Andreas Laudert Und ist ein Verbindungswort, das Du ist es auch

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Inhaltsangabe zu „Und ist ein Verbindungswort, das Du ist es auch“ von Andreas Laudert

Kann man sich vornehmen, uneigennützig zu sein, fragt Andreas Laudert. Handelt es sich noch um echte Selbstlosigkeit, wenn sie eingefordert wird? Wie viel Eigenes muss vorhanden sein, damit wir 'selbstlos' sein können? – Andreas Laudert lotet die feine, oft grob misshandelte oder unversehens missverstandene Grenze zwischen Ich und Du aus, an der alle Entwicklung des Menschen sich bildet.

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  • Ein Buch, das in verborgene seelische Tiefen vorzudringen vermag, wenn man sich dafür öffnet

    Und ist ein Verbindungswort, das Du ist es auch

    WinfriedStanzick

    09. December 2013 um 10:59

      Wer hätte das nicht schon in seinem Leben probiert? Den Vorsatz fassen, ein guter Mensch zu werden, seine Egoismen zu bearbeiten, nicht mehr an seinen eigenen Vorteil zu denken, nicht mehr dauernd zu fragen, was habe ich davon, sondern ein selbstloser, ein uneigennütziger Mensch zu sein. Ein Mensch, der für andere da ist und daraus eigenen Lebenssinn schöpft, ein Mensch, der nicht mehr um sich selbst kreist, sondern dessen Blick und Herz sich geöffnet hat für seine Mitmenschen und seine ihn umgebende Welt.   In den Tagen vor Weihnachten wird nicht nur in den Kirchen  im Zusammenhang mit der Weihnachtsbotschaft wieder viel davon die Rede sein. Auch der Bundespräsident wird in seiner Ansprache dieses Thema streifen.   Der 1969 geborene Andreas Laudert, anthroposophischer Theologe, hat sich in seinem hier vorliegenden Büchlein grundsätzliche Gedanken darüber gemacht über „Wege zu einer anderen Selbstlosigkeit“. In der Partnerschaft, im Zusammenleben mit Kindern gerade auch in Patchworkfamilien findet er dazu die geeigneten Übungsfelder. Und er konstatiert gegen Ende: „Selbstlosigkeit muss eine freiwillige Tat sein, eine individuelle Initiative in der Situation. Sie ist eine Entscheidung, die ich treffe, um alle Beteiligten aus einem ausweglosen Dilemma zu erlösen. Selbstlosigkeit ist kein Wert, sondern ein Ergebnis der Liebe zum Mitmenschen – zu einer Wahrheit, die ihn und mich nicht trennt, sondern verbindet. Sie zu praktizieren kann man üben. Man kann lernen auf sein Gewissen zu hören, immer besser, immer differenzierter – ohne Angst vor Selbstverlust oder davor, in einer schwierigen Situation sein Würde zu verlieren, vor sich oder vor anderen.“   Was mich sehr beeindruckt hat, ist das, was er über das Scheitern im Leben schreibt, über Unvollendetes, über Schuld: „Wo etwas im Einzelnen scheitert, entsteht Substanz für alle. Jedes Scheitern ruft aus sich heraus nach dem Anderen. Alles, was Fragment blieb in einer Biografie – auch in der Biografie der Menschheit -, was nur als positive Möglichkeit offen vor aller Augen lag, bereit, verwirklicht zu werden: zum Impuls,  die himmlische Skizze auf Erden auszumalen, das Aufgeschobene zu ergreifen und das nur Angedeutete weiterzuführen, um es höchstpersönlich zur Welt zu bringen – und um dem anderen, selbstlos, zu sich selbst zu verhelfen.“   Ein beeindruckendes Buch, das in verborgene seelische Tiefen vorzudringen vermag, wenn man sich dafür öffnet.

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