Inhalt: Wenn sich die Prophezeiung bewahrheitete, würde der schwarze Phönix nicht nur seine Stadt, sondern mit ihr alles Leben im Universum vernichten.
In Andralon, der letzten Hochburg der Menschen, beginnt Nytrax' Reise in eine Welt, in der sich der Mond mit bloßem Auge erklimmen lässt. Bewaffnet mit kaum mehr als Büchern, durchbricht er mit einer Handvoll Freunden eine geheimnisumwitterte Tür, hinter der einst Magier und Drachen Seite an Seite gegen das Böse kämpften.
Der Auftakt einer Fantasy Romanreihe!
Vorweg mag gesagt sein: Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, ich habe es verschlungen!
Ich liebe den Schreibstil des Autors und werde mir auch in Zukunft weitere Bücher kaufen. Andreas hat die Angewohntheit Dinge sehr detailiert zu beschreiben, sodass man sich die Dinge bildlich vorstellen kann. Das gefällt mir sehr gut und ist mir bei Fantasybüchern auch durchaus wichtig. Seine Beschreibungen sind detailiert, schweifen aber nicht zu weit ab. Man hat nicht das Gefühl das er nicht zum Punkt kommen würde. Umgangssprachlich gesagt sind seine Beschreibungen genau "on point". Die Welt wird für den Leser greifbar. Und es ist nicht nur irgendeine Welt, sondern eine wunderschöne Fantasywelt mit viel Abwechslung.
Inhaltlich gesehen kann ich das Buch auch nur loben. Das Buch war sehr spannend. Zum einen lag dies an dem Spannungsbogen, der immer wieder ein Stückchen angehoben wurde. Aber zum anderen lag es auch daran, dass die Geschichte und der Verlauf überhaupt nicht vorhersehbar waren. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, genau zu wissen, was passiert. Dies ist ebenfalls ein Punkt, auf den ich sehr großen Wert lege. Wenn ich ein Buch lese und schon vor dem Ende die ganze Geschichte bildlich vor Augen habe, dann ist es eher langweilig. Geschichten müssen überraschende Wendungen haben. Und Geschichten dürfen sich mir erst langsam offenbaren, nach jeder Seite ein Stückchen mehr. Wieso ein Buch lesen, wenn ich vorher schon weiß wie es ausgeht und was passiert? Das hat Andreas sehr gut umgesetzt. In diesen Buch finden wir immer wieder kritische Wendungen, mit denen man nie hätte rechnen können.
Meine Gefühlslage war gemischt. Es hat lustige Stellen, bei denen ich wirklich sehr lachen musste. Es gab auch traurige Stellen. Ein paar Stellen waren auch dabei, die mich auf Charaktere sauer gemacht haben. Es gab Stellen die hoffnungslos erschienen und in letzter Sekunde konnte die Situation doch noch gerettet werden.. Aber das wichtigste: die meisten Stellen haben mich neugierig auf mehr gemacht, sodass ich in jeder freien Minute weitergelesen habe.
Die Charaktere haben alle ihre eigene Art und sind sehr abwechslungsreich dargestellt worden. Trotz der Tatsache, dass dieses Buch wie jedes auch einen Hauptcharakter hat, gehen die Nebenfiguren nicht unter. Sie werden trotzdem ausführlich beschrieben und ihnen werden nennenswerte Charakterzüge gegeben, die auch wichtig für den Verlauf der Geschichte erscheinen.
Es kommen nicht nur Menschen in diesem Buch vor, sondern auch Fabelwesen. Dies gefällt mir persönlich sehr gut, weil ich Fabelwesen mag.
Auch wenn dies ein Punkt ist, nach dem ich schon lange keine Bücher mehr bewerte, ist die Gestaltung von Nytrax in meinen Augen ein Meisterwerk. Als erstes hätten wir das Cover, welches uns ein Wesen zeigt, welches einen Kreis formt, ein Stück der Fantasywelt zeigt und dieses wurde mit Feuer spielerisch untermalt. Dann hätten wir noch die Schrift die Andreas sowohl auf seinem Cover, als auch teilweise in seinem Buch benutzt. Vor jedem Kapitel finden wir einen kleinen, selber gefertigten Stempel, der wie das Phönixsiegel aussieht. Das finde ich toll, so hat man eine Verknüpfung zu dem Titel des Buches. Alleine das Cover ist mehr als anziehend. Die Buchgestaltung von innen zeigt mir als Leser, dass er sehr viel Herz in dieses Buch gesteckt hat.
Zum Abschluss will ich noch einmal erwähnen, dass dies der erste Teil einer Reihe war und ich mich sehr nach der Fortsetzung sehne.