Wir leben hier, seit wir geboren sind

von Andreas Moster 
4,2 Sterne bei5 Bewertungen
Wir leben hier, seit wir geboren sind
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Oliver-Kochs avatar

Was für ein großartiges Buch! Unfassbar starke Sprache und poetische Bilder - da ist es tragisch, dass der Roman kein Bestseller wurde.

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Ein anspruchsvolles Buch, ganz gegen den Mainstream

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Inhaltsangabe zu "Wir leben hier, seit wir geboren sind"

Ein Fremder kommt in das abgelegene Dorf in den Bergen, das vom Kalkabbau lebt. Fünf Freundinnen beobachten Georg Musiel dabei, fünf Mädchen, die kein Kind mehr sind und noch nicht Frau. Musiel soll die Leere des Kalksteinbruchs bestätigen - doch mit dem Steinbruch stirbt das Dorf, und deshalb wird Musiel argwöhnisch beobachtet. Als ein Unfall geschieht, kommen Ereignisse ins Rollen, ein Mädchen verschwindet und die Dorfbewohner müssen sich entscheiden: Folgen sie den Vätern oder wagen sie den Schritt in eine unbekannte Welt?

Eine archaische Geschichte vom Ende einer Ordnung, riskant und intensiv erzählt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783847906278
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:180 Seiten
Verlag:Eichborn
Erscheinungsdatum:24.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    frenx1vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein anspruchsvolles Buch, ganz gegen den Mainstream
    Ein Buch mit einem ganz eigenen Kosmos

    Es ist schwer, diesem Buch von Andreas Moster gerecht zu werden. „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ ist ein Buch, das auf seine eigene Art und Weise erzählt. Es erzählt von einem Dorf, den Menschen, die dort leben, den Mädchen, die dem Dorf den Rücken kehren wollen, von dem fremden Mann, mit dem sie fliehen wollen. Ein Dorf, das vom Kalkabbau lebt, der aber nicht mehr rentabel ist und eingestellt werden wird. Und dann geschieht auch noch ein Mord.

    Archaisch, mythisch erzählt „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ seine Geschichte. Sie kommt wuchtig daher, langsam entspinnt sie sich, greift Handlungsfäden wieder auf, lässt sie los, wiederholt, verändert den Blickwinkel und lässt auch einmal die gewonnene Freiheit aus Sicht eines Hundes einfließen. Der fremde Mann: der Teufel genannt.

    „Wir leben hier, seit wir geboren sind“ ist ein sprachmächtiges Buch, auf das man sich einlassen muss. Ansonsten ist es kaum möglich, dieses Buch zu genießen. Zu sperrig ist es für den Leser, der hier eine spannungsgeladene, plausible Handlung erwartet. Wer dies erwartet, kann nur enttäuscht werden. Nein, man wird hineingetaucht in einen eigenen Kosmos des Begehrens und Wollens, des Aufbäumens und Scheiterns, in dem es irgendwann nicht mehr darauf ankommt, was wirklich vorgefallen sein muss.

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    K
    KRLeserinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfach großartig
    einfach großartig und unvergesslich

    Was für ein Fund!
    Dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt, mag man angesichts der Sprachgewalt und der Gestaltung kaum glauben.
    Ein Fremder kommt in ein Dorf, der doch schon immer da war, die zeitlebens statsischen, und brutalen Umstände, werden aufgerüttelt. Die fünf Mädchen, wohl Teenager, von denen die Ich-Erzählerin namenlos ist, fürchten ihn zuerst, sind dann aber doch zu ihm hingezogen und erhoffen sich durch ihn und mit ihm ein Entrinnen aus der erdrückenden Armut.

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    Oliver-Kochs avatar
    Oliver-Kochvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Was für ein großartiges Buch! Unfassbar starke Sprache und poetische Bilder - da ist es tragisch, dass der Roman kein Bestseller wurde.
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    Toaztys avatar
    Toaztyvor einem Monat
    PrinceXLs avatar
    PrinceXLvor einem Jahr

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