Andreas Maier Onkel J.

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(2)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Onkel J.“ von Andreas Maier

Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman "Wäldchestag" ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur daß er in den letzten zwei, drei Jahren auch immer Geschichten von "Onkel J." las. Jedesmal hatte er das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, Kneipenfreuden und –nöten. Jede Kolumne beginnt mit einem »Neulich«-Satz. Dabei handelt es sich um alles andere als ein Kolumnenbuch, und es ist mehr als eine Heimatkunde. Es ist auch eine Gegenwarts- und Menschenkunde, in deren Zentrum mit Maiers Onkel J. eine Figur von bizarrem Reiz steht: eine literarische Heimat- und Gesellschaftskunde, ernsthaft und elegant.

Stöbern in Romane

Mein Leben als Hoffnungsträger

Anfangs eine leicht zu lesen wirkende Geschichte, entfaltet sie ihre Vielfalt und Tiefgründigkeit im Lauf des Buches

Buchraettin

Die Schatten von Ashdown House

Spannung gepaart mit Mystik = Lesegenuß pur

katikatharinenhof

Der verbotene Liebesbrief

Der etwas andere Roman von Lucinda Riley, aber mindestens genauso gut wie all ihre anderen Geschichten. ♥

BooksAndFilmsByPatch

Liebwies

Interessant, unterhaltsam und sarkastisch - die Schickeria der 20er und 30er Jahre in der österreichischen Kulturszene.

thelauraverse

Karolinas Töchter

Ein jüdisches Schicksal, das zu Herzen geht. Ein wertvoller Roman, von dem es ruhig mehr geben könnte

fredhel

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zentraler Text im Übergang zum Romanprojekt "Ortsumgehung"

    Onkel J.

    WinfriedStanzick

    13. October 2013 um 12:51

      In seinen Frankfurter Poetikvorlesungen 2006 , die bei Suhrkamp unter dem Titel "Ich" veröffentlicht wurden hatte der hessische Schriftsteller Andreas Maier schon einem breiteren Publikum Rechenschaft gegeben über die Hintergründe seines Schreibens: "Ich bin nur ein Mensch auf der Suche nach Worten, die längst schon gefunden sind, die im Matthäusevangelium schon alle dastehen, in perfekten logischen Sequenzen, schärfer, als Wittgenstein es je gekonnt hätte, eine erschöpfende Analyse dessen, warum wir falsch sind und warum wir dadurch schuldig werden vor allem und vor jedem, nämlich bloß kraft unseres wahrheitsfernen Tuns. Eine literarische Form dafür zu finden ist sehr schwer, ich glaube, man kann keine Form dafür finden, daß wir falsch sind, keine ernste, denn eine Form, die sich vom Einverständnis des Lesers verabschiedet, ist keine Form, sondern für den Leser eine Zumutung, wie ja auch das Matthäusevangelium. Das größte philosophische Werk des Abendlandes. Das uns nichts sagt als bloß: Seid nicht. Das uns sagt: Wenn ihr aufhört, zu sein, dann seid ihr. Meine Damen und Herren ,wenn wir uns im Matthäusevangelium wieder finden, dann immer nur auf der Seite der Hohepriester, immer auf der Seite der Kleingläubigen, der Rechthaber, der Schriftgelehrten und Sophisten. Also auf Seiten derer, die sich verteidigen, die verteidigen, was sie haben, als sei das richtig, das ist unser tägliches Brot, die Selbstverteidigung, aber dieses Brot hat uns Gott nicht gegeben, und übrigens auch die Philosophie nicht, und die Literatur auch nicht. Und Sie begreifen vielleicht gar nicht , was das ist. Die Sie alles, was Sie haben und tun und wollen und erlangen, für natürlich und gut halten, und wenn Sie kurz nachdenken würden, aber im Ernst nachdenken, kehrten Sie um, aber das werden Sie nicht tun." Die nun unter dem Titel "Onkel J. Heimatkunde" vorgelegten gesammelten Kolumnen von Andreas Maier sind ein treffendes Beispiel dafür. Obwohl sie fast ausschließlich von seinen hessischen Erfahrungen in der Wetterau, seiner Heimat und aus Frankfurt, wo er lebt, handeln, sind seine "Neulich"-Kolumnen von 2005 bis 2010 in der Wiener Zeitschrift "Volltext" erschienen. Man fragt sich beim Lesen des öfteren, warum es keine der beide große Frankfurter Zeitungen gewesen ist, die sich für seine Texte interessierte, sondern eine Wiener, deren Leser herzlich wenig anfangen können mit der Philosophie, wie sie in Sachsenhäuser Apfelweinkneipen getrieben wird. Maier bezeichnet diese Kurztexte, die amüsant zu lesen sind, und dennoch voller hintergründigem Sinn stecken, als zentralen Text im Übergang von seinen ersten vier Romanen zu seinem neuen Projekt "Ortsumgehung" auf das ich schon sehr gespannt bin. "Alles gehört zusammen", sagt er, "und für alles ist das Kolumnenbuch der Kern".  

    Mehr
  • Rezension zu "Onkel J." von Andreas Maier

    Onkel J.

    damentennis

    03. May 2010 um 15:51

    andreas maier ist nun ein heimatdichter. er sagt das so, das wird also stimmen, menschen werden das vielleicht anders sehen, für dieses buch sind andere sichtweisen aber irrelevant. überhaupt ist alles irrelevant für dieses buch, außer den buchstaben in diesem buch. das sind immer dieselben und daraus macht maier auch immer dieselben sätze. dass er ein heimatdichter ist, dass es die wetterau bald nicht mehr geben wird, wegen der umgehungsstraße, und dass er in der wohnung seines alten verhassten onkel j. lebt und diesem immer ähnlicher wird. und maier stellt fest: auch das ist ein leben! denn alles ist immer ein leben, was jemand führt, sei es aus überzeugung oder aus notwendigkeit oder aus zufall - es ist immer ein leben. maier spielt das kurz durch an einem ihm bekannten wirt, dass es nämlich sehr wohl möglich sei, ein leben nur auf bier aufzubauen - man müsse dann lediglich rechtzeitig sterben. dieses buch wird auch "das kolumnenbuch" genannt, von maier selber und auch von den rezensenten. das stimmt auch, denn es versammelt maiers kolumnen aus einer schweizer zeitschrift. durch die sammlung der kolumen sieht man sehr gut, dass andreas maier immer das gleiche schreibt, weil ihm das anscheinend ausreicht. warum auch nicht? die welt ist vielleicht groß, die erfahrungswelt ist es nicht, die ist eine kneipe und eine umgehungsstraße und die erinnerung an den onkel j. und die heimat, z.b. die wetterau. und was soll ein heimatdichter auch anderes schreiben? richtig: nichts anderes soll er schreiben. darum ist e ja andreas maier. anderes machen die anderen ja schon. gott sei dank. maier auch.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks