Giftmorde II - 16 neue tödliche Anleitungen

von Andreas M. Sturm und Eva Lirot
4,4 Sterne bei5 Bewertungen
Giftmorde II - 16 neue tödliche Anleitungen
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Tödliche Krimi-Anthologie, die mit viel schwarzem Humor und raffinierten Giftmorden begeistert

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Vorsichtig vor giftigen Pflanzen! Mit schwarzem humor gepaart ergibt sich eine tötliche Mischung!

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Inhaltsangabe zu "Giftmorde II - 16 neue tödliche Anleitungen"

Ob Intrigen im Kollegenkreis, skrupellose Betrüger, Familiendramen, eine obsessive Liebe oder ein unfähiger Joker beim Fernsehquiz – gegen all diese kleinen Gemeinheiten des alltäglichen Lebens ist ein Kraut gewachsen. Siebzehn renommierte Krimiautoren haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und schicken die Giftmischer aus, um die Wirkung von Floras tödlichen Kindern an missliebigen Zeitgenossen zu testen. Auch der zweite Band der Giftmord-Anthologie bietet dem Leser wieder einen bunten Strauß mörderischer Erzählungen: Mal finster oder sarkastisch oft sogar bissig entführen sie uns in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele. Wenn Sie nach Lektüre der Giftmorde eine unbändige Lust zum Gärtnern verspüren und zum Spaten greifen, bedenken Sie bitte, das Grab, welches Sie schaufeln, könnte leicht das eigene werden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783942829502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:220 Seiten
Verlag:fhl Verlag Leipzig
Erscheinungsdatum:11.05.2015

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Rezensionen und Bewertungen

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    CorinnaGerngelesens avatar
    CorinnaGerngelesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tödliche Krimi-Anthologie, die mit viel schwarzem Humor und raffinierten Giftmorden begeistert
    Giftige Krimi-Kurzgeschichten, die begeistern

    Diese Krimi-Anthologie ist etwas ganz Besonderes: Jede Kurzgeschichte ist einer giftigen Pflanze gewidmet und der Art und Weise, wie sie zum Giftmord benutzt wird. Die Erzählungen sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von sarkastisch bis zu witzig, von modern bis historisch, von spontanem Entschluss bis zu lang geplantem Mord - es ist alles dabei. Durch die gewählte Mordmethode sind die Geschichten aber durchweg sehr raffiniert. Oft ahnt man anfangs noch gar nicht, wie der Mord von stattgehen wird oder wer überhaupt Täter und wer Opfer ist.

    15 giftige Anleitungen

    Enthalten sind in diesem Buch die Kurzgeschichten von 15 verschiedenen Krimi-Autoren, was wirklich eine interessante Mischung darstellt:

    Anne Mehlhorn: Zitronenfalter (Besenginster) Franziska Steinhauer: Pfarrer Mützchen (Pfaffenhütchen) Ingrid Schmitz: Möchten Sie eine Quittung? (Rainfarn) Mandy Kämpf: Madonna (Narzisse) Jan Flieger: Möwen sind keine Zeugen (Rhododendron) Frank Kreisler: Schwarze Schmetterlinge (Giftsumach) Gisela Witte: Die schöne Pflanze (Oleander) Andreas M. Sturm: Kondolenzbesuch (Stechapfel) Traude Engelmann: Schön tot (Wüstenrose) Hughes Schlueter: Das Rezept (Gemeiner Seidelbast) Petra Steps: Das Eso-Massaker (Alpenveilchen) David Gray: Burrito Pollo (Rostblättrige Alpenrose) Eva Lirot: Mit süßen Grüßen (Weiße Zaunrübe) Petra Tessendorf: Die Wolfsschlucht (Maiglöckchen) Martina Arnold: Der Anwärter (Haselwurz)

    In Klammern eingefügt ist die jeweilige giftige Pflanze, um die es geht. Ihr seht, es sind überwiegend ganz bekannte Gewächse aus dem Garten oder vom Straßenrand. Bei manchen hat man vielleicht nicht einmal gewusst, dass sie giftig sind (oder welche Bestandteile). Gerade das macht die Geschichten so raffiniert und besonders, denn das Böse ist so nah...

    Natürlich hat mir nicht jede Erzählung gleich gut gefallen, das ist bei einer solchen Mischung wohl auch gar nicht möglich. Aber jede Geschichte hat mich gut unterhalten und ich war immer neugierig, was es nun mit der jeweiligen Giftmord-Methode auf sich hatte.

    Meine Favoriten der "Giftmorde"

    Zwei meiner Favoriten sind "Möwen sind keine Zeugen" von Jan Flieger und natürlich "Der Anwärter" von Martina Arnold. Nach der Lektüre letzterer Geschichte solltet ihr einmal nach "Darwin Award" googlen - den gibt es nämlich wirklich, ist sehr interessant!

    Neben dem Inhalt des Buches hat mich aber auch seine Aufmachung begeistert. Der Ansatz, jedem Autor eine giftige Pflanze als Vorgabe zu geben, um daraus einen Mordfall zu basteln, ist schon genial, aber auch sonst ist diese Anthologie wirklich mit Herzblut gestaltet. Neben dem Vorwort des Herausgebers ("Leitfaden der tödlichen Fauna"), den Kurzbiografien der Giftmischer (Autoren), den (Schwarz-Weiß-)Fotos der jeweiligen Pflanzen finde ich besonders den Klappentext auf der Buchrückseite gelungen: ist doch neben der Beschreibung ein Sicherheitshinweis aufgedruckt "Wir bitten Abstand zu nehmen, die Anleitungen nachzumachen oder zu testen".
    Den Leipziger Verlag "edition krimi" werde ich mir auf jeden Fall merken!

    Fazit: Wer sich für Krimis interessiert, sollte hier unbedingt einmal reinschauen. Und wer bisher mit Spannungsliteratur wenig am Hut hatte, sollte sich diese Anthologie auf jeden Fall auch genauer ansehen. Vielleicht ist das der Beginn einer Begeisterung für dieses Genre - wer weiß?! Genug Potential haben die Kurzgeschichten dazu auf jeden Fall.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Vorsichtig vor giftigen Pflanzen! Mit schwarzem humor gepaart ergibt sich eine tötliche Mischung!
    Tödlicher Pflanzenmix

    „...Dankbarkeit, besonders eingeforderte, ist ein kompliziertes Gefühl, denkt Anne...“

    Die Anthologie enthält 17 Krimis, in deren Mittelpunkt der Mord mit einer mehr oder weniger giftigen Pflanze steht.

    Siebzehn verschiedene Autoren heißt nicht nur, 17 unterschiedliche Themen, sondern auch ein siebzehnmaliger Wechsel des Schriftstils. So vielfältige wie das Geschehen, so abwechslungsreich sind die Motive. Untreue, der Tod eines Kindes, Rache sind Beispiele dafür.

    Das Buch lässt sich gut lesen. Dabei ist es unwesentlich, ob man die Geschichten hintereinander liest oder über eine längere Zeit verteilt.

    Natürlich sind die Kurzkrimis nicht alle von gleichem Niveau. Aber das liegt sicher auch im Auge des Betrachters.

    Auf ein paar der Geschichten möchte ich näher eingehen. Schon die erste Erzählung war ein guter Griff. Eine alleinstehende berufstätige Mutter ist überfordert. Dadurch kommt sie auf eine eigenartige Idee, um sich zeitlich zu entlasten. Gut wird dargestellt, dass die Frau eine Getriebene war.

    Im zweiten Krimi muss ein Vater dem Sterben des Kindes zusehen. Seine Trauer ist mit den Händen greifbar.

    Einen besonderen Kunstgriff findet man in der Erzählung „Madonna“. Sie wird aus zwei Perspektiven erzählt. Eine davon ist ein Kater, der das Geschehen vom Fenster aus beobachtet und zum Zünglein an der Waage wird. Sein Part ist kursiv hervorgehoben.

    Ein Kondolenzbesuch, der als gekonnte Erpressung geplant war, nimmt ein ungewohntes Ende.

    Obiges Zitat bezieht sich auf den Fall, bei dem Oleander eine Rolle spielt. Anne bringt eine Bekannte in ihrem Gartenhäuschen unter. Überheblichkeit und Anspruchsdenken werden der zum Verhängnis.

    Zwei Geschichten verquicken eine lange zurückliegende Vergangenheit mit der Gegenwart. Fast allen Krimis gemeinsam ist, dass ich als Leser zwar am Anfang glaubte, zu wissen, wo das Ganze hinläuft, meist aber mit einer überraschenden Wendung konfrontiert wurde. Schwarzer Humor oder sachlicher Schriftstil, leichter Ton oder ernste Lage sind Gegensätze, die sich im Buch widerspiegeln.

    Jede der als Mordwaffen missbrauchten Pflanzen wurde abgebildet.

    Das Cover vermittelt eine Prise Humor.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten sind passend ausgewählt, kurz und knapp, trotzdem aber ausreichend erzählt und mit den nötigen Wissen über die Pflanzen angereichert.

    Kommentare: 4
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    Blausterns avatar
    Blausternvor 3 Jahren
    Giftmorde II

    Das Gift der Pflanzen findet hier seine Wirkung. In den 17 Kurzkrimis geht es um Geschichten, in denen Leute ihre verhassten Zeitgenossen loswerden möchten. Die vielleicht einfachste Variante ist es da, sich in der Natur umzusehen, denn es gibt genügend Blumen und Gewächse, deren Bestandteile giftig sind, auch wenn sie noch in einer solch schönen Pracht erblühen. Sie sind gefährlich. Gewusst wie man sie anwendet, entweder die Blätter oder Wurzeln können sie dazu dienen, jemanden tödlich zu vergiften. In jeder dieser Geschichten geht es um eine andere giftige Pflanze und die Auswahl ist groß, denn dies ist schon die 2. Anthologie, die sich um dieses Thema dreht. Die Geschichten sind vielfältig und keine gleicht der anderen. Weder die Motive noch die Zeiten, in denen die Geschichte spielt und auch nicht die Schreibstile und Perspektiven, denn jede Geschichte hat ein anderer Autor verfasst. So gefallen einem einige Kurzkrimis besser als andere. Auf jeden Fall ist man gut unterhalten, denn die Abwechslung ist groß. Sehr schön sind auch wieder die Schwarz-Weiß-Fotos der jeweiligen Pflanze, um die es in dieser Geschichte geht.

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    hexe2408s avatar
    hexe2408vor 3 Jahren
    abwechslungsreiche Kurzkrimis

    Fast jeder hätte ab und an Lust ungeliebten Nachbarn, fiesen Kollegen oder untreuen Expartnern eins auszuwischen. Die Methoden dafür wären vielfältig doch –zum Glück- würden nur die wenigsten an Mord denken. Was aber, wenn es jemand tatsächlich so ernst meint und getrieben wird von dem Verlangen, dem Anderen zu zeigen, wer das Sagen hat? Erschießen oder erstechen? Ziemlich blutig. Unfälle produzieren oder Brände legen? Unter Umständen zu auffällig und trifft evtl. auch Unschuldige. Aber wie wäre es denn, wenn man sich in der Natur bedient?! Viele Pflanzen sind zwar hübsch anzusehen, enthalten jedoch tödliches Gift, das man nicht sofort bemerkt. Bevor ich falsch verstanden werde, das ist kein Aufruf zum Mord – nur eine Einstimmung auf die 17 Geschichten, die einen im Buch erwarten.

     

     Die Natur ist sehr vielfältig und hält ganz unterschiedliche Gewächse bereit, die man auf verschiedenste Weisen nutzen kann. Da ist es nicht verwunderlich, dass dies bereits die zweite Anthologie ist, die sich rund um pflanzliche Morde dreht.

     

    So unterschiedlich, wie die Pflanzen, so individuell sind auch die Geschichten. Man kann sie nicht wirklich miteinander vergleichen, da jede in sich abgeschlossen und eigenständig ist. Die Motive variieren stark. Einige Mörder sind getrieben von Rache oder Gier, andere sind tief verletzt worden und möchten nun einen Teil ihres Schmerzes zurück geben, aber auch Verzweiflung, Hass und Eifersucht sind mit von der Partie. Nicht alle Täter sind sich ihrer Handlung von Anfang an bewusst, es kommt hier und da zu unerwarteten Wendungen, überraschendem Ableben, das so nicht geplant war, aber gern gebilligt wird.

    Durch die ganz unterschiedlichen Schreibstile entsteht eine abwechslungsreiche Mischung im Buch. Einige der Kurzgeschichten sind aus der Ich-Perspektive geschrieben, dort bekommt man viel von den Gefühlen und Gedanken der Protagonisten mit. Man darf teilhaben an den Plänen, Fehlschlägen und den fraglichen Erfolgen. Durch andere Geschichten führt ein personaler Erzähler, wodurch ein allgemeinerer Überblick entsteht und man teilweise nicht so tief in die innere Welt der Figuren eindringt. Besonders schön fand ich den Ausflug in den Kopf eines tierischen Charakters.

     

    Handlungsorte und Zeiten könnten auch kaum vielfältiger sein. Während die eine Geschichte in einer größeren Stadt spielt, führt einen die nächste in eine sehr ländliche, ruhige Gegend oder sogar in eine idyllische Urlaubsregion. Mal reist der Leser ins Mittelalter, mal bleiben wir in der Gegenwart. Durch diese Wechsel ergeben sich gleichzeitig andere Konstellationen, Voraussetzungen und Handlungsspielräume, die schön ausgeschmückt sind. Trotz der unterschiedlichen Zeitalter sind die Motive und Vorgehendweisen gar nicht so stark abweichend, wie man vielleicht vermuten würde.

    Sehr schön finde ich auch die Bilder im Buch. So hat man die Blum oder Kräuter, um die es geht, gleich vor Augen und die Verarbeitung der Pflanzenteile wird besser vorstellbar.

     

    Nicht alle der Kurzkrimis haben mich gepackt und mitgerissen. Teilweise war es mir ein wenig zu oberflächlich oder es hat mich einfach nicht ganz erreicht. Eine der „tödlichen Anleitungen“ hat sich mir am Ende leider nicht ganz erschlossen.

    Andere Storys hingegen sind mir unter die Haut gegangen und haben mich nachdenklich zurück gelassen. Schwarzer Humor ist genauso zu finden wie betrübte Stimmung. Insgesamt ist es wirklich eine schöne, bunte Mischung und ich denke, für jeden Leser wird was dabei sein.

     

    17 ganz unterschiedliche Geschichten, die allesamt ziemlich tödlich enden. Auch wenn einen vielleicht nicht alles anspricht, so ist doch für jeden Geschmack etwas mit dabei. Und in jedem Fall zählt: auf gar keinen Fall nachmachen!

     

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Vorsicht- giftig gute Leseunterhaltung. Schwarzer Humor, bitterböse Geschichten und skurrile Mordversuche sichern spannende Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

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