Andreas Lesti

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Andreas Lesti

Jemima Morrell wurde am 7. März 1832 als Tochter eines Bankangestellten und seiner Frau in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Der familiäre Wohlstand ermöglichte schon während ihrer Kindheit viele Urlaube. Nach der ersten Pauschalreise geführt von Thomas Cook, unternahm Morrell von Großbritannien aus weiterhin viele Expeditionen. Sie heiratete, bekam einen Sohn und verstarb 1909 im Alter von 77 Jahren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andreas Lesti

Cover des Buches Das ist doch der Gipfel (ISBN: 9783711200174)

Das ist doch der Gipfel

 (3)
Erschienen am 12.03.2020
Cover des Buches Oben ist besser als Unten (ISBN: 9783954030224)

Oben ist besser als Unten

 (1)
Erschienen am 17.09.2013

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Rezension zu "Das ist doch der Gipfel" von Andreas Lesti

Pioniere des Bergsteigens. Spannend!
Igelmanu66vor 4 Monaten

»Am Ende ergibt sich ein Bild von den Alpen der Gegenwart, das ohne die Helden der Vergangenheit nicht verständlich wäre.«

 

Noch im 17. Jahrhundert war das Hochgebirge ein Angstraum. Man vermutete in den Höhen Monster und Drachen und ganz sicher würde jeder, der zu weit hinaufsteigen würde, dort den Tod finden. Im 18. Jahrhundert wandelte sich das Bild. Künstler und Literaten befassten sich mit den Bergen und wagemutige Pioniere strebten in die Höhe.

 

15 Porträts und Geschichten in diesem Buch befassen sich mit diesen ersten Bergsteigern. Dabei finden sich neben prominenten Namen wie z.B. Goethe oder Alexander von Humboldt, auch viele unbekannte oder vergessene. Ich lernte faszinierende Persönlichkeiten kennen und staunte, wie viele von Bedeutung für die Welt des Bergsteigens es doch gibt.

 

Die Geschichten beginnen in den Alpen, erstrecken sich aber auch auf andere Gebirge der Welt. Die Themen zeigen eine ähnliche Vielfalt. So erfährt man beispielsweise, wo Goethe wandelte und welche Berge ihn inspirierten. Man reist mit Humboldt auf den Teide und verfolgt die Reise der ersten Gruppe Pauschaltouristen durch die Alpen im Sommer 1863.

Auch Vierbeiner haben ihren Platz im Buch. Hündin Tschingel war im Sommer 1869 das erste weibliche Wesen auf dem Gipfel des Monte Rosa und zementierte in den folgenden Jahren ihren Ruf als erfolgreichster Hund der Alpingeschichte.

Wer hat schon von Theodor von Lerch gehört? Kaum jemand in den Alpen kennt seinen Namen, in Japan jedoch wird er in einem Atemzug mit Mozart genannt. Er ist dafür verantwortlich, dass ein kleiner Ort namens Takata heute als „Wiege des japanischen Skilaufs“ gilt.

Das Buch endet nicht mit den ganz frühen Pioniertaten, sondern befasst sich auch mit modernen. So ist z.B. ein Kapitel Wanda Rutkiewicz gewidmet, die zwischen 1973 und 1992 mehrere Rekorde im Frauen-Bergsteigen erzielte, unter anderem war sie die erste Europäerin auf dem Mount Everest und die erste Frau überhaupt auf dem K2.

Fesselnd auch Aktionen wie die erste komplette Alpenlängsdurchquerung in nur 40 Tagen oder die erste Skiabfahrt von über 8.000 Metern.

 

Am Ende der Kapitel gibt es Listen zu interessanten Themen, z.B. die Geschichte der Höhenweltrekorde oder Skiabfahrten an 8.000ern. Welche großen Alpengipfel wurden bis zum Jahr 1800 bestiegen? Welche Menschen waren zuerst auf den 8.000ern und wer schaffte es als erstes, sie alle zu besteigen?

 

Viel zu schnell ist das Büchlein gelesen. Das war für mich auch das einzige Manko. Ich mag Geschichten über Pioniere und hier erfuhr ich so viel Interessantes und Neues, dass ich am Ende mancher Kapitel traurig war, dass es schon zum nächsten weiterging. Natürlich gibt es ein Literaturverzeichnis am Ende, das auf Stoff zum Weiterlesen hinweist, aber ich habe mich schon gefragt, ob ein paar Seiten mehr nicht möglich gewesen wären.

 

In der Summe ergibt sich ein hochinteressantes Buch für jeden, der sich für Berge, das Bergsteigen und Pioniere interessiert. Der Einband unterstreicht den hochwertigen Eindruck, das Buch eignet sich also auch gut als Geschenk.

 

Fazit: Pioniere des Bergsteigens. Wer glaubt, mit Namen wie Hillary und Messner die wichtigsten zu kennen, wird staunen. Spannend und unterhaltsam.

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Rezension zu "Das ist doch der Gipfel" von Andreas Lesti

Gipfelrekorde einmal anders
annluvor 4 Monaten

*So hangelt sich das Buch an 15 Porträts und Geschichten durch Zeit und Raum.*




Von der Zeit, als es gerade anfing mit der Bergsteigerei, über das Goldene Zeitalter des Alpinismus (1854-1865) reichen interessante Berggeschichten bis in die Gegenwart. Ob bekannte Gelehrte und Forscher, die ersten Pauschaltorristen oder Hunde, die im Gegensatz zum Frauchen die Mitgliedschaft des British Alpine Club bekommen haben – hier finden sich interessante Geschichte rund um die Welt der Berge. 






In fünfzehn Kapiteln wandert der Autor durch die Zeit und die Alpingeschichte. Es beginnt Belsazar Hacquet, der eine ausführliche Abhandlung darüber geschrieben hat, was eine alpine Reise eigentlich erfordert. Goethes Bergtour ist vom Glück gekennzeichnet. Humbold hingegen geht auf sehr wissenschaftliche Weise an das Bergsteigen heran. Darin eifern ihm die Brüder Schlagintweit nach, die allerdings recht unglücklich an ihren Ruhm herangehen. Ein junger Mann, seine Tante und ihr Hund gelten als exzentrische Truppe. Bereits 1863 machen die ersten Pauschaltouristen die Alpen unsicher. Aleister Crowley zeigt sich mehr als nur exzentrisch, dafür erntet Theodor von Lerch Ruhm in Japan. Fritz Wiessner scheitert am K2, Norman Dyhrenfurth erlebt fast hundert Jahre Alpingeschichte. Erste Gipfelrekorde werden von Frauen gemacht, die Alpen mit Skiern überquert und Skiabfahrten auf achttausend Metern gemacht. Die Bergführer kommen mit der Familie Barmasse und dem Matterhorn zu Wort. Ein Nachruf auf David Lama schließt das Buch ab, zeigt noch einmal die Gefahren auf, denen man sich auch heute noch als Extrembergsteiger ausliefert, aber auch in welche Richtung der Bergsport der Zukunft geht. 




Ausgehend von einer Furcht vor dem Gebirge und seinen Gefahren zeigen die Geschichten, dass die neu entstandene Faszination an ihnen doch immer mit einem Konkurrenzdenken einhergeht. Um die Errungenschaften im Kontext zu sehen, finden sich an vielen Kapitelenden Auflistungen der bis dahin verzeichneten Erfolge. So findet man die bis 1800 bestiegenen Alpengipfel ebenso, wie die Geschichte der Höhenrekorde, die Eroberung der letzten sieben unbestiegenen Alpengipfel genauso, wie die wildesten Hunde der Alpingeschichte, eine kurze Zusammenfassung der Skigeschichte so wie die Ersten auf den 8000ern (und auch jene, die alle davon geschafft haben oder die sie mit Skiern befahren haben). 




Die Geschichten bringen den Leser dazu, einen Schritt zurück zu gehen – in Zeiten, in denen auch das Nichterreichen eines Gipfels eine Heldentat war, in denen bereits dort Herausforderungen gesucht und gefunden wurden. 




Fazit: An Büchern über den Alpinismus mangelt es nicht. Dieses ist zwar klein aber fein. Schon der Leineneinband mit dem Bild einer Postkarte aus dem 19.Jhd. zeigt, dass den Leser hier Qualität erwartet. 

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Rezension zu "Das ist doch der Gipfel" von Andreas Lesti

Vom Schreckensort zum Sehnsuchtsort
katikatharinenhofvor 5 Monaten

Bergfreunde aufgepasst, denn dieses Buch ist ein kleine Hommage an alle, die sich in der Vergangenheit auf den Weg gemacht haben, die Bergwelt zu erobern und ohne die es die Alpenromantik von heute nicht gäbe.


Hier werden Gothe, von Humboldt und Co zu Bergführern und lassen uns an ihren Erlebnisse teilhaben. Da ist der Dalai Lama, der mit Ehrfurcht vor der Schöpfung den grauen Riesen begegnet.


Tatzelwürmer, Drachen, Riesen - alle diese Fabelwesen habe ein Zuhause in den Kolossen aus Stein gefunden und sorgen so für wundervolle Geschichten und Sagen.


Andreas Lesti widmet sich in diesem Buch der Geschichte des Alpinismus und erzählt, welche großen Opfer manche auf sich genommen haben um dem Ruf der Berge zu folgen. Es gibt große Triumphe mitzuerleben und auch Tragödien zu betrauern. Großglockner, Matterhorn, Mount Everst - faszinierend klingende Namen, die noch faszinierendere Geschichten zum Vorschein bringen.


Ein Buch, das  mit Liebe und Sorgfalt zusammen gestellt ist und die Bergwelt mit all ihren Schrecken, aber auch Sehnsüchten für uns  ins heimische Wohnzimmer holt



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