Andreas Renoldner Müllmänner

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Inhaltsangabe zu „Müllmänner“ von Andreas Renoldner

Auch wenn sich ein Mörder noch so gewitzt anstellt, kann ein unglücklicher Zufall dafür sorgen, dass er auf der Liste der Verdächtigen landet. Wenig später steht der Kripomann vor seiner Tür, bittet um Einlass und ein Gespräch. Es beginnt ein Zweikampf, in dem es um Vertuschung, Ablenkung, geschickte Tarnung und bald auch um emotionale Strategien geht, hat doch der Kripomann im Zuge der Befragungen eine biografische Schwachstelle gezeigt. Hier hakt der Müllmann, ein arbeitsloser Sammler der Dinge, ein. Annabell musste sterben, dessen ist er sich sicher. Doch in diesem abgründigen Spiel macht er Fehler. So mancher Zweifel des Kripomannes kann zerstreut werden, doch als ein dritter Spieler eingreift, verstrickt sich der Täter immer tiefer in Widersprüche. Erzählt aus der Perspektive des Mörders entwirft Andreas Renoldner das Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint.

Wenn das Buch so interessant wie die Idee gewesen wäre...

— Wuschelchen99
Wuschelchen99

Nicht nur anders, sondern ganz anders, aber besonders.

— Booky-72
Booky-72

Ein etwas anderer Krimi

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Dieses Buch hat mich enttäuscht, ich habe es abgebrochen. Die Sprache ist durchaus interessant, doch es berührt mich in keiner Weise.

— Nisnis
Nisnis

Der Schreibstil ist ebenso eigen, wie der Krimi an sich: Eindeutig ein einzigartiges Buch!

— annlu
annlu

Abgrundböse Spannung - nichts für schwache Nerven!

— ca_ros
ca_ros

Ein Krimi, wie ihn nicht jeder schreiben kann.

— babykatze89
babykatze89

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  • Leserunde zu "Müllmänner" von Andreas Renoldner

    Müllmänner
    Verlagsgruppe_Styria

    Verlagsgruppe_Styria

    Liebe lovelybooker! Bei dieser Leserunde haben wir ein ganz besonderes Schmankerl für Euch: Müllmänner von Andreas Renoldner ist ein besonderes Buch. Dem Autor gelingt es darin, sich in einen geistig abnormen Menschen hineinzudenken, und dessen Gefühle und Gedankengänge mit seinem ganz speziellen Schreibstil darzustellen. Klappentext: Auch wenn sich ein Mörder noch so gewitzt anstellt, kann ein unglücklicher Zufall dafür sorgen, dass er auf der Liste der Verdächtigen landet. Wenig später steht der Kripomann vor seiner Tür, bittet um Einlass und ein Gespräch. Es beginnt ein Zweikampf, in dem es um Vertuschung, Ablenkung, geschickte Tarnung und bald auch um emotionale Strategien geht, hat doch der Kripomann im Zuge der Befragungen eine biografische Schwachstelle gezeigt. Hier hakt der Müllmann, ein arbeitsloser Sammler der Dinge, ein. Annabell musste sterben, dessen ist er sich sicher. Doch in diesem abgründigen Spiel macht er Fehler. So mancher Zweifel des Kripomannes kann zerstreut werden, doch als ein dritter Spieler eingreift, verstrickt sich der Täter immer tiefer in Widersprüche. Erzählt aus der Perspektive des Mörders entwirft Andreas Renoldner das Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint. Zur Leseprobe geht's hier Über den Autor: ANDREAS RENOLDNER, geb. 1957 in Linz, mehrere Berufsausbildungen, 10 Jahre Biobauer, seit 2006 in Wien. 12 Romane veröffentlicht (etwa bei STYRIA), zuletzt: „Endstation Wendeplatz“. 23 Hörspiele, zuletzt „Hochstand“, WDR, „Alles muss anders werden“, ORF. Linzer Geschichtenschreiber, Staatsstipendien für Literatur, Kulturpreis für Literatur des Landes Oberösterreich. www.renoldner.at Wir verlosen 20 Print- oder Ebook-Exemplare (epub oder mobi)! Wer Lust hat, diesen außergewöhnlichen Krimi zu lesen und sich rege an unserer Leserunde zu beteiligen, möge sich bis Sonntag, den 19. April hier bewerben. Bitte gebt bei eurer Bewerbung folgendes an: 1) Warum wollt ihr MÜLLMÄNNER lesen? Was findet ihr an der Leseprobe gut? 2) Wo veröffentlicht ihr eure Rezensionen? 3) Möchtet ihr ein ebook oder ein Print-Exemplar? Die Gewinner geben wir am Montag, den 20. April hier bekannt. Also schaut bitte am 20.4. vorbei, damit ihr uns gegebenenfalls eure Adressen mitteilen könnt. Wir freuen uns auf eine anregende Leserunde! Liebe Grüße Euer Styriabooks Team

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  • Interessant, aber einfach mächtig quer

    Müllmänner
    Wuschelchen99

    Wuschelchen99

    07. June 2015 um 22:11

    Leo ist arbeitslos, aber eigentlich ist er Müllmann. Er sammelt leidenschaftlich Dinge, hauptsächlich Müll, aber auch Essen und unter anderem einen Taubenflügel. Andere Menschen werden von seiner Leidenschaft abgeschreckt. Auch Annabell findet den Taubenflügel nicht gut. Leo findet aber Annabell gut. Doch nicht gut genug, sie muss sterben und ab in den Müll damit. Ob der Kripomann dem Müllmann auf die Schliche kommt? Ein heftiger, psychologischer Kampf zwischen beiden beginnt. Andreas Renoldner hat mit „Müllmänner“ einen Kriminalroman der anderen Art geschrieben. Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker. Dem Leser knallt in Orange ein Auge entgegen. Erst nach einigen Seiten erklärt sich, dass es sich dabei um ein Fischauge, das eines Goldfisches, handelt. Der Titel ist erhaben gearbeitet. Ein Buch, das in der Buchhandlung sofort in die Hand genommen werden möchte. Der Schreibstil ist in der Ich-Form gehalten und gegliedert in Kapitel nach Wochentagen beginnend mit dem „Samstagsgefühl“. Der Protagonist ist ein Mensch, der wahrlich keine Schuld kennt. Eigentlich ist dies für einen Krimi eine sehr gute Basis. Doch wenn seinen irren Gedankengängen manchmal überhaupt nicht zu folgen ist und hin und wieder so wirr sind, dass das Buch erstmal aus der Hand gelegt werden muss, hört der Lesespaß bald auf. Der Wiedereinstieg danach ist noch schwieriger. Auch als der Kripomann auftritt, wird dies nicht besser. Ab jetzt ist das abgrundtiefe Geschwafel noch konfuser, es wird nur noch psychologischer. Spannung bringt das nicht, sondern eher den Wunsch, nur noch oberflächlich die Seiten zu überfliegen. Wenn nicht am Ende doch noch etwas Überraschendes passiert wäre, hätte ich das Buch komplett unter Ulk verbucht. Mein Fazit: Eigentlich ist die Idee des Buches sehr interessant. Wen interessiert es nicht, sich in irre Gedankengänge zu vertiefen? Doch die Art und Weise des Schreibstils, eine extrem kleine Schrift, Spannung, die der Leser suchen muss und das seitenlange Geschwafel haben relativ wenig mit einem Krimi zu tun. Gut, es gibt definitiv eine Leiche und die Härte des Gesetzes bekommt der Protagonist auch zu spüren. Doch die Art und Weise, wie es dazu kommt, ist nichts für einen Krimifan. Ich habe mich selten so durch ein Buch gequält. Positiv kann ich nur das Cover und eine Überraschung am Ende bewerten.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    kubine

    01. June 2015 um 15:47
  • Krimi zum Mitdenken

    Müllmänner
    Booky-72

    Booky-72

    18. May 2015 um 19:03

    Leo ist ein Sammler. Alles, was ihn irgendwie mal grade interessiert, nimmt er mit nach Hause. Z. B. auch einen Flügel einer toten Taube, um den es sich innerhalb des ganzen Krimis immer mal wieder dreht. Dem Leser berichtet Leo von seinem Denken, Handeln und Fühlen in nicht ganz einfacher Ausdrucksweise, in der er sich als Mörder zu rechtfertigen sucht. Ein nicht ganz alltäglicher Krimi, wie man ihn aber anhand der Leseprobe auch nicht erwartet. Wer mal was richtig Verdrehtes, Verrücktes lesen mag, sollte sich dieses Buch erwählen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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  • Kranke Gedanken gut umgesetzt

    Müllmänner
    Siko71

    Siko71

    13. May 2015 um 08:23

    Der Krimi ist eigentlich nicht so meine Richtung. Man braucht schon einige Seiten um den Schreibstil zu erfassen. Hat man es dann geschafft, liest es sich ganz gut. Leo ist ein arbeitsloser Lagerarbeiter mit schräger Denkweise oder einfach nur durchgeknallt. Eines Tages steht ein Kripomann vor seiner Tür und überführt ihn mit seiner eigenen Denkweise zum Mörder. Verschiedene Themen bzw. Gedanken von Leo sind zum schmunzeln, andere zum Nachdenken und wieder andere entsprechen der Realität. Man muß halt auch so schräg denken wie Leo, dann klappts auch mit dem Lesen. Bei mir halt bloß 3 Sterne.

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  • Kriminalroman mit dünner Handlung und nur geringer Spannung

    Müllmänner
    Nisnis

    Nisnis

    12. May 2015 um 12:25

    Dieser Kriminalroman erzählt die Geschichte des selbsternannten Müllmanns Leo, der keinerlei Schuld und Scham empfindet. Seine Leidenschaft ist das Sammeln von Müll, ob tote Tauben, defekte CDs oder Sonstiges. Eines Tages wird eine zerstückelte Frauenleiche im Müll aufgefunden und Leo beginnt zu vertuschen, zu täuschen, abzulenken und sich zu tarnen, denn der „Kripomann“ ohne Namen, tritt in sein Leben. Meine Meinung: Zunächst hat mich der Klappentext gereizt und schließlich die Leseprobe überzeugt. Demnach durfte ich einen interessanten Schreibstil erwarten, der zwar gewöhnungsbedürftig, aber außergewöhnlich anders wirkte. Dies bestätigte sich durchaus, doch nach dem ersten Drittel des Buches war ich unglaublich gelangweilt. Es kam keinerlei Stimmung auf, keine Spannung und die Handlung schleppte sich dahin und konnte mich nicht packen. Die ungewöhnlichen Charaktere waren  interessant und eine dargestellte Sichtweise auf die heutige Konsum- und Wegwerfgesellschaft  regte zum Nachdenken an, aber das war es dann auch schon. In der Regel lese ich meine Bücher stets zu Ende, habe dahingehend einen enormen Ehrgeiz entwickelt, aber mit diesem Buch musste ich meine selbstauferlegten Regeln brechen und beendete diesen Krimi vorzeitig. Ich kann nur vermuten wieviel Disziplin und Arbeit in einem Roman steckt, daher bedaure ich es sehr, den Autor mit meinem Leseabbruch enttäuschen zu müssen. Für mein Empfinden war die Handlung einfach nicht ausreichend gut genug. Mein Fazit: Ungewöhnlicher Schreibstil, durchaus interessant, doch von mir an dieser Stelle KEINE Empfehlung für Fans im Genre Kriminalroman.

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  • Müllmänner

    Müllmänner
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Auch wenn sich ein Mörder gewitzt anstellt, kann ein unglücklicher Zufall dafür sorgen, dass er auf der Liste der Verdächtigen landet. Wenig später steht der Kripomann vor der Tür, bittet um Einlass und ein Gespräch. Es beginnt ein abgründiger >Zweikampf, in dem es um Vertuschung, Ablenkung, geschickte Tarnung und bald auch um emotionale Strategien geht, hast doch der Kripomann eine biografische Schwachstelle gezeigt. Hier hakt der Müllmann, ein arbeitsloser Sammler der Dinge, ein. Das Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint. Dieser Krimi wird aus der Sicht des Mörders, Leo, erzählt. Leo sammelt alles, was ihm in die Hände kommt. Eines Tages lernt er die schöne Annabell kennen, die daraufhin leider nicht mehr lange zu leben hat. Die Idee dieses Kriminalromans, aus der Sicht des Mörders zu erzählen, finde ich sehr interessant. Ich tat mich am Anfang durch den Schreibstil etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen, dies fand ich dann beim weiterlesen aber nicht mehr störend. Die Geschichte spielt eine Woche lang, und die Kapitel sind in die einzelnen Wochentage eingeteilt, angefangen am Samstag. "Müllmänner" ist auf jeden Fall ein sehr interessanter, von der Idee gut überlegter Kriminalroman. Dies ist eben kein normaler Kriminalroman, sondern ein Krimi, geschrieben aus der Sicht des "leicht verwirrten Mörders". Interessanter Krimi, einmal ganz anders. Mir hat dieser Krimi, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, gut gefallen, gerade weil er anders ist.        

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    • 2
  • Kranke Gedanken

    Müllmänner
    esposa1969

    esposa1969

    04. May 2015 um 20:42

    == Buchbeschreibung: == Auch wenn sich ein Mörder noch so gewitzt anstellt, kann ein unglücklicher Zufall dafür sorgen, dass er auf der Liste der Verdächtigen landet. Wenig später steht der Kripomann vor seiner Tür, bittet um Einlass und ein Gespräch. Es beginnt ein Zweikampf, in dem es um Vertuschung, Ablenkung, geschickte Tarnung und bald auch um emotionale Strategien geht, hat doch der Kripomann im Zuge der Befragungen eine biografische Schwachstelle gezeigt. Hier hakt der Müllmann, ein arbeitsloser Sammler der Dinge, ein. Annabell musste sterben, dessen ist er sich sicher. Doch in diesem abgründigen Spiel macht er Fehler. So mancher Zweifel des Kripomannes kann zerstreut werden, doch als ein dritter Spieler eingreift, verstrickt sich der Täter immer tiefer in Widersprüche. Erzählt aus der Perspektive des Mörders entwirft Andreas Renoldner das Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint. == Leseeindrücke: == Mit dem Roman "Müllmänner" von Andreas Renoldner liegt uns ein Krimi vor, der gar nicht so einfach zu lesen und zu verstehen ist. Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig, so dass ich einen großen Anlauf brauchte um in die Handlung zu gelangen. Worum geht es? Dieser Kriminalroman wird aus der Sicht eines kranken Kopfes, des Mörders Leo, dargestellt. Das Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint. Er schreibt in der Ich-Form, er ist Sammler, sammelt alles, was er finden kann, vieles, das wir als Müll bezeichnen würden, nennt er seine Sammelobjekte und sogar den Flügel einer toten Taube sammelt er ein. Als er die schöne Annabell kennenlernt - "Ihr Küssen spürt sich an, als würde mich ein Goldfisch beknabbern" - muss sie auch gleich wieder sterben. Und wohin nun mit der Leiche? Für was gibt es Müllmänner, also ab in den Müll damit…. Tja, also die Handlung an sich finde ich von der Idee her schon ganz gut, obwohl sie gegen Ende eher etwas abstrus wird. Die Kapitel sind nach Wochentagen benannt, da die Gedankengänge des Protagonisten am Samstag beginnen mit "Samstagsgefühle" und am Freitag enden "Freitagsgefühle" plus dem zusätzlichen Kehraus, eine Art Epilog. Die Charakter sind teilweise sogar eine Zeitlang namenlos und heißen beispielsweise der Einfachheit halber einfach "der Kripomann". Leider fand ich sowohl die Schreibweise absolut schwer verständlich, da viel mit Metaphern gearbeitet wird und alles irgendwie mir zu poetisch verpackt scheint. Zudem ist die Schrift recht klein verfasst, so dass ich mich beim Lesen etwas anstrengen musste. Insgesamt umfasst dieser Roman 205 Seiten. Im übrigen ist das pupillenlose Goldfischauge auf dem Cover ein haptisches Erlebnis und starrt mich unentwegt an. Cover und Buchtitel finde ich sehr gelungen. Insgesamt vergebe ich 2,5 Sterne, die ich gerne auf 3 Sterne aufrunden werde! © esposa1969

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  • Anders, kritisch aber zu wirr

    Müllmänner
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    29. April 2015 um 23:41

    Ein schöner Abend auf der Parkbank, ein nettes Gespräch mit einer hübschen Frau. Alles könnte hervorragend sein, wenn diese blöden Goldfische im angrenzenden Teich nicht wären. Diese ekligen Viecher, die meiner Meinung nach die Ratten der Gewässer sind. Später Essen beim Chinesen, schon wieder Goldfische. Im Aquarium. Wie ich sie hasse. Tage später höre ich dass eine zerstückelte Frau im Müll gefunden worden ist. Dort wo am Ende alles landet. Müll ist das einzige was in dieser fiktiven Welt noch einen wahren Wert hat. Deshalb bin ich selbstständiger Müllmann, weil ich in der Realität leben will. Aber ich muss auch achtgeben, dass ich mich nicht auffällig Verhalte, denn man ist schnell im Kreis der Verdächtigen. Diese Kurzbeschreibung zeigt in etwas was einem in diesem Buch erwartet. Es ist wirr, es ist anders und ich kann nicht wirklich sagen, was ich davon halten soll. Also hoffe ich, dass ich die ganze Sache am Ende etwas klarer sehe werde. Solange man nicht weiß, was das Cover darstellen soll ist es ja noch halbwegs ansprechend, da das orange einen schönen und kräftigen Farbton hat, aber nachdem mir bewusst geworden ist, was es darstellen soll, finde ich es einfach nur mehr eklig. Der Titel passt zum Buch, wenn man ihn aus der Sicht des Protagonisten betrachtet. Den für ihn sind Müllmänner die einzigen Menschen die wirklich in der Realität leben und das Buch handelt von zwei Männern die eine ganz eigenartige Beziehung zueinander haben. Die Hauptpersonen waren der Erzähler aus dessen Sicht man alles erlebt und dann noch der Kommissar, der den Mordfall aufklären soll. An sich war es mal wirklich interessant einen Krimi aus der Sicht des Mörders zu lesen, aber in diesem Buch ließ die Umsetzung doch sehr zu wünschen übrig. Es war alles so wirr und unklar, dass ich manchmal nicht wusste ob die beiden wirklich zwei eigenständige Personen sind oder nur eine mit einer gespaltenen Persönlichkeit. Es war als wäre die Handlung durch Nebel oder wenn man beim Thema des Buches bleiben will, durch trübes Gewässer betrachten und so manches mal sieht man die Sache nicht so klar.  Das Verhalten der Personen war entweder völlig sprunghaft oder total irrational. Auch kann ich den Kriminalroman in dem Buch nicht wirklich erkennen. Ja, es ist jemand ermordet worden, aber auch nur um eine Konstellation herstellen zu können, zu der man auch auf anderen Wegen gekommen wäre.  Spannung war nicht wirklich vorhanden, aber durch die völlige Abstraktion der Geschichte zieht sie einen doch in den Bann und sei es nur weil man bis zum Ende darauf hofft, dass die Sicht aufklart und man zu verstehen beginnt. Das einzig klare war nämlich die Kritik an der Gesellschaft, was sich auch besser als leitendes Thema geeignet hätte, denn mehr war es nicht. Jedoch in einer absolut aberwitzigen Verpackung. Es ist völlig eigen und ich weiß nicht ob ich empfehlen soll, denn jeder muss selber seine Meinung darüber bilden. Mein Fall war es jedoch nicht und deshalb gibt es auch nur 2.5 von 5 Punkten

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  • ein Krimi der anderen Art

    Müllmänner
    annlu

    annlu

    29. April 2015 um 21:55

    Leopold sammelt gerne Dinge, die ihn interessieren, in der Stadt ein. Von Zigarettenpackungen und Essensresten, über den Flügel einer toten Taube, zur schönen Annabell nimmt er alles mit nach Hause. Menschen empfindet er nicht immer als real, muss sie berühren um den Unterschied zwischen virtueller und realer Wirklichkeit herauszufinden und ist dennoch nie sicher, was ein Traum oder ein Wunsch und was die Realität ist. Als er Annabell das erste Mal küsst, ist der Augenblick unbeschreiblich (bringt Regenlichtbogen in die Nachtschwärze) und dennoch weiß er, dass die beiden – nach den Gesetzten der Thermodynamik nun den Höhepunkt ihres größten Glücks erreicht haben. Da er das weiß, verbringt er nur noch einen Abend mit ihr, bevor er sich um sie kümmert. Ihre Seele entlässt er in die Luft, während für den Kohlenstoff bereits die Plastiksäcke bereitstehen. Die Geschichte spielt im Zeitraum einer Woche. Die Kapitel sind den einzelnen Wochentagen zugewiesen und geben Leopolds Version der Geschichte wieder. Es kommen auch Szenen vor, bei denen er nicht beteiligt ist (Einsatz Kriminalpolizei und Ermittlungen), doch auch auf diese färbt sein Erzählstil ab. Da Leopold dem Leser seine Geschichte erzählt, geht er auf all das ein, was ihm gerade durch den Kopf geht. Seine Gedankenwelt scheint eine andere zu sein. Die Sätze sind kurz gehalten und manchmal aneinandergereihte Aussagen. Er erfindet neue Wörter, benutzt viele lautmalende und nimmt unpassende Wörter zu einem zusammen. Gleichzeitig schienen ihn viele Dinge, die er sieht von dem abzulenken, was ein „normaler“ Mensch als das Wesentliche empfinden würde. So können Gespräche von ausschweifenden Beschreibungen und Emotionen und Erinnerungen unterbrochen werden. Beim Lesen erhält man Einblicke in eine geistig verstörte und dennoch Sinn gebende Wahrnehmung eines Mörders, der sich nicht als solcher fühlt. In die Geschichte und Gedankengänge des Mörders verflochten sind einige gesellschaftsrelevante Themen. Auf Grund des Erzählstils brauchte ich etwas um einen gewissen Lesefluss zu entwickeln. Zuerst musste ich selbst Unterscheidungen treffen, was nun für die Geschichte relevante Details sind und was Nebensächlichkeiten, die ihm durch den Kopf gehen. Schon am Ende von Kapitel eins hat mich dann doch die Geschichte gepackt und ich musste einfach weiterlesen. Fazit: Wer sich einen locker leichten Krimi mit charismatischen Kommissar und typischer Tat-Ermittlung-Aufklärung – Handlung erwartet, ist hier falsch. Wer sich allerdings auf eine Studie eines kranken Genies einlassen kann, der hat das richtige Buch gefunden. Vielleicht braucht es etwas, um sich an den Erzählstil zu gewöhnen, aber aus meiner Sicht ist die Geschichte absolut lesenswert.

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  • Abgrundböse Spannung!

    Müllmänner
    ca_ros

    ca_ros

    09. April 2015 um 16:04

    Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ein Mörder und ein Kommissar unter vier Augen. Es beginnt ein Zweikampf, in dem es um Vertuschung, Ablenkung, geschickte Tarnung und bald auch um emotionale Strategien geht, hat doch der Kriminalbeamte im Zuge der Befragung seines Verdächtigen eine biografische Schwachstelle gezeigt. Hier hakt der mordverdächtige "Müllmann", ein arbeitsloser Sammler der Dinge, ein. Erzählt aus der Perspektive des Mörders entwirft der Autor ein abgründiges Psychogramm eines Mannes, der das Wort Schuld nicht zu kennen scheint...

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  • Mal was anderes

    Müllmänner
    babykatze89

    babykatze89

    08. April 2015 um 13:46

    Dieser Krimi hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Er ist nicht nur aus Sicht des Täters geschrieben, sondern gibt auch die teils total abstrusen Gedankengänge des Mörders wieder. Dadurch entsteht ein Stil, der sicher nicht jeden Leser anspricht, das er sich nicht so leicht liest, der aber gerade dadurch besonders ist. Dem Autor gelingt es sogar, mittels Gedankengängen eines Verrückten Gesellschaftskritik (Stichwort Konsumwahn) einfließen zu lassen. Dabei kommt die Spannung aber nicht zu kurz! Ich kann Müllmänner jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem Krimi abseits des Mainstream ist.

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  • Welch kranker Geist

    Müllmänner
    Kerry

    Kerry

    01. March 2015 um 20:46

    Leo ist ein sehr eigener Mensch. Der arbeitslose Lagerist ist ein leidenschaftlicher Sammler - er sammelt wirklich alles, was ihm auf seinen Touren durch die Stadt über den Weg läuft, sogar ein abgetrennter Taubenflügel ist nicht vor ihm sicher. Ansonsten bestreitet er seinen Lebensunterhalt mit kleineren Diebstählen, aber was ist schon Geld? In einem Park wird er von Annabell angesprochen. Schlussendlich geht sie mit Leo - welcher sie tötet. Die Entsorgung ist recht einfach - wozu gibt es immerhin Müllmänner? Knifflig wird die ganze Sache, als Leos Freund Peter ihm von einer Frau erzählt, die er ebenfalls kennengelernt hat und von der er hin und weg ist. Leo wird schnell klar, dass es sich bei der Frau, die Peter kennengelernt hat und bei seiner Annabell um ein und dieselbe handelt. Peter, dem seine Frau vor zwei Jahren davongerannt ist (wegen des Geldes natürlich), glaubt fest daran, in dieser neuen die Frau für sein Leben gefunden zu haben - und Leo lässt ihn in dem Glauben. Als Irene, eine Angestellte eines Bestattungsinstitutes, ihre Freundin und Kollegin Isabella als vermisst meldet, interessiert das den Kripobeamten Edwin erst einmal wenig, denn es ist Montag und da machen doch viele blau. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als auf der Mülldeponie die Leiche eben jener Isabella gefunden wird - in Einzelteilen. Vorbei ist es nun mit einem pünktlichen Feierabend für den Kripobeamten, jetzt muss er tun, was von ihm verlangt wird und wofür er angestellt wurde - ermitteln und den Mörder schnappen und tatsächlich kommt er diesem durch Zufall recht schnell auf die Spur. Nur wird es ihm gelingen, diesen auch zu überführen? Welch kranker Geist! Ich muss gestehen, ich bin mit dem Plot des Buches nicht wirklich warm geworden. Sicherlich finde ich die Grundidee an sich nicht schlecht, doch die Ausführung entsprach leider so gar nicht meinen Erwartungen. Die Handlung war ziemlich vorhersehbar und gefühlt hätten ein paar Figuren mehr in dem Buch nicht geschadet. Die Figuren an sich konnten bei mir in keiner Weise Sympathien wecken. Die Figur des Leo empfand ich als ausgesprochen verwirrend mit seiner Sammelwut und Fischphobie, ebenso mit seinen Wochentagsgefühlen und Goldfischratten. Auch der Kripobeamte konnte meine Sympathien nicht erringen, denn dieser hat meines Erachtens wenig Lust, sich um seine Arbeit in vollem Umfang zu kümmern und würde lieber eine ruhige Kugel schieben. Den Schreibstil empfand ich als nicht ganz einfach zu lesen, wobei dies jedoch mehr der eher ungewöhnlichen Wortwahl des Protagonisten Leo zu verdanken war. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch leider meinen Erwartungen an ein Psychoduell zwischen Täter und Ermittler ala "Wer zuerst zwinkert verliert" nicht erfüllen.

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