Andreas Krüger , Ulrike Barth-Musil Powerbook. Erst Hilfe für die Seele

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Inhaltsangabe zu „Powerbook. Erst Hilfe für die Seele“ von Andreas Krüger

Fachlich fundiertes und dabei kindgerechtes (Fach-)Buch zu Traumafolgestörungen. Top!

— BeeLu

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  • Ein Trauma-Fachbuch für Kinder und Jugendliche

    Powerbook. Erst Hilfe für die Seele

    BeeLu

    14. September 2015 um 20:14

    Das Powerbook richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Der Autor spricht den Leser direkt an, macht auf eventuell nötige Lesepausen des Lesestoffs aufmerksam und führt so ganz behutsam an die Thematik der Posttraumatischen Belastungsstörung heran. Zur Hilfe kommen ihm hier 2 Teenager, ein Junge und ein Mädchen, die fortlaufend im Buch ihre Erfahrungen (wobei nicht direkt auf die Art der Traumatisierung eingegangen wird), Symptome und ihren Umgang damit erzählen. Im ersten Teil erklärt und beschreibt der Autor ganz wunderbar anhand von leicht verständlichen Zeichnungen und Grafiken die Vorgänge, die im Gehirn nach traumatisierenden Situationen ablaufen und die so Schlussendlich zum „Notfallprogramm im Gehirn“ (= Posttraumatische Belastungsstörung) führen. Dem jungen Leser wird deutlich gemacht, dass er nicht „verrückt“ ist mit seinen Symptomen, sondern dass die Traumafolgestörung eine eigentlich gesunde Reaktion auf „unnormale/verrückte“ Ereignisse ist. Der zweite Teil widmet sich den praktischen Handlungsstrategien, die es dem Betroffenen erleichtern können, mit den Symptomen umzugehen. Es gibt beispielsweise Imaginationsübungen (Tresor, sicherer Ort), Ressourcenübungen, lädt zum direkten Ausfüllen der Seiten und Ausprobieren ein, vergisst aber nicht, anzumerken, dass nicht jede Übung für jeden gut sein muß und man als Betroffener immer darauf achten sollte, was einem gut tut. Trotz aller Schwere des Themas liest das Buch sich leicht und flüssig, ist in jugendlicher Sprache locker, verständlich aber fachlich korrekt verfasst. Das Buch eignet sich neben der direkten Zielgruppe auch hervorragend für Ärzte, Therapeuten, Erzieher,… die mit jungen traumatisierten Menschen arbeiten, aber auch betroffene Erwachsene finden hier eine gute Informationsquelle. Eine Traumatherapie ersetzt dieses Buch natürlich nicht aber es animiert dazu, erste Schritte zu unternehmen. Ich vergebe gern 5 Sterne für eine sehr gute kindgerechte Möglichkeit, etwas über Traumafolgestörungen zu lernen. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass gerade bei den Imaginationsübungen und den Kapiteln zum „inneren Kind“ doch eine gewisse Vorsicht bei Eigenregie geboten sein sollte!

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