Andreas M. Sturm Vollstreckung

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Inhaltsangabe zu „Vollstreckung“ von Andreas M. Sturm

Am helllichten Tag wird an einer Dresdner Tankstelle ein Mann ermordet. Niemand hat etwas beobachtet, nur eine Kundin erschien der Kassiererin auffällig. Hauptkommissarin Karin Wolf und ihre Kollegen tappen über die Identität und die möglichen Beweggründe der Verdächtigen völlig im Dunklen. Erst als ein zweiter Mord geschieht erkennen sie, dass die Spur zu der mutmaßlichen Mörderin über ein Vergewaltigungsverbrechen führt, das bereits drei Jahre zurück liegt. Die Kriminalisten müssen zu ihrem Entsetzen feststellen, dass einer der Vergewaltiger aus den eigenen Reihen zu stammen scheint. Und dieser Mann nimmt nun ebenfalls die Verfolgung der Unbekannten auf… Wird es Karin Wolf und ihren Mitstreitern gelingen, einen der beiden Täter dingfest zu machen, bevor weiteres Blut vergossen wird?

Toller Krimi, realistisch und mit Stoff zum Nachdenken.

— Igelmanu66
Igelmanu66

Ein guter Krimi. Stellenweise (mir) zu wenig Spannung, aber das muss ja auch bei einem dennoch guten Buch nicht immer sein.

— Kleinstadtkatze
Kleinstadtkatze

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  • Starke Ermittlerinnen

    Vollstreckung
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Nach einer gefühlten Ewigkeit war endlich die Frau an der Reihe und fuhr ihr Auto in die Waschbox. Er rangierte seinen Golf in Position, stellte den Motor aus und musste feststellen, dass die Lady im Trenchcoat, die ihr Auto in die Box gestellt hatte und nun davor an dem Bediendisplay stand, hilflos auf dasselbe starrte. Doch dann drehte sie sich entschlossen um und kam verlegen lächelnd auf ihn zu. Er ließ die Scheibe herunter, grinste und spielte den Charmanten, obwohl er sie am liebsten gewürgt hätte: »Kann ich Ihnen helfen?« »Ja bitte, ich habe den falschen Zahlencode eingegeben und weiß nicht, wie ich das wieder korrigieren kann. Kennen Sie sich damit aus?« »Ich werde einmal nachsehen«, meinte er gönnerhaft, stieg aus und ging mit ihr zur Bedientafel. Er probierte ein wenig herum, aber da eine Taste mit einem großen C beschriftet war, konnte er das Problem schnell lösen. Sie bedankte sich nett und tippte ihren Code neu ein. Er wandte sich ab, ging zurück zu seinem Golf und wollte gerade den Türgriff fassen, da spürte er einen starken Schmerz in seinem Nacken. Er wollte hin fassen, aber es gelang ihm nicht mehr, seine Hand zu bewegen. Das war auch die letzte Feststellung, die er in seinem Leben machte.« Am helllichten Tag wird an einer Tankstelle mitten in Dresden ein Mann ermordet. Die einzige vage Spur führt zu einer unbekannten Frau und auch der persönliche Hintergrund des Opfers bringt Kriminalhauptkommissarin Karin Wolf und ihre neue Partnerin Sandra König zunächst nicht weiter. Als jedoch ein weiterer Mord geschieht, ergibt sich plötzlich ein Zusammenhang mit einer mehr als drei Jahre zurückliegenden Vergewaltigung. Besonders fatal für die Ermittlerinnen: offenbar war ein noch unbekannter Kollege in die Tat involviert. Und noch etwas wird den beiden klar: Die Uhr tickt und wenn sie nicht schnell genug sind, wird der zweite Mord nicht der letzte gewesen sein… Bei vielen Krimis, die ich lese, fühle ich mich zwar gut unterhalten, habe aber das Gefühl, dass sie nicht viel mit der Realität zu tun haben. In dieser sind die meisten Morde Beziehungstaten und psychopathische Serientäter (zum Glück) höchst selten. Bei diesem Buch war mein Eindruck ein ganz anderer, ich fand Szenario, Charaktere und den gesamten Ablauf der Ermittlungen sehr realistisch – das hat mir gut gefallen! Karin und Sandra sind zwei Powerfrauen, die mir auf Anhieb sympathisch waren und die keine männlichen Hauptcharaktere vermissen ließen. Die beiden bilden ein tolles Team, scheinen aber auch jede für sich interessant zu sein. So manches bleibt noch an der Oberfläche, gleichzeitig wird aber deutlich, dass da noch mehr ist, was es bei beiden zu entdecken gibt. Und auch die Beziehung zueinander scheint noch Entwicklungspotential zu haben… Den Titel des Buchs fand ich im Übrigen mehr als zutreffend. Vollstreckung – dabei fallen einem doch Begriffe wie Recht, Gerechtigkeit, Sühne für ein Vergehen oder Ausführung eines Urteils ein. Der Begriff kann positiv besetzt sein, aber auch negativ, wenn zum Beispiel ein Unrecht begangen wird. Auf jeden Fall gibt die zugrundeliegende Thematik dem Leser viel Stoff zum Nachdenken. Realistisch, interessante Charaktere, tolles Thema – was gibt es auszusetzen? Wirklich nicht viel. Ich hatte einen der Schuldigen sehr früh im Verdacht, seinen Charakter hätte man – denke ich – zu Beginn ein wenig „unverdächtiger“ zeichnen können. Und an einer Stelle habe ich mich ständig gefragt, wieso bloß ein ganzes Team ewig braucht, um einen bestimmten Sachverhalt zu erkennen, der mir ständig ins Auge sprang. Aber womöglich sind das Dinge, die genauso auch in der Realität passieren können und der Spannung tat es zudem keinen Abbruch. Fazit: Toller Krimi, realistisch und mit Stoff zum Nachdenken. Ich freue mich, dass bereits zwei weitere Fälle für Karin Wolf und Sandra König auf mich warten.

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    Cridilla

    Cridilla

    02. February 2016 um 04:22
    Krimiwurm schreibt Sehr gelungene Rezi! Der Krimi hört sich gut an!

    Sehe ich auch so!

  • Leserunde zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Lust auf Krimi? Dann mitmachen! Macht mit bei unserer Leserunde "Vollstreckung", dem Debüt von Andreas M. Sturm! Ein Dresden-Krimi der ganz besonderen Art! Begleitet Karin Wolf und ihre lesbische Partnerin bei ihren Ermittlungen! Der Autor wird in der gesamten Leserunde für eure Fragen zur Verfügung stehen. Bewerbt euch bis zum 11.09. um 15 Leseexemplare!   Der Inhalt des Buches "Vollstreckung": Am hellichten Tag wird an einer Dresdner Tankstelle ein Mann ermordet. Niemand hat etwas beobachtet, nur eine Kundin erschien der Kassiererin auffällig. Hauptkommissarin Karin Wolf und ihre Kollegen tappen über die Identität und die möglichen Beweggründe der Verdächtigen völlig im Dunklen. Erst als ein zweiter Mord geschieht, erkennen sie, dass die Spur zu der mutmaßlichen Mörderin über ein Vergewaltigungsverbrechen führt, dass einer der Vergewaltiger aus den eigenen Reihen zu stammen scheint. Und dieser Mann nimmt nun ebenfalls die Verfolgung der Unbekannten auf ... Wird es Karin Wolf und ihren Mitstreitern gelingen, einen der beiden Täter dingfest zu machen, bevor weiteres Blut vergossen wird?   Über den Autor Andreas M. Sturm: Andreas M. Sturm wurde 1962 in Dresden geboren. Der Diplom-Betriebswirt war lange Jahre in der Informatik tätig. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau in Dresden. "Vollstreckung" ist sein erster Kriminalroman. Ein zweiter Roman um das weibliche Ermittler-Duo Wolf und König ist in Arbeit.   "Dieses Ermittlerteam ist gewitzt, geht jedem winzigen Hinweis nach, sucht immer neue Ansätze, um im Dunkel doch noch die richtige Spur zu finden." (Leipziger Internetzeitung) Hier geht es zur Leseprobe!   Der fhl-Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine hoffentlich interessante Leserunde!

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    • 202
  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    28horseshoe

    28horseshoe

    Vergeltung in Dresden Zum Inhalt Ein Toter wird an einer Tankstelle in Dresden gefunden – die Ermittlungen beginnen, gerade als eine neue Kollegin im Kommissariat angefangen hat. Als kurz darauf noch ein weiteres Verbrechen geschieht, finden die beiden Ermittlerinnen Zusammenhänge mit einer Straftat, die mehrere Jahre vorher nicht richtig aufgeklärt wurde und dadurch einen Rachefeldzug ausgelöst hat. Titel und Cover Zum moralischen Dilemma, ob Rache und Selbstjustiz unter gewissen Umständen auch gerechtfertigt sein können, passt der Titel „Vollstreckung“ perfekt. Auch der Engel auf dem Cover ist als Symbol sehr gut in diese Thematik eingebettet, er hat allerdings etwas zu neutrale Farben für meinen Geschmack – ich hätte mir ein auffälligeres Cover gewünscht, mit dem dieses tolle Buch in der Buchhandlung deutlich hervorsticht. Einschätzung Das Buch hat alles, was ein sehr guter Krimi braucht: eine spannende und komplexe Handlung, sehr sympathische Ermittlerinnen, ein überraschendes Ende und als i-Tüpfelchen noch dazu eine plausible Schilderung aus der Täterperspektive. Ein Manko gibt es aber, das dieses Buch fast das fünfte Sternchen gekostet hätte: die wörtliche Rede klingt für mich ziemlich unnatürlich, besonders am Anfang des Buches. Ein großes Lob dagegen für die gekonnte Art, wie die Beschreibungen von Dresden eingeflochten werden. Die Ortsschilderungen fügen sich nahtlos in die Geschichte ein und stellen trotzdem die Stadt in den Mittelpunkt. Das Ende ist für einen Krimi eher ungewöhnlich und damit besonders überraschend, es passt trotzdem logisch zur Handlung und hat mir ganz besonders gut gefallen. Fazit Ein Krimi genauso, wie er sein sollte: spannend, komplex, tolle Charaktere (sowohl auf Ermittler- als auch auf Täterseite) und eine schlüssige Auflösung. Als Bewertung ergibt das tolle 4.5 Sterne, einen halben Stern Abzug gibt es für die weniger gelungenen Dialoge, die aber mein Lesevergnügen nicht entscheidend geschmälert haben. Ein weiterer Krimi von diesem Autor würde auf jeden Fall sofort auf meiner Wunschliste landen.

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    • 2
  • Ein Krimi mit Höhen und Tiefen...

    Vollstreckung
    Kleinstadtkatze

    Kleinstadtkatze

    15. April 2013 um 14:52

    Ein Mord. Am hellichten Tag. An einer gut besuchten Tankstelle... und niemand hat etwas gesehen. So ungewöhnlich fängt dieses Buch an. Der Angreifer ging brutal vor und erlöste sein Opfer sofort. Doch warum? Und warum hat niemand etwas gesehen? Karin Wolf und ihre Kollegin Sandra König werden mit dem Fall betraut und müssen nun gegen Unbekannt ermitteln. Der Mörder ging äußerst gerissen vor und hinterliess keine Spuren, zumal an einer öffentlichen Tankstelle auch so viel zu viele andere Menschen vorbeikommen, was die Ermittlungen noch erschwert. Karin ist sofort auf Witkowski, den berühmten, örtlichen Mafiaboss, fixiert und glaubt schon das Verbrechen gelöst zu haben, als sie eine enorme Summe Geld in der Wohnung des Opfers findet und herausbekommt, dass das Geld offensichtlich Witkowski gehört. Doch als der nächste Mann sterben muss, wird Karin stutzig und stellt enorme Nachforschungen mit ihrer Kollegin an... um auf einen Vergewaltigungsprozess zu kommen, dessen Opfer Sarah LeFort nie Gerechtigkeit erfahren hat. Bevor Karin sich auf die Frau fixieren kann, erfährt sie, dass Sarah schon vor einiger Zeit Selbstmord begangen hat... . An sich eine interessante Geschichte, die viele Verwicklungen mit sich bringt. Leider muss man nicht weit lesen, um zu erfahren,wer der Mörder ist... und darf dann lediglich die Verfolgungsjagd miterleben. Auf dieser decken sich einige dunkle Geheimnisse der Polizeiarbeit auf und man muss mal wieder feststellen, dass nichts und niemand so ist, wie es/er scheint. Es gibt einige spannende Stellen, die mir aber persönlich zu kurz kommen... es hätte diesem Krimi sicher nicht geschadet, wenn der Autor das Ganze etwas spektakulärer dargestellt hätte. Besonders gut fand ich aber, dass zwischen den Kapiteln immer mal kurze Passagen aus der Sicht des Mörders auftauchen...und dessen Geschichte dem Leser nach und nach offenbart wird. Ein guter Krimi. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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  • Leserunde zu "Schwarzer Neckar" von Thilo Scheurer

    Schwarzer Neckar
    ThiloScheurer

    ThiloScheurer

    Mögt ihr Krimis mit regionalem Bezug? Aber darf es auch etwas mehr sein? Vielleicht ein böser Thriller, der kurz vor Weihnachten spielt, wenn die Tage am kürzesten sind und der Neckar am längsten schwarz erscheint? Dann möchte ich euch einladen zur Leserunde meines Debütromans „Schwarzer Neckar“, der Mitte Oktober im Emons Verlag erschienen ist. Für jeden Tag der Geschichte habe ich einen Leseabschnitt vorgesehen. Bewerbt euch bis einschließlich 27. November für eines der zehn Freiexemplare, die ich zusammen mit dem Verlag vergebe. Dafür möchte ich lediglich wissen, welche Thriller ihr so lest (Autor, Titel und wie euch das Buch gefallen hat ). Die Gewinner nehmen dann automatisch an der Leserunde teil und schreiben eine Rezension. Auch wer es nicht zu einem Freiexemplar schafft, ist in dieser Leserunde herzlich willkommen. Und darum geht’s: In einem schwäbischen Dorf finden Schulkinder einen toten Greis mit einer Fünf-Reichsmark-Münze im Rachen. Kommissar Wolfgang Treidler, der mangels Beweisen unlängst vom Mord an seiner schwangeren Frau freigesprochen wurde, untersucht den Fall. Als neue Partnerin stellt ihm das Dezernat für interne Ermittlungen Carina Melchior, eine ostdeutsche Polizistin mit Stasi-Vergangenheit, zur Seite. Anstatt zusammenzuarbeiten, verfolgen beide ihre eigenen Ziele, und erst ein gefährlicher Vorfall im Milieu der russischen Mafia bringt sie einander näher. Doch um seinen Platz im Leben wiederzufinden, muss Treidler zuerst den Fall lösen, der seinen Namen trägt. Und der Mörder seiner Frau ist ihm näher, als er ahnt ... Und hier könnt ihr euch schon mal in die Leseprobe reinlesen: http://www.emons-verlag.de/media/files/leseproben/Scheurer_Schwarzer_Neckar_S.2-17.pdf Ich denke, euch erwarten interessante Charaktere und spannende Unterhaltung, bei der auch der Kopf nicht zu kurz kommt. Und gratis dazu gibt’s ein paar schwäbische Dialoge.  Viel Glück!

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    • 182
  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    26. October 2012 um 01:01

    Ich mag Krimis sehr gerne, an Regionalkrimis mag ich besonders gerne, wenn man durch sie die regionalen Eigenarten der Leute kennenlernt. VOLLSTRECKUNG ist der erste Krimi, den ich gelesen habe, der Dresden als Handlungsort hat. Insofern ist das Krimidebüt des Autors auch für mich eine Art Premiere... Das Cover: Das sepiafarbene Bild eines ernst blickenden Engels ziert das Cover dieses Krimis. Ob es sich aufgrund des Buchtitels um einen Racheengel, oder doch um einen Schutzengel handelt? Dies bleibt letztendlich der Interpretation des Lesers überlassen. Aufgrund des Gesichtsausdrucks ist der Engel für mich eher ein Racheengel, zumal dies auch gut zum Buchtitel passt. Die Handlung: Dresden – an der Waschanlage einer Tankstelle entdeckt eine Kundin eine männliche Leiche. Der Mann wurde am hellichten Tag ermordet. Hauptkommissarin Karin Wolf, genannt „die Wölfin“, und ihre neue Kollegin Sandra König nehmen die Ermittlungen auf. Dann geschieht ein zweiter Mord. Doch hier foltert die Täterin ihr erst Opfer brutal, bevor sie es tötet. Und dies hat seinen guten Grund. Schnell wird den Ermittlern klar, dass zwischen beiden Morden eine Gemeinsamkeit besteht und die beiden ermordeten Männer sich kannten. Karin und Sandra stoßen auf einen Vergewaltigungsfall, der mehrere Jahre zurückliegt, Doch die Täter kamen damals, aufgrund manipulierter Polizeiakten, ungeschoren davon. Und bald wird klar, dass es damals noch einen dritten Täter gab, doch niemand weiß, um wen es sich dabei handeln könnte. Doch dann die schockierende Erkenntnis: der Vergewaltiger von damals scheint ausgerechnet aus Polizeikreisen zu stammen! Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für die beiden Ermittlerinnen, und der Täterin gelingt es immer wieder, gekonnt ihre Spuren zu verwischen. Doch auch die Mörderin wird vom dritten, unbekannten Vergewaltiger gejagt. Und dann ist da noch René Witkowski, genannt „das Krokodil“, ein dubioser Kerl, der in der Unterwelt Dresdens sein Unwesen treibt. Hat er seine Hände auch bei diesem Fall mit im Spiel? Meine Meinung: Selten war mir ein Mörder so sympathisch und selten hatte man so wenig Mitleid mit den Mordopfern wie in diesem Krimi! Und ich meine das so, wie ich es hier schreibe. Mordopfer Nr. 1 war allgemein unbeliebt und nachgetrauert hat ihm keiner – für seine Ex-Frau war sein Tod sogar eine regelrechte Erlösung! Und bei Mordopfer Nummer Nr. 2 verhielt sich die Sache ähnlich. Über die Täterin erfuhr man, dass ihr Leben durch den Tod ihrer Freundin, nur noch freudlos war. Und Schuld am Tod von Sarah, so der Name des Vergewaltigungsopfers, trugen die Täter und auch ein wenig die Polizei, die die Täter aufgrund von Ermittlungspannen nicht zur Rechenschaft zog. Und keinesfalls war die Täterin so kaltblütig, wie man es von einer Mörderin erwartet, vielmehr war sie sogar feinfühlig. So bettete sie eine überfallene Postbotin auf ein Kopfkissen und steckte sie in einen Schlafsack, denn es war schließlich kalt und die Überfallene sollte keinen Schaden erleiden. Falsche Fährten gab es im Buch reichlich – aber ist immer der unsympathische Protagonist im Buch gleichzeitig der Täter? Oder doch eher der unscheinbare, freundliche, allseits beliebte Mensch? Und wer ist der Täter? Ist dieser Mensch automatisch kaltblütig, weil er Vergeltung übt? Sehr schön fand ich die Gliederung des Krimis. Es wird in verschiedenen Erzählsträngen erzählt, wobei einer davon kursiv gedruckt ist. Hier wird aus der Sicht der Täterin berichtet, so dass man Einblick in das Wesen der intelligenten und im Grunde genommen sehr sensiblen Frau erhält. Und mir persönlich tat die Täterin leid, aufgrund dessen, was ihr so alles widerfahren ist. Die beiden Ermittlerinnen gefielen mir ausnehmend gut, wirkten sie doch jung und spritzig, hatten so man witzigen Spruch auf den Lippen, verstanden sich sehr gut und arbeiteten Hand in Hand. Sicherlich erwartete hier der Leser vermutlich eher einen Zickenterror – wurde doch der erfahrenen Kommissarin eine junge, hübsche Kollegin zugeteilt. Doch Fehlanzeige – die beiden ergänzten sich perfekt. Wie man sich die beiden vorstellen muss? Nun, wie wurde im Buch scherzhaft gefragt? Ob man jetzt bei der Polizei solche Leute aussuchen würde, die als Finalistinnen bei „Germanys Next Topmodel“ mitmachen würden!? – Noch Fragen? Mir gefiel es, dass die beiden Ermittlerinnen so unterschiedlich waren, während Karin, obwohl es für sie eher eine Pflicht war, hart trainierte, um ihren Körper perfekt in Schuss zu halten, verabscheute Sandra jegliche Art von Sport. Dennoch fragte man sich bei all der Vertrautheit zwischen den beiden, ob da nicht mehr zwischen ihnen sein sollte, als nur eine enge Freundschaft, zumal sie bei Ermittlungen auch hin und wieder ungewöhnliche Wege beschritten. Und das Ende? Soviel sei verraten: ich fand es zwar ungewöhnlich, aber es gefiel mir sehr gut! Einen kleinen Mangel hat der Krimi für mich allerdings doch – ich hätte mir gewünscht, dass ein wenig Dialekt im Buch vorhanden gewesen wäre, denn dadurch wird das ganze Buch gleich noch eine Spur authentischer und erhält einen regionalen Charme. Ich hoffe, dass es irgendwann ein Wiedersehen mit Karin Wolf und Sandra König gibt – es wäre doch wirklich sehr schade, würden die beiden so sympathischen Ermittlerinnen einfach so wieder in der Versenkung verschwinden! - Ein gelungenes Krimidebüt, das der geborene Dresdner Andreas M. Sturm mit seiner VOLLSTRECKUNG mir hier präsentiert hat. Der Krimi konnte mich begeistern, fesseln und auch vollkommen überzeugen. Von mir bekommt dieser gut gelungene, spannende und kurzweilige Krimi deshalb natürlich die Höchstwertung von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    Blaustern

    Blaustern

    23. October 2012 um 20:41

    Tagsüber an der Waschanlage einer Dresdner Tankstelle wird ein Mann ermordet. Außer eine etwas auffällige Kundin an der Kasse während dieser Zeit, ist niemandem etwas aufgefallen. Zeugen gibt es keine. Hauptkommissarin Karin Wolf nimmt zusammen mit ihrer neuen Kollegin Sandra König die Ermittlungen auf. Während sie die wenigen Strohhalme zusammentragen, geschieht der nächste Mord. Es gibt wieder keine Zeugen. Ein Mann wird in seinem Haus im Keller an einen Stuhl gefesselt tot aufgefunden. Er wurde kurz vor seinem Tod grausam gefoltert, so wie es im zweiten Weltkrieg oft der Fall war. Die Kommissarinnen stellen nun eine Verbindung beider Morde her, die aus Rache ausgeführt wurden wegen eines Vergewaltigungsfalles, welcher vor drei Jahren von der Polizei verschlampt worden war. Ein dritter im Bunde fehlt noch, und nun geht die Jagd los. Der unbekannte brutale Vergewaltiger gerät in Panik, nimmt die Verfolgung auf und will dem Mörder zuvorkommen, was die Polizei verhindern muss. Als sich dann auch noch herausstellt, dass der Vergewaltiger aus den eigenen Reihen stammt und der alle Beweise vernichtet sowie damalige Protokolle gefälscht hatte, ist auch noch das Misstrauen unter ihnen gesät. Karin bekommt gleich zu Beginn eine neue Kollegin, Sandra. Sie verstehen sich auf Anhieb, sprechen die gleiche Sprache, sprich, ihre Ansichtsweisen stimmen überein und auch der Humor passt. Die witzigen spritzigen Kommentare der beiden miteinander sind erfrischend und auch die Einblicke in ihre Privatleben interessant. Sie sind beide sehr sympathisch. Die Zusammenarbeit im Kommissariat klappt, sie ergänzen sich wunderbar. Der Lokalkrimi mit all seinen Verstrickungen ist durchweg spannend geschrieben in einem flüssigen Stil, der Aufbau logisch und nachvollziehbar und die Auflösung vollkommen überzeugend. Die kursiven Abschnitte, in denen uns die intelligente Täterin Einblick in ihr Gefühlleben gibt, ließen mich ihre grausigen Taten sogar verstehen und mich auch mit ihr leiden. Aber sollte man Selbstjustiz erlauben? Die interessante Frage erörtert Karin hier zum Schluss.

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    bokworm

    bokworm

    12. October 2012 um 17:15

    Am helllichten Tag wird an einer Dresdner Tankstelle ein Mann ermordet. Niemand hat etwas beobachtet, nur eine Kundin erschien der Kassiererin auffällig. Hauptkommissarin Karin Wolf und ihre Kollegen tappen über die Identität und die möglichen Beweggründe der Verdächtigen völlig im Dunklen. Erst als ein zweiter Mord geschieht erkennen sie, dass die Spur zu der mutmaßlichen Mörderin über ein Vergewaltigungsverbrechen führt, das bereits drei Jahre zurück liegt. Die Kriminalisten müssen zu ihrem Entsetzen feststellen, dass einer der Vergewaltiger aus den eigenen Reihen zu stammen scheint. Und dieser Mann nimmt nun ebenfalls die Verfolgung der Unbekannten auf… Wird es Karin Wolf und ihren Mitstreitern gelingen, einen der beiden Täter dingfest zu machen, bevor weiteres Blut vergossen wird? Hauptkommissarin Karin Wolf bekommt anfangs gleich eine neue Kollegin: Sandra König. Beide verstehen sich von Anfang an total super, das merkt man sofort und es entwickelt sich nicht nur zwischen den beiden, sondern auch zwischen Leser und den beiden Protagonisten einen gewisse Sympathie. Dass die Kollegin der Kriminalpolizei im Dunkeln tappen, entfachte bei mir ein regelrechtes Rätselraten. Andreas M. Sturm hat die Perspektiven, die des Mörder und die der Ermittler, gekonnt ins rechte Licht gerückt. Es gab kaum Stellen, bei denen bei mir ansatzweise Langeweile aufkam. Die Verstrickung eines kürzlich geschehenen Mordes mit einem Vergewaltigungsverbrechen, das 3 Jahre zurückliegt, ist spitze. Nach 3 schlechten Krimis folgte "Vollstreckung" mit einem erleichtertem Aufatmen. Das Ende hingegen war nicht so mein Geschmack, da es nicht allzu viel mit dem Fall zutun hat. Mehr mag ich aber nicht verraten. Fazit: Eine klasse Krimi, der jedem Krimi-Liebhaber das Herz höher schlagen lasst.

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    09. October 2012 um 06:26

    Inhalt Hauptkommissarin Karin Wolf bekommt eine neue Partnerin zugeteilt und sogleich passiert auch an einer Dresdener Tankstelle ein Mord. Karin und Sandra ermitteln gemeinsam und nachdem wieder ein Mord passiert, entdecken sie Gemeinsamkeiten zu einem Fall vor drei Jahren, bei dem eine junge Frau vergewaltigt wurde und anschließend Selbstmord begann. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und die beiden stoßen auf allerei Verwirrungen, wobei auch in den Reihen der Polizei wahrscheinlich ein Maulwurf steckt...... Meinung Mich hat dieser Krimi von Anfang an fasziniert. Spannend von der ersten Seite an und der Autor versteht es, seine Leser sofort in den Bann zu ziehen. Orte und Personen werden sehr detailgerecht beschrieben und somit entsteht ein wahrhaft atmosphärisches Gefühl, in dem man meint, man ist selbst mit dabei. Andreas M. Sturm hat es geschafft, mich an das Buch zu fesseln und es dauerte auch nicht lange, bis ich es durch hatte. Er verstand es gekonnt, den Perspektivenwechsel zwischen den Ermittlerinnen und der Täterin in Szene zu setzen. Somit hat man viel über die Arbeit der zwei Frauen, ihr Privatleben und auch die Sicht der Mörderin erfahren können. Gekonnt wurde zeitweils auf falsche Fährten geführt, was aber richtig Spaß beim Entschlüsseln der „richtigen“ Spur gebracht hat. Ich konnte alles gut nachvollziehen und hoffe auf einen baldigen zweiten Krimi des Autors. Charakteren Die beiden Hauptprotaginistinen Karin und Sandra werden sehr gut beschrieben. Karin wird im Revier als „einsamer Wolf“ bezeichnet, die nur schwer jemanden an sich ran lässt. Als aber die quirlige Sandra ihr zugeteilt wird, die außerdem auch noch ein Computergenie ist, taut Karin langsam auf und die beiden verstehen sich von der ersten Minute an. Die Täterin wird als sehr intelligent dargestellt, die alles bis ins kleinste Detail plant. Man spürt beim Lesen ihre Trauer und versteht somit ihre Taten. Cover Das Cover ist ok, aber es entsteht nicht gerade ein „Wow“-Effekt. Ich weiß nicht, ob ich mir das Buch einfach so gekauft hätte. Gut finde ich auch, das die Passagen aus Sicht der Mörderin kursiv geschrieben waren. Dadurch kann man sich genau in sie hineinversetzen und ihr ihm wahrsten Sinne in die Seele blicken. Diese Seiten heben sich hervorragend von den anderen ab. Fazit Für mich ist „Vollstreckung“ ein gelungener Kriminalroman, der mir einige gute Lesestunden gebracht hat. Spannend und teilweise humorvoll geschrieben, aber nach oben wäre noch ein klein wenig Luft gewesen. Trotzdem erhält er von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Vielen Dank dem fhl-Verlag und Lovelybooks für dieses Exemplar.

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    andrea_zeige

    andrea_zeige

    02. October 2012 um 21:41

    Die Justiz hat einen Fehler begangen, vor einigen Jahren kamen 2 männliche Täter ungestraft davon. Zurück blieb nur das Opfer, psychisch gebrochen und einsam. Ein Toter wird gefunden, erstochen, mitten am helllichten Tag, auf einer Tankstelle, mitten in Dresden. Doch es gibt keine Zeugen. Zu diesem Fall nehmen Hauptkommissarin Karin Wolf und ihre neue Kollegin Sandra König die Ermittlungen auf. Doch kaum, dass sie ihre Beweise gesichtet haben geschieht ein zweiter Mord, wieder in Dresden und wieder gibt es keine Zeugen. Die Kommissarinnen greifen nach jedem Strohhalm, denn konkrete Beweise zu dem Täter oder Täterin gibt es nicht. Bis eine Verbindung mit einem alten längst vergessenen Vergewaltigungsfall auftaucht, welcher nie abgeschlossen wurde. Nun wird in beide Richtungen weiter ermittelt und es verdichtet sich die Vermutung, dass damals ein Täter nicht gefunden wurde und dass sich dieser innerhalb der eigenen Reihen befindet. Wird einer der beiden Täter gefunden kann ein dritter Mord verhindert werden... Der Krimi von Andreas M. Sturm spielt mitten in meiner derzeitigen Heimstadt, mitten in Dresden und das macht es für mich so spannend. Geschichten die wirklich so geschehen könnten, weil ihr Schauplatz gleich um die Ecke ist. Somit nahmen die Szenen im Buch für mich schnell Gestalt an. Von der ersten Seite an im Geschehen bis zur letzten ergreifend. Das macht für mich einen guten Krimi aus und das habe ich bei „Vollstreckung“ gefunden. Neben dem Ermittlungs-Alltag erfährt man von den beiden Kommissarinnen auch viele private Eindrücke, welche ihr Zusammenspiel im Beruf interessanter macht. Die kurzen Handlungen aus der Sicht der Mörderin lesen mich sogar verstehen warum sie handeln musste. Ein Regionalkrimi der Lust macht mehr verzwickte und undurchsichtige Fälle zusammen mit den beiden Kommissarinnen zu lösen und ein tolles Debüt. Und wer darüber schmunzelt, dass die Dresdner Polizei ihr Hautrevier in Andreas Sturm Krimi auf der Schießgasse hat, kann das ruhig glauben, so ist es auch in Wirklichkeit.

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    kalemannia

    kalemannia

    01. October 2012 um 12:22

    Karin Wolf und ihre neue Kollegin Sandra König sollen in einem neuen Mordfall ermitteln. Ein Toter wurde in einer Tankstelle gefunden. Was hat dieser Mord mit einem vergangenen Vergewaltigungsfall zu tun? Hat einer aus den Reihen der Polizei etwas damit am Hut? Besonders an diesem Krimi ist, dass wir hier mal eine Täterin statt eines Täters haben. Auch das Dresdener Ermittlungsteam, Frauenpower pur, ist sympathisch, der Fall spannend. Zu keiner Zeit habe ich erraten können, wie der Mordfall gelöst werden könnte. Sehr gut fand ich die Passagen im Buch, die Einblicke in das Denken der Mörderin verschafft haben. Das macht das Buch noch spannender und verschafft dem Leser mehr Verständnis. Andres M. Sturms Debut kann sich lesen lassen. Er schafft es durch seinen Schreibstil, die Charaktere gut rüberzubringen und den Mord sehr spannend aufzuklären. Gerne mehr von dem Frauenpower-Ermittlungsteam!

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2012 um 16:14

    Rache und Selbstjustiz in Dresden * "Sie bedankte sich nett und tippte ihren Code neu ein. Er wandte sich ab, ging zurück zu seinem Golf und wollte grade den Türgriff fassen, da spürte er einen starken Schmerz in seinem Nacken. Er wollte hin fassen, aber es gelang ihm nicht mehr, seine Hand zu bewegen. Das war auch die letzte Festestellung, die er in seinem Leben machte." (S. 6) * An einer Dresdner Tankstelle wird ein Mann umgebracht. Niemand hat den Täter gesehen, nur der Kassiererin kam eine Frau seltsam vor. Hauptkommissarin Karin Wolf und ihre neue Partnerin Sandra ermitteln gemeinsam, doch erst als ein zweiter Mord verübt wird, können sie die Tragweite dieser Tat verstehen und sehen sich mit einem längst zu den Akten gelegten Fall konfrontiert: einer Vergewaltigung, bei deren Aufklärung so einiges schief gelaufen ist... * Ich bin begeistert! Andreas M. Sturm hat mit "Vollstreckung" wirklich ein sagenhaft gutes und spannendes Krimidebüt aufs Parkett gelegt, dass mich bis zum Ende nicht mehr losgelöassen hat. * Der Schreibstil des Autors ist angenehm und leicht zu lesen. Er schafft es ohne Probleme den Leser an sein Buch und die Geschichte seiner Protagonisten zu fesseln. Er versteht es Spannung aufzubauen und auch gekonnt ausfrecht zu erhalten, denn Langeweile kommt bei diesem Buch nie auf. Dafür gibt es viel zu viele spannende Handlungsstränge. Als erstes natürlich den Mord an der Tankstelle, der in Verbindung mit einer zurückliegenden Vergewaltigung steht und dann geht es auch noch um das "Krokodil" Wittkowski, der für die Kriminalisten kein unbeschriebenes Blatt ist. Genauso fesselnd ist aber das Privatleben der zwei Ermittlerinnen Karin und Sandra und ihre Beziehung zueinander. * "Vollstreckung" hat wirklich ein perfekt ausgearbeitetn Plot und besticht durch die Vielfalt an gut ausgearbeiteten Charakteren, die dem Kriminalroman Leben einhauchen und den Leser immer wieder vor neue Tatsachen stellen und mich persönlich ganz oft umdenken lassen mussten. Denn hier ist nichts, wie es am Anfang scheint! Ach und das liebe ich ja, wenn es ein Autor schafft einen auf die falsche Fährte zu führen, hier ist es wirklich wunderbar geglückt! * Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist der Perspektivenwechsel. Es wird hier nicht nur aus der Sicht der Ermittler erzählt, sondern auch mit steigenden Anteil aus der Sicht des Täters. Dadurch wird für den Leser immer klarer, wieso er so handeln musste und man kann ihn verstehen und alles nachvollziehen - erschrechend, nicht wahr? * Nun bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass Herr Sturm uns noch in weiteren Fällen gemeinsam mit Karin und Sandra ermitteln lässt - und uns so die Möglichkeit gibt diese tollen Frauen näher kennen zu lernen! Noch ist der fhl-Verlag eher ein Geheimtipp, ich bin gespannt, wie lange das noch so bleibt :-)

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    mabuerele

    mabuerele

    28. September 2012 um 20:32

    An der Waschanlage einer Tankstelle findet man einen Toten. Karin Wolf und ihre neue Partnerin Sandra König nehmen die Ermittlungen auf. Herr Haase, der Tote, hatte ein Steuerbüro und war als fieser Arbeitgeber bekannt. Karin hat eine Idee. Doch ihr Alleingang bringt ihr nicht nur den Tadel ihres Chefs ein. Der Krimi, der in Dresden spielt, ist spannend geschrieben. Der Kunstgriff des Autors, uns in bestimmten Abständen Einblick in die Seele und die Planung der Täterin zu geben, gibt der Handlung ein besonderes Flair. Dieser Teil ist kursiv gedruckt. Schnell stellt sich heraus, dass das Mordmotiv in der Vergangenheit liegt und fehlgeleitete polizeiliche Ermittlungen nicht nur ein Menschenleben zerstört haben. Eines der zukünftigen Opfer gehört zur Polizei oder Justiz. Wird es ihm gelingen, die Täterin eher zu fassen als Karin und ihr Team? Ich als Leser wurde auf jedem Schritt der Suche nach der Täterin von Seiten der Kommissarinnen mitgenommen. Gleichzeitig stand ich vor der Aufgabe, die Identität von Aramis möglichst herausfinden zu wollen. Doch die Informationen führten mich häufig auf Irrwege. Sehr gut nach vollziehbar war die Zusammenarbeit von Karin und Sandra. Karin, die bisher im Revier den Namen „einsamer Wolf“ trug, findet bald mit Sandra eine gemeinsame Sprache. Viele ihre Dialoge zeichnen sich durch Witz und einen feinen Humor aus. Dabei ist Sandra die Aktivere, die auf Karin zugeht. Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert. Das betrifft neben dem Ermittlerpärchen auch die andere an der Ermittlung beteiligte Personen und nicht zuletzt die Täterin. Sie ist eine intelligente Frau, die ihr Vorgehen akribisch plant. Außerdem hat der Autor das Kunststück fertiggebracht, ein exaktes Bild von Sarah, von ihrem Charakter und ihren Ansichten, zu zeichnen. Der Krimi ist logisch aufgebaut. Letztendlich geht es um die Frage, ob Selbstjustiz erlaubt ist, wenn Recht und Gesetz versagen. Die Frage wird von Karin kategorisch verneint. Neben den eigentlichen Kriminalfällen gibt es eine zweite Ermittlung, die allerdings nur am Anfang und zum Schluss eine Rolle spielt. Dadurch erhöht sich am Ende nochmals die Spannung, als ich dachte, dass schon alles gelaufen war. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Der Autor verfügt über die Fähigkeit, für jede Situation die richtigen Worte zu finden, sei es die emotionale Tiefe, rasenden Zorn oder sachliche Gespräche. Das Buch ließ sich zügig lesen. Ich werde ihn gern weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Vollstreckung" von Andreas M. Sturm

    Vollstreckung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2012 um 14:10

    Ein Mann wurde ermordet. Damit begann die gnadenlose Maßnahme einer Vollstreckung, die noch ausstand um ein unmenschliches Verbrechen zu sühnen, das den Justizbehörden entkommen war - der Mann war der erste Schuldige, den die Rache erreichte. Die Tat geschah tagsüber an der Waschanlage einer Dresdner Tankstelle und niemand war Zeuge irgend einer Besonderheit, lediglich eine Kundin erschien der Kassiererin etwas auffällig. Ein magerer Anhaltspunkt für die ermittelnde Hauptkommissarin Karin Wolf und ihr Team, denen der Fall übertragen wird. Erst als ein zweiter Mord geschieht, dessen Brutalität und Unerbittlichkeit im Verlaufe der Tathergangsermittlung klar wird, zeigen sich Hinweise auf eine Vergewaltigung, wegen der vor drei Jahren polizeilich ermittelt wurde. Spuren, die sogar in die Reihen der Polizei führen, verdichten sich, und das Ermittlerteam kann sich nicht mehr sicher sein, welcher der Beamten unter Umständen ein falsches Spiel treibt, um seine Beteiligung an der damaligen Vergewaltigungstat zu verbergen. Mißtrauen erschwert die Ermittlungen der Polizisten. Aber auch der unbekannte Vergewaltiger befindet sich in Panik, er muß dem Mörder zuvorkommen, der seinen Namen kennt und sein Leben als Vergeltung fordert. Eine gefährliche Jagd beginnt.... Andreas M. Sturms Schilderungen der Protagonisten sind detailliert und glaubhaft, die Situationen sind wirklichkeitsnah und nachvollziehbar und die Lösungen überzeugen durch sachliche Realitätsbezogenheit. Durch kleine Abstecher in die "Privatwelten" der Hauptdarsteller zeichnet Sturm die Charaktere und Eigenschaften nach und macht den Leser geschickt mit den Personen vertraut. Auch dem Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe widmet er einige Buchsituationen und fordert so - bewußt oder unbewußt - den Leser zur gedanklichen Stellungnahme heraus. Der Autor hat einen rasanten, intelligenten, flüssig geschriebenen Kriminalroman als Debut vorgelegt, der alles hat, was ein guter Krimi benötigt, um ein Page-Turner zu sein - und last but not least - dies Team mit seiner Frauenpower sollte man weiter ermitteln lassen, da steckt mit Sicherheit noch eine Menge Potential.

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