Andreas Lorenz

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Mein Leben in 13 Runden, Aung San Suu Kyi und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Andreas Lorenz

Mein Leben in 13 Runden

Mein Leben in 13 Runden

 (3)
Erschienen am 13.03.2017
Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi

 (1)
Erschienen am 12.03.2015
Die asiatische Revolution

Die asiatische Revolution

 (0)
Erschienen am 09.09.2011
Erbfolge

Erbfolge

 (0)
Erschienen am 18.06.2013

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serendipity3012s avatar

Rezension zu "Aung San Suu Kyi" von Andreas Lorenz

Für Freiheit und Demokratie
serendipity3012vor 3 Jahren

Für Freiheit und Demokratie

Am 8. November 2015 gewann die „Nationale Liga für Demokratie“, die Partei der inzwischen 70-jährigen Politikerin Aung San Suu Kyi, die absolute Mehrheit der Sitze bei den Parlamentswahlen in Myanmar. Ein später Triumph. Zuvor hatte sie erst im Jahr 2012 den Friedensnobelpreis in Oslo persönlich entgegennehmen können, der ihr 1991 in Abwesenheit verliehen worden war. Insgesamt 15 Jahre stand sie unter Hausarrest. Zudem reiste sie jahrelang auch deshalb nicht aus, weil man sie nicht zurück ins Land gelassen hätte: Aung San Suu Kyi engagiert sich seit den 80er Jahren friedlich für ein demokratisches Myanmar – das sie selbst übrigens weiter konsequent Burma nennt: Die Umbenennung der „Union Burma“ in „Union Myanmar“ setzte die Militärjunta 1989 durch, um sich von den britischen Kolonialherren abzusetzen. Die Militärregierung war stets ihr Gegner (auch wenn sie dem Militär gegenüber grundsätzlich nicht negativ eingestellt war). Ein Gegner, der mit Willkür herrschte und immer wieder versuchte, sie in die Knie zu zwingen und loszuwerden.

Andreas Lorenz’ Biographie „Aung San Suu Kyi. Ein Leben für die Freiheit“ über die wohl berühmteste Burmesin der Welt endet im Jahr 2014. Die Militärregierung beginnt in den letzten Jahren langsam damit, Reformen umzusetzen und das Land wieder zu öffnen. Die Friedensnobelpreisträgerin hat hierzu ohne Zweifel einen großen Beitrag geleistet. Lorenz zeichnet ein präzises Bild einer außergewöhnlichen Frau, die sich dazu entschieden hat, sich selbst und persönliche Wünsche und Befindlichkeiten der großen Sache bedingungslos unterzuordnen, auch was das Zusammensein mit ihrer Familie betraf: Ihre Söhne wuchsen größtenteils ohne sie auf.

Lorenz zeichnet ihren Lebensweg nach und befasst sich dabei auch mit ihrem Vater Aung San, der in Myanmar ein Nationalheld ist und für die Unabhängigkeit Burmas von den britischen Besatzern kämpfte. Er fiel mit nur 32 Jahren einem Attentat zum Opfer. Station um Station zeigt Lorenz Aung San Suu Kyis Leben, Rückschläge, Katastrophen, die Willkür des Militärs, das versucht, sie zu zermürben. Doch sie hat einen unverrückbaren Willen, ist stur und konsequent, wenn es darum geht, Ziele umzusetzen und Prinzipien treu zu bleiben.

Lorenz’ Biographie ist informativ und sehr gut lesbar. Lorenz hat einen lockeren, sehr angenehmen Stil. Hier und da flicht er Zitate von Zeitgenossen ein, Anekdoten, die das Bild der sehr disziplinierten Freiheitskämpferin, die hohe moralische Ansprüche an sich und andere stellt, abrunden. Auch verfällt er nicht in Spekulationen, wo es sich anbieten würde, sondern zeigt verschiedene Sichtweisen und mögliche Erklärungen auf, wenn Begebenheiten nicht eindeutig einzuordnen sind. Ein durchdachtes und fundiertes Buch über eine Frau, die sich ganz in den Dienst einer Sache stellt und über ein Land, das langsam beginnt, sich zu wandeln.

Kommentare: 2
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AnnaChis avatar

Rezension zu "Mein Leben in 13 Runden" von Andreas Lorenz

Rezension zu "Mein Leben in 13 Runden" von Andreas Lorenz
AnnaChivor 6 Jahren

Im Vergleich zur zum selben Zeitpunkt erschienenen Autobiographie von Fritz Sdunek eher schlicht. Teilweise ist der Ton unerträglich sentimental-emotional. Trotzdem ist auch das Wegner-Buch ein interessanter Rückblick auf eine Boxtrainerkarriere, die in der DDR-Boxschule begann und bis heute im erfolgreichen gesamtdeutschen Profiboxen fortsetzt.
Für alle Freunde des Boxsports ein Muss!

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Kaisus avatar

Rezension zu "Mein Leben in 13 Runden" von Andreas Lorenz

Rezension zu "Mein Leben in 13 Runden" von Andreas Lorenz
Kaisuvor 6 Jahren

Das Buch ist lesenwert, selbst für Leser die kein oder kaum Interesse am Boxkampf haben.

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