Andreas Pröve

 4,7 Sterne bei 26 Bewertungen

Lebenslauf

Andreas Pröve, Fotojournalist und ehemaliger Tischler, geboren 1957, verunglückte als 23-Jähriger mit seinem Motorrad und ist seitdem querschnittsgelähmt. Drei Jahre nach dem Unfall brach er zu seiner ersten großen Indien-Reise im Rollstuhl auf; später durchquerte er monatelang Asien, wo er unter anderem für »terres des hommes« über Kinderarbeit recherchierte. Auch den Vorderen Orient hat er ausgiebig bereist. Andreas Pröve erschloss sich mit dem Rollstuhl alle Erdteile. Von seinen Reisen berichtet er in packenden Reportagen und Multivisionen. Er wurde mit dem Weitsichtpreis ausgezeichnet und veröffentlichte bislang drei Bücher: »Mein Traum von Indien«, »Meine orientalische Reise« und zuletzt »Erleuchtung gibt's im nächsten Leben«. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt Andreas Pröve in der Lüneburger Heide.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andreas Pröve

Cover des Buches Mein Traum von Indien (ISBN: 9783492248143)

Mein Traum von Indien

(9)
Erschienen am 01.10.2006
Cover des Buches Erleuchtung gibt's im nächsten Leben (ISBN: 9783492974448)

Erleuchtung gibt's im nächsten Leben

(7)
Erschienen am 06.05.2016
Cover des Buches Meine orientalische Reise (ISBN: 9783492248372)

Meine orientalische Reise

(7)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Abenteuer Mekong (ISBN: 9783492405515)

Abenteuer Mekong

(2)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Gegen den Strom (ISBN: 9783866907041)

Gegen den Strom

(1)
Erschienen am 02.08.2019

Neue Rezensionen zu Andreas Pröve

Cover des Buches Gegen den Strom (ISBN: 9783866907041)
M

Rezension zu "Gegen den Strom" von Andreas Pröve

M.Lehmann-Pape
Erstaunlich und beeindruckend

Erstaunlich und beeindruckend


Das Menschen mit dem Fahrrad zumindest die halbe Welt umrunden, das wäre nichts neues, wenn auch immer interessant zu sehen. Dass behinderte Menschen an sportlichen Wettkämpfen auf Top-Niveau teilnehmen, auch das ist bekannt.


Wenn man aber beides verbindet und mit dem „Rolli“ (natürlich nicht einer in der klassischen Form ) 6000 KM durch China auf sich nimmt, das ist schon eine besondere Herausforderung und für den Leser hoch interessant, dem zu Folgen (auch wenn, wenn man ehrlich ist, am Ende eine „Fahrradtour durch China, nur mit der Hand gekurbelt, vorliegt).


Zudem schreibt Pröve mit leichter Hand und sehr flüssig zu lesen in den Textteilen des Reiseberichtes, ein Stil, dem auch der nötige trockene Humor nicht abgeht.


Was schon mit dem deutlichen Übergepäck beim Flug beginnt. Handbike, jede Menge medizinisches Material und ein „normaler“ Rollstuhl dazu, der auch als Toilette zu dienen hat (in China ist die Ausrichtung auf Behinderte nicht unbedingt flächendeckend oder auch nur breit verbreitet). Da das Handbike auch motorisiert wird, kann man sich leicht vorstellen, mit welche umfassenden Equipment Pröve den Flieger nach Shanghai bestiegen hat.


Dass Pröve, trotz optimistischer Grundhalten, was die Hilfsbereitschaft der Chinesen angeht, direkt am ersten Abend „abgezockt“ wird.


Dann aber geht’s los, von Shanghai nach Huang Shan, durch den Zhangjialie Nationalpark, mit der Bahn nach Chengdu bis hin nach „Shangri LA“, dann hinüber zum Jangtse und auf Kreuzfahrt über den beeindruckenden Fluss, wobei auch das tibetische Hochland am Ende nicht ausgelassen worden ist und natürlich die chinesische Mauer einen Abstrecher benötigt.


„Feuchtware Wälder rauschen an mir vorbei. Es wird wieder bergig“.


Was am Reisebericht auffällt, gerade weil er bei National Geographic erschienen ist, ist doch die eher mindere Anzahl fotografischer Illustrationen der Reise. Zwar finden sich durchaus vielfache Fotografien von Land und Leuten, von Herausforderungen mit dem „Rolli“ (die auch formaler Natur sein werden, was die Regeln in China und deren Vertreter angeht), doch überwiegend ist dieses Buch ein textorientierter Reisebericht .


In dem es Pröve auf jeden Fall bestens versteht, die Atmosphäre des Landes und seine Besonderheiten, Herausforderungen und persönliche Haltungen dem Leser zu vermitteln.


So verbleibt am Ende ein bunter Eindruck einer durchaus gewagten Reise, in dem deutlich wird, dass eine Behinderung einen nicht von seinen Erlebnis-Plänen abbringen sollte und ein Blick auf die Vielfalt Chinas aus ganz besonderer Perspektive heraus.


Cover des Buches Erleuchtung gibt's im nächsten Leben (ISBN: 9783492974448)
Die-Glimmerfeens avatar

Rezension zu "Erleuchtung gibt's im nächsten Leben" von Andreas Pröve

Die-Glimmerfeen
Mutmachend

Dieses Buch schildert die Erlebnisse von Andreas Pröve, als er sich im Rollstuhl auf den Weg machte dem Glauben Indiens auf die Spur zukommen.
In einem lockeren Schreibstil berichtet er von seiner Reise und es gelingt ihm dabei wunderbar den Leser mitzunehmen in das wundersame Indien. Andreas Pröve versteht es Informationen gut zu verpacken, ohne dabei wie ein staubiges Sachbuch zu wirken. Hier geht der Mix von Unterhaltung und Information vortrefflich auf. Wer dann noch die einzelnen Orte googelt, wird nach der Lektüre mit einem besseren Allgemeinwissen glänzen können.
Auch regt das Buch zum Denken an. Nicht nur Pröves Mut trotz seiner Behinderung Reisen zu unternehmen, die so mancher gesunde Mensch nicht wagen würde, sondern auch der Kulturschock Indien regen die Gedankenmaschine an.
Pröve konfrontiert den Leser nicht mit dem Indien, welches die meisten Touristen sehen, sondern mit dem realen Indien, fern ab von Bollywood Kulissen und dem ewig für teure Produkte werbenden Shahrukh Khan.

Positiv:
- Sehr ehrlich
- Lockerer Schreibstil, der sich so weglesen lässt
- Sehr informativ (Besonders, wenn man die Orte googelt) , ohne dabei wie ein Sachbuch zu wirken
- Der Autor buhlt nicht um die Sympathien des Lesers
- Indien ist immer spannend
- Man beginnt mal wieder über das Leben nachzudenken

Neutral:
-

Negativ:
-
Fazit: Eine absolute Empfehlung.

Cover des Buches Erleuchtung gibt's im nächsten Leben (ISBN: 9783492404488)
Ankewiens avatar

Rezension zu "Erleuchtung gibt's im nächsten Leben" von Andreas Pröve

Ankewien
Beeindruckend

Eine wirklich beeindruckende Geschichte. Ein junger Mann stürzt mit dem Motorrad - was vielen den Mut schwinden ließe, gibt Andreas neuen Mut. Immer wieder denkt er an seine Indienreise zurück, die er nach der Ausbildung gemacht hat - sein Ziel, er muss dorthin zurückkehren.

Und dabei geht er mit einem beeindruckenden Mut vor, den ich in Indien wohl nicht einmal als Gehender hätte. Natürlich geht dabei auch mal was schief und er wird ordentlich abgezogen - nicht ganz ungefährlich auch seine Reise im motorisierten Rolli quer durch die Steppe. So entsteht ein enorm ehrlicher und mutiger Reisebericht fernab der vielen Gruppenreisen, die wir Europäer so machen.

Individualtourist mit Rolli - eine mutige und spannende Erzählung, die einen einfach vollständig fesselt.

Eine klare Empfehlung - ich werde mir auch die anderen Reiseberichte von Andreas Pröve zulegen.

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