Andreas Rostek Parallelen mit Hund

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Inhaltsangabe zu „Parallelen mit Hund“ von Andreas Rostek

Die Novelle, die Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts spielt, hat einen eigenwilligen Protagonisten: einen namenlosen Hund, der zielstrebig auf der Straße nach Zamość unterwegs ist. Die kleine polnische Provinzstadt mit einem außergewöhnlichen Renaissance-Kern liegt irgendwo zwischen Lublin und Lemberg, nicht sehr weit von der Grenze entfernt. Dieser Hund hat eine bemerkenswerte Fähigkeit: Er erinnert sich an die Erinnerung anderer Hunde. Zwar nicht einfach so, er kann sie nicht abrufen, die Erinnerung wird vielmehr aufgerufen durch Bilder oder Ereignisse; aber sie reicht sehr weit zurück.

Auf dem Weg nach Zamość trifft der Hund die beiden anderen Hauptpersonen der Novelle: den älteren, polnischen Fotografen Tomasz und den jüngeren deutschen Physiker Jakob. Die beiden sind, wie es der Zufall will, auf getrennten Wegen unterwegs in die Stadt. Sie kennen sich allerdings aus einer gemeinsamen Zeit in Hamburg, die für Jakob seine politische Phase markierte, für Tomasz einfach eine Möglichkeit war, Geld im Ausland zu verdienen. Aber als das Kriegsrecht in Polen ausgerufen wurde, kehrte Tomasz zurück und Jakob – der praktische Solidarität üben will, dem aber jegliche Erfahrung fehlt – bringt ihn durch Ungeschicklichkeit in ein polnisches Internierungslager.

In Zamość treffen sie, zufällig, das erste Mal nach der Haft und nach etlichen Jahren wieder aufeinander. Das ist der Wendepunkt der Novelle. Der Hund begleitet den Leser durch die Erinnerungen der beiden, man lernt sie kennen, man lernt etwas über die Erfahrungen Tomasz’ während des Kriegsrechts und lange vorher als Junge in Zeiten des Warschauer Aufstands und über seine jüdische Großmutter; man lernt auch den unbedarften Jakob näher kennen und sein Faible für die mathematischen Probleme, die mit den Parallelen und der Unendlichkeit zu tun haben. Und man erfährt, doch einigermaßen überraschend, wie diese Probleme gewisse Ähnlichkeiten mit der jüdischen Mythologie und der Schöpfungsgeschichte haben.

Das Buch ist also eine überraschende Tour durch die Erinnerung vieler Beteiligter, mit Anleihen in der deutschen und polnischen Geschichte, in der Geschichte der Mathematik, in der Astrophysik, in der Architektur, bei einem ehemals adligen Bürgermeister und einem schlauen Bibliothekar – und manchmal weiß man nicht mehr so genau, in welcher Zeit man steckt...

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