Tacheles

von Andreas P. Pittler 
4,7 Sterne bei6 Bewertungen
Tacheles
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Hier wird fast mehr gegessen als ermittelt!

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Historisch fesselnd und sprachlich genial - Wien 1934

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Inhaltsangabe zu "Tacheles"

Wien, Sommer 1934. Am Judenplatz wird ein Fabrikant bestialisch ermordet. Polizeioberst Bronstein - wie das Opfer jüdischer Abkunft - soll Licht in die Angelegenheit bringen. Zu einer Zeit, da in Deutschland schon die Nazis herrschen, drängt sich auch in diesem Fall der Verdacht auf, die braunen Horden hätten den Mann auf dem Gewissen, und nur allzu schnell muss Bronstein merken, dass ihn seine Polizeimarke nicht länger schützt. Der Jäger sieht sich plötzlich in der Rolle des Gejagten, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Und vor dem Hintergrund der polizeilichen Ermittlungen steuert Österreich auf einen Naziputsch zu. Pittler bettet einen spannenden Kriminalfall mit einem äußerst menschlichen Polizisten in die realen historischen Ereignisse jener Tage ein, die er durch authentische Zeitungsberichte zu neuem Leben erweckt. Der wirkungsvolle Wechsel zwischen fiktivem Mordfall und historischen Nazi-Umtrieben reißt den Leser förmlich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783901761874
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:echomedia buchverlag
Erscheinungsdatum:10.04.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Historisch fesselnd und sprachlich genial - Wien 1934
    Mord zwischen Ständestaat und aufkeimenden Naziterror

    Wien, im Frühsommer 1934: In seinem Wohnhaus am Judenplatz wird ein jüdischer Fabrikant erschlagen aufgefunden. Oberstleutnant Bronstein wird mit der Aufklärung betraut. Der Verdächtigen gibt es viele: Die Roten, weil der Tote ein Fabrikant war? Die Braunen, weil er aus einer jüdischen Familie stammte? Die frühere oder die neue Ehefrau - oder gar beide zusammen?

    Die Ermittlungen gestalten sich vor dem Hintergrund des aufkeimenden Nationalsozialismus als schwierig. In einem Geflecht politischer Zusammenhänge und persönlicher Verstrickungen muss Bronstein erkennen, dass der jüdischen Bevölkerung zunehmend Misstrauen und Missgunst entgegenschlagen. Sogar jenen, die sich - so wie der Oberstleutnant - selbst nicht für Juden halten („Ich bin Protestant.“).

    Andreas Pittler, gelernter Historiker, weiß worüber er schreibt. Er gelingt ihm die Stimmung im Wien des Ständestaates einzufangen. Wir Leser sind mittendrin: Zwischen Heimwehraufmarsch und illegalen Nazis; zwischen Vaterländischer Front und verbotenen Gewerkschaften. 

    Pittler hat dem Volk aus Maul geschaut und schreibt fesselnde Dialoge im Wiener Dialekt, die mit tschechischen und jiddischen Ausdrücken durchsetzt sind. Das Glossar im Anhang bietet Aufklärung. 

    Fazit:

    Eine packende Geschichte, spannend erzählt, hervorragend recherchiert. Gerne vergebe ich 5 Sterne.

    Kommentare: 3
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    Arunvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hier wird fast mehr gegessen als ermittelt!
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    beateagathevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Faszinierender Einblick in die Vergangenheit, eingebettet in einen mehr als spannenden Kriminalfall.
    Kommentieren0
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    paul125vor 3 Jahren
    N
    nassevor 4 Jahren
    T
    Trumaniusvor 7 Jahren

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