Andreas Laudan

 4.2 Sterne bei 154 Bewertungen
Autor von Das Geflecht, Das weiße Mädchen und weiteren Büchern.
Andreas Laudan

Lebenslauf von Andreas Laudan

Andreas Laudan wird im Jahr 1967 in Lüneburg geboren und ist promovierter Musikwissenschaftler. Nicht nur für Musik kann sich Laudan begeistern sondern auch für Geschichte, Naturwissenschaften, Philosophie und Psychologie. Das Schreiben ermöglicht es ihm, seine vielschichtigen Interessensbereiche gleichzeitig zu verfolgen und in eine Geschichte zusammenfließen zu lassen. Er hat bereits den Thriller «Pharmakos» und den Wendland-Krimi «Das weiße Mädchen» veröffentlicht. Sein neustes Werk "Das Geflecht" erschien im Mai 2012. Unter einem anderen Namen veröffentlicht Laudan außerdem historische Romane. Laudan lebt heute in der Nähe von Hamburg.

Alle Bücher von Andreas Laudan

Das Geflecht

Das Geflecht

 (94)
Erschienen am 02.05.2012
Das weiße Mädchen

Das weiße Mädchen

 (20)
Erschienen am 22.03.2011
Pharmakos

Pharmakos

 (15)
Erschienen am 23.04.2009
Das blaue Leuchten

Das blaue Leuchten

 (14)
Erschienen am 01.03.2014
PHARMAKOS - Wenn in dir die Bombe tickt

PHARMAKOS - Wenn in dir die Bombe tickt

 (10)
Erschienen am 03.03.2014
Das weiße Mädchen: Kriminalroman

Das weiße Mädchen: Kriminalroman

 (0)
Erschienen am 01.04.2011
PHARMAKOS - Wenn in dir die Bombe tickt

PHARMAKOS - Wenn in dir die Bombe tickt

 (1)
Erschienen am 01.01.2014

Neue Rezensionen zu Andreas Laudan

Neu

Rezension zu "PHARMAKOS - Wenn in dir die Bombe tickt" von Andreas Laudan

Sind Sie gesundheitsrenitent ?
supersusivor einem Tag

Welch eine Horrorvorstellung und doch scheinen wir auf dem Weg dorthin zu sein.

Der Roman spielt in der nahen Zukunft (2019), ist aber schon 2009 geschrieben worden. Menschen, die rauchen oder nicht auf ihre Gesundheit achten gelten als "gesundheitsrenitent". Dies bedeutet fristlose Kündigung. Ist man dann arbeitslos, muß man mit den anderen Arbeitslosen in einen bestimmten Bezirk zwangsumziehen, damit man nicht als Bettler oder Asozialer das Stadtbild verunstaltet. Man gilt dann zusammen mit Rentnern und Drogensüchtigen als Parasit und wird beschimpft und ausgegrenzt. Vor dem Sozialamt muß man sich von Demonstranten beschimpfen lassen : "Schmarotzerschweine!", "Geh arbeiten !", "Für 10 Euro könnt ihr mein Klo putzen", "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen !"

Es gibt neue Gesetze, nach denen eine selbstverschuldete Krankheit (z.B. durch zu wenig Sport, Rauchen, falsche Ernährung) ein Kündigungsgrund ist und die Krankenkassen nur einen winzigen Teil der Behandlungskosten übernehmen. Der Anteil der Kostenübernahme errechnet sich aus dem "Selbstverantwortungskoeffizienten" . Volker, der im Monat 10.000 Euro verdient, wird mit Krebs diagnostiziert. Da er raucht, erfolgt der sofortige Rauswurf aus der Firma und der Zwangsumzug in die Sozialsiedlung in ein 3 Quadratmeter Zimmer. Die Kosten für die Therapie kann er kaum aufbringen.

Das Buch beginnt mit Volkers Flucht aus einer Klinik und springt zwischen Gegenwart und Rückblenden hin und her, lässt sich aber gut und schnell lesen. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd und ein Wettlauf gegen die Zeit, über den ich nicht mehr sagen will, nur, dass Gift dabei eine Rolle spielt. Mit der Verfolgungsjagd in James Bond Manier konnte ich nicht so viel anfangen und ich hätte mir auch mehr Spannung von dem Giftkomplott gewünscht. Aber so steht für mich die düstere Zukunftsversion im Vordergrund.

Ein spannendes Buch, bei dem die Wörter "gesundheitsrenitent" oder "Selbstverantwortungskoeffizient" schon Beklemmung auslösen. Was dahintersteckt ist eine grauenhafte Zukunftsversion von einer Gesellschaft ohne jedes soziale Empfinden oder Mitgefühl.

 

Kommentieren0
1
Teilen
V

Rezension zu "Das Geflecht" von Andreas Laudan

Aufregend und fesselnd!
Vala_Maldoranvor einem Jahr

Selten ein so gutes Buch gelesen! Spannung pur bis zur letzten Seite! Andreas Laudan schafft es, den Leser zu fesseln, ohne dabei auf sinnloses Gemetzel oder Gewalt zurückzugreifen. Außerdem vermittelt er einen interessanten Einblick in die Welt der Blinden. Wirklich gut recherchiert und großartig geschrieben.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Das Geflecht" von Andreas Laudan

Was versteckt sich in der Dunkelheit?
Betsyvor einem Jahr

4 Teenager, ein stillgelegtes Bergwerk und die dumme Idee dort eine kleine Party zu feiern, führen dazu, dass 2 von ihnen in einen dunklen Schacht hinabstürzen. Glück im Unglück, dass gerade die bekannte Höhlenforscherin Tia Traveen in der Gegend ist, die gerufen wird um zu helfen. Mit Hilfe ihres Assistenten Leon klettert sie in die Tiefe, umgeben von tiefster Dunkelheit, doch Licht braucht sie keines, denn sie ist blind und findet den Weg auf ihre Art und Weise. Doch ein Unglück kommt selten allein und nicht nur scheint da unten etwas Außergewöhnliches und gefährliches zu leben, auch scheint es einen besonderen Grund zu haben warum gerade auf ihre Hilfe so viel wert gelegt wird.

Eine etwas anders geartete Story, die mit einer tollen Hauptfigur punkten kann und trotz einer unblutigen Handlung sehr spannend ist. Die Geschichte spielt zwar mit einigen Dingen die jetzt nicht gerade neu sind, wie zB den Teenagern und einer wirklich dämlichen Idee, bei der ja schon abzusehen ist, dass das nicht gut gehen kann, aber es schaukelt sich langsam aber sicher hoch und besticht durch die bedrückende Atmosphäre. Die Angst der Teenager, Verletzungen, dramatische Situationen, die undurchdringliche Finsternis, das Gefühl begraben unter der Erde zu sein, Kälte und Etwas, dass da unten lebt und sich seinen Weg zu ihnen sucht.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von den wichtigsten Figuren erzählt und zusätzlich wird auch immer die Zeit angegeben, um noch ein wenig zu verdeutlichen wie lange die Rettungsmission dauert und wechselt zwischen den Geschehnissen in der Höhle und außerhalb.

Die Handlung wird dominiert von den Ängsten, aber auch den Stärken der jeweiligen Figuren. Besonders Tia ist hier eine taffe, junge Frau, die sich trotz ihrer Blindheit, die sie durch einen Unfall erlitten hat, unglaublich sicher und ohne zu zögern in der Höhle zurechtfindet. Nebenbei kommt natürlich auch einiges an privaten Hintergrund hinzu, über Tia, ihren Assistenten, aber auch über die anderen Figuren. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die jeweilige Lebenssituation der Charaktere und natürlich auch warum Tia persönlich so viel daran liegt, anderen zu helfen. Natürlich gibt hier auch ein wenig Teeniedrama, aber das ist verständlich und auch irgendwie süß, wenn auch teilweise total dumm.
Alle spielen hier ihre Rolle und man merkt als Leser sofort, dass da etwas im Argen zu liegen scheint, nach der Reaktion des Vaters zu schließen, von dem der Schlüssel zum Bergwerk gestohlen wurde und der von seinem Sohn Justin direkt nach dem Unglück angerufen wird, was dann für Tia und die anderen im weiteren Verlauf noch zu so einigen unliebsamen Überraschungen führt, auch wenn man doch recht schnell vermuten kann auf was es wohl letztendlich hinauslaufen wird. Dennoch wurde alles perfekt konstruiert und auch recht realistisch gehalten, selbst wenn Tia hier teilweise doch ein wenig zu einer Überheldin wird und fast schon menschenunmögliches schafft. Trotzdem wird hier die Extremsituation sehr gut geschildert und man verfolgt gebannt, wie die Beteiligten hier agieren und wie letztendlich alles aufgelöst wird.

Fazit: Eine spannende und außergewöhnliche Story. Die durch die blinde Hauptfigur besticht, aber auch der Atmosphäre die die ganze Rettungsmission bestimmt und einen mitfiebern lässt. Zwar ist einiges schon vorhersehbar und es gibt auch viel privates dazwischen, dennoch ist man regelrecht gebannt vom Geschehen und fühlt die Bedrohung, die da unten von etwas ausgeht, dass scheinbar nach einem greift und überall zu sein scheint. Auch als man weiß um was es sich letztendlich handelt, bleibt es spannend und es gibt noch einige Hindernisse bis das Ende und damit die Rettung in Sicht ist. Das Ganze wird wundervoll abgeschlossen und endet auch nicht so abrupt wie es bei Thrillern oftmals der Fall ist, sondern sogar mit viel Gefühl. Auch wenn die privaten Geschichten hier, doch einiges ausmachen, störte das gar nicht so, da man so die Figuren sehr gut kennenlernt und es jetzt nicht so überhand nimmt, dass die Spannung darunter leidet. Eine etwas andere Geschichte, die mich positiv überrascht hat und absolut stimmig ist!

Kommentieren0
47
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 242 Bibliotheken

auf 30 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks