Andreas Moster

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen

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Wir leben hier, seit wir geboren sind

Wir leben hier, seit wir geboren sind

 (6)
Erschienen am 24.04.2017

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Rezension zu "Wir leben hier, seit wir geboren sind" von Andreas Moster

Ein Buch mit einem ganz eigenen Kosmos
frenx1vor einem Jahr

Es ist schwer, diesem Buch von Andreas Moster gerecht zu werden. „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ ist ein Buch, das auf seine eigene Art und Weise erzählt. Es erzählt von einem Dorf, den Menschen, die dort leben, den Mädchen, die dem Dorf den Rücken kehren wollen, von dem fremden Mann, mit dem sie fliehen wollen. Ein Dorf, das vom Kalkabbau lebt, der aber nicht mehr rentabel ist und eingestellt werden wird. Und dann geschieht auch noch ein Mord.

Archaisch, mythisch erzählt „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ seine Geschichte. Sie kommt wuchtig daher, langsam entspinnt sie sich, greift Handlungsfäden wieder auf, lässt sie los, wiederholt, verändert den Blickwinkel und lässt auch einmal die gewonnene Freiheit aus Sicht eines Hundes einfließen. Der fremde Mann: der Teufel genannt.

„Wir leben hier, seit wir geboren sind“ ist ein sprachmächtiges Buch, auf das man sich einlassen muss. Ansonsten ist es kaum möglich, dieses Buch zu genießen. Zu sperrig ist es für den Leser, der hier eine spannungsgeladene, plausible Handlung erwartet. Wer dies erwartet, kann nur enttäuscht werden. Nein, man wird hineingetaucht in einen eigenen Kosmos des Begehrens und Wollens, des Aufbäumens und Scheiterns, in dem es irgendwann nicht mehr darauf ankommt, was wirklich vorgefallen sein muss.

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K

Rezension zu "Wir leben hier, seit wir geboren sind" von Andreas Moster

einfach großartig und unvergesslich
KRLeserinvor 2 Jahren

Was für ein Fund!
Dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt, mag man angesichts der Sprachgewalt und der Gestaltung kaum glauben.
Ein Fremder kommt in ein Dorf, der doch schon immer da war, die zeitlebens statsischen, und brutalen Umstände, werden aufgerüttelt. Die fünf Mädchen, wohl Teenager, von denen die Ich-Erzählerin namenlos ist, fürchten ihn zuerst, sind dann aber doch zu ihm hingezogen und erhoffen sich durch ihn und mit ihm ein Entrinnen aus der erdrückenden Armut.

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