Andreas M. Sturm , Romy Fölck Sachsenmorde

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Inhaltsangabe zu „Sachsenmorde“ von Andreas M. Sturm

Mit der oft zitierten sächsischen Gemütlichkeit haben die Krimis dieser Anthologie nichts gemein. Dunkel kommen sie daher und führen den Leser schonungslos zu den Abgründen der menschlichen Gesellschaft.
Kannibalismus, Serienmord, Kindesmissbrauch und Kunstfälschung sind nur einige der Themen dieser Anthologie, und die Täter agieren skrupellos, getrieben von Hass, perverser Lust und Gier.
In jedem der zehn Landkreise und der drei kreisfreien Städte lassen renommierte Krimiautoren nach Herzenslust morden, geben ihrer Schreiblaune freien Lauf und entführen dabei den Leser in das Schattenreich ihrer dunklen Fantasie.

Gelungene Anthologie mit Thrillern in Sachsen.

— mabuerele

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  • Sachsenmorde

    Sachsenmorde

    Blaustern

    14. July 2016 um 16:03

    „Sachsenmorde“ ist eine Anthologie über Morde, die allesamt in Sachen geschehen und spielen und das immer wieder in einem anderen Umkreis oder Ortschaft, die man dann genau kennenlernt. 13 Krimis/Thriller hat sie zu bieten, wobei einer unterschiedlicher ist als der andere, denn alle stammen aus der Feder eines anderen Autors. Insgesamt sind aber alle sehr gelungen und sorgen für äußerste Spannung. Schon die erste Geschichte als Einklang hat es richtig in sich und zieht einen mit in das Innerste der Seele, was bestimmte Geschehnisse in uns verursachen könnten und zu was der Mensch daraus folgend fähig wird, was auch wirklich so geschehen könnte und umso gruseliger ist. Jede Geschichte hat ein anderes Thema, und doch strahlen sie alle eine finstere Atmosphäre aus. Einige sind in der Vergangenheit schrecklich gebeutelt worden, woraus ganz unterschiedliche Handlungen entstehen. In vielerlei Geschichten geht es wieder um Rache und Hass, aber auch andere Motive sind dabei, und so manches Mal kann man das Opfer sogar verstehen, wenn das natürlich auch keinen Mord rechtfertigt. Doch die Sicht, aus der die Geschichte geschrieben wurde, führt einen direkt und nah in die Gedankenwelt dieser Person. Vieles ist ein Grauen und regt noch lange nach dem Lesen zum Nachdenken an.

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  • Morde in Sachsen - kurz und prägnant

    Sachsenmorde

    mabuerele

    17. June 2016 um 20:28

    „...Das Einzige, was sie vom Studium der Volkswirtschaft behalten hatte, war, dass Bedürfnisse nie befriedigt werden konnten, denn jedes befriedigte Bedürfnis erzeugte eine neues. Die Anthologie enthält 13 Krimi oder Thriller, die alle in Sachsen spielen. Die Geschichten sind von 13 unterschiedlichen Autoren und damit auch durch 13 verschiedene Handschriften geprägt. Jede Geschichte ist anders und auf ihre Art besonders. Auf einige Erzählungen möchte ich näher eingehen. Die erste Geschichte hat mich betroffen gemacht. Hier verschwimmen zum Teil die Begriffe Opfer und Täter. Sie wurde sehr genau erzählt und der Protagonist gut charakterisiert. Die Autorin lässt mich tief in dessen Psyche blicken. Als Auftakt war diese Geschichte eine gute Wahl. Das zweite Thema ist eine leichte Persiflage auf ein Horrorszenarium. Bei der dritten Geschichte gelingt es dem Autor auf wenigen Seiten eine hohe Spannung zu erzeugen, indem er in das eigentliche Geschehen kursiv Briefe bettet, die von Angst und Verzweiflung sprechen. Bei der vierten Geschichte habe ich mich gefragt, wie die Täterin mit ihrer Schuld leben wird. Das Ende war sehr berührend, weil nicht nur die Sinnlosigkeit der Tat belegte. Vier Erzählungen führen zurück in die Vergangenheit, in eine Zeit von Verrat. Sie gehen allerdings völlig unterschiedlich damit um. Dass auch Täter auf Rache sinnen und Opfer über Gnade nachdenken, sind zwei der Szenarien. Obiges Zitat stammt aus dem Munde einer Frau, die ein bizarres Hobby pflegt. Handlungsort ist das Netzschkauer Schloss. Die elfte Geschichte fällt etwas aus dem Rahmen. Sie reicht weit in die Geschichte zurück, verbirgt in sich mehrere sehr gleichartige Erzählungen und hat ein überraschendes Ende. Gut gefallen hat mir, dass jede Geschichte in einer anderen Gegend von Sachsen angesiedelt ist. Dabei haben sämtliche Autoren die Handlungsorte trotz der Kürze der Geschichten gut beschrieben. Da ich etliche Orte kenne, wusste ich schnell, an welcher Stelle ich gedanklich war. Wie schon erwähnt, sind die Schriftstile sehr unterschiedlich. Manche Autoren legen Wert auf ausgefeilte Dialoge, bei anderen findet sich ein feiner Humor. Allen Geschichten ist gemeinsam, dass die Emotionen der Protagonisten gut dargestellt wurden. Der Spannungsbogen ist meist hoch. Die Länge der Erzählungen schwankt um 20 Seiten. Jeder Geschichte ist der Handlungsort vorangestellt. Zwei unterschiedlich große Karten von Sachsen befinden sich zu Beginn und am Ende des Buches. Kurze Lebensläufe der Autoren ergänzen das Buch. Das dunkle Cover mit der Basteibrücke passt zu den Geschichten. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Natürlich habe ich meine Lieblingsgeschichte gefunden. Es gibt aber keine, die mir überhaupt nicht zugesagt hätte.

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    • 3
  • Sachsenmorde

    Sachsenmorde

    thenight

    02. March 2016 um 16:16

    Da ich zu jeder Geschichte mindestens einen Satz geschrieben habe, erlaube ich mir mein Fazit gleich zu Beginn zu schreiben, wer liest denn schon bis zum Ende der Seite. ;o) Sachsenmorde ist meiner Meinung nach die gelungenste Anthologie  aus dem FHL Verlag, jede einzelne Geschichte ist von der Idee und vom Schreibstil absolut gelungen, nur eine ließ mich etwas ratlos zurück, aber vielleicht findet sich ja ein Leser, der sie mir erklärt, ich bin sicher: Es liegt nicht am Autor, es liegt an mir. Diese Buch wandert direkt in mein *Behalte ich - Regal* Monster von Anne Mehlhorn:  Mein erster Gedanke bei dieser Story war: Fußball an sich ist ja schon furchtbar, ein Krimi der sich um Fußball dreht, kann ja nichts für mich sein, allerdings wurde ich eines besseren belehrt, hinter dieser Story steckt viel mehr als nur die Bedrohung eines Schiedsrichter, sie handelt von den Ängsten die Traumata in uns auslösen können und von den Reaktionen die diese evtl. auslösen und sie handelt von den Monstern in uns, die manchmal die Oberhand gewinnen. Eine gut durchdachte Kurzgeschichte.    Zum Brunch ins Cafe Frankenstein von Rudolf Kollhoff: Ich geh nie nie wieder auswärts Essen ;O) Mehr Horror als Crime serviert uns der Autor Rudolf Kollhoff und das macht er so gut, das es mich beim Lesen wirklich geschüttelt hat. Ich bin begeistert.   Die leisen Schwingen des Todes von Andreas M. Sturm: Eine der erschütterndsten Geschichten,eine Geschichte die man aushalten muss erzählt sie doch gleich von zwei grausamen Schicksalen, die untrennbar miteinander verbunden sind, wie erst der Schluß offenbart.   Mörderische Recherche von Mario Schubert Upps, vielleicht sollte man doch erst alle Geschenke auspacken, bevor man zu drastischen Mitteln greift. ;o) Nemesis von Brigitta Hennig: Ein Mord und ein Selbstmord, verbunden durch die Schrecken der Vergangenheit, gut geschrieben, die Story hat alles was eine gute Kurzgeschichte braucht. Ertappt im falschen Film von Frank Kreisler: Ich mag ja sowieso schon keine Märchen und Märchenverfilmungen auch nicht, vielleicht mag ich deshalb die Story um die Verfilmung von Schneeweißchen und Rosenrot so gern, denn nicht immer haben Märchen ein Happy End ;o) Auf den letzten Drücker von Patricia Holland Moritz: Noch eine Geschichte, die ihren Anfang in der Vergangenheit hat, sie dreht sich um den letzten Henker des DDR Regimes und endet doch völlig anders als erwartet. Hass von Jan Flieger: Enttäuschte Liebe ist wohl eines der häufigsten Motive für Mord, wie in dieser Geschichte anschaulich dargestellt ist, oder ist doch Rache ein stärkeres Motiv? Alte Schuld vom Romy Fölck: Auch wenn Verbrechen aus der Vergangenheit häufig ungesühnt bleiben, die in der Gegenwart sollten aufgeklärt werden und die Täter müssen bestraft werden, zur Not muss der Großvater eben etwas nachdrücklicher darauf bestehen.   Das fünfte Bild von Frank Dörfelt: Unrecht Gut gedeihet nicht , heißt ein altes Sprichwort und auch der Maler Jörg Petermann muss erfahren, dass in jedem Sprichwort ein Körnchen Wahrheit steckt und vielleicht versucht er es doch mal mit ehrlicher Arbeit. Blutnacht von Martina Arnold: Noch einmal trifft Krimi auf Horror und der Leser fragt sich: Wieviel Wahrheit steckt in den alten Legenden und sollte man des Nachts spazieren gehen? Salz auf seiner Haut von Petra Steps: Mit Begeisterung habe ich diese Geschichte begonnen, die Autorin hat mutig ein Thema angefasst, bei dem eigentlich ein männlicher Täter erwartet wird, dazu ein wirklich guter und flüssiger Schreibstil und dann ein Ende das ich nicht verstanden habe, seufz, auch nach zweimaligem Lesen habe ich nicht begriffen wie die Polizei der Täterin auf die Spur kam, schade.  Mein erster Mord von Stefan B. Meyer: Wenn das Leben zu ende geht wird es Zeit seine Dinge zu ordnen, manchmal gehört mehr dazu als ein Testament zu schreiben und manchmal wird man von seinen Taten überrascht, wie mich das Ende überraschte. Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, dort findet ihr auch, wie im Buch nähere Informationen über die Autoren.

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  • kurze Thriller, die unter die Haut gehen/4,5 Sterne

    Sachsenmorde

    hexe2408

    25. November 2015 um 09:15

    Jede Minute geschehen an den verschiedensten Orten, auf der gesamten Welt, Verbrechen jeglicher Art. Raub, Missbrauch, Entführung oder Mord – die Taten sind so vielfältig wie die Täter. Die Schauplätze und Opfer sind manchmal ganz bewusst, manchmal eher zufällig gewählt. Dieses Buch führt den Leser in das Bundesland Sachsen, denn auch um dieses Stückchen Erde machen die Gewaltverbrechen keinen Bogen. Obwohl es sich nicht um Nacherzählungen realer Gegebenheiten handelt, so kann man doch beim Lesen den Eindruck bekommen, dass viele der präsentierten, dunklen Abgründe der menschlichen Seele einen wahren Ursprung haben. Die Thriller sind nur schwer miteinander zu vergleichen, da jede Geschichte für sich steht und in sich abgeschlossen ist. Die Reihenfolge in der man liest, kann man daher je nach Geschmack und Stimmung selbst wählen. Wirklich seichte Literatur sollte man allerdings nicht erwarten. Die meisten der Kurzthriller sind sehr düster und zeigen dem Leser schonungslos, wozu Menschen fähig sind. Auch wenn es in allen Geschichten um das Morden geht, so sind sie doch komplett verschieden aufgebaut. Während in einigen Fällen die Handlung sofort gruselig und geheimnisvoll beginnt, bekommt man in anderen Geschichten erst einen groben Überblick über die Ereignisse, die zur tödlichen Handlung führen. Bei der Länge bzw. Kürze der Storys kann man sich aber vorstellen, dass nicht viel Zeit für lange Erklärungen bleibt. Ich habe diese jedoch auch nicht vermisst, da die Gründe und Motive immer erkennbar sind. In einem Fall war mir die Vorgeschichte sogar etwas zu langatmig, bevor dann wirklich was passierte. Einige der Täter sind selbst schwer traumatisiert durch blutige, gewalttätige oder erniedrigende Erlebnisse in ihrer Vergangenheit. Manche wollen Rache, andere können mit ihrer Wut und ihrem Hass einfach nicht mehr umgehen und die mühsam aufgebauten Schutzmauern brechen mit einer Wucht, die zum Töten verleitet. Auch wenn ich selbst natürlich keinen Mord gut heißen kann und will, so können einem einige der Täter schon fast leidtun. Wie würde man selbst mit dem Erlebten umgehen? Könnte man sich beherrschen, wenn sich die Situation ergibt? Andere Täter werden nicht so genau beleuchtet, bei ihnen stehen mehr die Taten im Vordergrund, die ihre ganz eigene Sprache sprechen. Es kann beim Lesen schon mal vorkommen, dass einem gründlich der Appetit vergeht. Durch die Nutzung unterschiedlicher Perspektiven werden einem die Figuren teilweise sehr nah gebracht. Die Geschichten aus der Ich-Perspektive ermöglichen es, neben der allgemeinen Handlung auch viel über das Innenleben der Charaktere zu erfahren. Die Verwendung des personalen Erzählers baut zwar eine gewisse Distanz auf, doch aufgrund der sehr anschaulichen und stellenweise brutalen bis blutigen Details, lassen einen auch diese Geschichten nicht kalt. Die Mischung hat mir persönlich gut gefallen, da das Buch so abwechslungsreich bleibt und man nie weiß, was einen in der nächsten Geschichte erwarten wird. Und wenn man zwischendurch schon fast glaubt, viel Neues kann jetzt nicht mehr kommen, wird man überrascht sein, welch großes Spektrum an unterschiedlichen Mordmöglichkeiten, Motiven und Vorgehendweisen einem präsentiert wird. Nebenbei lernt man auch noch Sachsen etwas genauer kennen, da jede Kurzgeschichte in einem anderen Landkreis bzw. einer der kreisfreien Städte angesiedelt ist. Doch nicht nur örtlich, auch thematisch gibt es eine bunte Mischung. Einige Kurzgeschichten sind geschichtlich-politisch orientiert, andere bedienen sich der Vielfalt sexueller Gelüste, die sich über die Jahre immer weiter ausgebreitet haben oder man taucht in die gruselige Psyche der Täter ein, die ihr Vorgehen als ziemlich normal betrachten. Eine spannende Mischung zum Gruseln, Ekeln, Kopf schütteln und nachdenklich werden. Am Ende sollte für jeden Geschmack etwas mit dabei sein.

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