Andreas Kollender

 4.6 Sterne bei 36 Bewertungen
Autor von Von allen guten Geistern, Kolbe und weiteren Büchern.
Andreas Kollender

Lebenslauf von Andreas Kollender

Andreas Kollender wurde in Duisburg geboren, studierte in Düsseldorf Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei auf dem Bau, im Einzelhandel und in einer Szenekneipe. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Hamburg und leitet Kurse für literarisches Schreiben. Dazwischen immer wieder Reisen nach Nord­afrika, Asien, Mittelamerika und Europa, die sich eindrücklich in seinen Romanen widerspiegeln.

Alle Bücher von Andreas Kollender

Andreas KollenderVon allen guten Geistern
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Von allen guten Geistern
Von allen guten Geistern
 (18)
Erschienen am 10.02.2017
Andreas KollenderKolbe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kolbe
Kolbe
 (11)
Erschienen am 03.07.2015
Andreas KollenderKolbe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kolbe
Kolbe
 (2)
Erschienen am 11.08.2017
Andreas KollenderKreatives Schreiben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kreatives Schreiben
Kreatives Schreiben
 (0)
Erschienen am 01.06.2015
Andreas KollenderVon allen guten Geistern
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Von allen guten Geistern
Von allen guten Geistern
 (0)
Erschienen am 13.07.2018
Andreas KollenderTeori
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Teori
Teori
 (3)
Andreas KollenderDer Todfeind
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Todfeind
Andreas KollenderVor der Wüste
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Vor der Wüste

Neue Rezensionen zu Andreas Kollender

Neu
Mauelas avatar

Rezension zu "Von allen guten Geistern" von Andreas Kollender

Von allen guten Geistern
Mauelavor einem Jahr

Aristoteles hat einmal gesagt: „Es gibt kein großes Genie  ohne einen Schuss Verrücktheit.“ 


Dieses Zitat ist mir in den Sinn gekommen, als ich den ungewöhnlichen Roman „Von allen guten Geistern“ von Andreas Kollender gelesen habe. Der Roman handelt vom Psychiater Ludwig Meyer, der als Kind miterleben musste, dass psychisch gestörte Menschen wie zum Beispiel seine Mutter nicht tragbar für die Gesellschaft sind und weg geschlossen werden anstatt dass ihnen geholfen oder sie therapiert werden. Friedrich lässt das Erlebte nicht los und er versucht als erwachsener Mann und Psychiater die Unterbringung der psychisch Kranken, ihre Versorgung und ihr bis dato menschenunwürdiges Leben in den Anstalten zu verändern und zu verbessern. Dabei stößt er in einer Zeit, in der psychisch kranke Menschen gesellschaftlich geächtet werden und lieber weg geschlossen als therapiert werden auf große Widerstände. Und auch  von einigen seiner Arztkollegen, die die Kunst der psychiatrischen Behandlung eher als Hexenwerk und unseriöse Wissenschaft beurteilen, bläst Ludwig ein kalter Gegenwind ins Gesicht.


Der Roman hat mich fasziniert. Einerseits ist die Geschichte an den historischen Psychiater Ludwig Meyer und seine Reformversuche angelehnt, zum anderen bietet er tiefe Einblicke in das Psychiatriewesen und die mitunter menschenunwürdige Behandlung der psychisch kranken Menschen bis ins späte 19. Jahrhundert.


Die Protagonisten, allen voran Meyer sind gut ausgearbeitet und ihre Handlungen sind nachvollziehbar und schlüssig. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor tatsächlich Meyer in seiner Genialität und Weitsicht auch etwas verrückt und manchmal sogar leicht psychisch gestört erscheinen lässt. Und auch sprachlich ist der Roman wunderbar zu lesen. Klare Worte, schnörkellos, direkt, aber doch eben sehr gut ausformuliert. Das hat das Lesen für mich zum Genuss gemacht.


Der Roman ist sicherlich keine einfache Kost und auch nicht geeignet um ihn zur reinen Unterhaltung einfach so nebenbei zu lesen. Trotzdem,  das Buch hat mich begeistert. Darum gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle die Leser, die anspruchsvolle, interessante und auch durchaus informative Romane zu schätzen wissen und sich nicht scheuen sich mit einem eher unpopulären Thema, zumindest im Roman, auseinander zu setzten.

Kommentieren0
67
Teilen
Vampir989s avatar

Rezension zu "Von allen guten Geistern" von Andreas Kollender

Aehr interessanter Roman über das Thema Psychiatrie
Vampir989vor einem Jahr

Klapptext:


Im Sommer 1864 verkaufte ein Mann Zwangsjacken. Es war heiß auf dem Marktplatz am Heiligengeistfeld vor den Toren Hamburgs. Die Menschen bestaunten seine seltsame Ware. Der Mann kam aus der Heil- und Irrenanstalt Friedrichsberg. Er war kein Patient. Er war der Leiter. Am Abend des Tages lachte der Mann Fanny Nielsen an und sagte, es sei keine einzige Jacke übrig geblieben. Nicht eine. Er habe den Zwang verkauft. Fanny Nielsen, einer Schauspielerin, gefiel diese Formulierung. Sie legte dem Mann eine Hand auf den Unterarm. Bald darauf kam es zu einem Unglück. *** Andreas Kollender hat sich beim Schreiben von dem historischen Ludwig Meyer inspirieren lassen, einem kämpfe­rischen Psychiater, der seiner Zeit weit voraus war. Meyer, der die Wirren der 1848er-Revolution miterlebt hat, lehnte jegliche Form der Unterdrückung ab und wollte die Welt nicht nur für seine Patienten besser machen. Kollender hat einen brillanten Roman über einen humanen Reformer und dessen Leidenschaft für die freiheitsliebende Fanny geschrieben.



Der Autor verführt uns in das 19.Jahrhundert.Der Autor Andreas Kollender erzählt uns die Lebensgeschichte des Psychiators Ludwig Meyer.
Das Buch hat mich sofort in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen.
Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die sehr gut heraus gearbeitet wurden.Besonders interessant fand ich Ludwig Meyer.Aber auch Fanny fand ich sehr bemerkenswert.
Mit sehr viel Interesse habe ich den Lebensweg von Ludwig Meyer verfolgt.Es hat mich beeindruckt wie er versucht das Krankenheitswesen audf dem Gebiet der Psychiatrie zu reformieren und zu verändern.Dabei stößt er auf großen Widerstand und gerät selbst an seine Grenzen.
Durch die spannende und fesselnde Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich habe mit gelitten,mit gefühlt und mit gebangt.Das hat mir sehr gut gefallen.
Durch die guten Recherchen des Autors erfährt man sehr viel über das Thema Psychatrie und ihren vielen Vorurteilen.Auch hat es mich teilweise schockiert zu erfahren wie früher die Menschen in psychiatrischen Anstalten behandelt worden sind.
Der Autor schafft es die Spannung bis zum Schluss extrem hoch zu halten.So wird es nie langweilg und bleibt immer interessant.


Das Buch hat mich einfach gefesselt und ich hatte sehr informative Lesemomente.Für Leseliebhaber die sich für das Thema Psychatrie interessieren,ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.

Kommentieren0
0
Teilen
emma_vandertheques avatar

Rezension zu "Von allen guten Geistern" von Andreas Kollender

Dem Menschen in den Kopf zu schauen...
emma_vanderthequevor einem Jahr

~ 1830. Ludwig muss als Heranwachsender miterleben, wie seine Mutter depressive Schübe erleidet und schließlich von seinem Vater in die Irrenanstalt gebracht wird. In einer Zeit, in der man alles, was aus der Norm zu fallen scheint, kategorisch wegsperrt und sich selbst überlässt, wird auch seine Mutter in die tiefen Keller der Anstalt verbannt. Sie wird das Tageslicht nicht wieder zu Gesicht bekommen und nimmt sich nach wenigen Wochen das Leben. Ludwig, der sich von einem ihm zugeneigten Mitarbeiter in den Keller schleusen lässt, wird von dem dort Gesehenen und erlebten so traumatisiert, dass er fortan sein Leben und Schaffen ganz der Erforschung und Erprobung von Nervenkrankheiten verschreibt – einem Gebiet, das bis dato ähnlichen Ruf wie Wahrsagerei genießt. Er rennt Wände und Mauern ein, macht sich Feinde und nur selben Freunde und begründet die erste Nerven- und Heilanstalt Deutschlands.
Auch wenn die Geschichte interessant ist, hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Geschichte wollte nicht recht an mich gehen, das Geschehen lies mich recht kalt. Nach einer Längeren Lesepause habe ich schließlich die letzten hundert Seiten in Angriff genommen, und muss sagen, dass sie mich tatsächlich mit der Geschichte versöhnt haben! Ludwig wird nahbarer, „menschlicher“ und wirkt nicht mehr so verbissen konstruiert, wie in der ersten Hälfte, in der er als unerbittlicher Workaholic mit einer Mission dargestellt wird und dabei so unglaublich bieder wirkt, dass man gar nicht recht glauben mag, dass dieser Mensch tatsächlich in der Lage ist, neue Wege zu beschreiten.

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Palmenstrands avatar

Liebe Literaturbegeisterte!

 

Mein neuer Roman „Von allen guten Geistern“ ist im Pendragon Verlag erschienen. Jetzt wollen wir gerne eine Leserunden starten und euch herzlich dazu einladen.

„Von allen guten Geistern“ lehnt sich an das Leben des Arztes Ludwig Meyer an, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Reformer das Krankenhauswesen in Hamburg aufmischte. 1864 gründete Meyer die Heil- und Irrenanstalt Friedrichsberg im Hamburger Vorland. Friedrichsberg war die erste moderne Heilanstalt, in der mit geisteskranken Menschen human umgegangen wurde. Meyer „befreite“ seine Patienten. Und das war vielen seiner Zeitgenossen ein Dorn im Auge.

Der Roman erzählt, wie Meyer dazu kam, als einer der Ersten Psychologie zu studieren – seine Mutter wurde wegen schwerer Depressionen eingewiesen und hatte sich in den von Irren wimmelnden, verdreckten Kellern des Krankenhauses in Hamburg St. Georg das Leben genommen. Darüber möchte ich hier aber auch nicht zu viel verraten.

Meyer jedenfalls zieht los, traumatisiert und eingeschüchtert, aber er beißt sich durch das Studium – trotz aller teils gewaltsamer Anfechtungen. Er nimmt auch an der 1848er Revolution in Deutschland teil – er ist ein Mann der Freiheit. Sein Weg ist lang und steinig, nach vielen Jahren aber kehrt er nach Hamburg zurück und erkämpft sich eine Stelle im Krankenhaus St. Georg. Sofort beginnt er, Pläne für eine neue Anstalt zu schmieden: Friedrichsberg. Es gelingt – aber seinen bürgerlichen Feinden ist jedes Mittel recht, ihn zu Fall zu bringen…

„Von allen guten Geister“ ist, ähnlich wie der Vorgängerroman „Kolbe“, auch eine große Liebesgeschichte, die ebenfalls viel mit der Freiheitsliebe der Beteiligten Ludwig Meyer und Fanny Nielsen zu tun hat. Und neben Fanny gibt es in Friedrichsberg einen Patienten, den tobsüchtigen Willi Boysen, der Meyer sehr zu schaffen macht, weil er in diesem schier haltlosen Mann sein Alter Ego erkennen muss.

So spitzen sich die Dinge in der Anstalt immer weiter zu, bis es zur Katastrophe kommt. Meyer flieht. Über ein Jahrzehnt später kehrt er nach Hamburg zurück – an dieser Stelle beginnt der Roman. Es gibt viele offene Rechnungen…

Wir verlosen 15 Exemplare. Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet einfach kurz folgende Frage:
Warum möchtet ihr gerne an der Leserunde teilnehmen/was interessiert euch an dem Roman besonders?
Die Bewerbungsfrist endet am 02.07.2017 und danach losen wir bei mehr als 15 BewerberInnen aus.

 

Ich freue mich auf eine spannende Leserunde!

Andreas Kollender

Palmenstrands avatar
Letzter Beitrag von  Palmenstrandvor einem Jahr
Danke sehr. Ich hoffe, der Stress ist vorüber. Grüße.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Andreas Kollender im Netz:

Community-Statistik

in 56 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks