Andreas Rödder

 4,5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von 21.0, Geschichte der deutschen Wiedervereinigung und weiteren Büchern.
Autorenbild von Andreas Rödder (© Thomas Hartmann )

Lebenslauf

Andreas Rödder, wurde 1967 iin Wissen (Sieg) geboren. Er studierte Geschichte und Germanistik in Bonn und Tübingen und hat 1995 promoviert. Seit 2001 als Hochschuldozent an der Universität Stuttgart, wo er 2001 habilitierte. Seit dem Sommersemester 2005 ist Andreas Rödder Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg-Universität. Er hat zahlreiche Sachbücher über Deutsche Geschichte veröffentlicht.

Alle Bücher von Andreas Rödder

Cover des Buches 21.0 (ISBN: 9783406715082)

21.0

(2)
Erschienen am 21.07.2017
Cover des Buches Deutschland einig Vaterland (ISBN: 9783406562815)

Deutschland einig Vaterland

(2)
Erschienen am 24.09.2009
Cover des Buches 21.1 (ISBN: 9783406800962)

21.1

(0)
Erschienen am 16.03.2023
Cover des Buches Der verlorene Frieden (ISBN: 9783406821431)

Der verlorene Frieden

(0)
Erschienen am 18.12.2024
Cover des Buches Die Bundesrepublik Deutschland 1969-1990 (ISBN: 9783486566987)

Die Bundesrepublik Deutschland 1969-1990

(0)
Erschienen am 12.11.2003
Cover des Buches Konservativ 21.0 (ISBN: 9783406737251)

Konservativ 21.0

(0)
Erschienen am 21.03.2019
Cover des Buches Wer hat Angst vor Deutschland? (ISBN: 9783103972382)

Wer hat Angst vor Deutschland?

(0)
Erschienen am 26.09.2018

Neue Rezensionen zu Andreas Rödder

Cover des Buches Deutschland einig Vaterland (ISBN: 9783406562815)
S

Rezension zu "Deutschland einig Vaterland" von Andreas Rödder

SMBerghoff
Ein Standardwerk zu diesem Thema

Als Geschichtsstudent, der die Wiedervereinigung selbst nicht miterlebt hat, war "Deutschland einig Vaterland" von Andreas Rödder für mich eine spannende Lektüre. Das Buch erzählt klar und verständlich, wie es 1990 zur Einheit kam, und verbindet politische Entscheidungen mit den internationalen Entwicklungen der Zeit. Besonders interessant fand ich, wie Rödder die Rolle Helmut Kohls einordnet und gleichzeitig die diplomatischen Gespräche mit Gorbatschow, Bush und anderen einbettet.

Rödder schreibt sachlich, aber nicht trocken, und schafft es, komplexe Vorgänge so zu erklären, dass man wirklich mitkommt. Das Buch ist kein Lehrbuch, sondern eher eine gut erzählte Analyse mit viel Hintergrundwissen und einem Gespür für politische Zusammenhänge.

Allerdings liegt der Schwerpunkt klar auf der Perspektive aus dem Westen. Die Erfahrungen und Stimmen der Menschen in der DDR, besonders der Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler, kommen eher am Rand vor. Wer sich für diese Seite der Geschichte interessiert, sollte das wissen.

Trotzdem bleibt das Buch für mich eine lohnende Lektüre. Es bietet einen fundierten Überblick über einen der wichtigsten Umbrüche der deutschen Geschichte und zeigt, wie vielschichtig und spannend dieser Prozess war. Für alle, die sich mit der Wiedervereinigung beschäftigen wollen, ist es ein idealer Einstieg.

Wahre Geschichte

Es ist echt schon krass zu lesen in Welche zu stand die DDR zur Wende das Straßen Schiene Industrie noch auf den Stand der 50 Jahre war. Kein wunder das viele Betriebe die Wende und Strukturreform nicht überlebt haben. Muss den bewusst werden. Macht ein schon nach den Klich. Naja ist wie Ist. Heimat ist Heimat. 

Cover des Buches 21.0 (ISBN: 9783406682469)
M

Rezension zu "21.0" von Andreas Rödder

M.Lehmann-Pape
Überragende Momentaufnahme und Erklärung der gesellschaftlichen Entwicklungen

Überragende Momentaufnahme und Erklärung der gesellschaftlichen Entwicklungen

Natürlich stellt Rödder deutlich mehr als eine reine „Momentaufnahme“ dar (und das faszinierend, überzeugend, fundiert und, zudem noch, sehr gut lesbar). Aber er selbst ist es ja, dem es gelingt, die zunehmende und teils kaum mehr konkret zu fassende Geschwindigkeit der Entwicklungen in der modernen Zeit des 21. Jahrhunderts zu benennen (und zudem die „Atmosphäre“, die aus diesen rasanten Entwicklungen heraus entspringt fassbar dazustellen).

So ist die Geschichte also seit der Erstellung des Buches bereits weiter geeilt. Und dennoch legt Rödder in ganz anderer als wissenschaftlich gewohnter Form, quasi „rasant“ , einen durchaus so zu nennenden „Meilensteint“ der jüngeren Geschichtswerke vor.

Die digitale Revolution mit ihrer „vernetzten Wirklichkeit“ und dem, was daraus folgt. Die globale Wirtschaft in erster und zweiter Instanz mitsamt dem „großen Knall“. Die Erschöpfung der Ressourcen des Planeten („Die Welt ist nicht genug“). Die Neuordnung der „Dinge“ nach den Auflösungen alter Blockideologien, die „Übernahme der Macht“ durch den Marktradikalismus, der Verlust an Kraft (und Macht) der westlichen Religionssystem und der Blick auf neuerstarkte Religionen wie den Islam. Genderfrage und der Mensch als Konsument, die Schere zwischen arm und reich und die zunehmende Problematik der Migration . Die sich wandelnde Rolle des Staates (aber einer, der „immer noch da“ ist, „Totgesagte leben länger“, wie Rödder es formuliert). Die aktuelle Verfasstheit und Befindlichkeit des „neuen Europa“ auf der (auch gedanklichen) „Erde“ des „alten Europa“. Der Wandel der „Regierungsmacht“ in der Welt von 1990 bis zur Gegenwart und ein souveränes, interessantes, mit vielfachen Impulsen zurücklassendes Resümee.

In diesem Buch findet sich jedes der tatsächlich „weltbewegenden“ Themen der Moderne, der Gegenwart, der letzten zwei Jahrzehnte. Beschrieben, strukturiert dargestellt, wo nötig mit Statistiken unterfüttert. Und das jederzeit eben ohne den Faden zu verlieren, ohne sich in einzelne Nebenlinien zu verirren (und diese Gefahr ist groß bei den vielfachen Themen, die Rödder aufnimmt). Jederzeit fokussiert und souverän auf seiner Hauptlinie verbleibend und durchaus leger im Ton, Rödder hat ein Buch vorgelegt, dass tatsächlich in der Form unterhaltsam zu lesen ist und im Inhalt durchgehend ebenso fundiert informiert, wie es eine Meinungsbildung beim Leser, ein „Mitdenken bei der Lektüre“ beständig anreizt.

Was ist seit 1990 aus dem Westen geworden? Was konkret hat die Digitalisierung und Globalisierung an Auswirkungen auf Denken und Kultur mit sich gebracht? Ist der Kapitalismus Chance oder Bedrohung oder beides? Welche Tendenzen für die nahe Zukunft lassen sich ablesen? Wie ist die Bilanz der europäischen Integration?

Wichtige Fragen, die im Buch Antworten finden und nicht polemisch späterhin ins Leere verlaufen.

Getreu der Erkenntnis, die Rödder im Resümee voranstellt: „Was der Mensch auch tut, es schafft unvorhergesehene Folgen“. Nicht immer sind es beherrschbare Folgen, auch das steht als Risiko dieses ständigen „Trial and Error“ im Raum.

„Wir wissen so viel, wie nie zuvor und verstehen die Welt doch nicht“.

Wirklich eindeutige Lehren und damit gesicherter Boden für einen Blick in die Zukunft gibt es nicht. Aber Annäherungen an solche Lehren und Gesetzmäßigkeiten, von denen Rödder selbst eine der aktuell besten in diesem Buch liefert.

Mit seinen fünf Mustern, die er herausarbeitet, denen er fünf „Neuigkeiten“ der Moderne zur Seite stellt kommt er abschließend zur Formulierung dreier Tendenzen, dem „Entschwinden des 20. Jahrhunderts“, das weder Nostalgie noch Alarmismus verhindern werden, benennt eine Verschiebung des Rahmens hin zu einer Freiheit durch und in Inklusion (Gleichstellung statt Gleichberechtigung) und eines mehr und mehr geforderten und erforderlichen „Umgangs mit der Ungewissheit“.

„Anders als die Gegenwart und anders als gedacht“, diese Erkenntnis gegen das Bemühen um „geschlossene Ordnungsentwürfe“ argumentiert Rödder durchweg überzeugend und bietet damit ein Werk an, das ohne Abstriche rundweg gelesen werden sollte, ja müsste.

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Zusätzliche Informationen

Andreas Rödder wurde am 10. Juli 1967 in Wissen (Deutschland) geboren.

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