth gepflegt. Sie kennt seine ­Bücher, seit Langem fühlt sie sich ihm seelenverwandt. In den heißen ­Tagen im Sanatorium entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine obsessive Liebesbeziehung, die sie vor ­allen geheim halten müssen.
Crane, von Fieber und Delirien befallen, erzählt Elisabeth von seinem Schreiben, seinen Liebschaften und seinen Erlebnissen als Kriegsberichterstatter. Mitgerissen und ermuntert durch Cranes Erzählungen wagt Elisabeth endlich, ihm das ­große Geheimnis ihres Lebens zu offenbaren.


Für spannende historische Figuren hat Andreas Kollender ein Faible. In ­seinem neuen Werk widmet er sich dem ­legendären Stephen Crane, der als der James Dean der amerikanischen Literatur gilt. Crane war Reporter, Kriegsberichterstatter, Abenteurer und ein großartiger Schriftsteller. Mit 22 Jahren schrieb er den Roman „Die rote Tapferkeitsmedaille“, der ihn auf einen Schlag weltberühmt machte. Für ­Ernest Hemingway war es „eines der besten ­Bücher unserer ­Literatur“.


Ich wünsche euch viel Erfolg und freue mich auf eine tolle Leserunde!
Liebe Grüße
Jessica

282 BeiträgeVerlosung beendet

Hallo ihr Lieben!

neue Runde, neues Glück. Wir starten schon die nächste Leserunde, zu der wir euch natürlich ganz herzlich einladen. Diesmal ist das Buch, das wir mit euch besprechen wollen, "Libertys Lächeln" von unserem erfolgreichen Autor Andreas Kollender. Und jetzt kommt die besonders tolle Nachricht: Andreas Kollender wird selbst bei der Leserunde mit dabei sein!

Der Carl Schurz-Roman erscheint bei uns am 06. März und wir verlosen 15 Exemplare. Um an der Verlosung teilzunehmen, braucht ihr nur kurz die folgende Frage beantworten:
Lest ihr häufig Bücher, die auf wahren Geschichten basieren, oder ist das noch Neuland? (Keine der beiden Antworten wird einen Vor- oder Nachteil bei der Bewerbung bringen, ich bin nur neugierig!).
Die Bewerbungsfrist endet am 04.03.2019 und danach losen wir bei mehr als 15 BewerberInnen aus.

Die Leserunde wird wieder von mir betreut: Jessica. Ich werde leider nicht immer mitdiskutieren können, bemühe mich aber, am Ball zu bleiben und beantworte natürlich gerne alle Fragen, die ihr habt!


Aber worum geht es in Libertys Lächeln denn eigentlich?

»Carl nahm das Fernglas weg, rieb sich die Augen und setzte es wieder an. Hatte die Freiheitsstatue ihn angezwinkert?«

Carl Schurz ist dabei, als die 1848er Revolution in Deutschland scheitert. Er wird weltberühmt durch die Befreiung eines Revolutionsfreundes aus einem Gefängnis in Berlin. Mit seiner Frau Margarethe, die er auf der Flucht in London kennenlernt, wandert er nach Amerika aus. Dort eröffnet sie den ersten Kindergarten. Carl ist viel unterwegs, hält Reden, macht Wahlkampf für Lincoln, ist mit Twain befreundet, kämpft als Generalmajor im Bürgerkrieg für die Befreiung der Sklaven, wird Senator und als erster deutscher Einwanderer Innenminister. Schurz setzt sich für die Rechte der Indianer ein und gilt als einer der ersten Umweltaktivisten in den USA.

Andreas Kollender hat mit »Libertys Lächeln« einen packenden Roman über das Leben von Carl Schurz (1829 -1906) geschrieben. Schurz schmiedet mit Präsident Lincoln Pläne, die verwüsteten Südstaaten zu befrieden, er hilft seiner Frau bei der Arbeit im Kindergarten und redet in seinen späten Jahren mit Mark Twain nachts bei einem Glas Whisky über Liebe, Tod, Freiheit und Ideale.


Ich freue mich auf eine tolle Leserunde mit euch und bin gespannt, was für Diskussionen zustande kommen.
Viel Glück wünsche ich euch für die Bewerbungen!

Herzlich
Jessica
274 BeiträgeVerlosung beendet

Liebe Literaturbegeisterte!

 

Mein neuer Roman „Von allen guten Geistern“ ist im Pendragon Verlag erschienen. Jetzt wollen wir gerne eine Leserunden starten und euch herzlich dazu einladen.

„Von allen guten Geistern“ lehnt sich an das Leben des Arztes Ludwig Meyer an, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Reformer das Krankenhauswesen in Hamburg aufmischte. 1864 gründete Meyer die Heil- und Irrenanstalt Friedrichsberg im Hamburger Vorland. Friedrichsberg war die erste moderne Heilanstalt, in der mit geisteskranken Menschen human umgegangen wurde. Meyer „befreite“ seine Patienten. Und das war vielen seiner Zeitgenossen ein Dorn im Auge.

Der Roman erzählt, wie Meyer dazu kam, als einer der Ersten Psychologie zu studieren – seine Mutter wurde wegen schwerer Depressionen eingewiesen und hatte sich in den von Irren wimmelnden, verdreckten Kellern des Krankenhauses in Hamburg St. Georg das Leben genommen. Darüber möchte ich hier aber auch nicht zu viel verraten.

Meyer jedenfalls zieht los, traumatisiert und eingeschüchtert, aber er beißt sich durch das Studium – trotz aller teils gewaltsamer Anfechtungen. Er nimmt auch an der 1848er Revolution in Deutschland teil – er ist ein Mann der Freiheit. Sein Weg ist lang und steinig, nach vielen Jahren aber kehrt er nach Hamburg zurück und erkämpft sich eine Stelle im Krankenhaus St. Georg. Sofort beginnt er, Pläne für eine neue Anstalt zu schmieden: Friedrichsberg. Es gelingt – aber seinen bürgerlichen Feinden ist jedes Mittel recht, ihn zu Fall zu bringen…

„Von allen guten Geister“ ist, ähnlich wie der Vorgängerroman „Kolbe“, auch eine große Liebesgeschichte, die ebenfalls viel mit der Freiheitsliebe der Beteiligten Ludwig Meyer und Fanny Nielsen zu tun hat. Und neben Fanny gibt es in Friedrichsberg einen Patienten, den tobsüchtigen Willi Boysen, der Meyer sehr zu schaffen macht, weil er in diesem schier haltlosen Mann sein Alter Ego erkennen muss.

So spitzen sich die Dinge in der Anstalt immer weiter zu, bis es zur Katastrophe kommt. Meyer flieht. Über ein Jahrzehnt später kehrt er nach Hamburg zurück – an dieser Stelle beginnt der Roman. Es gibt viele offene Rechnungen…

Wir verlosen 15 Exemplare. Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet einfach kurz folgende Frage:
Warum möchtet ihr gerne an der Leserunde teilnehmen/was interessiert euch an dem Roman besonders?
Die Bewerbungsfrist endet am 02.07.2017 und danach losen wir bei mehr als 15 BewerberInnen aus.

 

Ich freue mich auf eine spannende Leserunde!

Andreas Kollender

280 BeiträgeVerlosung beendet
Palmenstrands avatar
Letzter Beitrag von  Palmenstrandvor 4 Jahren
Danke sehr. Ich hoffe, der Stress ist vorüber. Grüße.

Zusätzliche Informationen

Andreas Kollender im Netz:

Community-Statistik

in 132 Bibliotheken

auf 15 Wunschzettel

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