Andreas Maier Sanssouci

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Inhaltsangabe zu „Sanssouci“ von Andreas Maier

An einem heißen Sommertag wird auf dem Frankfurter Hauptfriedhof der tödlich verunglückte Regisseur Max Hornung beerdigt. Nach seinem Umzug aus Frankfurt am Main lebte er in Potsdam. Von dort sind als Trauergäste angereist: Merle Johansson, eine zwielichtige Schönheit, mit ihrem kleinen Sohn Jesus, die eigenwillig verwahrlosten Zwillinge Heike und Arnold und ein paar Fernsehleute. Der Rußlanddeutsche Alexej, Novize eines russisch-orthodoxen Klosters, ist aus München gekommen … Was hatten sie alle mit Hornung zu schaffen? Potsdam verfügt, abgesehen von dem Weltkulturerbe Sanssouci, über viele Plätze und Kneipen und einen doppelten Boden, was im wörtlichen Sinn zu verstehen ist: Unter dem Park von Sanssouci verläuft ein Tunnelsystem mit zahlreichen Räumen. Einige davon wurden offenbar für unchristliche Andachten und SM-Sitzungen verwendet. Jugendliche, die sich dort herumtreiben, tricksen die Erwachsenen aus – mit bedrohlichen Folgen. Hat Hornung davon gewußt, der Westler, der die Potsdamer in seiner Fernsehserie »Oststadt« so porträtierte, daß ein erbitterter Streit in der Stadt entbrannte, der sich schon bald ins Possenhafte überschlug? Wohl nicht, höchstens durch Vermittlung der Herumlungerer vor den Trinkbuden der Stadt – Champions der Bedürfnislosigkeit, auf die ein Platz im Himmel der Bergpredigt wartet. Was für sie abfällt, schnappen sie auf, um den Kosmos des Geredes zu mästen. Wie in Wäldchestag seziert Andreas Maier komisch gewagt und ironisch verheerend die deutsche Gegenwartsgesellschaft, diesmal ein Zentrum ostdeutscher Provinz.

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  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    bogi

    bogi

    24. December 2010 um 01:37

    Der Funke übergesprungen ist nicht. jedoch ein Roman, den ich mit zunehmender Neugier gelesen habe. Am Ende hab ich mich gefragt, was war das denn nun. Vielleicht der eindeutigste Regionen- oder Städteroman, den ich bislang gelesen habe. Hier würde ich ziemlich klar sagen, das ist ein Potsdam Roman. Und sonst? Eine Milieustudie über verschiedene, grossteils recht schräge Figuren, vielleicht ein ostdeutscher Gesellschaftsroman, wobei das der ostdeutschen Gesellschaft denn doch nicht wirklich gerecht wird. Der Autor versteht es auf alle Fälle gekonnt, verschiedenste Erzählstränge miteinander zu verweben. Das Fundament bildet wohl ein zu Tode gekommener westdeutscher Filmemacher, der eine Serie über Potsdam macht. Darüberhinaus tritt ein sich etwas revoluzzerhaft gerierendes Geschwisterpaar auf. Ferner tappst dann und wann eine reichlich durchgeknallte Vegetarierin mit ständig auftretenden Verschwörungstheorien durch die Seiten. Russisch-orthodoxe Geistliche (in Potsdam mit seiner Alexandrowka-Siedlung nicht überraschend) spielen ebenfalls eine Rolle. Alle Beteiligten sind jedenfalls in irgendeiner Form am Potsdamfilm beteiligt oder gehören zumindest zu den entfernten Klaqueren des Produzenten. Ein wenig schulterzuckend lässt einem das Werk definitiv zurück. Die ganz klare Linie fehlt. Ich habs aber ob meiner Potsdamzuneigung gerne gelesen.

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  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    Boris

    Boris

    07. August 2010 um 17:06

    Ich verstehe dieses Buch nicht! Soll das eine Satire sein? Dann ist sie aber nicht lustig, nicht böse genug. Soll das eine ernstzunehmende Beschreibung eines "Zentrum(s) ostdeutscher Provinz" sein? (Klappentext!) Gemeint ist Potsdam... Ich mag die Figuren dieses Buches nicht. Warum soll ich 300 Seiten über sie lesen? Schade, die früheren Bücher von Andreas Maier habe ich sehr gerne gelesen.

  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    Ritja

    Ritja

    12. December 2009 um 13:53

    Ich weiß nicht, was ich so richtig von dem Buch halten soll. Einerseits hätte ich es gleich nach 15 Seiten weglegen können, da es mich überhaupt nicht erreicht hat, andererseits war da ein Fünkchen Neugier, wie das Ende sein wird. Kurz und gut...ich kenne das Ende nicht, da das Fünkchen nicht gegen die Trägheit der Geschichte angekommen ist. Schade, denn ich hatte mir mehr von der Geschichte erhofft. Ein gut klingender Klapptext macht noch keine gute Geschichte. Leider.

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  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    silverincu

    silverincu

    11. August 2009 um 11:49

    Dieses Buch zu rezensieren ist nicht ganz so einfach wie bei anderen Büchern. Denn ich weiss einfach nicht, wo ich anfangen soll. Die Hauptgeschichte geht um Max Hornung, ein tödlich verunglückter Regisseur. Auf dessen Beerdigung auf dem Frankfurter Hauptfriedhof kommt eine bunte Gruppe von Menschen zusammen. Da wäre zum einen Frau Schmid, die Nachbarin von Hornung, die extra aus Potsdam angereist ist. Die Schönheit Merle Johansson mit ihrem Freund Jan und ihrem Sohn Jesus, die alle Menschen vor den Kopf stößt mit ihren Macken, ein paar Fernsehleute haben sich unter die Trauernden gemischt und auch der russe Alexej, Novize eines Klosters in München sind eingetroffen. Nicht zu vergessen die verwahrlosten Zwillinge Heike und Arnold. Sind das etwa die Kinder von Hornung? Was wollten die Zwei mit ihrem Auftritt bei der Beerdigung bezwecken? Was haben sie mit ihm zu schaffen gehabt? Was ist in "jener Nacht" passiert, von denen die zwei immer sprachen und wieso waren sie in Hornungs Haus? Wie passen diese Menschen zu Hornung? Was hatten sie mit ihm zu schaffen? Es ist schwer herauszufiltern, um was es in diesem Buch überhaupt geht. Oftmals, speziell in den Dialogen, lässt der Autor die Charakteren abschweifen. So wird zB nicht nur erklärt, woher man den Toten kannte, sondern man erzählt nebenbei noch seine eigene Lebensgeschichte, bis man an den Punkt angelangt, an dem man den Toten getroffen hat. Entscheidungen werden getroffen und wieder verworfen. Es wird etwas ewiglang erklärt nur um dann von der selben Person als Unwahrheit abgeschrieben zu werden. Den Dialogen ist oftmals schwer zu folgen und die Kernaussage zu begreifen. Ein menschlicher Zug, da wo Menschen aufeinander treffen ist es laut, chaotisch. Und genau diesen Zug trifft Maier in Sanssouci perfekt. Ein richtiger Handlungsbogen gibt es nicht, nichts destotrotz schafft der Autor es, Spannung aufrechtzu erhalten, in dem man "Zwischen den Zeilen" zu lesen hat. In dem die Dialoge und Szenenbeschreibungen so geschrieben sind, dass sie wie schnelle Szenenwechsel beim Film wirken, macht das die Geschichte trotz detailsreichen Beschreibungen schnell und flüssig, auch wenn in dem Moment nicht viel passiert. Man muss schon sehr konzentriert lesen um kein wichtiges Teil der Geschichte eventuell zu überlesen. Alles in allem ein schönes Buch. Gewöhnungsbedürftigt durch den Schreibstil,aber genau der erschafft eine tolle Grundstimmung.

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  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    damentennis

    damentennis

    23. February 2009 um 19:01

    das wichtigste vorweg: auch in diesem buch kommen wieder die üblichen maierschen begebenheiten und dinge vor: russen sind dabei, menschen klatschen vor begeisterung in die hände und menschen essen würstchen. besonders die letzten beiden elemente passen sich perfekt in die maiersche welt ein: menschen reden und folglich bricht chaos aus. und eine handlung natürlich, die bricht auch aus, die bleibt aber schön unklar, diiffus, weil ja eben immer alle ständig reden und meinungen haben und etwas verstehen wollen. der schauplatz ist im übrigen potsdam und es mag durchaus sein, dass dieses buch für manche leser sowas wie der perfekte potsdamroman ist. oder der schlechteste potsdamroman aller zeiten. sowas eben. wer allerdings maiers poetikvorlesungen gelesen hat, also das büchlein "ich", der weiß, dass das unerheblich ist, wo der roman spielt, denn: die menschen sind überall gleich. schreibt maier so, in sanssouci. hat er recht? man weiß es nicht! die figuren dieses buchs zeichnen sich einmal mehr dadurch aus, dass sie dinge äußern und auch theorien haben. nils ebert zum beispiel, der hat einen begriff von wahrheit, der etwas mit kneipen zu tun hat. er macht ihn plausibel, am ende weiß man dann nicht, ob das jetzt so salonfähig ist, man bezweifelt das eher. und um sex geht es auch. steht da natürlich so nicht drin, in dem buch, aber man weiß es ja, dass es darum geht. um doppelleben, die da geführt werden! das ist für maier schon echter krimistoff, kam er doch bislang in seinen büchern völlig ohne spannungsbogen aus (zu recht). was schon vor diesem buch galt, gilt auch nach diesem buch. das hat nämlich alles mit diesem buch gar nichts zu tun.

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  • Rezension zu "Sanssouci" von Andreas Maier

    Sanssouci
    phili

    phili

    07. February 2009 um 18:10

    Wer Potsdam kennt, erkennt viel wieder. Die schräge Symbiose aus Ost- und Westmenschen. Die unglaublichen Existenzen in Potsdam West. Die Tunnelgeschichten, naja, aber so gibt eine geheimnisvolle Spannung, die einen durch das Buch saugt. Mir war Potsdam schon immer nicht geheuer. Auf jeden Fall lesenswert!