Andreas Neeser

 3.9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Zwischen zwei Wassern, Wie wir gehen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Andreas Neeser (© Ayse Yavas / Quelle: Haymon Verlag)

Lebenslauf von Andreas Neeser

Andreas Neeser geboren 1964, studierte Germanistik, Anglistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. 2003 bis 2011 Aufbau und Leitung des Aargauer Literaturhauses. Sein umfangreiches Werk sticht durch seine formale und inhaltliche Vielfältigkeit heraus. Es wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bedacht. Bei Haymon: Unsicherer Grund.Erzählungen (2010), Fliegen, bis es schneit. Roman (2012), Zwischen zwei Wassern. Roman (2014), Wie halten Fische die Luft an. Gedichte (2015) und Wie wir gehen. Roman (2020). 

www.andreasneeser.ch

Neue Bücher

Wie wir gehen

 (3)
Neu erschienen am 15.01.2020 als Hardcover bei Haymon Verlag.

Alle Bücher von Andreas Neeser

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Zwischen zwei Wassern (ISBN:9783709978573)

Zwischen zwei Wassern

 (8)
Erschienen am 26.02.2016
Cover des Buches Unsicherer Grund (ISBN:9783852186351)

Unsicherer Grund

 (3)
Erschienen am 06.11.2018
Cover des Buches Wie wir gehen (ISBN:9783709934852)

Wie wir gehen

 (3)
Erschienen am 15.01.2020
Cover des Buches Wie halten Fische die Luft an (ISBN:9783709972199)

Wie halten Fische die Luft an

 (1)
Erschienen am 03.03.2016
Cover des Buches Gras wächst nach innen (ISBN:9783952283172)

Gras wächst nach innen

 (0)
Erschienen am 01.03.2004
Cover des Buches Grenzland (ISBN:9783952305744)

Grenzland

 (0)
Erschienen am 10.09.2007
Cover des Buches Fliegen, bis es schneit (ISBN:9783852187310)

Fliegen, bis es schneit

 (0)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Treibholz (ISBN:9783952283165)

Treibholz

 (0)
Erschienen am 01.03.2004

Neue Rezensionen zu Andreas Neeser

Neu
G

Rezension zu "Wie wir gehen" von Andreas Neeser

Papa-Tochter
Gelincikvor 10 Stunden

In dem Buch 'Wie wir gehen' von Andreas Neeser geht es um Mona, die sich von ihrem Mann Pierre getrennt hat und nun mit ihrer Tochter Noëlle lebt. Mona hat seit Jahren keine Beziehung zu ihrem eigenen Vater Johannes, der jetzt schwer krank ist. Finden Papa und Tochter zueinander?

Ich persönlich fand die Geschichte von Johannes als Kind viel interessanter als die von Mona und ihrem Vater. Irgendwie hat mir etwas gefehlt!

Man kann sich auch nicht wirklich in die Personen hineinversetzen, bis auf in Johannes. Er hat sehr schlechte Zeiten gehabt...

Von mir bekommt das Buch leider nur 2 von 5 Sternen.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Wie wir gehen" von Andreas Neeser

Vergangenheit und Gegenwart hüten einander
Angelsammyvor einem Tag

Klappentext übernommen:

Mona steht mitten im Leben. Von Pierre hat sie sich getrennt, ihre Tochter Noelle geht zunehmend eigene Wege. Ganz am Anfang hingegen ist die Beziehung zu ihrem Vater Johannes. Die beiden sind sich schon viel zu lange fremd - dabei geht sein Leben langsam dem Ende zu. 

Solange Zeit ist, will Mona mit ihrem Vater ins Gespräch kommen. Doch wie soll sie Zugang zu diesem spröden, gebrochenen Mann finden? 

Die Zeiten, in denen Gottlieb und Rosa lebten, waren nun mal keine Wohlstandszeit. Kinderrechte? Menschenrechte? Was ist das? Man mußte jede Arbeit annehmen, um die Familie durchzubringen. Entweder bekam man wenig Geld oder Naturalien. Wenn es eines gab, dann viele Kinder. Ein großes Armutsrisiko. 

Der Sohn muß als Verdingbub zum Onkel, ein Knecht. Ausbeutung. Tuberkulose war ganz und gäbe. Johannes Tochter ist ihm nicht wohlgesonnen. Noelle ist auch ziemlich abgefahren. Es geht ihr im Vergleich zum Leben des Großvaters damals zu gut? Sie weiß meines Erachtens nichts zu würdigen. 

Das Ende des Buches ist für mich unverständlich und ein Rätsel. Es hat mir so nicht gefallen. Mir hat das Buch leider nicht gefallen. Ich bekam keinen adäquaten Zugang zur Geschichte und die Protagonisten blieben mir bedauerlicherweise fern. Ich konnte nicht mit ihnen warm werden. 

Kommentare: 1
4
Teilen

Rezension zu "Wie wir gehen" von Andreas Neeser

Vater und Tochter
Petrisvor 3 Tagen

Auf der Rückseite des Covers steht ein Zitat von Sabine Breit (Buchkritik.at), das für mich sehr gut zusammenfasst, was mir an diesem Buch so gefallen hat:

„Gefühle nicht nur in Worte packen, sondern auch zwischen die Zeilen zu stellen – das kann Andreas Neeser hervorragend.“

Andreas Neeser erzählt hier die Geschichte Monas, aber auch die ihres Vaters Johannes. Sie ist Übersetzerin für Arabisch, frisch getrennt, Mutter einer Teenagertochter und kümmert sich um den Geflüchteten Salim. Eigentlich hat sie ein schönes Leben, doch sie hadert damit, ihrem Vater so fern zu sein. Die Distanz zu überbrücken, ins Gespräch zu kommen, ist nicht leicht. Doch Johannes ist 85 und er leidet an Prostatakrebs. Viel Zeit bleibt nicht.

Johannes ist in einer lieblosen Familie aufgewachsen, der Nachzügler, der einzige Sohn, aber auch der eine Esser zu viel. Früh wird er an den Hof seines Onkels als Knecht ausgeliehen, Bildung erhält er wenig, gesundheitlich muss er viele Rückschläge erleiden, doch langsam arbeitet er sich hoch.

Seine Tochter kann die Enge im Denken ihres Vater, seine mangelnden Ambitionen, seine Angst vor Träumen nur schwer nachvollziehen. Doch nach und nach wird klar, warum ihr Vater ist wie er ist und auch warum sich seine Tochter so weit entfernt hat.

Das alles ist eine unaufgeregte Geschichte, eine wie es sie viele gab/gibt. Andreas Neeser erzählt sie sehr schlicht, aber gerade dadurch berührt sie. Bei einigen Szenen krampft sich einem das Herz zusammen über so viel Lieblosigkeit und Sprachlosigkeit.

Am Ende die Erkenntnis, Vater und Tochter sind wie zwei tektonische Platten, wenn sie einfach nebeneinander hergehen, nicht den anderen in eine bestimmte Richtung drängen wollen, dann kann es funktionieren das Miteinander. 

„Wir driften nicht mehr, wir spazieren. Wir kümmern uns nicht mehr um zu viel oder zu wenig Nähe, zu viel oder zu wenig Distanz. Wir spazieren einfach.“ S. 212

Ich habe mich in ganz vielen Dingen und Erfahrungen wiedergefunden, es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen Monas Eltern und meinen, auch ich habe einen Bruder verloren, was die Familie an ihre Grenzen gebracht hat, die Schuldgefühle der überlebenden Schwester sind mir vertraut, auch ich habe einen „Salim“, den ich unterstütze, der mich mit seinem Trauma und seinen für mich schwer zu verstehenden Reaktionen manchmal in den Wahnsinn treibt und um den ich mich sorge, und auch ich habe zu einer Akzeptanz gefunden, Nähe und Distanz nicht erzwingen zu wollen mit meinen Eltern. Aber der Roman hat mich sicher nicht nur deshalb berührt, sondern auch, weil der Autor so viel zwischen den Zeilen unterbringen kann.

Sprachlich war das Buch ein Genuss, genau der richtige Ton, die richtigen Worte, der richtige Rhythmus. Ich habe das Lesen sehr genossen und ganz viele Abschnitte unterstrichen und mehrmals gelesen.

Eine emotionale Geschichte, die schön zu lesen ist und berührt. Verpackt in ein optisch wunderschönes Buch.

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Wie wir gehen (ISBN:undefined)A

Andreas Neeser
WIE WIR GEHEN

Was Söhne und Töchter mit ihren Vätern verbindet – und was sie voneinander trennt

Ein berührender Familienroman 

Vom Streben nach Unabhängigkeit, Zugehörigkeit und echter Verbundenheit

Liebe Lovelybooks-Leserinnen
Liebe Lovelybooks-Leser,

ich freue mich, euch meinen neuen Roman vorzustellen, und bin sehr gespannt auf eine angeregte Diskussion. Der Roman  «Wie wir gehen» beschäftigt sich mit all jenem, was Söhne und Töchter mit ihren Vätern verbindet – und was sie voneinander trennt. Es geht um die Überwindung von Grenzen, um den Weg in die Selbstbestimmung und in die persönliche Freiheit – über mehrere Generationen hinweg.

Bewerbt euch bis zum 3. Februar 2020, gewinnt eines von 25 Hardcover-Exemplaren vom Haymon Verlag - und diskutiert mit!

Der Haymon Verlag schreibt über das Buch:
«Mona steht mitten im Leben. Von Pierre hat sie sich getrennt, ihre Tochter Noëlle geht zunehmend eigene Wege. Ganz am Anfang hingegen ist die Beziehung zu ihrem Vater Johannes. Die beiden sind sich schon viel zu lange fremd – dabei geht sein Leben langsam dem Ende zu. An seinem dreiundachtzigsten Geburtstag umarmen sie sich zum ersten Mal. Da fasst Mona einen Entschluss: Sie möchte ihrem Vater endlich näherkommen. So bittet sie ihn, seine Geschichte auf ein Diktiergerät zu sprechen.
Mit präziser Erzählkunst spannt Neeser den weiten Bogen von Johannes’ Kindheit, in der er als Verdingbub auf dem Bauernhof seines Onkels schuftet, bis in die Gegenwart, in der seine Tochter sich behutsam einem alten, kranken Mann annähert. Welche Seele denkt und fühlt in diesem Menschen? Was für ein Leben hat ihn so werden lassen? Und wie wäre es möglich, einander doch noch lieben zu lernen?
Andreas Neeser erzählt davon, was Söhne und Töchter mit ihren Vätern verbindet – und was sie voneinander trennt. Dabei spürt er dem widersprüchlichen Streben nach echter Zugehörigkeit nach. Wie kann man sich näherkommen, ohne einander zu erdrücken, wie unabhängig sein, ohne sich völlig zu distanzieren?
Ein feinsinniger Familien- und Generationenroman: leise und voll poetischer Kraft.»


Hier geht's zur Leseprobe

Alles zu Buch und Autor gibt es hier

114 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 9 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks