Todesangst

von Andreas M. Sturm 
4,8 Sterne bei6 Bewertungen
Todesangst
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Seehase1977s avatar

Spannend, abwechslungsreich und absolut empfehlenswert!

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Spannend bis zur letzten Seite!

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Inhaltsangabe zu "Todesangst"

In Dresden werden kurz hintereinander zwei Jugendliche brutal ermordet. Kriminalkommissarin Karin Wolf und ihrem Team läuft die Zeit davon. Sie müssen den Täter fassen, bevor der erneut zuschlägt.
Zusätzlich schwebt über Karin eine schreckliche Bedrohung: Ein krimineller Politiker hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt und sie damit ins Fadenkreuz eines eiskalten Killers gebracht. Karins Partnerin Sandra König setzt alle Hebel in Bewegung, um die tödliche Gefahr von ihrer Freundin abzuwenden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946734147
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:364 Seiten
Verlag:Verlag edition krimi
Erscheinungsdatum:02.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, abwechslungsreich und absolut empfehlenswert!
    Spannender und gut durchdachter Kriminalroman aus Dresden

    Der 16jährige Lukas bessert sein Taschengeld mit Autodiebstahl auf. Während er versucht, einen noblen Luxuswagen zu stehlen, wird der Junge von hinten brutal mit einem Hammer erschlagen. Kriminalkommissarin Karin Wolf und ihr Team übernehmen den Fall. Doch währenddessen die Polizei noch völlig im Dunkeln tappt, muss ein weiterer Jugendlicher auf grausame Weise sterben. Treibt ein Serienkiller in Dresden sein Unwesen, der es auf junge Menschen abgesehen hat? Anstrengende und akribische Ermittlungsarbeit steht Karin Wolf nun bevor, dabei hat die Kommissarin selbst allen Grund zur Sorge. Ein krimineller Politiker hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt, die Bedrohung ist allgegenwärtig. Karin und ihre Partnerin Sandra König ahnen noch nicht, wie nah ihnen der Killer bereits ist…


    Meine Meinung:
    „Todesangst“ von Andreas M. Sturm ist der fünfte Fall für Kommissarin Karin Wolf. Ich mag die Krimireihe aus Dresden sehr gerne und auch der neueste Fall, den Wolf und ihr Team aufklären müssen, hat mich begeistert, gefesselt und bestens unterhalten.

    Andreas. M. Sturm entführt seine Leser einmal mehr in das schöne Dresden. Dort bereiten der Polizei die Morde an zwei Jugendlichen großes Kopfzerbrechen. Die Ermittlungen führen in alle Richtungen, das Umfeld und die Familien der beiden Jungen werden beleuchtet. Die Spuren führen Karin Wolf und Sandra König vom organisierten Autodiebstahl bis hin zur dreisten und im großen Stil begangenen Computerkriminalität. Doch wo ist der Mörder der beiden Jugendlichen zu finden? Der Autor serviert den Täter keinesfalls auf dem Präsentierteller. Bis zum schlüssigen Ende, das keine Fragen offen lässt, verwirrt er mit unterschiedlichen Personen, Motiven und Machenschaften, legt geschickt falsche Fährten, die nicht nur einmal in einer Sackgasse landen. 

    Diese Wendungen und ein stetiger Perspektivenwechsel bieten absolute Spannung und fesselnde Unterhaltung. Sturm hat einen klaren und sehr angenehmen Schreibstil und die Eindrücke der Stadt, die er immer wieder in die Erzählungen mit einfließen lasst, bieten ausreichend Lokalkolorit und zusätzliche Abwechslung.

    Die beiden Hauptprotagonisten Karin Wolf und Sandra König sind mir mittlerweile wirklich ans Herz gewachsen. Dem Autor gelingt es, das Privatleben seiner Ermittlerinnen nicht in den Vordergrund zu stellen und schafft es dennoch, sie ausreichend in Szene zu setzen. Ich mag Karin Wolf, die harte und abgeklärte Kommissarin mit ihrem weichen Kern und der Liebe zu ihrer Partnerin Sandra. Die Angst, die wie ein Damoklesschwert über ihr schwebt, verändert sie, macht sie verletzbar, angreifbar, misstrauischer. Doch nicht nur Karin hat es mit der Angst zu tun, dieses Gefühl ist permanent greifbar, denn auch andere Personen in diesem Buch müssen sich mit dieser beängstigenden Stimmung auseinandersetzen.

    Mein Fazit:
    „Todesangst“ von Andreas M. Sturm ist ein wirklich gelungener, gut durchdachter und abwechslungsreicher Kriminalroman mit einer komplexen und realistischen Handlung und einem sympathischen Ermittlerteam. Zudem werden viele bekannte Schauplätze in Dresden erwähnt, was das nötige Lokalkolorit bietet. Mir hat das Buch beste Unterhaltung geboten und auch wenn „Todesangst“ Teil fünf einer Reihe ist, so kann man es getrost auch völlig eigenständig lesen. Von mir gibt’s einmal mehr eine absolute Leseempfehlung.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 6 Monaten
    Todesangst

    Lukas ist 16 und gerade auf Autoknackertour in Dresden unterwegs, als er dabei von einem Hammer zu Tode geschlagen wird. Die Hauptkommissarin Karin Wolf und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf, und schon passiert der nächste Mord. Der Täter hat es auf Jugendliche abgesehen. Die Zeit drängt. Aber Karin Wolf wird in ihrer Arbeit behindert, denn ein Kopfgeldjäger ist hinter ihr her, und der Auftraggeber dazu ist ihr nur allzu bekannt.
    „Todesangst“ ist der 5. Fall der Reihe mit Karin Wolf und ihrem Team und die beherrscht den gesamten Krimi von Anfang bis Ende, angefangen mit Karin, die in ständiger Alarmbereitschaft lebt, ihre Kollegin und Freundin Sandra, die sich um deren Leben sorgt oder auch die Angst um den vermissten Kumpel. Karin und Sandra sind immer noch ein Team, privat wie dienstlich, die sich wunderbar ergänzen. Da ein Zusammenarbeiten auf dieser Basis nicht sein darf, wird das vor den anderen verschwiegen. Aber es ist ein gutes Team, auf das sich jeder jederzeit verlassen kann, und auch die neue Kommissarin Heidelinde ist absolut sympathisch. Da erhalten wir dieses Mal auch einen tieferen Einblick. Die Themen sind breitgefächert, Figuren spielen auch eine Menge mit, sodass es viele potentielle Täter gibt. Die Erzählstränge wechseln, was die Spannung erhöht. So fliegt man rasant durch die Seiten und erhält viel mehr Hintergrundwissen. Immer wieder landet man auf dem falschen Weg, und am Ende ist doch alles schlüssig. Wieder mal ein sehr gut durchdachtes Werk, welches für gute Unterhaltung sorgt.

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    thenights avatar
    thenightvor 6 Monaten
    Todesangst

    Inhalt:
    Lukas ist gerade mal 16, ein Computergenie, Einserschüler und Autoknackerlehrling, als er bei dem Versuch einen Luxuswagen zu stehlen,mit einem Hammer erschlagen wird. Hauptkommissarin Karin Wolf und ihr Team werden mit den Ermittlungen betraut, aber noch bevor sie eine Spur zum Täter  haben, geschieht ein weiterer Mord an einem Jugendlichen und Daniel,ein Freund Lukas wird vermisst. Da ist es nicht sehr hilfreich, das auf Karins Kopf eine Belohnung ausgesetzt ist und sie in kontinuierlicher Gefahr schwebt einem Attentat zum Opfer zu fallen.

    Meine Meinung:
    Wenn man bei einem Krimi das Gefühl hat, nach Hause zu kommen und lieb gewonnene Freunde zu treffen, dann hat der Autor wohl alles richtig gemacht. Dazu kommt noch ein äußerst spannender Fall, der einen quasi zwingt immer weiter zu lesen. Gemeinsam mit den Ermittlern können sich die Leser auf die Suche nach dem Motiv machen, die Auswahl ist groß, von organisiertem Autodiebstahl, über Erpressung und Computerkriminalität ist alles vorstellbar, genauso groß wie die Anzahl der Motive, ist die in den Fall verwickelte Anzahl an Personen, deren Schicksal Andreas M. Sturm geschickt miteinander verwebt und durch die er mich immer wieder auf eine falsche Fährte lockte, ohne mich am Ende mit einem großen Fragezeichen zurückzulassen, er löst alles auf und das rechne ich ihm hoch an. Die Story ist wirklich gut durchdacht und ausgefeilt.
    Der Titel ist Programm. Todesangst zieht sich durch jede Seite, sei es die Angst um das eigene Leben, die nicht nur Karin, sondern auch andere Protagonisten spüren oder um das Leben eines geliebten Menschen. Manchmal ist es auch "nur" die Angst um die eigene Karriere und das aufgebaute Lebensmodell das wie ein Kartenhaus einzustürzen droht. Angst ist immer allgegenwärtig.

    Ganz zu Anfang schrieb ich, das ich das Gefühl hatte lieb gewonnene Freunde wieder zu treffen und dieses Gefühl blieb, auch wenn ich normalerweise kein Freund von engen Beziehungen zwischen den Ermittlern bin, mache ich hier  einmal eine Ausnahme. Karin und Sandra sind so selbstverständlich ein Paar, das es anders gar nicht vorstellbar wäre, ich hoffe inständig das niemals etwas geschieht das  zu den oft so üblichen Problemen bei den Ermittlungen führt.
    Aber auch die anderen im Team sind  mir mittlerweile ans Herz gewachsen und mit jedem Buch hänge ich mehr an ihnen, da ich sie immer besser kennen lerne.
    Womit wir dazu kommen, das Todesangst schon Teil 5 der Reihe ist, ich kann euch aber versichern, die Vorgängerbände müssen nicht vorher gelesen werden um hier allem folgen zu können, aber auch sie sind pures Lesevergnügen.

    Die Vorgängerbände:
    Vollstreckung
    Albträume
    Leichentuch
    Trauma

    Ich hoffe die Liste bald erweitern zu können.

    Wenn ihr mehr über den Autor erfahren möchtet, ein Klick auf das Cover führt euch zu seiner Autorenseite.

    Ich habe das Buch auf der Leipziger Buchmesse als Geschenk ohne weitere Verpflichtung bekommen, so das meine Meinung dadurch in keinster Weise beeinflusst wurde.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zur letzten Seite!
    Mordermittlung in Dresden - extrem spannend

    „...Das Leugnen der Gefahr war für Karin die einzige Möglichkeit ihr seelisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und nicht vor Angst durchzudrehen...“


    Ina läuft ihre gewöhnliche Morgenrunde. Am vergangenen Abend hatte sie ein paar Drinks zu viel zu sich genommen. Deshalb braucht sie einen Moment, bis sie begreift, dass am Baum vor ihr eine Toter im Wind baumelt.

    Drei Tage zuvor war der 16jährige Lukas in einer Tiefgarage unterwegs. Als ein Rentnerehepaar aus einem BMW steigt, glaubt Lukas, das geforderte Auto gefunden zu haben. Er öffnet den Wagen und beugt sich über die Hintersitze. Ein Schlag auf den Kopf beendet sein Leben.

    Sein Job hat Leon Cullen das erste Mal nach Dresden geführt. Er hat Zeit und kann die Stadt in Ruhe genießen. Hektik wäre in seinem Aufgabenbereich lebensgefährlich.

    Der Autor hat erneut einen fesselnden Krimi geschrieben. Der Fall Lukas landet bei Kriminalhauptkommissarin Karin Wolf. Das Buch zeichnet sich durch einen extrem hohen Spannungsbogen aus und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist der 5. Band der Reihe.

    Der Schriftstil ist ausgewogen. Einerseits unterstützt er die rasante Handlung, andererseits gibt es Zeiten der Ruhe und Besinnung.

    Der Tod eines Jugendlichen erfordert von Karin und ihren Team schnelles und effektives Handeln. Dabei muss Karin aber mit der nötige Vorsicht agieren, denn im letzten Fall ist sie einem Politiker auf den Schlips getreten. Der hat einen Killer auf sie angesetzt. Zwar hat ihre Kollegin und Lebensgefährtin Sandra dessen Mordaufrufe stets aus dem Netz gelöscht, doch sie erschienen erneut. Leider sind sie dem Auftraggeber nicht nachzuweisen. Was das für Karin bedeutet, bringt das obige Zitat zum Ausdruck.

    Wegen des vermutlichen Zusammenhangs von Mord und Autodiebstahl wird Hoa zum Team hinzugezogen. Ihr trockener Humor sorgt für eine besondere Nuance, wie das folgende Zitat zeigt:


    „...Komm, wir gehen jetzt raus auf die Straße...und für jeden Jugendlichen, den wir ohne Handy aufgreifen, zahle ich dir 50 Euro. Die gehen eher ohne Hosen aus dem Haus, als auf ihr liebstes Teil zu verzichten...“


    Es fällt, weil sie bei Lukas kein Handy gefunden haben.

    Sehr exakt werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben. Daniels Angst, weil er seinen Freund Lukas nicht erreichen kann, Sandras Verzweiflung, die gern mehr für Karin tun würde, und Karins Spagat zwischen äußerer Gelassenheit und innerer Furcht.

    Leon Cullen ist derjenige, der auf Karins Spur gesetzt wurde. Sehr detailliert darf ich als Leser seine Entwicklung in der Rückschau verfolgen. Er tötet nicht um des Tötens willen. Er wird als vielschichtige Persönlichkeit dargestellt.

    Gut gefällt mir der Zusammenhalt in Karins Team. Auch ihr Vorgesetzter steht im Ernstfall an ihrer Seite.

    Die Geschichte entwickelt sich weit komplexer, als die ersten Seiten vermuten lassen. Vieles ist nicht so, wie es scheint. Ein lebenslanges Versteckspiel wird nun zur Gefahr.

    Der Autor führt mich gekonnt in die psychischen Abgründe der Protagonisten. Selbst Heidelinde, sehr korrekte und stets dienstbeflissene Kriminalistin, zeigt eine neue Seite. Doch sie hat sich im Griff.


    „...Nur Verlierer lassen sich von den Schatten besiegen, die in den versponnenen Höhlen ihrer Seele lauern...“


    Es sind besondere Feinheiten, die der Geschichte eine zusätzliche innere Spannung geben. In den Erzählsträngen spielen häufig nur die Vornamen eine Rolle. Dadurch bleibt lange im Dunkeln, wer sich wirklich dahinter versteckt.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Krimi ist logisch bis zum Schluss durch konstruiert. Am Ende bleibt keine Frage offen.

    Kommentare: 6
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    hexe2408s avatar
    hexe2408vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender, abwechslungsreicher Fall -super Kombination der einzelnen Elemente
    spannend, brutal, überraschend

    Obwohl Katrin Wolf und ihr Team bisher jeden Mörder gefasst haben, hören die Verbrechen in Dresden einfach nicht auf. Ein Jugendlicher ist auf brutale Weise, am helllichten Tag, gestorben und zunächst fehlt jegliches Motiv für diese grausame Tat. Doch schnell wird klar, dass es sich hier nicht um einen Einzelfall handelt und der Täter geht mit brachialer Gewalt vor. Die Zeit drängt, denn weitere Tote wollen die Ermittler um jeden Preis verhindern.

    Erschwerend kommt hinzu, dass Karin sich nicht ungestört auf ihre Polizeiarbeit konzentrieren kann. Ein alter Feind hat ein Kopfgeld auf die Kommissarin ausgesetzt, was ihr Leben alles andere als sicher macht. Bedrohung, Verfolgung, Anschläge – Karin weiß nie, hinter welche Ecke die nächste Gefahr lauert.

     

    Der Schreibstil von Andreas Sturm ist sehr angenehm und flüssig. Die Handlung konnte mich wieder sehr schnell packen und mitnehmen. Besonders gut gefällt mir die Kombination aus Privatleben der Ermittler und dem aktuellen Fall. Obwohl die private Komponente nie zu sehr in den Vordergrund gerückt wird, kommt es immer wieder durch und man lernt bei den Ermittlungen das Team besser kennen. Am meisten erfahren wir dabei über Karin und Sandra, die sich vor ihren Kollegen mehr oder weniger verstecken müssen, denn als Paar dürften sie nicht in einem Team arbeiten. Die Nähe der beiden gefährdet ihre Arbeit jedoch nicht. Sie sind sehr konzentriert bei der Sache, kennen einander und die Reaktionen des Gegenübers gut und können so auch mal eingreifen, bevor die Lage kippt. Ich habe die beiden Frauen über die bisherigen Bücher schon sehr ins Herz geschlossen und finde es schön, dass man immer ein Stück mehr über sie erfährt. Auch von den andere Kollegen erfährt man neue Dinge, so wird das Ermittlungsteam noch interessanter, da jeder seine Ecken und Kanten hat, die er mit einbringt und die von den anderen akzeptiert werden.

    Vorrangig geht es allerdings um die Morde und das ist natürlich auch richtig so. Die anderen Informationen bekommt man eher nebenbei, ohne dass sie einen von dem Fall weg bringen. Der Täter geht mit sehr viel Gewalt vor und obwohl es eine Verbindung zwischen den Opfern zu geben scheint, liegt das Motiv lange Zeit im Verborgenen. Als Leser kann man mit rätseln, mit fiebern und grübeln. Ich habe ständig hin und her überlegt, wer dahinter stecken könnte, welche Verbindungen es zu den anderen Passagen gibt, die man bekommt und ob es möglicherweise sogar etwas mit dem Kopfgeld zu tun hat, das auf Karin ausgesetzt hat, um sie in die Enge zu treiben.

     

    Die Geschichte wird von einem übergeordneten Erzähler geschildert, so dass man zwar immer nah am Geschehen ist, aber die Möglichkeit hat, an verschiedenen Orten Eindrücke zu sammeln. Die Perspektivwechsel sorgen für zusätzlich Tempo und eine schöne Dynamik im Buch. Teilweise wird an den Stellen weggeblendet, an denen man unbedingt erfahren möchte, wie es weiter geht, so dass gleichzeitig die Spannung erhöht wird. Durch die verschiedenen Handlungsstränge, bei denen man nicht sofort weiß, wie sie in Verbindung zueinander stehen, erhält man einen sehr umfassenden Blick auf die verschiedenen Personen und ihre Machenschaften, auf die Ermittlungsarbeit, die sich auf unterschiedliche Richtungen stützt und die Bedrohung, die um Karin herum schleicht. Die Verknüpfung all dieser Komponenten ist Andreas Sturm sehr gut gelungen. Die Handlung wird stetig voran getrieben, mal auf der einen, mal auf der anderen Ebene und am Ende fügen sich die Dinge dann zusammen, so dass kleine Zusammenhänge und Verstrickungen deutlich werden, die man zunächst nicht erahnen oder entdecken konnte.  Besonders gut gefallen hat mir die Auflösung rund um den Kopfgeldjäger und Karin. Zwar habe ich mit dem Mörder ebenfalls nicht gerechnet, doch die Wende in dem Fall rund um die Ermittlerin hat mich nicht nur überrascht, sondern auch sehr gefreut und war absolut unerwartet.

     

    „Todesangst“ ist nicht nur der Titel des Buches, sondern die gesamte Zeit präsent. Dabei hat nicht nur eine Person bzw. nur die Opfer diese Angst, sondern noch weitere der Figuren, die auf verschiedene Weise in die Fälle oder die Maschenschaften integriert sind. Die Angst ist, in unterschiedlicher Intensivität, dauerhaft vorhanden und spielt eine zentrale Rolle. Das Thema wurde klasse integriert und durchgezogen, wie ein roter Faden.

    Ein spannender Krimi mit viel Ermittlungsarbeit und intensiven Einblicken in die grausamen Ereignisse. Die Handlung die sich rund um die Fälle strickt, ist sehr komplex, abwechslungsreich und bringt einem sowohl die Ermittler, als auch die neuen Personen näher. Ich hatte verschiedene Figuren in Verdacht und wurde am Ende überrascht – in meinen Augen alles richtig gemacht.

     

    Vielen Dank an den Autoren für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Erneut ein spannender Fall mit viel Frauenpower. Gerne mehr davon!
    Spannend mit viel Frauenpower

    Wie ein Spürhund lief Karin einmal um den Wagen herum und blieb vor der geschlossenen Hintertür stehen. Sie bückte sich und schaute durch die Scheibe. Als ihr Hirn den Anblick verarbeitet hatte, überfiel sie nacktes Grauen. Fassungslos starrte sie auf den toten Jungen, der wie ein Stück Abfall auf dem Rücksitz lag.
    »Mein Gott«, sagte sie erschüttert, »das ist ja noch ein halbes Kind. Wie alt wird der sein? Höchstens vierzehn. Der hatte doch sein ganzes Leben noch vor sich.«

     

    Ein toter Jugendlicher ist schon der Albtraum für jeden Mordermittler. Aber wenn dann kurz danach ein weiteres junges Opfer gefunden wird, bedeutet das Ausnahmezustand für die ganze Abteilung. Karin Wolf und ihr Dresdner Team haben alle Hände voll zu tun und wissen sich unter dem Druck der Öffentlichkeit. Gibt es Zusammenhänge bei den Opfern? Sind weitere zu befürchten?

    Und als wenn das noch nicht stressig genug wäre, haben Karin und ihre Partnerin Sandra noch ein besonderes Problem, denn ein leider sehr mächtiger Krimineller, dem Karin einst zusetzte, hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Und das ruft prompt einen Killer auf den Plan…

     

    In diesem Krimi sind Spannung und Tempo angesagt. Das Thema berührt und macht neugierig, durch verschiedene Perspektiven ist der Leser immer ganz nah an der Handlung und den Protagonisten dran. Auch die Aktivitäten des Killers werden verfolgt, der übrigens einen recht interessanten Charakter aufweist.

     

    Zu den beiden Powerfrauen Karin und Sandra gesellt sich erneut mit Heidelinde, einer weiteren Kommissarin aus Karins Team, eine dritte starke Frau. Alle drei sind grundverschieden, aber sehr sympathisch. Und natürlich gibt’s auch noch männliche Ermittler in Dresden ;-)

     

    Wie seine Vorgängerbände zeichnet sich auch dieser Krimi dadurch aus, dass er sehr realistisch wirkt. Zudem konnte ich lange Zeit über die Auflösung rätseln und mich über unerwartete Wendungen und Überraschungen freuen. Richtig rund wirkte auf mich das Ende, mein Gerechtigkeitsempfinden zeigte sich durchaus zufrieden.

     

    Die Grundstimmung war eine recht ernste, was aufgrund der Thematik und vor allem der Bedrohung von Karin nachvollziehbar erscheint. Trotzdem vermisste ich ein wenig den lockeren Ton und die witzigen Wortgefechte früherer Bände. Aber vielleicht kommt das ja wieder? Ohnehin hoffe ich sehr, dass es für das Dresdner Team noch mehr Arbeit geben wird!

     

    Das war der fünfte Fall der Reihe, für das Verständnis ist die Kenntnis der Vorgänger nicht notwendig. Wer aber gerne liest, wie sich die Protagonisten privat und in ihrem Verhältnis zueinander entwickeln, sollte vorne anfangen. Die ganze Reihe lohnt sich!

     

    Fazit: Erneut ein spannender Fall mit viel Frauenpower. Gerne mehr davon!

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