Andreas Maier

 4.1 Sterne bei 179 Bewertungen
Autor von Das Zimmer, Wäldchestag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andreas Maier

Der deutsche Autor Andreas Maier wird am 01.09.1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er absolviert ein Studium der Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und promoviert als Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik. Sein Wohnsitz wechselte lange Zeit zwischen der Wetterau und Südtirol, ehe Andreas Maier nach Frankfurt am Main zog, wo er bis heute lebt. Neben seiner Tätigkeit als Autor ist er ständiger Kolumnist der Literaturzeitschrift "Volltext".

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Neu erschienen am 02.10.2018 als Hardcover bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Andreas Maier

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Das Zimmer

Das Zimmer

 (26)
Erschienen am 12.12.2011
Wäldchestag

Wäldchestag

 (25)
Erschienen am 27.05.2002
Das Haus

Das Haus

 (16)
Erschienen am 21.01.2013
Die Straße

Die Straße

 (15)
Erschienen am 10.01.2015
Bullau

Bullau

 (14)
Erschienen am 13.06.2017
Klausen

Klausen

 (13)
Erschienen am 26.01.2004
Ich

Ich

 (12)
Erschienen am 26.06.2006
Kirillow

Kirillow

 (11)
Erschienen am 26.06.2006

Neue Rezensionen zu Andreas Maier

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czytelniczka73s avatar

Rezension zu "Die Universität" von Andreas Maier

Schöne Sprache,die leider nicht viel erzählt
czytelniczka73vor 7 Monaten

"Jetzt,vielleicht jetzt sei der entscheidende Augenblick,in dem alles zusammenkommen könnte,um sich zu lösen und die Existenz auf eine neue Stufe zu stellen"


Inhalt:

"Frankfurt, die Universität, 1988, 1989. Damals noch ein ganz anderes Studium, Magister, eigentlich völlige Freiheit in allem. Das Betätigungsfeld erstreckt sich vom Biertrinken im „Doctor Flotte“ bis hin zu Seminaren über Wahrheitstheorie, die den Studenten der Philosophie schon innerhalb eines Semesters zu Arztbesuchen treiben. Es droht ein völliger Verlust der eigenen Person, und auch die Zeiten geraten durcheinander: Auf der Suche nach einer Studentenbude stößt der Protagonist auf ein Erotikmagazin, in dem er eine alte Liebe aus dem Jahr 1983 wiederzuerkennen glaubt. Aus seiner Matratzengruft, in der er sich verzweifelt-lethargisch einrichtet, rettet ihn ausgerechnet ein Pflegefall: Gretel Adorno, die uralte Witwe des Philosophen, bei der er durch seinen Studentenjob Dienst tut. Er läßt sich von ihr zerkratzen und beschimpfen, aber eigentlich versteht er sich mit ihr besser als mit seiner ganzen Umwelt."


Meinung:

"Die Universität" gehört zu einem Zyklus mit 11 (12?) Bändern,das eine Art Biografie von dem Autor ist und (wie der Titel schon verrät) unfast die Studentenzeit.Ich hab das Buch in der Bücherei gefunden und bin neugierig geworden,am Ende war ich aber froh,dass ich es zurückgeben kann,es hat mich nämlich nicht überzeugen können.

Schlecht ist das Buch natürlich nicht,flüssig zum lesen,mit einigen komischen Momenten,die zum schmunzeln anregen und einer gewissen Tiefgründigkeit.Ein junger Student,der auf der Suche nach eigener Identität ist...Die Verwirrung,die Unsicherheit-das bringt die Geschichte sehr gut rüber.Mein Problem war aber,dass auf den 140 Seiten eigentlich gar nichts passiert,es plätschert nur so dahin.Mir bleibt auch unklar,auf welcher Weise die Pflege von Gretel Adorno einen Einfluss auf das Leben des Protagonisten hatte.Inhaltlich bin ich von dem Buch enttäuscht,weil ich es einfach nichtsagend fand,auch wenn es sprachlich ein Genuss war.Vielleicht um es besser zu verstehen,sollte man alle Bänder nach einander lesen,aber ehrlich gesagt,glaube ich nicht,dass ich das noch tun werde.

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Rezension zu "Die Universität" von Andreas Maier

Andreas Maier | DIE UNIVERSITÄT
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten

Nach Italien soll es gehen, in die Sonne, ins Land der Zitronen und Orangen, doch irgendeine Kraft zieht ihn stattdessen ins beschauliche Butzbach in der Wetterau. Denn hier wohnt und arbeitet die Buchhändlertochter, die er schon seit der Schulzeit nicht mehr gesehen hat und in die er immer noch ein bisschen verschossen ist.

In seinem neuesten Roman begleiten wir Andreas Maier (*1967) durch seine Studentenzeit Ende der 1980er Jahre, und auch hier – wie schon bei den Vorgänger-Romanen – sind es einzelne kleine Episoden, die er vor uns ausbreitet und mit großer Detailversessenheit durchleuchtet. Die Eingangsszene in Butzbach oder die, in der er unter einer Matratze ein altes Erotikmagazin findet, was ihn zu stundenlangem Philosophieren über sich und sein Leben verleitet, solche Szenen sind sowohl humorvoll als auch nachdenklich. Ernster dagegen – geradezu ergreifend – ist das Kapitel, in dem er als Krankenpfleger der alten Gretel Adorno zugewiesen wird. Sie ist die Witwe des Frankfurter Philosophen Theodor W. Adorno. Nach dessen Tod unternahm sie einen Suizidversuch und ist seitdem pflegebedürftig, schreit und geifert, schlägt und kratzt um sich. Doch für Andreas ist die Faszination dieser Frau – und überhaupt in der Wohnung eines so berühmten Paares zu stehen – größer, als der Schmerz, den sie ihm zufügt.

Man merkt dem Protagonisten erstmals eine Reife an, die zweifellos vom Philosophie-Studium herrührt. In den vorigen Teilen war es Maier, der Autor, der seinen Erinnerungen diese gewisse Tiefe gab, jetzt ist es Andreas, sein Protagonist, der das tut. Doch auch stilistisch macht Maier einen großen Schritt und stellt seinem Helden neuerdings eine innere Stimme zur Seite, die seine Taten kommentiert und mit der er ständig im Dialog steht. Ein weiteres Novum sind die Fußnoten, die es vorher – wenn ich mich recht entsinne – noch nicht gab.

DIE UNIVERSITÄT ist mittlerweile der sechste Band der Ortsumgehung, wir haben also Halbzeit, oder: Bergfest – das Wort passt besser in die Wetterau, wo der Großteil, der Erinnerungen spielt. Ich kann diese Reihe jedem nur wärmstens ans Herz legen, denn sie ist großartig und Andreas Maier ein hervorragender Schriftsteller mit großer Könnerschaft und tiefem Blick in seine Figuren. Die einzelnen Romane sind keine dicken Wälzer, es sind wohldosierte Konzentrate, in denen Maier das zum Ausdruck bringt, wofür andere Autoren fünfhundert Seiten brauchen. Ich bin gespannt auf die folgenden Bücher, auch wenn es bis zu einem Abschluss wohl noch viele Jahre dauern wird.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

Hier nochmal die Links zu den Rezensionen der anderen Romane der Reihe:
DAS ZIMMER | DAS HAUS | DIE STRASSE | DER ORT | DER KREIS

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Rezension zu "Der Kreis" von Andreas Maier

Andreas Maier | DER KREIS
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten

Der fünfte Teil der Ortsumgehung (Aber sagt man beim Straßenbau statt Teil nicht besser Abschnitt?)  führt uns durch Maiers Schulzeit. Vier Begebenheiten hat der Autor aus seinem Fundus an Erinnerungen ausgewählt, um sie mit gebührendem Abstand von mehreren Jahrzehnten noch einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Die einzelnen Kapitel – benannt nach den Stufen des schulischen Werdegangs: Grundschule, Unter-, Mittel- und Oberstufe –, behandeln jeweils ein Thema, dessen sich Maier annimmt. Das Arbeits- und Studierzimmer der Mutter zum Beispiel, mit den geheimnisvollen Büchern, dessen Titel nicht mit Wörtern geizen, die auf »-logien« und »-ismen« enden; ihre Korrespondenz mit und die aufreibenden Besuche bei Fritz Usinger, dem frühen Büchner-Preisträger, der in einer kafkaesk Burg über der Stadt wohnt und auf die Sterblichen hinabblicken kann.

Oder das erste Rockkonzert im zarten Alter von dreizehn Jahren, das sich schmerzhaft und unvergesslich in die Gehörgänge Maiers eingegraben haben muss. Selten habe ich einen so passenden Text über ein Thema gelesen, von dem ich behaupte, einiges zu verstehen. (Mein erstes, offiziell als großes geltende Konzert – nach unzähligen Mini-Live-Acts in kleineren Clubs – war THE OFFSPRING 1995 in Berlin. Bis auf das Jahr, die Stadt und die Band, die Maier bei sich übrigens namenlos lässt, sind es exakt meine Eindrücke, die er hier niederschreibt. Allein für dieses Kapitel lohnt sich das ganze Buch.)

Auch die Theateraufführung an seiner Schule – mit jungen Darstellern wie Thomas Heinze und Mathias Herrmann, die sich später auch wirklich als Schauspieler einen Namen machten – ist unterhaltsam und, mit dem für Maier typisch sezierenden Blick, authentisch. Einzig das letzte Kapitel, in dem er einige Episoden nur noch anreißt, um stilistisch den Bogen, oder: den Kreis, zu schließen, wirkt irgendwie unvollständig und abgebrochen. Ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten großartigen Roman.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

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Andreas Maier wurde am 31. August 1967 in Bad Nauheim (Deutschland) geboren.

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