Andreas Neeser

 4.1 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Zwischen zwei Wassern, Unsicherer Grund und weiteren Büchern.

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Unsicherer Grund

 (3)
Neu erschienen am 06.11.2018 als Taschenbuch bei Haymon Verlag.

Fliegen, bis es schneit

Neu erschienen am 24.09.2018 als Hardcover bei Haymon Verlag.

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Zwischen zwei Wassern

Zwischen zwei Wassern

 (8)
Erschienen am 26.02.2016
Unsicherer Grund

Unsicherer Grund

 (3)
Erschienen am 06.11.2018
Wie halten Fische die Luft an

Wie halten Fische die Luft an

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Erschienen am 03.03.2016
Fliegen, bis es schneit

Fliegen, bis es schneit

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Erschienen am 24.09.2018
Unsicherer Grund: Roman: Erzählungen

Unsicherer Grund: Roman: Erzählungen

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Erschienen am 06.11.2012
Treibholz

Treibholz

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Erschienen am 01.03.2004
Gras wächst nach innen

Gras wächst nach innen

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Erschienen am 01.03.2004
Die Sonne ist ein nasser Hund

Die Sonne ist ein nasser Hund

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Erschienen am 01.08.2006

Neue Rezensionen zu Andreas Neeser

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Rezension zu "Wie halten Fische die Luft an" von Andreas Neeser

Spielräume...
pardenvor 3 Jahren

SPIELRÄUME...

"Sinnliche Poesie", so verspricht es der Klappentext. Und weiter: Andreas Neesers Gedichte sind überaus sinnlich - er gestaltet die Welt zu Sprachlandschaften aus Licht und Geschmack, Farbe und Duft, aus Berührung und Klang. Ein lyrischer Dialog mit dem Leben und der Erinnerung...

In seinen preisgekrönten, u.a. beim Feldkircher und beim Meraner Lyrikpreis ausgezeichneten Gedichten tritt Andreas Neeser in einen sensiblen und zugleich aufwühlenden Dialog mit dem Leben: in der Begegnung mit der Landschaft, mit der Liebe, mit dem Du und mit dem Ich. Seine Gedichte erzählen vom Erleben des unmittelbaren Augenblicks und von der Erinnerung, von Traum und Wirklichkeit, sie nehmen die Welt über alle Sinneskanäle wahr und fassen ihre Essenz in Sprache. So übersetzt Andreas Neeser die Fülle des Lebens und Erlebens in facettenreiche Sprachkunstwerke voller Klang und Rhythmus...


Frühe Stunde

Sätze steigen auf
wie Vögel vom Schlafbaum
Geflüster, gefiedert, wir
suchen uns im Flugwind
als wär es ein Kinderspiel
worten wir aus
ohne Komma und Punkt.



Drei frühere, zunächst nicht für den Buchhandel bestimmte Gedichtsammlungen sind hier in dem Buch vereint worden: 'Aus den Halden der Nacht', 'Schichten von Haut' (2006) und 'Lichtwuchs' (2013). Sehr poetische Namen der Sammlungen - aber nicht alles konnte mir wirklich gefallen. Gedichte ohne Versmaß und ohne Reim - auch das kann sehr poetisch sein. Verstörend und anstrengend wird es dann, wenn jedes der Gedichte erst hinterfragt und einer Interpretation unterzogen werden muss, um den Sinn hinter den Worten erahnen zu können. Vor allem bei den Gedichten der Sammlung 'Schichten von Haut' erging es mir so, und das hat mir die Lust ein wenig verleidet. Doch es gab auch durchaus ansprechende Verse, die mich ermutigen, auch weiterhin immer mal Ausschau nach lyrischen Werken und mir unbekannten Autoren zu halten.


Auf halbem Weg

Unheimlich lautlos
friert den Enten der Teich zu
das Eis wächst vom Rand her
wie Hunger zum Herz.

Sie schlagen das Wasser
im schwindenden Kreis taucht ein Kopf
so vorendlich sicher
als wär es noch längst nicht für alles zu spät.

Ich reiche dir fröstelnd die Hand
und wir schweigen uns schrittweise ein
auf den Rückweg zu zweit.


Obschon Andreas Neeser bereits zahlreiche Bücher im Bereich Lyrik und Prosa veröffentlicht hat und für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet wurde, ist dieser Autor für mich eine Neuentdeckung. Die Titel seiner Romane (z.B. 'Fliegen, bis es schneit' oder auch 'Zwischen zwei Wassern') klingen vielversprechend, und ich könnte mir vorstellen, einmal danach Ausschau zu halten.



© Parden

Kommentare: 8
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Rezension zu "Zwischen zwei Wassern" von Andreas Neeser

Berührender und interessanter Umgang mit der Trauer
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Alles in allem hat mich das Buch sehr überzeugt. Zu Anfang fiel es mir schwer, mich einzufinden, in die klare, knappe Sprache, die doch letztendlich der Auswegs- und Alternativlosigkeit der Situation des Protagonisten angemessen ist. Er stellt keine Fragen, denn das Blau gibt keine Antwort, selbst wenn: er “wüsste nicht, was er würde wissen wollen”. Doch auch ohne gestellte Fragen wird in Zwischen zwei Wassern viel gelernt; auch ohne eine Sprache, die mit pathetischen Metaphern protzt, brennen sich einige Bilder unauslöschlich ins Gedächtnis.
Trotz des sehr traurigen Themas bemüht sich das Buch nicht darum, den Leser in emotionale Abgründe zu stürzen. Die Sprache bleibt schlicht und ehrlich, man kann sowohl mit dem Erzähler mitfühlen, als ihn auch distanziert dabei betrachten, wie er versucht, zurecht zu kommen. Das fand ich sehr gut – gerade bei Büchern über Tod und Trauer rutscht die Erzählung mir viel zu oft in Melodramatik ab, was es mir dann schwer macht, mitzufühlen – oder sogar, nicht ständig genervt die Augen zu verdrehen. Dieses Buch hier jedoch ist, auf eine dennoch poetische Weise, einfach knallhart ehrlich. Es ist ein Buch über die Realität, über die einzige Tatsache: dass man diese nicht ändern kann.
Man muss den Erzähler nicht mögen, kann vor seinen Handlungen und Reaktionen manchmal den Kopf schütteln, aber man lernt und versteht mit ihm. Zwischen dem Grau und dem allgegenwärtigen, schonungslosen Blau findet man Sätze, über die man einfach nachdenken muss.

Kommentare: 1
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czytelniczka73s avatar

Rezension zu "Zwischen zwei Wassern" von Andreas Neeser

Eine leise Geschichte mit große Wirkung
czytelniczka73vor 5 Jahren

"Einen Gedanken,bevor die Welle kam,gibt es nicht.Manchmal bilde ich mir ein,hätte es einen gegeben,er würde mir durch den Anfang helfen.Mit dir zusammen alt werden,Vero;mit dir nach Kuba fliegen,mit dir ein Haus bauen;wie gut du mir einfach tust.Doch es hat diesen Gedanken nicht gegeben.Ich war leer,erfüllt von dem,was eben noch gewesen war.(Seite 93)

 

 

Inhalt:

"Die Welle ist da, bevor man sie sieht – und nichts ist mehr, wie es war. Ein Paar pflückt Muscheln auf den Granitfelsen von Feunteun Aod in der Bretagne, als unvermittelt eine mächtige Welle vor ihnen aufsteigt. Véro wird ins offene Meer hinausgetragen, der Mann überlebt wie durch ein Wunder. Und genau das ist sein Problem: Die körperlichen Verletzungen verheilen – aber nicht der Schmerz des Verlustes. Ein Jahr später reist er erneut an die bretonische Küste. Hier will er Abschied nehmen, sich mit dem Meer und sich selbst versöhnen. In seinem neuen Roman findet Andreas Neeser eine beeindruckende Sprache für die existenziellen Fragen nach Schicksal, Zufall und Schuld. Er lässt uns die Kraft der Natur am bretonischen Atlantik erfahren – und erzählt zugleich die berührende Geschichte einer großen Liebe, die über den Tod hinweg lebendig bleibt."

 

 

Meinung:

Das Unglück bricht über einem wie eine Welle zusammen,man sieht sie nicht kommen und auf einmal ist sie da und man ist unter Tonnenschwere begraben.Der Weg zu der Oberfläche ist sehr beschwerlich,weil Trauer und Verzweiflung einem immer wieder nach Unten ziehen."Zwischen zwei Wassern" erzählt eine Geschichte von Schwierigkeiten des Neuanfangs.Der Protagonist versucht Abschied zu nehmen und Schuldgefühle abzulegen,es ist nicht leicht zu Überleben,wenn Anderen sterben.In diesem Roman gibt es kein Wundermittel,keine neue Liebe,die Hoffnung gibt,Der Weg zu Normalität ist sehr lang und nur in kleinen Schritten zu beschreiten.Man hat das Gefühl,dass die Trauer nie enden,aber eines Tages erträglicher sein wird.Die Geschichte ist sehr ruhig und leise erzählt,in einem Schreibstil,der manchmal rau wirkt,keineswegs sentimental und auf mich eine große emotionale Wirkung hatte.

 

Fazit:

Eine schöne,emotionale Geschichte für die stille Zeit,die man mit dem Herzen lesen soll.

 

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