Andreas Popp Brot und Spiele

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Inhaltsangabe zu „Brot und Spiele“ von Andreas Popp

Dilettantische Politik, Größenwahn und Übernahmeschlachten in Vorstandsetagen der Konzerne, eine aus dem Ruder gelaufene Geldmengenpolitik und massive Umweltzerstörung bestimmen das Bild unserer heutigen Zeit. Dieses Buch hat den Anspruch, die wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Welt von vielen Seiten zu beleuchten und in allgemeinverständlicher Form dem interessierten Leser die Komplexität nahe zu bringen. Das Spannungsfeld zwischen der Globalisierung und dem Sozialgefüge wird viel verändern. Es geht alle an! Die allgemeine Politik und Finanzwirtschaft mit ihren "Weiter so" Parolen ist nun endlich auch beim Bürger unglaubwürdig geworden. Viele Menschen sind verunsichert und suchen händeringend nach realistischen Informationen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Die These von Andreas Popp: "Wer sich rechtzeitig auf die zu erwartende Weltwirtschaftskrise vorbereitet, wird sie definitiv besser durchstehen und eventuell sogar Chancen daraus generieren."

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  • Rezension zu "Brot und Spiele" von Andreas Popp

    Brot und Spiele
    sabisteb

    sabisteb

    13. March 2013 um 21:17

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom Andreas Popp von der Wissensmanufaktur kannte ich vor allem aus seinen Vorträgen, die man auf youtube und auf der Webseite der Wissensmanufaktur ansehen kann. Aufgefallen war er mir, weil er Dinge sagte, die mir selber auch bereits seit langem aufgefallen waren (weil ich mich für Geschichte interessiere und meinen Großeltern auch mal zuhöre, wenn sie aus den Zeiten der Währungskrisen erzählen), die mir aber keiner glauben wollte. Man hielt und hält mich oft für paranoid, aber nicht nur ich habe die Zyklen des Finanzsystems erkannt, nur kann Andreas Popp erklären, wie sie funktionieren. Für Warner vor dem Ende des aktuellen Finanzzyklus gibt leider nur zwei Varianten, entweder man wird ernst genommen und landet daher einfach in der Psychatrie wie beim Fall Gustl Mollath oder man wird wie die Mitglieder der Wissensmanufaktur in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt. War die aktuelle Krise wirklich nicht vorhersehbar? Wenn man den Politikern glauben mag, nein, wenn man dieses Buch aus dem Jahr 2004 liest, dann ja, zumindest in großen Teilen. Auch oder gerade weil das Buch bereits fast 10 Jahre alt ist, ist es spannend, denn wenn die Theorien von Damals stimmen, müssten die Voraussagen eingetroffen sein, die damals gemacht wurden und so bestätigen, dass das, was in diesem Buch steht, der Wahrheit entspricht. ==Grundlagen== „Es ist immer dasselbe, die bestehenden Systeme werden so lange es geht, am Laufen gehalten, auch wenn längst erkennbar ist, dass das Spiel vorbei ist (S. 11).“ Warum das Spiel vorbei ist, ist reine Mathematik. „Die Erträge steigen gnadenlos an und der Abstand zwischen Arbeit und Kapitelerträgen wird immer geringer und wird irgendwann das Ende dieses Geldsystems einleiten.“ (S. 20) In diesem Buch bekommt man nochmal schriftlich die Grundlagen des youtube Vortrages „Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!“ vermittelt, auch wenn der Vortrag teilweise ein wenig ausführlich und meiner Meinung nach besser ist. Es geht darum, dass 1. Das meiste Geld einer Kreditsumme neues Geld ist, das es vorher nicht gab. (S. 23) Unser Geldsystem ist ein Schuldgeldsystem. Würden alle ihre Schulden zurückzahlen, gäbe es kein Geld mehr. 2. Dass wir derzeitig nur noch eine Pseudowirtschaft haben, da eine sachwerte Wirtschaftssteigerung bei verhältnismäßig gesättigten Märkten kaum noch möglich ist (S. 24) 3. Unser System nennt sich Bretton Woods-System und ist bereits seit 1971 nicht mehr mit Gold hinterlegt und somit keinen inneren Wert mehr hat, und eigentlich nur noch bedrucktes Papier ist. Die letzte edelmetallhinterlegte Währung der Schweizer Franken, wurde Ende der 90er vom Goldstandard entkoppelt. Dass die deutsche Regierung nun das Gold zu „Inventur“ nach Hause holen will, kann nur bedeuten, dass man sich auf einen Neustart vorbereitet, denn der müsste erst einmal wieder mit Gold hinterlegt sein, um Vertrauen zu schaffen, auch dies ein Warnzeichen. 4. Unser Geldsystem ist das Keynes Geldsystem. Eine Aussage von Kohn Maynard Keynes: Auf lange Sicht sind wir alle tot! (S. 45) DAS sollte allen eine Warnung sein! 5. Die Federal Reserve ist eine Privatbank und gehört zwei Familien: Rothschild und Rockefeller. 6. Die Geldmengenpolitik ist komplett aus dem Ruder gelaufen und hat gefährliche Dimensionen angenommen. Wir brauchen ein unendliches Wirtschaftswachstum, das in einem endlichen Raum nicht möglich ist (S. 91) 7. Es stellt sich die Frage, ob USA noch die notwendige finanzielle und wirtschaftliche Potenz besitzen, die für die Fortsetzung der militärischen Hegemonialstellung als auch für die Hegemonialstellung innerhalb des Finanzsystems erforderlich ist? (S. 130) 8. Der IWF hat die Aufgabe, hilflose Schuldnerstaaten ihre eigene Wirtschaftspolitik aufzudrängen, um sie weiter in den Abgrund zu wirtschaften, damit das meist US-amerikanische Kapitel und globale Konzerne freies Spiel haben (S. 154). Die Konsequenzen: Familie Rothschild und Rockefeller drucken in den USA buntes Papier, denen keinerlei Edelmetalle mehr zugrunde liegen. Der USD ist eigentlich nur noch Spiel- oder Falschgeld und alle Währungen der Welt sind an dieses bunte Papier gekoppelt und somit von zwei Familien kontrolliert. Die Staaten horten wertlose Dollar, die sich nicht verkaufen können, ohne diesen zu entwerten. ==Vorhersagen== Wirklich spannend wird es allerdingt, als der Autor beginnt (wohlgemerkt 2004!!!) Vorhersagen zu machen, die mittlerweile Großteiles tatsächlich eingetroffen sind: 1. Dass die reichen EU-Länder jetzt die Schwächeren über die Brüsseler Behörden im Würgegriff haben und diesem Ländern vorschreiben, wie sie sich zukünftig verhalten müssen, wenn sie weiterhin EU-Gelder haben wollen – Ja, DE schreibt 2012/13Griechenland, Spanien, Portugal und Italien vor, welche Regierungen sie zu wählen haben und das war 2004 vorhersehbar. 2. Heute ist es durch das verteilte Vermögen auch mit Fleiß und Kompetenz nur äußerst schwer, erfolgreich in die Selbstständigkeit zu wechseln. 3. Systematische Umverteilung von Arm auf Reich, die aber auch das natürliche Ende dieses Systems einleiten wird. 4. Die im Umlauf befindliche Geldmenge bezieht sich nur auf zum großen Teil manipulierte Wirtschaftsdaten und hat keinen echten Wert. 5. Bereits 2004 hätte es 110 Jahre gedauert, die Verschuldung Deutschlands mit monatlichen Raten von 1 Millarde Euro abzuzahlen… Da ist nichts, aber auch gar nichts zu retten und es wird NIE abgezahlt werden. 6. Der DOW Jones hat die vorhergesagte Marke mittlerweile sogar geknackt (S. 59), dennoch sind die Edelmetallpreise noch unter der Prognose (aber die gibt ja einen Zeitraum bis 2018 vor). 7. Die Bankenkrise: Die Zyklen einer Neuordnung (Wirtschaftskrise) bis zu nächsten dauern ca. 70 Jahre (1950 wurde unser aktuelles System gestartet, wir haben somit 63 Jahre hinter uns…) 8. Weltweit müssen die Banken die uneinbringlichen Forderungen gegen die Pleiteunternehmen in gigantischer Höhe abschreiben (S. 60). 9. Man kann davon ausgehen, dass die allgemeine wirtschaftliche Situation in absehbarer Zeit immer problematischer wird (S. 88). 10. Internationale Banken haben unter Umständen mehr Machtfülle als nationale Wirtschafts- und Finanzministerien (S. 132) 11. Gewinne werden privatisiert und Verluste werden sozialisiert (S. 132) Bis hier hin war das Buch wirklich sehr spannend, ABER ==Der Rest des Buches== Ein Großteil des Buches jedoch, ist für Normalsterbliche eher unerheblich. Es geht darum, seine Werte sicher in Sachwerten anzulegen, empfohlen wird z. Bsp. 1 kg echtes Gold (nur keine Optionen auf Papier), leider habe ich meinen Lebtag noch nie so viel Geld besessen. Die Kapitel über Anlagen sind für mich somit unerheblich und eher langweilig. Im Kapitel Wohneigentum geht Popp meiner Meinung nach fehl. Es kann sein, dass es 2004 in vielen Regionen Deutschlands billiger war zu mieten, als ein Haus abzuzahlen ABER es ist unlogisch, eine Wohnung zu mieten, und Mieter eine Eigentumswohnung abzahlen zu lassen, weil da ja die Miete gleich der Abzahlung ist, bzw. dass man selber dazuzahlt, und die Mieter den Rest zahlen, denn das bedeutet meist, dass man selber in einer schlechteren Wohnung wohnt, als man vermietet, warum sollte man das tun? Nur um Geld zu sparen? Des Weiteren ist es im Freiburger Raum schon seit Jahren so, dass man billiger dran ist, ein Haus abzuzahlen (das in den 1990er Jahren gebaut wurde), als eine Wohnung zu mieten, wenn eine 3 Zimmer Wohnung bei einer Wohngenossenschaft bereits 1000 EUR kostet, da kann man auch gleich 20 km im Umland ein freistehendes Haus mit Garten abzahlen und weiß, dass die Miete 10 Jahre konstant bleibt und nicht jedes Jahr steigt. Jetzt, 2013, ist abzahlen im Landkreis Emmendingen definitiv billiger als Miete in Freiburg. Im Anhang finden sich Aufsätze unterschiedlicher Leute zu unterschiedlichen Themen, von denen einige schier unerträglich sind, besonders dieser Chacka Motiviationsaufsatz voller lahmer Plattitüden von Prof. Kurt Tepperwein. Lebe im Jetzt, schaue nicht nach hinten, blablabla. ==Interessante Tipps== Da sich dieses Buch hauptsächlich an Anleger und Mittelständler wendet, ist das Kapitel „Die Unternehmen“ interessant, denn hier empfiehlt der Autor, sich in Krisenzeiten rigoros von unnötigem Personal zu trennen, um den Betrieb zu retten. Erweitert man das Mal, würde das ein ganz anderes Bild auf die Agenda 2010 werden, das würde nämlich bedeuten, dass schon vor 10 Jahren die Betriebe auf Leiharbeit und Fristverträge pochen, weil sie eben diese Krise befürchten und so schnell und problemlos Personal loswerden wollen und nicht, um flexibel zu sein. ==BOD== Für ein BOD hat das Buch erstaunlich wenig Fehler. Mir sind nur folgende aufgefallen: Es heißt, ergibt Sinn und nicht macht Sinn (S. 78) Man sollte deshalb sich genau überlegen (S. 98) ==Fazit== Popp betont immer wieder, dass man in seinen Einschätzungen eigenständig bleiben soll und das Buch nur als Anregung sehen sollte. Dem stimme ich sehr zu, denn obwohl viele der Dinge, die er beschreibt, mit einiger Recherche (wem gehört der Federal Trust z. Bsp.) belegbar sind, fehlen doch die Quellenhinweise und man kann schwer unterscheiden was Fakt und was Behauptung ist, da muss man sehr vorsichtig sein, denn der Autor mischt Fakten mit persönlichen Empfehlungen. Insgesamt ist man letztendlich besser mit dem oben erwähnten youtube Vortrag und einigen der Vorträge auf der Seite der Wissensmanufaktur bedient, die sind teils ausführlicher als dieses Buch, aber es ist ein guter Einstieg.

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