Andreas M. Sturm , Jan Flieger Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

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Inhaltsangabe zu „Giftmorde 15 tödliche Anleitungen“ von Andreas M. Sturm

Der Giftmord, in den frühen Jahren der Menschlichen Geschichte eine beliebtes Mittel zum Morden. Nicht nur Agatha Christies Giftmordkrimis oder der spektakuläre Regenschirm-Mord mit einer präparierten Ricin-Sonde bis zur antiken Kriegsführung mit vergiftetem Wasser reichen die Geschichten die das Thema bekannt machten.
Krimiautoren aus Deutschland haben sich jetzt dem speziellen Gebiet angenommen und eine Fundgrube von mörderischen Methoden und Wegen zusammengefasst.
Und das Mordinstrument? Giftpflanzen findet man überall in der Natur, und nicht nur dort. Giftpflanzen wachsen auch in Gärten und Parkanlagen, es gibt sie als Zimmerpflanzen und als Schnittblumen. Eine gute Vorlage für ein mörderisches können.

Einfach mörderisch gut!

— Taluzi

Spannend mit welchen Giftpflanzen man so alles morden kann...

— esposa1969

Unterhaltsame und interessante Kurzkrimis mit giftigen Pflanzen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannende und abwechslungsreiche Kurzkrimis über die Wirkung von 15 Pflanzen!

— mabuerele

Giftig gute Leseunterhaltung. Nicht zum Nachkochen geeignet! Sicherheitshinweise auf der Rückseite des Buches bitte beachten!

— Buchraettin

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    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    siebenundsiebzig

    Tod oder Leben - Giftpflanzenmorde Eine Anthologie mit fünfzehn Geschichten über Pflanzen, deren Gifte, und wie man mit ihrer Hilfe so manchen unbequemen Zeitgenossen leicht ins Jenseits befördern kann. Vierzehn renommierte Autorinnen und Autoren lassen in kuriosen Mordgeschichten den Leser daran teilnehmen. Es sind Episoden, verwoben, und zum Teil hochspannend, welche oft harmlos beginnen und dann doch in tödlicher Dunkelheit enden. In den Giftküchen der Protagonisten brodelt es, wenn zum Beispiel: "Eisenkraut, weißer Germer, Herbstzeitlose, Digitalis und ähnliche Pflanzen" zu Speisen und Drinks verarbeitet werden. Die Wirkung tritt aber nicht immer genauso ein, wie es die Anwender erhoffen. Trotzdem muß aber bei jeder Erzählung einer, wenn nicht sogar mehrere Personen ins Gras beißen. Beeindruckend fand ich die beschriebenen Zustände nach Eintritt der Wirkung von Pflanzengiften. Sei es im physischen, wie auch im psychischen Bereich (z. B. Haluzinationen) der Betroffenen. Mir hat das Buch gut gefallen. Spannende und unglaubliche, zum Teil morbide Geschichten, bei denen aber auch des öfteren ein Quentlein schwarzer Humor zu spüren ist. Gerne empfehle ich diese "15 tödlichen Anleitungen" weiter. Wenn auch nicht zur Anwendung, sondern in der Hauptsache an solche Leser, welche kürzere Geschichten, die trotzdem hochspannend sind, lieben. Fünf Sterne für das Buch und meine Wertschätzung gegenüber dem Autoren-Team.

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    • 6

    Darayos-von-Wichelkusen

    15. January 2016 um 18:38
  • Leserunde zu "Giftmorde 15 tödliche Anleitungen" von Andreas M. Sturm

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    fhl_verlag_leipzig

    Mögen Sie guten Wein? Oder indische Gewürze? Süßigkeiten? Vielleicht überlegen Sie sich das noch mal . . . Macht mit bei unserer neuen Leserunde zu ›Giftmorde - 15 tödliche Anleitungen‹, einer Anthologie mit 15 Krimikurzgeschichten.                                      Bewerbt euch bis zum 11.02.2014 um eines von 15 Leseexemplaren unter der Rubrik Bewerbung / Ich möchte mitlesen. Was genau erwartet euch in ›Giftmorde‹ Blumen und Pflanzen - der Inbegriff von Schönheit und Unschuld. Doch in manchen der so harmlos scheinenden Gewächse lauert ein tödliches Gift. Vierzehn renommierte Autorinnen und Autoren haben eine Auswahl der giftigsten Pflanzen und menschlichen Schwächen seziert und in fünfzehn mörderischen Anleitungen zu spannenden Geschichten verwoben. Die besondere Würze bei diesen Kurzkrimis ist, dass nicht jede Mordabsicht gelingt - einige Opfer schlagen zurück. Nachahmer werden also nachdrücklich gewarnt! Menschen reagieren oft anders, als der schlaueste Täter planen kann. Sollten Sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen Sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter. Inhaltsangabe Autoren und Story: Romy Fölck: ›Tollkirsche: Für's Protokoll‹ Andreas M. Sturm: ›Gefleckter Schierling: Tödliches Halloween‹ Cornelia Lotter: ›Roter Fingerhut: Nur über meine Leiche!‹ Petra Tessendorf: ›Eibe: So rot die Lippen‹ Helmuth Scheel: ›Safran: Das gelbe Gericht‹ Sophie Sumburane: ›Weißer Germer: Kalte Hand‹ Mandy Kämpf: ›Herbstzeitlose: Kleine Nachbarschaftsmorde‹ Frank Kreisler: ›Engelstrompete: Bumerang‹                                        Traude Engelmann: ›Gewöhnlicher Goldregen: Zu gut für diese Welt‹ Patricia Holland Moritz: ›Alraune: Alraunenmord‹ Matthias Seydewitz: ›Schwarzes Bilsenkraut: Der eine Rose bricht‹ Ingrid Schmitz: ›Rizinus: Lass uns sterben‹ Jan Flieger: ›Digitalis: Die Löwin‹ Martina Arnold: ›Blauer Eisenhut: Das Prickeln‹ Andreas M. Sturm: ›Hortensie: Abschied‹

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    • 653
  • Guten Appetit

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Taluzi

    In diesem Büchlein werden 15 Giftmorde von verschiedenen Autoren vorgestellt, die mit Pflanzengift verübt wurden. Giftmorde sind sicher schon etwas aus der Mode gekommen, aber sie haben noch lange nicht ihre schaurige Faszination verloren. Schon 399 vor Christus starb Sokrates nach einem Schierlingbecher, Kaiser Claudius wurde von seiner Frau mit Pilzen ins Jenseits befördert und gar nicht so lange her in den 70iger Jahre wurde der Bulgare Georgi Markow mit Rizin ermordet. Die Gründe für die Taten sind so vielfältig wie die Anzahl der existierenden Giftpflanzen. Gier, Hass, Eifersucht oder das Erbe haben die Giftmischer an den Kochtopf geführt. Aber nicht jeder Mord gelingt, da wurde auch mal das Opfer zum Täter sei es unbewusst oder mit voller Absicht. Wenn man den Text auf dem Buchrücken liest, wird einem klar, dass in den Geschichten auch mit jeder Menge schwarzen Humor zu rechnen ist: „Nachahmer werden also ausdrücklich gewarnt! …. Sollten sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter.“ Ich habe dieses Büchlein in die Hand genommen und konnte es kaum wieder weglegen. Es war mörderisch gut! 15 Morde werden in diesem Büchlein beschrieben. Unter dem Autor und dem Titel der jeweiligen Geschichte stand die verwendete Giftpflanze. Zu jeder Giftpflanze gab es ein ganzseitiges schwarzweiß Foto. Besser hätte ich gefunden, wenn es eine schwarzweiß Zeichnung der Pflanze wäre oder ein farbiges Foto. Ich stelle 3 Geschichten, die mir besonders gut gefallen haben kurz vor. Wie ein Märchen las sich die Geschichte „So rot die Lippen“ von Petra Tassendorf. Zwei unterschiedliche Schwestern nicht nur vom Aussehen sondern auch vom Charakter. Die schöne Zdenka zieht in die weite Welt und wird ein reiches Topmodel, während die unscheinbare Isa im Wald bei ihrem pflegebedürftigen Vater bleibt. Die Dorfbewohner munkeln, dass Isa aus dem Stamm einer Eibe geboren wurde, neben der die Mutter der Mädchen begraben liegt. Ihre Holzschnitzkunst wird von einem jungen Mann bewundert. Wie ein Märchen ist diese Geschichte erzählt, etwas magisch und abstrakt. Mehr möchte ich gar nicht schreiben, es verrät sonst so viel. In der Geschichte „der die Rose bricht“ von Matthias Seydewitz kommt alles anders als geplant. Eine leidenschaftliche Malerin möchte ihren verheirateten Liebhaber los werden. Dazu rührt sie ihm schwarzes Bilsenkraut ins Essen. Seinen langsamen Tod möchte sie auf ihrer Leinwand festhalten. Da steht plötzlich die Ehefrau vor der Tür. Gerne hätte ich diese Geschichte noch weiter gelesen. Aber sie lässt dem Leser genügend Raum um sich seine eigenen Gedanken zu machen. Sehr geheimnisvoll und spannend. Besonders gut hat mir die letzte Geschichte „Abschied“ von Andreas M. Sturm gefallen. Ein trauernder Mann sitzt am Grab seines besten Freundes und macht sich Gedanken wie er ihm die letzte Ehre erweisen kann. Dabei erinnert er sich an die gemeinsame Zeit. Es ist sehr rührend und mitfühlend beschrieben. Trotzdem schlug ich das Buch nach der Geschichte zu und war herzhaft am Lachen. Leider kann ich nicht sagen warum, denn das würde zu viel Verraten! Die Anthologie müsst Ihr wirklich selber lesen!  

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    • 4

    Arun

    21. November 2014 um 15:47
  • Rezension zu "Giftmorde 15 tödliche Anleitungen" von Andreas M. Sturm (Hrsg.)

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Solifera

    25. March 2014 um 20:40

    „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ (Zitat von Paracelsus) Nicht alles, was so hübsch und schön am Wegesrand oder auch im heimischen Garten blüht, ist so harmlos wie man meint. Es tummeln sich darunter auch einige giftige Zeitgenossen. In der vorliegende Anthologie haben sich 14 Autoren in 15 Geschichten mit solch mörderischen Gewächsen beschäftigt. Und herausgekommen ist eine einzigartige Sammlung mit tollen Ideen. Mordmotive sind weitreichend, am häufigsten geht es darum, den unliebsamen Partner oder Nebenbuhler loszuwerden. Oder auch fehlgeleitete Mordversuche. in ihrer Ausführung sind die Geschichte stilistisch so unterschiedlich wie die Autoren selbst, manche sind gelungener als andere, aber alle waren sehr lesenswert.  Und nicht nur das: In gewisser Weise waren sie auch ein wenig lehrreich, da man viel über die Wirkungsweise , Nebenwirkungen, Vergiftungserscheindungen etc. gesagt. Bei aller Begeisterung darf man aber nicht vergessen: Nicht zur Nachahmung geeignet! Fazit: Eine rundum gelungene Anthologie, da mich das Thema der Giftpflanzen einfach sehr fasziniert und fesseln kann, meine Favoriten: Romy Fölck - Für' s Protokoll (Tollkirsche), Andreas M. Sturm – Tödliches Halloween (Gefleckter Schierling) und Cornelia Lotter – Nur über meine Leiche! (Roter Fingerhut)... [dies sind aber nur meine persönlichen Highlight *g*]

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  • Leider eher durchschnittliche Sammlung, mit einigen wenigen Höhepunkten

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    PMelittaM

    Die Anthologie besteht aus 15 Kurzkrimis von 14 Autoren, die sich Gedanken zum Thema Giftmorde gemacht haben. Jede Geschichte handelt von einer bestimmten Giftpflanze und wird mit einem Schwarz-Weiß-Foto dieser Pflanze illustriert. Die Motive für die Morde sind „die üblichen“: Rache, Hass, Eigennutz. Recht oft kommt es vor, dass innerhalb einer Paarbeziehung gemordet wird, aber auch der böse Nachbar kommt nicht ungeschoren davon und hin und wieder trifft das Gift auch den angehenden Mörder selbst. Einige der Geschichten sind sprachlich sehr schön erzählt und ein paar haben mich sehr angenehm überrascht und sind sehr außergewöhnlich. Andere finde ich wenig nachvollziehbar, teilweise sind die Themen recht ausgelutscht und manche enttäuschen mit dem finalen Twist. Anthologien haben es so an sich, dass einem nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Beim fhl-Verlag, der relativ viele solcher Sammlungen verlegt, sind sie Regel gut ausgewogen. In diesem Band gefielen mir persönlich allerdings relativ wenige der Krimis richtig gut, so dass die Anthologie insgesamt bei mir nur durchschnittlich punkten konnte. Wer Kurzkrimis mag, sollte dennoch einen Blick wagen.

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    • 2

    inflagrantibooks

    23. March 2014 um 22:25
  • Das etwas andere Buch.

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. March 2014 um 08:54

    Mehrere Krimiautoren haben sich der Vergiftung mit Pflanzen angenommen. Pflanzliche Gifte findet man nicht nur in Gärten, auch in der Natur oder auch als Zimmerpflanzen kann man sie finden. Sie kommen als Blumen oder Kräuter vor. Sind manchmal so schön, dennoch so tödlich. . Neid, Liebe, Hass, Rache oder Eifersucht sind einige Gründe warum Menschen morden. Manchmal zieht einem jedoch ein Schmunzeln ins Gesicht, besonders dann, wenn der Täter zum Opfer wird. Eine Meinung über dieses Buch abzugeben ist ziemlichen schwierig, denn 14 verschiedene Autoren haben auch verschiedene Schreibstile. Es sind Geschichten dabei, die fließend zu lesen sind und wieder andere sind etwas schwierig zu lesen ( manchmal musste ich einen Text nochmals durchlesen). Rund herum jedoch, ist dieses Buch spannend und dennoch , ab und zu Humorvoll geschrieben. Mir hat es Spaß gemacht und ich kann es weiter empfehlen. Wünsche allen viel Spaß beim lesen, bei einem etwas anderem Buch. Von mir 4 Sterne.

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  • Giftig geht die Welt zugrunde...

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    TochterAlice

    15. March 2014 um 09:09

    zumindest in diesem Sammelband grusliger Kurzgeschichten, in dem immer jemand - nicht unbedingt der "Richtige" - durch Giftpflanzen zu Tode kommt. Es läuft also nicht unbedingt alles nach Plan, das macht es umso spannender: zumindest teilweise, denn knapp die Hälfte der Geschichten sind von hoher literarischer Qualität und ein Genuss zu lesen: dabei sind vor allem die beiden Beiträge des Herausgebers Andreas M. Sturm "Tödliches Halloween" und "Abschied", Leckerbissen mit einem ordentlichen Schuss schwarzen Humor sowie "So rot die Lippen" von Petra Tessendorf zu nennen: letztere, eine märchenhafte, ja lyrische Geschichte, bildet für mich das absolute Highlight dieses Bandes. Beide Autoren haben - wie auch die meisten anderen - schon Krimigeschichte geschrieben, indem sie bereits vorher publiziert haben, oft längere Werke. Sind dies Autoren zum Angewöhnen, enthält das Buch auch Geschichten, die eher das Gegenteil bewirken: sich den jeweiligen Autor schnell abzugewöhnen. Für mich sind das in diesem Band bspw. Sophie Sumburane und Jan Flieger, deren Kurzgeschichten mich ebenso wie ihre Kriminalromane nicht vom Hocker gerissen haben. Doch bei Ihnen ist das möglicherweise ganz anders und dazu bietet dieser Band eine einmalige Gelegenheiten: zum "häppchenweisen" Kennenlernen der Autoren - ist man erstmal auf den Geschmack gekommen, kann man sich einen ganzen Teller, sprich: einen Kriminalroman des jeweiligen Autors zu Gemüte führen. Ein Bändchen für Freunde kurzer literarischer Kleinode, für Pendler beispielsweise - denn so eine Geschichte liest sich locker in 10, 15 Minuten. Auf jeden Fall aufgrund der liebevollen Gestaltung - der Herausgeber hat die Giftpflanzen liebevoll und sehr gekonnt fotografiert: diese gruslig-edlen Fotos verteilen sich über das ganze Büchlein -  ein passendes Geschenk für viele Gelegenheiten, das sowohl als Aufmunterung als auch als Drohung verstanden werden kann. Man sollte sich also gut überlegen, wem und zu welcher Gelegenheit man es überreicht!

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  • Giftige Schönheiten und schöne Giftpflanzen

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Cappuccino-Mama

    12. March 2014 um 12:37

    Pflanzen und Blumen sind eine meiner Leidenschaften. Ich besitze einen Garten, in dem, wie so oft, auch Pflanzen wachsen, die giftig sind. Und um Giftpflanzen geht es auch in einer neuen Anthologie des fhl-Verlags, von dem ich bereits die beiden Bände der STAMMTISCHMORDE gelesen hatte. Das Cover: Passend zu einer Krimi-Anthologie wurde ein dunkles Cover gewählt. Zu sehen ist ein schwarzer Hintergrund und ein Glas, das so von einer Lichtquelle angestrahlt wird, dass es schon gespenstisch weiß erscheint, eine dunkle, mit Wassertropfen benetzte Fläche mit einem roten Streifen. Des weiteren sieht man lose Blätter, die durch die Feuchtigkeit wellig wurden. Teebeutel, aus denen einige Tropfen des Aufgusses sickern, zwei Hände, die mit etwas Grünem (vermutlich giftigen Pflanzen) hantieren. Der weißgehaltene Buchtitel wirkt wie handgeschrieben. Auf der Buchrückseite befindet sich auf der linken Seite eine Spalte, in der die Autoren, sowie die Titel der einzelnen Geschichten aufgeführt sind. Etwas irritierend fand ich jedoch, dass bei Andreas M. Sturm, der als Herausgeber gleich zwei Krimis geschrieben hat, beide Krimis unter seinem Namen vermerkt sind. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wäre der Autorenname doppelt erschienen mit je nur einem Titel. Ein Buch mit einem „Sicherheitshinweis“ ist mir wohl noch nie begegnet. Hier wird darum gebeten, davon Abstand zu nehmen, die Anleitungen nachzumachen, oder sie zu testen. Sollte man allerdings dennoch beim Lesen auf den Geschmack gekommen sein, so sollte man seinen Anwalt oder Bestatter fragen. Die einzelnen Krimis / Buchaufbau: Hier werde ich den Inhalt kurz wiedergeben, ohne jedoch zuviel zu verraten. Zudem mache ich hier meine Anmerkungen zu den einzelnen Geschichten. In den Klammern hinter dem Titeln ist stets die „Mordwaffe“ vermerkt. ROMY FÖLCK - Für' s Protokoll (Tollkirsche): Drei alte Damen, die in einem Altenheim leben, gönnen ihrem Mitbewohner sein Liebesglück nicht... Durch verletzte Eitelkeit und verschmähte Liebe sind auch betagte Leute zu so mancher Tat fähig – wunderbar geschrieben – da konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen... ANDREAS M. STURM – Tödliches Halloween (Gefleckter Schierling): Ein Arzt ist tot und der Kommissar begibt sich auf Spurensuche. Weshalb musste der Mann sterben?... Hinter so mancher schönen Fassade herrscht das Grauen! Eine gut durchdachte Handlung, mit einem fesselnden Schreibstil und einer „altbewährten“, klassischen Giftpflanze – schon der griechische Philosoph Sokrates starb bereits 399 v. Chr. durch den sogenannten Schierlingsbecher. CORNELIA LOTTER – Nur über meine Leiche! (Roter Fingerhut): Hans und Gerda sind ein älteres Ehepaar. Sie möchte daheim in Deutschland ihre Blumen pflegen, während er sich ebenfalls pflegen lassen will – allerdings in Thailand von jungen (hübschen) Thailänderinnen. Zwei sehr verschiedene Vorstellungen, wie man den Lebensabend verbringen möchte... Ein flüssiger Schreibstil und eine tolle Handlung machte auch hier das Lesen für mich zu einem literarischen Genuss. PETRA TESSENDORF – So rot die Lippen (Eibe): Zwei sehr unterschiedliche Schwestern – Zdenka eine macht Karriere als internationales Topmodel und steht gerne im Mittelpunkt, während Isa,die andere Schwester, zurückgezogen lebt und ein Dasein als Mauerblümchen führt. Isa jedoch findet in der Kunst des Holzschnitzens ihre Erfüllung und pflegt zudem ganz alleine den alten, pflegebedürftigen Vater... Vom außergewöhnlichen Schreibstil her erinnerte mich dieser Krimi an ein (modernes) Märchen (schon der Name Isa Immergrün klingt so, als wäre er nicht von dieser Welt). Die Handlung liest sich ein bisschen wie ein modernes Aschenputtel-Märchens, oder auch eine Variation von Frau Holle: Eine Tochter führt ein schönes Leben, während die andere schuftet. HELMUTH SCHEEL – Das gelbe Gericht (Safran): Ein Ehepaar mit einer Leidenschaft für das teure Gewürz Safran wird nach einem Essen, das intensiv damit gewürzt war, tot aufgefunden. Doch kann ein solcher kulinarischer Genuss auch zum tödlichen Verhängnis werden?... Eine gut geschriebene Geschichte mit einer eher unerwarteten Wendung. SOPHIE SUMBURANE – Kalte Hand (Weißer Germer): Sie liebte die Berge und sie liebte den Gelben Enzian. Doch nun ist eine Frau plötzlich tot und die Familie trauert um sie... Eine sehr traurige, sehr emotionale und auch bedrückende Geschichte in einem etwas ungewöhnlichen Schreibstil – einer Art Monolog, gleichzeitig aber auch eine Art Zwiesprache einer Tochter mit der toten Mutter. MANDY KÄMPF – Kleine Nachbarschaftsmorde (Herbstzeitlose): Kurt Klein, ein Nachbar, der sich immer wieder bei seinen Mitmeschen unbeliebt macht, indem er sie als selbsternannter Sheriff denunziert, und der auch hinter verheirateten Frauen her ist. Aber auch seine eigene Frau führt keineswegs ein schönes Leben an der Seite von Kurt. Doch dann erblickt Kurt eines Tages im Garten seines Nachbarn das Objekt seiner Begierde... Ich liebe diese Geschichte, sie brachte mich zum Lachen, auch wenn mir die Nachbarn leid taten, die unter Kurt zu leiden hatten - Kurt, ein Mann, dem man alles Schlechte wünscht. Auch wenn manches in der Geschichte vorhersehbar war, habe ich diesen Kurzkrimi doch sehr genossen. Ein frischer, kurzweiliger Schreibstil, gespickt mit schwarzem Humor, der mir sehr gut gefiel. „Kleine Nachbarschaftsmorde“ war eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten im Buch – wenn nicht gar mein Favorit. FRANK KREISLER – Bumerang (Engelstrompete): Ein Tee aus eigener Herstellung kann so manche unerwünschte Nebenwirkung haben. Doch manchmal kommt alles ganz anders als es vorgesehen war... Die halluzinogene Wirkung der Engelstrompete war mir sehr wohl bekannt – glücklicherweise jedoch nicht aus eigener Erfahrung, sondern lediglich aus Zeitungs- oder Fernsehberichten. Wie diese Pflanze wirkt, war in dieser Geschichte sehr anschaulich beschrieben – ein kleines Schmunzeln konnte ich mir da nicht verkneifen, was aber, so denke ich, bei einer fiktiven Geschichte auch vollkommen legitim ist. TRAUDE ENGELMANN – Zu gut für diese Welt (Gewöhnlicher Goldregen): Einen gemeinsamen Urlaub verbringen die Eheleute Sven und Sandra unter der südlichen Sonne, in der Türkei. Sandra, die etwas schusselige Ehefrau, gerät dabei immer wieder in Gefahr. Aber zum Glück trägt Sven sie auf Händen. Doch irgendwann ist auch der schönste Urlaub zu Ende und die Heimreise steht an... Auch diese Geschichte gefiel mir gut. Und ich muss zugeben, dass ich mit dem Verlauf der Handlung sehr zufrieden war und ein bisschen Schadenfreude hat sich bei mir ebenfalls eingestellt. PATRICIA HOLLAND MORITZ – Alraunenmord (Alraune): Ein (angeblich) kranker Schwiegervater zieht bei seinem Sohn Rudolf und seiner Schwiegertochter Hede ein, die ihn pflegt, obwohl sie ihn nicht ausstehen kann und auch ihr Mann kein besonders gutes Verhältnis zu seinem Vater hat... Spätestens seit „Harry Potter“ erlangten sie große Bekanntheit – diese sagenumwobenen Wurzeln, die aussehen wie kleine Menschen, und deren Schreie, wenn sie aus der Erde gezogen werden, verheerend sein können. So geheimnisvoll diese Alraunen auch sein mögen, leider war diese Geschichte für meinen Geschmack etwas zu langatmig und konnte mich daher nicht so ganz überzeugen – mitunter ist weniger eben mehr. Dennoch: Vom Ansatz gut gelungen, wenn auch verbesserungswürdig – die Grundidee gefiel mir hier sogar sehr gut. Etwas voraussehbar und dennoch mit überraschenden Wendungen. MATTHIAS SEYDEWITZ – Der die Rose bricht (Schwarzes Bilsenkraut): Eine Malerin erwartet Männerbesuch. Sie möchte ihren verheirateten Geliebten malen. Doch nicht alles verläuft nach Plan... Was für eine Geschichte! Makaber, morbide, geheimnisvoll und etwas gruselig, aber sehr gut geschrieben. INGRID SCHMITZ – Lass uns sterben (Rizinus): Das Ehepaar Bonnie und Klaus sind gemeinsam alt geworden – und leider auch gebrechlich. So wollen sie auf keinen Fall weiterleben und beide beschließen, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden... Eine herrliche schwarze Krimi(kurz)komödie. Ich musste schmunzeln über die beiden, z.B. über den Abschiedsbrief von Bonnie. Und trotz der ernsten Thematik, konnte man sich hier eben ein Lachen beim besten Willen nicht verkneifen. Doch manchmal kommt es eben doch anders, als man es vermutet hätte – wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Auch dieser Krimi war einer meiner absoluten Lieblinge. JAN FLIEGER – Die Löwin (Digitalis) Ein Mann wird tot in seinem Auto gefunden. Woran starb der Mann, der eine Pelztierfarm besaß und der zudem ein Hobbyjäger war? Die Polizei zumindest vermutet, dass der Mann Selbstmord begangen hat... Kaum begonnen, schon ist diese sehr kurze Geschichte auch schon wieder zu Ende. Doch manchmal liegt eben in der Kürze auch die Würze. Jedenfalls war dieser gut durchdachte Krimi kurz und knackig – aber besser so, als ausführlich und dafür fade. MARTINA ARNOLD – Das Prickeln (Blauer Eisenhut): Tom ist ein Gewinnertyp – ohne Frage. Für Verlierer hat er stets nur Verachtung übrig. Maria, seine Freundin, ist jedoch unglücklich in ihrer Beziehung mit Tom... Nein, Tom mochte ich gar nicht – er tat all das, was ich ablehne. So besucht er Hahnenkämpfe und geht auch beruflich über Leichen – ein wirklich skrupelloser Typ. Mit Maria dagegen hatte ich Mitleid und wünschte mir, sie würde Tom verlassen, bevor es zu spät ist. ANDREAS M. STURM – Abschied (Hortensie): Ein Mann besucht die Beerdigung seines besten Freundes. Zu Lebzeiten teilten die beiden Männer alles – einem der beiden wurde dies letztendlich zum Verhängnis... Der Kurzkrimi mit dem Titel ABSCHIED passt natürlich hervorragend als Abschlussgeschichte – die Beerdigung als das Ende. Ein gelungener Krimi mit einer kleinen, aber dennoch sehr wirkungsvollen Pointe am Schluss. Am Ende des Buches befindet sich im Anhang unter DIE GIFTMISCHER ein kurzes Porträt der, größtenteils ostdeutschen Autoren (Anmerkung: Der Verlag hat seinen Sitz in Leipzig und verlegt Bücher dieser Autoren), die am Buch beteiligt waren – vom Werdegang, über bereits veröffentlichte Werke bis hin zur Homepage. Schade jedoch, dass keine Fotos der Autoren dabei sind. Meine Meinung: Schon bei der Durchsicht der einzelnen Autoren fiel mir auf: Hier waren wieder einmal zahlreiche „Wiederholungstäter“ am Werk und nur wenige „Ersttäter“. Von einigen Autoren habe ich bereits Krimis gelesen, so auch vom Herausgeber Andreas M. Sturm, andere kenne ich von ihren Kurzkrimis in anderen Anthologien und lediglich drei Autoren waren für mich bislang die geheimnisvollen Unbekannten. Bei Kurzgeschichten, in diesem Fall sind es Kurzkrimis, vergleiche ich ja gerne eine Anthologie und einen Roman, Krimi,... (also mit durchgehender Handlung) mit einem großen Stück Torte und einer Schachtel Pralinen: Ein großes Stück Torte für den langen Genuss, eine Praline als kleine Leckerei „ mal eben im Vorbeigehen“. So liest man die langen Krimis wohl eher dann, wenn man mehr Zeit zum Lesen zur Verfügung hat, während man Kurzkrimis oft dann liest, wenn man mal eben einige Minuten Zeit hat – sei es auf dem Weg zur Arbeit, oder im Wartezimmer des Arztes. Und wie bei einer Schachtel Pralinen kann man hier auswählen, auf welchen der kurzen Krimis man gerade Appetit hat – wobei man, wie bei einer Schachtel Pralinen, auch mehrere davon genießen kann. Zur Spannung innerhalb dieser Kurzkrimis (oder auch zu Kurzkrimis generell) möchte ich noch einiges anmerken: Ein langer Krimi muss bei mir sehr spannend sein, schließlich hat dann der Autor auch ein ganzes Buch zur Verfügung, um Irrungen, Wirrungen und unerwartete Wendungen einzubauen. So dürfen in einem Krimi auch keine, oder nur wenige Fragen offen bleiben. Bei Kurzkrimis hingegen sind meine persönlichen Maßstäbe ganz anders – hier richtet sich mein Hauptaugenmerk auf andere Faktoren. Es darf ein offenes Ende bleiben und der Leser darf durchaus „weiterspinnen“, ob nun beispielsweise das vergiftete Opfer überlebt hat, oder ob es auch „ins Gras gebissen“ hat (die Wortwahl passt ja jetzt zur Pflanzenthematik) – es bleibt noch Platz für die eigene Phantasie. Die Schwierigkeit für einen Autor dürfte bei Kurzkrimis darin liegen, dass auf wenigen Seiten eine gewisse Spannung aufgebaut werden muss und dann noch der Fall gelöst werden soll. Bei einem humorvollen Kurzkrimi lege ich da meine Prioritäten oft auf den schwarzen Humor, den Wortwitz, die Situationskomik. Die große Spannung ist dann vielleicht nicht vorhanden, doch man konnte die Handlung mit einem Lächeln auf den Lippen lesen und wurde hervorragend unterhalten – und auch das zählt (zumindest bei mir) letztendlich. Sehr gut gefallen hat mir, dass es zu jedem der fünfzehn Krimis mit den fünfzehn verschiedenen Pflanzen auch ein ganzseitiges Foto gab. Schwarz-Weiß zwar, aber so konnte man die einzelnen Gewächse zumindest wiedererkennen oder bekam einen ersten Eindruck davon. Dennoch: Gewünscht hätte ich mir hier zu jedem Foto einen kurzen Steckbrief zur jeweiligen Pflanze – in diesem Fall hätte man das Foto auch einfach etwas kleinformatiger wählen können (eine halbe Seite hätte mir persönlich genügt). Ich als Interessierte musste mangels eines solchen Pflanzenporträts stets das Internet zu Rate ziehen, um einige Details zur Pflanze zu erfahren. Fünfzehn Pflanzen von unzähligen Pflanzen – das schreit doch nach einer Fortsetzung. Und wer weiß, vielleicht folgt ja schon bald ein weiterer Band, denn schließlich fehlen ja noch Pflanzen wie, um nur einige wenige zu nennen, das Maiglöckchen, der Oleander oder auch der Aaronstab. Ich jedenfalls würde mich auf neue Fälle von den „Giftmischern“ freuen. Fazit: Eine sehr gelungene, kurzweilige Krimi-Anthologie, die mich überzeugen konnte. 14 Autoren lieferten 15 TÖDLICHE ANLEITUNGEN. Ein Glücksfall, dass die „Erfolgsquote“ dieser Geschichten-Sammlung so hoch war – meist gibt es da einige Ausreißer nach unten. Gefallen hat mir die bunte Mischung sehr gut: Von einem „Quickie“ (mit nur 3,5 Seiten Text) bis hin zur längeren Geschichte, vom eher nüchternen Schreibstil bis zum emotionsgeladenen Stil, von der eher ernsten Handlung bis zur Handlung, die durch ihren schwarzen Humor besticht. - Wie bei einer Schachtel Pralinen ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Und da ich Pralinen gerne mag, haben sie mir diesmal geschmeckt – und zum Glück waren keine Giftpflanzen in den Leckereien verarbeitet. Von mir gibt es auch für diese Anthologie eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • Tödliche Pflanzen - schöne Kurzkrimis

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    mabuerele

    Das Buch vereint 15 unterschiedliche Geschichten von 14 Autoren zu einer spannenden Sammlung von Kurzkrimis. Den Tod bringen 15 verschiedene Giftpflanzen. So unterschiedlich wie die Tatorte ist die Handschrift der Autoren. Alle 15 Geschichten haben mich gut unterhalten. Es gibt keine Erzählung, die mir nicht gefallen hat. Das ist in einer Anthologie eher selten. Die Autoren haben nicht nur interessante Motive kreiert, sondern mich oft mit dem Ende der Geschichte überrascht. Schwarzer Humor, sachlicher Bericht, phantasievolle Geschichte – das sind einige der gewählten Schriftstile.    Auf ein paar der Krimis möchte ich näher eingehen. Schon die erste Kurzgeschichte fällt durch ihre besondere Gestaltung auf. Ein Rechtsanwalt gibt zu Protokoll, was er erlebt hat. Sachlich und logisch aufgebaut ist die Erzählung. Andreas  M. Sturm überrascht am Ende der Geschichte durch ein ungewöhnliches Motiv. Erstaunlich, wie viele Fakten man in wenige Seiten packen kann. Dafür ist seine zweite Geschichte kurz und gefühlvoll. Ein Mann trauert am Grabe seines Freundes. Sie hätten vorher reden sollen! Die Geschichte von S. Sumburane war eine meiner Lieblingsgeschichten. Hier nimmt eine Tochter Abschied von der Mutter. Die Autorin hat sowohl die Trauer, als auch die Liebe der Tochter in passenden Bildern beschrieben. P. Tessendorf bevorzugt den märchenhaften Stil. Sie erzählt von zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ein bisschen fühlte ich mich an Aschenputtel erinnert. Ganz anders dagegen liest sich die Geschichte von M. Kämpf. Kurt Klein ist für jeden Nachbar eine Zumutung. Sein Hass und sein Eigensinn brechen ihm im übertragenen Sinne das Genick. Den Autoren ist nichts Menschliches fremd. Manchmal trifft es auch den, der die Grube gegraben hat. In welchen Geschichten? Da hilft nur selbst lesen! Sehr ansprechend sind die Bilder der Pflanzen, die den einzelnen Krimis zugeordnet wurden. Die kurzen Informationen über die Autoren im Anhang runden das Buch ab. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich fand sämtliche Geschichten gelungen. Sie haben mich nicht nur gut unterhalten, ich habe auch einiges über Pflanzen und ihre Wirkungen dazugelernt. Die Zusammenstellung der Anthologie ist sowohl von der Länge der Geschichten, als auch von Thema und Schriftstil ausgewogen und abwechslungsreich.   

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    • 2
  • Rezension zu "Giftmorde - 15 tödliche Anleitungen" herausgegeben von Andreas M. Sturm

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    tigerbea

    12. March 2014 um 09:41

    "Giftmorde - 15 tödliche Anleitungen" ist eine Sammlung von Kurzkrimis, die sich allesamt rund um das Thema Giftpflanzen ranken. In dieser Anthologie sind Krimis der Autoren Romy Fölck, Andreas M. Sturm, Cornelia Lotter, Petra Tessendorf, Helmuth Scheel, Sophie Sumburane, Mandy Kämpf, Frank Kreisler, Traude Engelmann, Patricia Holland Moritz, Matthias Seydewitz, Ingrid Schmitz, Jan Flieger und Martina Arnold vertreten. Die Autoren haben es geschafft, spannende Krimis rund um das Thema Giftpflanzen zu schreiben. Manche Krimis zeigen eine gehörige Portion Humor, andere sind schaurig-schön. Auch wenn naturgemäß nicht jedem Leser jede Geschichte gefallen wird (es wäre ja auch schlimm, wenn jeder den gleichen Geschmack hätte) wird in dieser Sammlung wirklich jeder gute Unterhaltung finden und seine persönliche Lieblingsgeschichte finden. Was mir persönlich sehr gut gefällt ist, daß jede Geschichte von einer anderen Pflanze handelt und diese als schwarz-weiß Foto zu jeder Geschichte als ganzseitiges Bild dort seinen Platz findet. Dadurch wirkt das Buch sehr liebevoll gestaltet und man hat einen Eindruck der "Tatpflanze". Ein Buch für jeden Liebhaber von kriminalistischen Kurzgeschichten!

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  • Giftig-gute 4,5 Sterne für diese Anthologie

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Gurke

    07. March 2014 um 20:25

    „Die Einsamkeit ist wie der Duft einer Giftpflanze, süß, aber betäubend und mit der Zeit geradezu verderblich.“ (Friedrich Spielhagen) Nicht alle Menschen in der neuen Anthologie aus dem fhl-Verlag sind einsam, manche tragen auch einfach nur einen hohen Grad an Verbitterung in sich oder wollen nach dem Tod des unliebsamen Ehegatten ein besseres Leben führen – mit der Kraft der unerbittlichen Pflanzenwelt. Sie alle wollen morden, aber nicht plump und blutig, sondern still, heimlich und überaus fies! Das erste, was beim Durchblättern der Sammlung auffällt, sind die schwarzen-weißen Bilder der jeweiligen Todesbringer, sodass jeder Leser sich den botanischen Vertreter vorstellen kann. Positiv kommt hinzu, dass es keine Doppelungen gibt, da jedes Gewächs nur einmal zum als giftige Zutat verwendet wird. Somit ist für reichlich Abwechslung gesorgt, weil viele Symptome unterschiedlich in Erscheinung treten oder die Dosierung den Betreffenden vor ein Problem stellt und manches Verderben im letzten Moment die Seiten wechselt. Als Herausgeber steuert Andreas M. Sturm selbst zwei gelungene Kurzkrimis bei, sodass wir insgesamt 14 Autoren bei ihren Fähigkeiten als Giftmischer bestaunen dürfen. Die Auswahl ist bei solch einer Sammlung natürlich entsprechend bunt gemischt und wartet mit einigen Überraschungen auf. Speziell im Gedächtnis ist mir das märchenhafte Stück „Eibe: So rot die Lippen“ von Petra Tessendorf geblieben, da es mich in Teilen an ein böses Schneewittchen Pendant erinnerte und wirklich herausstach. Ebenfalls für meinen Geschmack außergewöhnlich war Ingrid Schmitz' „Rizinus: Lass uns sterben“ bei der die Liebe von Senioren ein überraschendes Ende nahm. Um meine persönliche Top 3 abzurunden, würde ich Jan Flieger mit „Digitalis: Die Löwin“ nennen wollen, da die Botschaft für Tierfreunde trotz der Brutalität ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Nichtsdestotrotz war keine Geschichte wirklich schlecht, sondern viel mehr im guten bis hervorragenden Mittelmaß, wodurch ich die Anleitung in Buchform gerne weiterempfehlen möchte und 4,5 Sterne vergebe. Die Autoren haben es auf jeden Fall geschafft den Blick für die grüne Wunderwelt zu schärfen, denn es ist nicht alles bekömmlich, was in bunten Farben strahlt – diese Anthologie ist es aber definitiv und auch für den mehrmaligen Genuss geeignet. :-)

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  • Giftmorde

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    thenight

    07. March 2014 um 08:48

    Inhalt: In 15 Kurzgeschichten führen uns die Autoren durch die heimische Pflanzenwelt, der Leser lernt Pflanzen näher kennen, an denen er vor der Lektüre des Buches vielleicht achtlos vorüber ging, ohne sich weitere Gedanken über ihre Eigenschaften zu machen, im Gegensatz zu den Autoren, die sich genau darüber informiert haben, was die Apotheke der Natur an Giftstoffen bereit hält, mit denen unliebsame Zeitgenossen möglichst unauffällig aus dem Weg geschafft werden können, aber natürlich geht auch so mancher Plan schief. Meine Meinung: Selten habe ich mich bei einer Anthologie so durchgängig gut unterhalten gefühlt, 15 Geschichten = 15 Mal, Spannung, Humor, Melancholie . Jeder einzelne der Autoren besticht durch seinen Schreibstil und seine Fantasie, nicht eine der Geschichten war langweilig, zwar war ich bei der einen oder anderen Geschichte davon überzeugt das Ende schon vor dem letzten Satz zu kennen aber auch da wurde ich oft eines Besseren belehrt, unberechenbar wie ihre eingesetzten Gifte, führten die Autoren mich auf falsche Fährten und ließen mich staunend zurück. Der Herausgeber hat eine wirklich gute Auswahl an Geschichten getroffen und auch die Gestaltung des Buches ist hervorragend gelungen, im Innern befinden sich Fotos der eingesetzten Pflanzen. Kurzgeschichten haben, wenn sie gut sind, immer etwas besonderes, sie müssen auf wenigen Seiten so viel an den Leser bringen als wären sie ein ganzer Roman, diese Fantasie in den Köpfen der Leser an zuschalten, gelingt nicht jedem um so mehr freue ich mich wenn ich wie für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann.

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  • Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Blaustern

    06. March 2014 um 21:14

    „Giftmorde – 15 tödliche Anleitungen“ ist eine Anthologie von fünfzehn Geschichten, in denen Pflanzen mit ihrem tödlichen Gift zum Einsatz kommen. Andreas M. Sturm präsentiert in diesem Band 14 Autoren und sich selbst mit 2 Kurzgeschichten, die sich um dieses Thema drehen und einen Umfang von 10 bis 12 Seiten haben. Schon in der Antike wusste man, wie man sich aus der Natur bedient, dass es Pflanzen gibt mit ganz unterschiedlichen Wirkstoffen. So sind manche Pflanzen für ihre Heilkräfte bekannt, doch ist die Dosierung ein wenig zu hoch, kann es die gegensätzliche Wirkung haben, die bis zum Tode führt. Damals wie heute wird mit giftigen Pflanzen gemordet, bloß lässt es sich heute durch Autopsie nachweisen und wirkt dann doch abschreckend. Die Protagonisten in diesen Geschichten versuchen aber allesamt, ihre unangenehmen Mitmenschen auf diese Art und Weise für immer loszuwerden. So werden Fingerhut, Herbstzeitlose, Eisenkraut, Safran, Eibe und wie sie alle heißen unter das Essen oder ins Getränk gemischt und verabreicht und auf die Auswirkungen gewartet. Diese werden ziemlich heftig beschrieben, sodass man den nach Luft japsenden oder völlig wirren Menschen förmlich vor sich sieht. Die Motive sind ganz unterschiedlich. Oft geht es um Eifersucht, Habgier oder darum, sich den Ehepartner vom Leibe zu schaffen. Manchmal trifft es aber auch den Falschen oder denjenigen selbst, wenn er dabei etwas unachtsam war. Die Geschichten sind eine abwechslungsreiche Mischung so wie die Gebräue. Für mich waren sie alle unterhaltsam und spannend, aber stimmten auch sehr nachdenklich. Von der jeweiligen Giftpflanze zu der Geschichte gibt es eine Schwarz-Weiß-Abbildung dazu.

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  • Tödlicher Pflanzencocktail

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Pageturner

    04. March 2014 um 11:22

    Der Giftmord, in den frühen Jahren der menschlichen Geschichte ein beliebtes Mittel zum Morden. Krimiautoren aus Deutschland haben sich jetzt dem speziellen Gebiet angenommen und eine Fundgrube von mörderischen Methoden und Wegen zusammengefasst. Und das Mordinstrument? Giftpflanzen findet man überall in der Natur, und nicht nur dort. Giftpflanzen wachsen auch in Gärten und Parkanlagen, es gibt sie als Zimmerpflanzen und als Schnittblumen. Eine gute Vorlage für ein mörderisches können Dieses Taschenbuch vereint insgesamt 15 Krimikurzgeschichten, die allesamt den Giftmord thematisieren. Die Auswahl der Autoren ist ebenso weitgefächert, wie die giftigen Pflanzen selbst, die zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichten werden. Die Ideen sind vielfältig, die Motive zahlreich, Ort und Ablauf der Ereignisse gleichen einander nicht. Die hier vorgestellten Geschichten bieten ein Potpourri an Lesevergnügen, da bereits durch die verschiedenen Autoren jede Geschichte eine andere Handschrift bekommt. Aufgrund seiner leichten Lesbarkeit bietet dieses Buch kurzweiliges Lesevergnügen und besonders das Kurzgeschichtenformat lädt zum Schmökern nebenbei ein. Zwar mögen nicht alle Geschichten den Nerv des Lesers treffen, das haben Anthologien so an sich, ich habe mich jedoch durchgehend gut unterhalten gefühlt und einiges über die Wirkstoffe und tödlichen Eigenschaften gewisser Pflanzenarten erfahren. Eine s/w Bebilderung der jeweiligen Pflanzenart führt dem Leser die Giftigkeit der oft harmlos aussehenden Objekte vor Augen. Ein entsprechender Warnhinweis auf dem Buchrücken rät vom Nachahmen ab. Dieses Buch ist sicherlich auch eine schöne Geschenkidee für Krimifans.

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  • Giftmord frisch aus dem Garten.

    Giftmorde 15 tödliche Anleitungen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. March 2014 um 09:52

    Hier haben wir ein ganz spezielles Pflanzenkundebuch in Händen. Die besonders hervorzuhebenden Protagonisten sind Gewächse, die ausgefallene Wirkstoffe in ihren Blüten, Blättern oder Stängeln tragen. Schon von Alters her kennt man diese Exemplare aus dem großen Garten der Natur, die heilkundige Menschen sich zu Nutze machten, um die verschiedensten Erkrankungen auf oft verblüffende Weise zu kurieren oder zahlreichen gesundheitlichen Misslichkeiten vorzubeugen. Aber - wie in so vielen Fällen - kommt es auch hier auf die Dosierung an, denn jede der Pflanzen hat auch ihre tödliche Seite, die leider oft genug dazu gedient hat, ungeliebte Mitmenschen ins Jenseits zu befördern. Ein paar Tropfen mehr Digitalis vom roten Fingerhut oder ein viel zu großzügig bemessenes Löffelchen Rhizinussamen, üppig verwendete Kräuter, Früchte und Wurzeln, frisch gepflückt, zerhackt oder zu einem delikaten Spezialbrei gerührt, eine unendliche Vielfalt von Möglichkeiten tut sich hier dem Forschenden auf. Diese kleine Anthologie ist eine unverzichtbare Anleitung und weckt den Wunsch, das Wissen um diese geheimnisvollen Pflanzen zu perfektionieren. Fünfzehn unterschiedliche Möglichkeiten sich der von der Natur bereitgestellten Flora zu bedienen, listet das Buch für den geneigten Leser auf und bereitet ihm damit vergnügte Lesestunden. Ob lustig, spannend, unheimlich, makaber oder nachdenklich - die Kurzgeschichten sind abwechslungsreich und bunt. Die manchmal schon in Vergessenheit geratenen Möglichkeiten, den klassischen Giftmord durchzuführen, werden facettenreich dargestellt. Der sprichwörtliche "grüne Daumen" bekommt hier eine vollkommen neue Bedeutung. Allerdings wird als Fazit auch die Warnung vor Nachahmung der Rezepturen nicht vergessen, und wenn der Leser am Ende des Buches angelangt ist, wird er wissen warum, denn für nur 216 Seiten Buchstärke ist die Anzahl der Opfer recht beachtlich! Mit Hilfe seiner Schriftsteller-Kollegen hat Andreas Sturm hier eine sehr unterhaltsame Sammlung herausgegeben, deren schwarzen Humor ich gerne mit 5 Sternen belohnen möchte.

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