Andreas M. Sturm Leichentuch

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Inhaltsangabe zu „Leichentuch“ von Andreas M. Sturm

Am Nachmittag des Weihnachtstages wird ein Mann in seinem Auto ermordet. Der dicht fallende Schnee verhüllt das Opfer wie mit einem Leichentuch. Erst als Tauwetter einsetzt, wird das Verbrechen entdeckt. Die Ermittlungen führen Karin Wolf, Sandra König und ihre Kollegen in einen abscheulichen Sumpf aus Kindesmissbrauch und Erpressung. Hauptkommissarin Karin Wolf widmet dem Fall jedoch nicht ihre volle Aufmerksamkeit, da ihrem Intimfeind Witkowski die Flucht aus dem Strafvollzug gelungen ist und er sich sofort auf einen Rachefeldzug begibt. Bei der Jagd nach dem Kriminellen muss Karin erschüttert feststellen, dass ein Mitglied ihres Teams für Witkowski arbeitet. Für die Kommissarin beginnt ein Kampf um Leben und Tod, denn sie selbst steht ganz oben auf der Liste des Killers.

Ein großartiger Krimi, dem es an nichts fehlte!

— Igelmanu66
Igelmanu66

Spannende Spurensuche im Schnee!

— ewigewelten
ewigewelten

Spannender Krimi mit sympathischen Protagonisten

— Aglaya
Aglaya

Kommissarin Karin Wolf in Gefahr, ein gefährlicher Verbrecher, der fliehen konnte, dazu ein Sumpf aus Kindesmissbrauch und Erpressung...

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama

Spannende und turbulente Unterhaltung garantiert

— Postbote
Postbote

Empfehlenswerter Regionalkrimi - nicht nur für Dresdenliebhaber

— gst
gst

Bekannt flottes Ermittlerteam auf den Spuren unglaublicher Verbrechen - sehr gut und flüssig zu lesen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch, das einem von der ersten bis zur letzten Seite fesselt! Unbedingte Leseempfehlung für Krimifans!

— mabuerele
mabuerele

Atemberaubend und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

— ChrischiD
ChrischiD

Ein spannender Lokalkrimi aus Dresden mit einem sympathischen Ermittlerteam. Spannende Lesestunden garantiert.

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Großartiger Krimi!

    Leichentuch
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Burkhard Eichler versteifte sich, wollte bitten, doch bevor es ihm gelang, spürte er einen Ruck an seinem Hals und fühlte, wie das scharfe Metall an seiner Kehle entlangfuhr. Schnell füllte sich sein Mund mit Blut und sein trüber werdender Blick erfasste, wie ein Blutschwall über das Armaturenbrett spritzte. Dass seine Füße in einem wilden Tanz gegen die Pedale hämmerten, registrierte er bereits nicht mehr. Eine einzelne Schneeflocke trudelte vom Himmel herab und schmolz auf der Frontscheibe von Burkhard Eichlers Opel. Sie war der Vorbote einer gewaltigen Heerschar dieser zarten Eiskristalle, die sich wie ein Tuch über das Fahrzeug breiten und so den grausigen Inhalt vor den Blicken der weihnachtlich gestimmten Dresdner verbergen würden.« Dass diesem blutigen Verbrechen schon bald ein weiteres folgen wird, kann Hauptkommissarin Karin Wolf noch nicht ahnen. Ohnehin fällt es ihr schwer, sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren, denn ihr aller Feind, der Schwerverbrecher Wittkowski, der dank ihr eigentlich eine lange Haftstrafe absitzen sollte, ist aus der JVA entwichen und Karin kennt ihn gut genug um zu wissen, dass nun ihr Leben in höchster Gefahr ist. Und als ob dies noch nicht schlimm genug wäre, wird ihr schon bald klar, dass einer ihrer engsten Mitarbeiter ein Informant Wittkowskis sein muss… Dieser Krimi war einfach großartig! Es gibt allein drei spannende Erzählstränge, die den Leser fesseln. Die Ermittlungen rund um die eingangs erwähnten Morde bieten einen tiefen Blick in menschliche Abgründe, die Suche nach dem Verräter in eigenen Reihen ist nervenaufreibend, denn schließlich handelt es sich dabei um die Menschen, die Karin als Freunde betrachtet und denen sie vertraut. Und dann erst die Jagd auf Karin durch Wittkowski! Schon im ersten Band (Vollstreckung) konnten wir ihn kennenlernen und auch hier zeigt er, was für ein skrupelloser und absolut gefühllos taktierender Mensch er ist und dass ihn ein tiefer Hass auf Karin antreibt. In Karins Privatleben entwickelt sich die Beziehung zu ihrer Partnerin Oberkommissarin Sandra König weiter. Ich mag beide sehr, sie ergänzen sich in ihrer Gegensätzlichkeit und sind auch beruflich ein tolles Team. Mit Oberkommissarin Heidelinde Grün kommt erneut eine weitere interessante Ermittlerin hinzu, die mir immer besser gefällt. Ich glaube, sie ist noch für einige Überraschungen gut! Der Stil liest sich angenehm und leicht, die Spannung bleibt durchgehend hoch und die Handlung baut sich logisch auf, ohne vorhersehbar zu wirken. Überhaupt konnte ich keinerlei Logikfehler entdecken und die gesamte Handlung einschließlich Tat und Ermittlungsarbeit erschien sehr realistisch. Nach „Vollstreckung“ und „Albträume“ war dies der dritte Fall für das Dresdner Team. Für das Verständnis ist es nicht notwendig, die Vorgängerbände zu kennen, da alles Wesentliche kurz dargelegt wird. Fazit: 5 Sterne für diesen großartigen Krimi, dem es an nichts fehlte. Jetzt freue ich mich auf Band 4 (Trauma)

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  • Bedrohung und Begehren im Winterkrimi

    Leichentuch
    ewigewelten

    ewigewelten

    02. February 2015 um 12:55

    Weihnachten in Dresden: Der Schnee bedeckt die Stadt wie ein Tuch. Doch als Tauwetter einsetzt, offenbart sich Schreckliches: In seinem Wagen wurde ein Familienvater grausam ermordet. Das Kommissaren-Team um Karin Wolf und Sandra König verfolgt den Fall in ein düsteres Milieu um Erpressung und Kinderpornografie. Aber plötzlich taucht auch ein alter Feind wieder auf: Der Killer Witkowski ist entflohen und versucht nun, Karin seine Vergehen anzuhängen und seine ganz persönliche Rache an ihr zu nehmen. Bis in ihre Wohnung folgt er ihr unbemerkt, und Karin entdeckt, dass jemand aus ihrem nächsten Umfeld gemeinsame Sache mit dem Verbrecher macht. Ungewollt wird sie schließlich von ihrem Fall abgezogen und ist mit ihren Ängsten allein. Ihr scheint nichts anderes übrig zu bleiben, als die direkte Konfrontation zu suchen … Andreas M. Sturm schafft eine hohe Spannungsdichte, indem er immer wieder neue Fragen aufwirft und dabei private und berufliche Probleme der Figuren im Wechsel thematisiert. Seine Ermittlungen wirken authentisch und gut recherchiert, dabei schreibt er pragmatisch und ohne überflüssige lyrische Kapriolen. Die Charaktere sind einfühlsam gezeichnet und zeigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln. Sturms Polizisten sind in erster Linie Menschen, und die heimliche Liebe der beiden Kommissarinnen bringt den Leser noch dichter an ihre Emotionen. „Menschen wählen Verstecke aus, die ihren Interessengebieten entsprechen. Sie wusste aus Erfahrung, dass es kein Allgemeinplatz war, dass Hausfrauen ihre Heimlichkeiten sehr gern in Wäschestapeln verbargen. Vor Jahren war sie bei einer Durchsuchung im Haus eines Tischlers dabei gewesen. Die Beamten hatten in den selbst gebauten Möbeln des Handwerkers Bündel von veruntreutem Geld gefunden. Conrad war Techniker. Karin würde diesem Sachverhalt ihr besonderes Augenmerk widmen.“ Andreas M. Sturm ist inzwischen Herausgeber mehrerer Anthologien im Leipziger fhl Verlag zu den Schwerpunkten „Giftmorde“ und „Schauplatz Sachsen“. In seinem dritten Dresden-Krimi nennt er zahllose Orte in der Stadt, für die er aber nicht immer detaillierte Beschreibungen liefert, sodass Leser von außerhalb nicht unbedingt einen Eindruck der Atmosphäre erhalten. Lokalpolitische Probleme verbaut er geschickt mit einigen Hintergründen und lässt seine Figuren dazu Stellung beziehen. Der gebürtige Dresdner fotografiert die Cover seiner Bücher gern selbst und läuft die Routen seiner Protagonisten persönlich ab, um sich alle Details einzuprägen. Dresdner Tankstellen, Kirchen und Brücken halten in seinen Romanen als Mordschauplätze her, die bei Einheimischen ein gemischtes Gefühl von Erkennen und Schaudern erzeugen. „Leichentuch“ ist ein spannender Lokalkrimi, bei dem höchstens ein einziger Konflikt etwas zu schnell gelöst wird. Doch die liebevollen, realitätsnahen Figuren und die Hintergründe der Fahndung machen den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis in der Weihnachtszeit. Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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  • Leserunde zu "Leichentuch" von Andreas M. Sturm

    Leichentuch
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Die Wolfsjagd ist eröffnet… Macht mit bei unserer Leserunde zu ›Leichentuch‹ dem neuen Krimi von Andreas M. Sturm und nach ›Vollstreckung‹ und ›Albträume‹ der dritte Teil der Reihe um das Ermittlerduo Karin Wolf und Sandra König. Bewerbt euch bis zum 7. Juli um eines von 10 Leseexemplaren unter der Rubrik Bewerbung/Ich möchte mitlesen und beantwortet uns bitte folgende Fragen: Habt ihr schon einmal etwas von Andreas M. Sturm gelesen? Habt ihr bereits andere Krimis aus dem fhl Verlag gelesen? Warum möchtet ihr an dieser Leserunde teilnehmen? Der Autor wird während der ganzen Leserunde zur Verfügung stehen. Hinweis: Bewerber ohne öffentliches Profil können nicht berücksichtigt werden. Was genau erwartet euch in ›Leichentuch‹? Am Nachmittag des Weihnachtstages wird ein Mann in seinem Auto ermordet. Der dicht fallende Schnee hüllt das Opfer sanft ein. Erst als Tauwetter einsetzt, wird das Verbrechen entdeckt. Hauptkommissarin Karin Wolf widmet dem Fall jedoch nicht ihre volle Aufmerksamkeit, da ihrem Todfeind Witkowski die Flucht aus dem Strafvollzug gelungen ist und er sich unverzüglich auf einen Rachefeldzug begibt. Bei der Jagd nach dem Kriminellen muss Karin erschüttert feststellen, dass ein Mitglied ihres Teams für Witkowski arbeitet. Für die Kommissarin beginnt ein Wettlauf ums Überleben, denn sie selbst steht ganz oben auf der Liste des einflussreichen Killers. Wer ist Andreas M. Sturm? Andreas M. Sturm wurde 1962 in Dresden geboren. Der Diplom Betriebswirt war nach seiner Berufsausbildung zum Werkzeugmacher viele Jahre in der Informatik tätig. In seiner Freizeit fotografiert der Autor gern und hört Rockmusik. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau in Dresden. Die ersten Schreibversuche startete er mit 16 Jahren. Es entstanden Kurzgeschichten und Western. Sein Faible für Kriminalromane brachte ihn dazu, ab 2009 wieder selbst zur Tastatur zu greifen. Bei Streifzügen durch seine Heimatstadt entstehen die Kriminalromane um das weibliche Kommissarinnen-Duo Wolf und König. Andreas M. Sturm ist Mitglied im ›Syndikat‹, dem Verein deutschsprachiger Krimiautoren. Wir wünschen allen Bewerbern viel Glück und eine spannende Leserunde!

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  • Die Wölfin

    Leichentuch
    Aglaya

    Aglaya

    18. November 2014 um 14:35

    Kommissarin Karin Wolf soll das Verschwinden des Familienvaters Eicher aufklären. Gleichzeitig bricht der Bandenchef Witowski aus dem Gefängnis aus, der noch eine Rechnung mit Karin offen hat…   Bei „Leichentuch“ handelt es sich um den dritten Band der Krimireihe um Karin Wolf. Ich kenne die beiden vorhergehenden Bände nicht, hatte aber keinerlei Verständnisprobleme. Die Protagonistin Karin ist mir durchaus sympathisch, ich kann ihr Verhalten aber nicht durchwegs gutheissen. In vielen Situationen ist sie mir zu impulsiv und unüberlegt. Auffällig ist bei den geschilderten Dresdner Beamten, dass jeder mit seinem Schicksal zu kämpfen hat, sei es ein behinderter Ehemann, eine verstorbene Partnerin, Alkoholprobleme etc. Eine glückliche Person ohne irgendwelche „Altlasten“ scheint es bei der Dresdner Polizei nicht zu geben. Der eigentliche Kriminalfall ist spannend aufgebaut, die Hintergründe bleiben lange im Dunkeln. Der Handlungsstrang um den Ausbrecher Witowski wird dabei geschickt mit der Haupthandlung verwoben, sodass oft erst rückblickend klar wird, welcher Handlungsstrang nun eigentlich verfolgt wird. Wie gut der Lokalkolorit getroffen wurde kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie in Dresden (oder allgemein in den neuen Bundesländern) war. Besonders eindrücklich für mein Leseerlebnis (wenn auch das Buch nur am Rande dafür verantwortlich war) war die Schilderung der Geschehnisse rund um den Mauerfall, die ich zufällig am 9. November, und damit genau 25 Jahre danach, gelesen habe. 1989 habe ich die Ereignisse, die Gewalt etc. nicht wirklich mitbekommen (was interessiert sich eine Schweizer Grundschülerin schon für Ostdeutsche Politik). „Leichentuch“ hat mich gut unterhalten, Freunde von Regionalkrimis werden das Buch sicherlich auch mögen, daher empfehle ich es gerne weiter.

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  • Kommissarin Karin Wolf in höchster Gefahr

    Leichentuch
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    03. October 2014 um 15:45

    Ein Wiederlesen mit Andreas M. Sturm – da steigt die Spannung bei mir, kenne ich doch schon diverse Krimis, die er geschrieben hat – ob es sich nun um einen Kurzkrimi aus einer Anthologie, oder auch um einen Kriminalroman handelt. Bislang jedenfalls wurde ich noch nie von diesem Autor enttäuscht. Das Cover: Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Autor das Coverfoto selbst zur Verfügung stellt und dieses vom Verlag verwendet wird. Doch bei diesem Buch ist dies der Fall - Autor Andreas M. Sturm ist begeisterter Hobbyfotograf und hat das Motiv auch selbst fotografiert. Auf dem Cover sieht man eine Plastik, die eine Person zeigt, deren Gesicht Entsetzen und Verzweiflung ausdrückt. Man muss genauer hinsehen, um zu erkennen, was dargestellt wird. Eine Frau, mit einem Kind im Arm versucht verzweifelt, einen Tiger abzuwehren, der sie gerade angreift. Passend zur Handlung und zum Buchtitel befindet sich auf der Skulptur eine Schneedecke. Diese Skulptur von Heinrich Epler steht in Dresden auf der „Bürgerwiese“ (ein Landschaftsgarten und Dresdens älteste Grünanlage) und trägt den Namen „Zwei Mütter“ - die eine Mutter ist die Frau, die mit ihrem Kind auf der Flucht vor einer Flut versucht, einen rettenden Felsen zu erreichen. Die andere Mutter ist die Tigerin, die sich ebenfalls mit ihrem Nachwuchs auf den Felsen retten will. Schade finde ich, dass es vorne im Buch keinen Hinweis zu dieser Skulptur gibt, denn der ein oder andere Leser interessiert sich sicherlich für dieses Kunstwerk. Schön finde ich, dass sich auf dem Cover ein Hinweis auf den Handlungsort findet – rechts oben auf dem Cover steht die Bezeichnung „Dresden-Krimi“. Die Handlung: Winter in Leipzig. An Heiligabend wird ein Mann in seinem Auto ermordet, doch der Schnee verhüllt das Auto wie mit einem Leichentuch. Und so wird das Verbrechen erst entdeckt, als Tauwetter einsetzt. Doch schon bald gibt es einen weiteren Toten. Die Kommissarinnen Karin Wolf und Sandra König übernehmen mit ihrem Team die Ermittlungen und treffen auf einen Sumpf aus Erpressung und Kindesmissbrauch. Doch Hauptkommissarin Karin Wolf hat noch ein ganz anderes Problem, denn der gefährliche Verbrecher und Todfeind René Witkowski konnte aus dem Strafvollzug flüchten, ist untergetaucht und beginnt einen regelrechten Rachefeldzug. Schon bald tötet er sein erstes Opfer, eine Bekannte von Karin und Sandra. Karin Wolf befindet sich in allerhöchster Gefahr, denn sie steht auf Witkowskis Liste an erster Stelle. Doch dann bemerkt sie, dass ein Mitglied des Ermittlungsteams für ihren Erzfeind tätig ist. Wird es Karin Wolf gelingen, dem skrupellosen René Witkowski zu entkommen? Und wer ist der Verräter?... Meine Meinung: Es ist bereits der dritte Fall, in dem die beiden Kommissarinnen Karin Wolf („Die Wölfin“) und Sandra König zusammen ermitteln. Bereits der erste Fall hatte es in sich – selbst nach längerer Zeit kann ich mich noch an die Handlung erinnern. Dieses Level zu erreichen dürfte schwer sein, so war meine Vermutung. Doch die Buchbeschreibung ließ mich hoffen. Auch ohne Vorkenntnisse der beiden ersten Bände, müsste das Lesen auch für Neueinsteiger problemlos klappen, da ja, wie so üblich bei Krimiserien, die Fälle innerhalb des jeweiligen Bandes abgeschlossen werden. Karin Wolf, ist eine echte Kämpferin, wie man bereits daran erkennt, dass sie den Beinamen „die Wölfin“ trägt. Dennoch gelingt es ihrem Erzfeind, sie in Angst und Schrecken zu versetzen. Doch Karin ist auf alles gefasst, sichert sich und ihre Wohnung zwar mehrfach ab, fühlt sich aber selbst in ihrer eigenen Wohnung hilflos, verfolgt und beobachtet. Diese Angst und Hilflosigkeit zu vermitteln gelang Andreas M. Sturm hervorragend. Doch man ahnt es bereits – irgendwann wird auch die aufmerksame Karin unvorsichtig. In diesem Teil erfährt man auch etwas mehr über Karins bewegte Vergangenheit – ein sehr persönlicher Einblick in das Privatleben der sonst so stark wirkenden Kommissarin. Sandra König wirkt mitunter geradezu mädchenhaft, verglichen mit Karin. Sie ist ein absoluter Technik-Freak, aber auch eine kleine Naschkatze, die wohl immer und überall essen kann, was man ihr aber nicht ansieht. Sie bildet auf jeden Fall einen guten Gegenpol zu ihrer Freundin und Kollegin Karin. Spannend fand ich auch die Person der Heidelinde „Heidi“ Grün – die pflichtbewusste, gewissenhaft arbeitende und eher ruhige Kollegin der beiden Kommissarin. Sie wirkt gegen Sandra und Karin wie eine graue Maus. So richtig gelang es mir nicht, sie einzuschätzen. Doch ist die „brave“ Heidelinde dazu in der Lage, als „Maulwurf“ zu fungieren? Schließlich sind oft diejenigen die Übeltäter, die am harmlosesten wirken. Aber soviel sei gesagt: Heidelinde ist für so manche Überraschung gut. René Witkowski, genannt „das Krokodil“, ist ein alter Bekannter der Kommissarinnen: Skrupellos, abgebrüht und ohne jegliches menschliches Gefühl, außer es handelt sich um Hass, Gier und Rachsucht. Er hat noch eine Rechnung offen mit Karin. Und dann gelingt ihm der Ausbruch aus dem Gefängnis und er taucht unter. Natürlich hat ein Boss aus der Unterwelt auch ein Netzwerk aus Leuten, die ihm noch einen Gefallen schulden, so dass er unauffällig und unerkannt untertauchen kann. Für seine Abrechnung mit seiner Intimfeindin hat er undenkbare Dinge geplant. Hemmungen sind Witkowski völlig unbekannt – Leichen pflastern seinen Weg und ein Menschenleben hat für ihn keinerlei Bedeutung und zählt nichts. So gibt es auch im dritten Band der Serie einige Opfer, die auf das Konto von Witkowski gehen. Doch wer sich auf ein Spiel mit dem Teufel einlässt, verliert eben ganz schnell mal sein Leben, wenn er sich nicht an dessen Spielregeln hält. Zudem ist ja jeder käuflich – alles nur eine Frage des Preises, ebenso wie man sich erpressbar macht, wenn man sich mit Witkowski einlässt. Und so hat er auch stets einen Helfer – ob freiwillig oder unfreiwillig. Der erste Ermordete war alles andere als sympathisch, denn schnell stand für mich fest, dass er etwas auf dem Kerbholz hatte. Seine Familie verhält sich sehr sonderbar, von Verzweiflung bis hin zu einer Teilnahmslosigkeit reicht die Bandbreite. Und ganz offensichtlich verschweigt die Familie etwas, was die Ermittlungen nicht gerade vorantreibt. Der Sohn wirkt arrogant, während die Tochter den Kontakt zum Vater abgebrochen hatte, er ihr regelrecht gleichgültig war. Lediglich seine Frau macht sich Sorgen und hatte ihren Mann als vermisst gemeldet. Und dann ist da noch der „Maulwurf“ in den eigenen Reihen. Wem können die Ermittlerinnen noch vertrauen? Bereits im ersten Band VOLLSTRECKUNG gab es erste Andeutungen auf einen Verräter, der für Witkowski tätig ist. Neben den Ermittlungen spielt auch noch das Privatleben von Karin und Sandra eine bedeutende Rolle: Sandra lebt in einer Beziehung, die nicht besonders glücklich ist. Mit den Eltern ihres Freundes unter einem Dach zu leben, entpuppt sich als problematisch, denn die Kommissarin fühlt sich weder willkommen, noch von ihnen akzeptiert. Karin dagegen lebt alleine in ihrer Wohnung, ist aber ständig in großer Angst, vor allem seit Witkowski aus der Haft geflohen ist. Dass die beiden Frauen eine innige Freundschaft verbindet, wurde bereits im ersten Band klar. Doch es ist weit mehr, was die beiden Frauen zusammenhält. Mir persönlich gefällt es gut, dass auch das Private in diesem Buch nicht zu kurz kommt, denn schließlich sind Karin und Sandra nicht nur Kommissarinnen, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, mit einer Vergangenheit, mit Bedürfnissen und Gefühlen. Und so wird auch deutlich, wie und auch weshalb die Bindung zueinander so eng ist. Zudem kann man oft nur durch den Werdegang einer Person nachvollziehen, weshalb sie in einer bestimmten Situation so und nicht anders handelt, weshalb sie in bestimmten Situationen überreagiert, u.s.w. Die Kapitel bestehen aus den jeweiligen Wochentagen sowie Datum und Uhrzeit, was mir sehr gut gefiel, denn so war sofort zu erkennen, zu welcher Tages- oder Nachtzeit sich das Geschehen des Abschnitts ereignete und über welche Zeitdauer sich die Ereignisse erstrecken. Weihnachten und „zwischen den Jahren“, die Zeit, wenn eigentlich Harmonie und Besinnlichkeit im Vordergrund stehen sollte, wird für die Ermittler zu einer stressigen Zeit und für Karin zu einem wahren Alptraum. Gewünscht hätte ich mir ein Personenregister, denn das Ermittler-Team ist gar nicht so klein, sondern recht umfangreich. Gut fand ich, dass im Anhang die beiden vorherigen Bände kurz vorgestellt werden – inklusive Hinweis auf die Reihenfolge (1. Band, 2. Band). Schade, dass sich auf dem Umschlag des Buches kein Hinweis darauf findet, dass es sich um den 3. Fall für Karin Wolf und Sandra König handelt – entweder direkt unter dem Buchtitel, oder auf der Rückseite des Buches. So hilft leider wieder einmal nur eine Recherche. Auch mit seinem 3. Band LEICHENTUCH hat der gebürtige Dresdner Andreas M. Sturm das erfüllt, was ich von ihm erwartet habe – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung fesselte mich auch diesmal wieder – Spannung war reichlich vorhanden, ebenso wie Nervenkitzel und Gänsehaut, aber auch Abscheu und Ekel. Kindesmissbrauch – eine Thematik, die wütend macht, der man als Leser hilflos gegenübersteht. Und wieder einmal wird deutlich dargestellt, dass die Opfer ein Leben lang leiden, während die Täter im günstigsten Fall nach der Verbüßung ihrer Haftstrafe ein neues Leben beginnen können. Segen und Fluch der Technik spielte in diesem Buch ebenfalls eine große Rolle. Was die moderne Technik anrichten kann wurde deutlich – sei es in Form einer eventuell manipulierbaren Bordtechnik von Autos, der „Unkenntlich-Machung“, bzw. Vernichtung von Datensätzen oder der Überwachung von Personen. Dennoch wurde ich als Leser dadurch nicht überfordert – auch wenn ich mich mit der modernen Technik nicht gerade gut auskenne. Auch wenn ich die Stadt Dresden nicht persönlich kenne, so mag ich es doch, wenn Lokalkolorit in einem Buch vorhanden ist, zumal der Krimi als Dresden-Krimi veröffentlicht wurde). Jedoch sollte das Buch zu keinem Reiseführer mutiert. Es wurden die örtlichen Gegebenheiten erwähnt und eingearbeitet, so dass das Buch auch dadurch authentisch wirkt. Ohne Zweifel war auch dieser Band der Serie sehr spannend – keinesfalls schlechter als der erste Fall für die beiden Kommissarinnen. Dennoch möchte ich fast behaupten, dass VOLLSTRECKUNG, der 1. Band, mein Favorit ist, was allerdings keineswegs an der Ausführung lag, sondern eher an der Thematik. Gespannt bin ich jedenfalls auf den zweiten Fall von Sandra König und Karin Wolf, den ich hoffentlich irgendwann auch noch lesen werde, zumal das Buch in Griffweite förmlich darauf wartet. Und natürlich hoffe ich auf weitere spannende Fälle mit den beiden sympathischen Kommissarinnen. Fazit: Zwei Kommissarinnen, die sich blind aufeinander verlassen können - Mordopfer, denen kaum jemand hinterhertrauert – ein skrupelloser, alter Bekannter, dem man hilflos bei seinen Taten zusehen muss – ein Verräter in den eigenen Reihen der Polizei. Und das alles in einem einzigen Krimi, das verspricht eine temporeiche und hochexplosive Handlung. Trotz der ernsten Thematik gab es, wenn auch sparsam eingesetzt, immer wieder kleine humorvolle Details, die mir ein Schmunzeln entlockten und das Geschehen auflockerten. Von mir erhält dieser Krimi eine absolute Leseempfehlung, sowie 5 Sterne.

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  • Rezension zu „Leichentuch“ von Andreas M. Sturm

    Leichentuch
    dorli

    dorli

    Dresden. Burkhard Eichler wird an Heiligabend in seinem Auto ermordet. Einsetzender Schneefall legt sich wie ein Tuch über den Wagen und nimmt die Sicht auf die Leiche. Erst mehrere Tage später wird der Tote entdeckt. Noch bevor Hauptkommissarin Karin Wolf von diesem Mordfall erfährt, bekommt sie es mit einem ganz anderen Problem zu tun: René Witkowski, ein Schwerverbrecher, den Karin vor anderthalb Jahren verhaftet hat, ist die Flucht aus der JVA gelungen. Und Karin weiß: Witkowski sinnt auf Rache… Andreas M. Sturm versteht es ausgezeichnet, den Leser einzufangen und die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Dabei hat es mir außerordentlich gut gefallen, dass es dem Autor gelingt, grausame Szenen zu beschreiben, ohne ins blutige Detail zu gehen. „Leichentuch“ ist für mich nach „Albträume“ der zweite Fall, den ich mit den Kommissarinnen Karin Wolf und Sandra König erlebt habe und wieder hat mich der Autor mit seinem Dresdner Ermittlerduo begeistert. Karin ist sachlich, routiniert, manchmal impulsiv und aufbrausend, gerne auch mal biestig. Mit ihrer guten Menschenkenntnis kann sie ihr Gegenüber hervorragend einschätzen, sie beobachtet ihre Umgebung immer genauestens und kann ihren Instinkten vertrauen. Eine äußerst toughe Frau. Umso mehr hat es mich fasziniert, dass der Autor es schafft, Karins Furcht vor Witkowski so glaubwürdig zu vermitteln. Obwohl Karin für sich selbst beschließt, sich von einem Kriminellen nicht unterkriegen zu lassen, spürt man neben ihrer Wut auf Witkowski ganz deutlich ihre Angst. Eine Angst, die durch einen Verräter in den eigenen Reihen noch gesteigert wird. Sandra ist ein Technik-Freak und eigentlich immer hungrig. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen und hat auf alles eine Antwort. Die Zusammenarbeit der beiden Ermittlerinnen funktioniert prima – ein richtiges Team. Es macht Spaß, Karin und Sandra bei ihren Nachforschungen zu begleiten. Besonders, weil der Autor ihnen einen trockenen Humor in den Mund gelegt hat, es wird gefeixt, gefrotzelt, geflachst. Tatkräftige Unterstützung bekommen Karin und Sandra von Heidelinde Grün. Heidelinde ist freundlich, pflichtbewusst und anfangs sehr zurückhaltend. Mit ihrer ruhigen Art ergänzt sie das Team vortrefflich. Der Spurensuche im Mordfall Eichler ist knifflig. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, weitere Morde geschehen. Der Autor lässt die Kommissarinnen und damit auch den Leser lange Zeit im Dunklen tappen. Man kann prima über Täter, Motive und Hintergründe miträtseln und mitgrübeln. Besonders das Spekulieren über die undichte Stelle bei der Polizei ist spannend, weil Andreas M. Sturm ganz geschickt mal den einen mal den anderen Kollegen von Karin in den Fokus rückt. „Leichentuch“ ist ein fesselnder Krimi, der sich angenehm zügig lesen lässt und mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.

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    • 2
    Arun

    Arun

    24. August 2014 um 13:47
  • Klassischer Krimi mit weniger klassischen Protagonisten

    Leichentuch
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    12. August 2014 um 23:01

    Pünktlich zu Weihnachten flieht der Bandenchef Rene Witkowski aus der JVA. Auf der Jagd nach den Polizisten, die ihn eingebuchtet haben, muss sich nun auch Kommissarin Karin Wolf in acht nehmen. Als ob diese nicht schon genug Ärger mit dem Fall Eichler hat, in dem alles nur verstockt schweigt und Karin einfach nicht weiterkommt. Zu ihrem Unglück tauchen immer mehr Leichen auf und auch in ihre Wohnung wird eingebrochen. Ob es Karin unter diesen Umständen noch gelingen kann die Nerven zu bewahren, sich selbst zu schützen und dann noch einen Mord aufzuklären? Das Buch hat mich nicht so ganz überzeugt. Die Covergestaltung macht definitiv neugierig und ich nehme mal an, dass diese Statue in Dresden steht, aber sonst hat das Cover irgendwie so gar nichts mit dem Buch zu tun. Dennoch spricht es an, auch wenn es vielleicht eine falsche Erwartungshaltung hervorruft. Mit der Protagonistin Karin Wolf konnte ich leider nicht so recht mitfühlen. Sie war mir für eine Polizistin etwas zu leichtsinnig und eigenbrötlerisch. Was ich aber an ihr gut fand, war die Tatsache, dass sie lesbisch ist, da es eine eher ausgefallene Wahl des Charakteres ist. Auch das Team um sie herum war anders... nicht unbedingt immer zum Besten, aber anders definitiv. Negativ aufgefallen ist mir - aber nicht nur bei dem Team sondern allgemein - bei fast allen Charakteren, dass sie alle schwere Schicksalsschläge zu erdulden hatten. Es gab wirklich keinen der nicht, selbst oder ein Lebenspartner, vom Schicksal gebeutelt worden wäre. Zum einen dient mir das in der Geschichte zu oft als ausflucht, warum sich eine Figur nun so verhält wie sie es tut, obwohl ein ganz anderes Verhalten logisch wäre, zum anderen nervt es auch etwas, weil man die Figuren ja nicht bemitleiden will sondern mit ihnen eine Geschichte erleben. Für mich warens klar zu viele Schicksalsschläge. Die Geschichte selbsts las sich gut und flüssig weg, der Stil war auch ansprechend und man hatte wirklich Freude beim Lesen. Inhaltlich haben mich beide Handlungsstränge angesprochen, allerdings gab es gegen Ende hin auch eine Weile, wo einer der beiden Stränge sträflich vernachlässigt wurde. Insgesamt bekommt das Buch von mir mal 3 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für einen schnellen Krimi zwischendurch.

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  • Winterkrimi in Dresden

    Leichentuch
    irismaria

    irismaria

    Ich habe von Andreas M. Sturm schon „Albträume“ gerne gelesen und war daher gespannt auf den neuen Fall der Ermittlerinnen Karin Wolf und Sandra König in Dresden. Den beiden Frauen stellen sich neben der Klärung ihrer Beziehung gleich zwei Herausforderungen im Dresdner Winter: zum einen wird ein Toter in einem Auto gefunden, das der Schnee einige Tage zugedeckt hat. Es handelt sich um den als vermisst gemeldeten Burkhard Eichler – die Polizei ermittelt im familiären und beruflichen Umfeld. Zum anderen ist ein Mann aus dem Gefängnis geflohen, der als Fein von Karin Wolf gilt, da sie ihn hinter Gitter gebracht hat. Schnell stellt sich heraus, dass er einen Rachefeldzug plant. Und dann müssen die beiden Kommissarinnen auch noch befürchten, dass sich ein Maulwurf unter ihren Kollegen befindet. Der Krimi beginnt fesselnd und kann die Spannung durchweg halten. Neben den Ermittlungen und der „Wolfsjagd“ kann man aber auch am Privatleben der Personen teil nehmen und erfährt interessante Aspekte der Dresdner Stadtpolitik. Mein Fazit: noch besser als der Vorgängerband und für Dresden- und Krimifans sehr zu empfehlen!

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    • 2
    Floh

    Floh

    12. August 2014 um 07:09
  • Leichentuch

    Leichentuch
    Blaustern

    Blaustern

    08. August 2014 um 13:03

    Burkhard Eichler wird am Heiligen Abend in seinem Auto die Kehle aufgeschnitten. Kurz darauf setzt Schneefall ein, und das Auto wird damit so gut bedeckt, dass sein Inneres vor der Außenwelt verborgen bleibt. Währenddessen meldet ihn seine Frau als vermisst und kreuzt täglich wieder in der Polizeistation auf. Erst als Tauwetter beginnt, lichtet sich das Feld und eine Bürgerin entdeckt die zerschundene Leiche. Karin Wolf übernimmt den Fall, denn sie hat wie üblich über die Feiertage Dienst. Mit Tatendrang stürzt sie sich in die Arbeit und führt Befragungen seines näheren Umfeldes durch. Doch dann gerät ihre Suche kurzzeitig ins Stocken, und sie überlässt ihrer Lieblingskollegin und Freundin Sandra König das Feld, denn der Schwerverbrecher Witkowski ist aus dem Gefängnis entflohen und hat geschworen, blutige und qualvolle Rache an ihr zu nehmen, da sie die Hauptperson war, die ihn hinter Gitter gebracht hatte. Noch dazu kann sie sich auch auf ihrer Arbeitsstelle nicht sicher sein, wer Witkowski in die Hände spielt, denn der hat bei der Polizei einen ihrer Mitarbeiter zum Maulwurf gemacht. „Leichentuch“ ist bereits der 3. Fall mit der Kommissarin Karin Wolf in Dresden, und auch dieser fesselt einen wieder von der ersten Seite an ans Buch. Die Spannung wird aufrechterhalten bis zum Ende, und man kann rätseln, auch wenn man schon früh den Täter im Kopf hat, denn dieses wird immer wieder durch andere Fakten umgeworfen. So gibt es immer wieder neue Verdächtige durch überraschende Wendungen. Durch die verschiedenen Handlungsstränge geht es turbulent voran, und durch die kurzen übersichtlichen Kapitel, die in 11 Tagen unterteilt sind, liest es sich recht flott. Karin Wolf spielt noch immer gern den einsamen Wolf, der am liebsten alles mit sich allein ausmacht und sich dann zurückzieht. Doch durch die aufgeschlossene Sandra, die sich nun zu ihr bekannt hat, kommt sie etwas mehr aus sich heraus und nutzt auch schon mal gern die Gelegenheit, sich anzulehnen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind alle abschließend nachvollziehbar.

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  • spannender Krimi mit Irrungen und Wirrungen

    Leichentuch
    hexe2408

    hexe2408

    Weihnachten ist eine sehr besinnliche, häufig ruhige Zeit, in der die Familie zusammenkommt und die verschiedenen Düfte, die in der Luft liegen einem noch mehr Lust auf all die tollen Naschereien machen. Wenn dann noch Schnee fällt und die Stadt in ein weißes Puderzuckermeer verwandelt, dann passt doch einfach alles zusammen. In diesem Sinne: fröhliche Weihnacht überall... Naja nicht ganz überall. In Dresden wird zum Fest der Liebe still und heimlich gemordet. Bedeckt durch die weiße Schneepracht wird das Verbrechen erst einige Tage später entdeckt. Und als wenn Ermittlerin Karin Wolf und ihr Team nicht damit schon genug zu tun hätten, ist auch noch ein gefährlicher Krimineller aus der Justizvollzugsanstalt ausgebrochen. Karin schwebt in großer Gefahr, denn Witkowskis Rachegedanken schließen auch die Kommissarin mit ein. Eine turbulente Zeit mit vielen Verstrickungen und Geheimnissen liegt vor Karin und den Lesern. Karin Wolf ist eine ziemlich eigene Person, sie kann sehr stur sein, zieht sich gern zurück und macht Probleme mit sich selbst aus, obwohl sie sich heimlich teilweise jemanden an ihre Seite wünscht. Ihr Temperament schlägt gern mal über die Stränge, dann sagt oder tut sie Dinge, die sie später bereut und die ihr auch beruflich ab und an auf die Füße fallen. Obwohl sie etwas speziell ist, mag ich sie als Protagonistin sehr gern. Sie ist eben nicht so gewöhnlich, wie viele andere Menschen. Ihre Ecken und Kanten darf man sehen, ihre Stärken und Schwächen miterleben. So kann man ihre Handlungen und Gedankengänge auch besser verstehen, als wenn dem Leser die Einblicke in ihre aufgewühlte Gedankenwelt verwehrt bleiben würde. Das restliche Ermittlerteam ist bunt gemischt, einige Figuren kann man recht gut einschätzen, andere wirken eher geheimnisvoll, unnahbar oder distanziert, so dass sie lange ein Fragezeichen im Hinterkopf behalten. Andreas Sturm gelingt es, den Leser immer wieder in die Irre zu führen. Wer ist nun an was schuld? Wer hat diese oder jene Situation zu verantworten, gibt es einen Zusammenhang oder ist es einzeln zu betrachten?! Dabei geraten immer wieder unterschiedliche Personen in Verdacht und bis kurz vor Schluss tappte ich ziemlich im Dunkeln. Natürlich hatte auch ich immer jemanden im Hinterkopf, der dann aber häufig durch neue Hinweise und Verstrickungen abgelöst wurde und Platz gemacht hat für einen neuen Verdächtigen. Besonders gelungen finde ich die unterschiedlichen Handlungsstränge, die parallel laufen, zwar unabhängig voneinander weitergeführt werden und doch immer wieder Berührungspunkte zu haben scheinen. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man einen sehr umfassenden Blick auf die Morde, die Ermittlungen, die Gefühle der Hauptpersonen und auch die Gedanken von Witkowski. Ein angenehmer und detailreicher Schreibstil führt durch die durchweg spannende Handlung. Immer wieder gibt es Wendungen und Überraschungen, neue Verdachtsmomente und Klärungen. Kaum ist man etwas zur Ruhe gekommen und die persönlichen Probleme von Karin rücken etwas in den Vordergrund, schon schlägt das Schicksal wieder zu und die Arbeit wird nicht weniger. Hintergründe, Motive und Zusammenhänge klären sich logisch und nachvollziehbar im Verlauf des Buches. An dieser Stelle wird das natürlich nicht verraten. Selbst lesen lohnt sich! Leichentuch ist ein spannender Krimi mit interessanten, unerwarteten Wendungen und angenehmen, abwechslungsreichen Figuren - gelungen Mischung! Vielen Dank an Andreas Sturm für dieses Rezensionsexemplar!

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    • 2
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    02. August 2014 um 23:17
  • Ein turbulenter Dresdenkrimi

    Leichentuch
    Postbote

    Postbote

    Eine Ehefrau vermisst ihren Mann, Hr. Eichler, und das seit dem 24. Dezember. Es schneit sehr viel um diese Zeit.  Fr. Eichler gibt eine Vermisstenmeldung bei der Polizei auf. Diese Meldung landet bei Karin Wolf, einer Kriminalkommisarin auf dem Schreibtisch. Sie nimmt Ermittlungen innerhalbs Eichlers Umfeld, z.B. am Arbeitsplatz auf. Auch werden die Familienmitglieder von Karin zu Hause befragt. Thilo, der Sohn und die Ehefrau. Bei den Befragungen kommen die Antworten recht schwerfällig und beklemmend rüber. Karin merkt gleich das etwas nicht stimmt in diesem Familienleben. Am 3. Januar wird Eichler tot in seinem Auto gefunden. Die Kehle wurde ihm durchgeschnitten. Das Auto war zugeschneit und der Schnee lag wie ein Leichentuch über dem Auto. Tauwetter setzte ein und so wurde die Leiche sichtbar. Fast zur gleichen Zeit erfährt Karin von ihrer Kollegin Sandra das ein Gefangener aus der JVA flüchten konnte. Der Name des Flüchtenden ist Witkowski. Karin fährt ein Kalter Schauer über den Rücken. Witkowski ist ihr Feind, denn sie hat es geschafft das er hinter Gitter kommt, ihr aber auf jeden Fall Rache geschworen hat, wenn es an der Zeit ist.Er will sich an allen Rächen die es geschafft haben ihn einzulochen. Sandra macht sich sorgen um ihre Kollegin und "Freundin" Karin. Somit ist sie im Fall Eichler mit ihrer Konzentration nicht ganz bei der Sache was ihr auch  Probleme bringt mit ihren Vorgesetzten.  Aber das schlimmste folgt jetzt überhaupt noch, es gibt einen Maulwurf bei der Polizei, der aktuelle Ergebnisse an Witkowski weiterleitet. Witkowski geht ungeniert auf Rachfeldzug und mordet. Karin soll die letzte sein. Er lässt sie nicht aus den Augen. Sie soll besonderst lange leiden.Psychologisch hergeführte Angstzustände und Nervenaufreibende Situationen soll Karin erleben und fühlen dürfen von Witkowski eingefädelt. Das ihm auch gelingt. Sogar bekommt Witkowski bei seinen Rachegedanken Perverse Gefühle. Unruhige Zeiten für Karin mit dem Feind im Nacken, und wer ist der Maulwurf in ihrem Kollegenkreis?  Wo doch das Vertrauen hier am Stärksten sein sollte. Und der Fall Eichler und Co. macht auch kein Halt vor skrupelosen Ergebnissen. Flott, Spannend und Actionreich geschriebener Dresdenkrimi durchs ganze Buch. Dieser Krimi fällt  mit seiner Klaren und Flüssigen  Schreibweise auf.  Vor allem spielt der Krimi an 11 Tagen aufgeteilt, mit Zeitangaben auf den Tag verteilt, so entstanden kurze Kapitel schnell und übersichtlich zu lesen. Man frägt sich immer wieder, wer spielt hier wirklich noch Böse Rollen? Man Rätselt mit, wer von  Karins Kollegen der Maulwurf  sein könnten. Und Witkowski, hat er Erfolg mit seinem Rachfeldzug. Der sorgt für Angstschauer in dieser Story. Es gab immer wieder Neuzugänge von Protagonisten die ich mir schon  merken konnte, aber mehr hätten es nicht sein dürfen. Am fast Ende gab es etwa 5-6 Seiten ein kurzes Dahinplätschern der Szenen. Das ich aber nicht als schlecht bezeichne, da es endlich mal etwas ungewohnte Erholung gab nach so viel Turbulenten Lesestunden.  Wie es wirklich ausgeht, lest und rätselt selber mit. Auf jeden Fall 5 Punkte von mir.  

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    • 3
    Floh

    Floh

    02. August 2014 um 07:03
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • Morddrohung im winterlichen Dresden

    Leichentuch
    gst

    gst

    Karin Wolfs dritter Fall ist ein Dresdner Regional-Krimi nach meinem Geschmack! Das Buch lässt sich leicht lesen, hält die Spannung von Anfang bis Ende und die Personen, die darin beschrieben sind, kommen sehr lebendig rüber. Auch wenn man – wie ich – die ersten beiden Fälle nicht kennt, ist man schnell im Geschehen und erfährt so nach und nach auch ein wenig aus der Vergangenheit der Kommissarin, die zusammen mit ihrer Kollegin nicht nur einen Mord aufzuklären hat, sondern auch von einem ausgebrochenen Straftäter bedroht wird. Dass der immer darüber Bescheid weiß, was sie gerade tut und wo sie ist, deutet darauf hin, dass es im Kommissariat jemanden gibt, der ihm Informationen zuspielt. Als Leser rätselt man mit und wird auf so manche falsche Fährte gelockt. Der Autor zeigt sich als guter Beobachter, der es versteht, auch Kleinigkeiten ins rechte Bild zu rücken. Großen Wert legt er auf die Charakterisierung seiner Darsteller. Die leise einfließende Liebesgeschichte erschlägt den Fall nicht, sondern zeigt, dass Kommissarinnen auch nur Menschen sind. Warum ich mich trotzdem dafür entschlossen habe, nur 4 Sterne zu vergeben? Ich mag es nicht, wenn aus den Buchseiten Blut tropft. Zum Glück werden die vielen Morde nicht zu ausführlich beschrieben, doch zum Schluss habe ich aufgehört, die Toten zu zählen. Da musste ich auf Durchzug schalten. Was mich verwirrte, waren die vielen Personen (allein auf den ersten 35 Seiten 14 Leute), die befragt werden mussten oder im Kommissariat mitarbeiten. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich mir schon frühzeitig ein Personenregister angefertigt. Vielleicht ist es nicht nötig, wenn man die ersten beiden Teile auch kennt; aber als Neueinsteiger ist es schwierig, sich da zurecht zu finden. Summa summarum kann ich diesen Krimi aber durchaus empfehlen. Und das nicht Dresdenliebhabern!

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    • 3
  • Irgendwann wird das Leichentuch die Tat zeigen

    Leichentuch
    anja_bauer

    anja_bauer

    29. July 2014 um 11:54

    Weihnachten in Dresden. Burkhard Eichler arbeitet auch an Heiligen Abend. Obwohl er Autofahren hasst, ist er diesmal mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Auf dem Heimweg verunglückt Eichler mit dem Wagen und wird aufgrund des Schneefalles erst Tage später gefunden. Die Ermittlungen führen Karin Wolf und Sandra König. Dabei stoßen sie auf diverse Ungereimtheiten und dubiose Geschäfte. Gleichzeitig erfährt Karin Wolf, dass ihr Erzfeind Witkowski die Flucht aus dem Gefängnis Bautzen geflohen ist. Karin hat Angst, Angst, das Witkoswski sich rächen kann für die Verhaftung damals. Der Krimi ist in zwei Handlungssträngen unterteilt. Einmal aus der Sicht von Karin, die in dem Mordfall Eichler ermittelt. Dann aus der Sicht von Rene Witkowski, der an seinen Racheplan arbeitet und viele Leute ihm was schulden, so dass er seine Helfer hat. Lange bleibt die Frage offen, wie Burkhard Eichler ums Leben gekommen ist und was da überhaupt geschehen ist. Aber die Rachefeldzüge von Witkowski an Karin laufen hier parallel zu den Ermittlungen an den Tod Eichlers. Schafft es Karin, Witkowski wieder hinter Gittern zu bringen? Und warum musste Burkhard Eichler sterben? Karin Wolf und Sandra König erinnern mich irgendwie an „Rizzoli & Isles mit ihren flapsigen Sprüchen, wo Karin dann Rizzoli ist. Allerdings finde ich dass in einen guten Krimi nicht unbedingt Erotikphantasien sein sollten, aber das ist vielleicht Geschmackssache. Der Schreibstil ist gut und flüssig und durch die kurzen Kapitel liest sich der Krimi schnell und man kommt dadurch gut rein in die Handlung. Am Anfang braucht es noch etwas mit der Spannung, aber dann wird diese aufgebaut und hält sich fast bis zum Schluss. Dieser zieht sich allerdings etwas hin. Jedenfalls das Motiv erfährt man eigentlich recht schnell am Schluss, aber der eigentliche Täter bleibt lange im Verborgenden und auch die einen oder anderen Überraschung hält dieser Krimi hier parat. Das Cover kann ich nicht ganz so zu der Story zuordnen. Klar geht es um Kindesmissbrauch und die Mutter auf den Cover will ihr Kind schützen vor dem Bösen. Trotzdem finde ich es nicht ganz 100% passend. Allerdings würde ich dieses Buch wegen dem Cover schon in der Buchhandlung in die Hand nehmen. FAZIT: Dieser Krimi ist eine leichte Lektüre die zwar schon einen fesselnd, aber mehr so wie ein Tatort Krimi. Ich kann die Bücher von Andreas M. Sturm empfehlen als leichter Lesegenuss mit einem gewissen Hauch an Spannung, der genau richtig ist. Wie gesagt, das Ende hat mich nicht ganz so überzeugt, aber das tut der eigentlichen Story keinen Abbruch.

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  • Irgendwann wird das Leichentuch die Tat zeigen

    Leichentuch
    anja_bauer

    anja_bauer

    29. July 2014 um 11:54

    Weihnachten in Dresden. Burkhard Eichler arbeitet auch an Heiligen Abend. Obwohl er Autofahren hasst, ist er diesmal mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Auf dem Heimweg verunglückt Eichler mit dem Wagen und wird aufgrund des Schneefalles erst Tage später gefunden. Die Ermittlungen führen Karin Wolf und Sandra König. Dabei stoßen sie auf diverse Ungereimtheiten und dubiose Geschäfte. Gleichzeitig erfährt Karin Wolf, dass ihr Erzfeind Witkowski die Flucht aus dem Gefängnis Bautzen geflohen ist. Karin hat Angst, Angst, das Witkoswski sich rächen kann für die Verhaftung damals. Der Krimi ist in zwei Handlungssträngen unterteilt. Einmal aus der Sicht von Karin, die in dem Mordfall Eichler ermittelt. Dann aus der Sicht von Rene Witkowski, der an seinen Racheplan arbeitet und viele Leute ihm was schulden, so dass er seine Helfer hat. Lange bleibt die Frage offen, wie Burkhard Eichler ums Leben gekommen ist und was da überhaupt geschehen ist. Aber die Rachefeldzüge von Witkowski an Karin laufen hier parallel zu den Ermittlungen an den Tod Eichlers. Schafft es Karin, Witkowski wieder hinter Gittern zu bringen? Und warum musste Burkhard Eichler sterben? Karin Wolf und Sandra König erinnern mich irgendwie an „Rizzoli & Isles mit ihren flapsigen Sprüchen, wo Karin dann Rizzoli ist. Allerdings finde ich dass in einen guten Krimi nicht unbedingt Erotikphantasien sein sollten, aber das ist vielleicht Geschmackssache. Der Schreibstil ist gut und flüssig und durch die kurzen Kapitel liest sich der Krimi schnell und man kommt dadurch gut rein in die Handlung. Am Anfang braucht es noch etwas mit der Spannung, aber dann wird diese aufgebaut und hält sich fast bis zum Schluss. Dieser zieht sich allerdings etwas hin. Jedenfalls das Motiv erfährt man eigentlich recht schnell am Schluss, aber der eigentliche Täter bleibt lange im Verborgenden und auch die einen oder anderen Überraschung hält dieser Krimi hier parat. Das Cover kann ich nicht ganz so zu der Story zuordnen. Klar geht es um Kindesmissbrauch und die Mutter auf den Cover will ihr Kind schützen vor dem Bösen. Trotzdem finde ich es nicht ganz 100% passend. Allerdings würde ich dieses Buch wegen dem Cover schon in der Buchhandlung in die Hand nehmen. FAZIT: Dieser Krimi ist eine leichte Lektüre die zwar schon einen fesselnd, aber mehr so wie ein Tatort Krimi. Ich kann die Bücher von Andreas M. Sturm empfehlen als leichter Lesegenuss mit einem gewissen Hauch an Spannung, der genau richtig ist. Wie gesagt, das Ende hat mich nicht ganz so überzeugt, aber das tut der eigentlichen Story keinen Abbruch.

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