Andreas Simon Alles was zählt, ist Perdu

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Inhaltsangabe zu „Alles was zählt, ist Perdu“ von Andreas Simon

Rico Steiner kehrt nach sieben Jahren nach Südfrankreich zurück, um seinen verschwundenen Vater zu suchen. Dort begegnet er seinem Jugendfreund Bertrand, der im Rollstuhl dahinvegetiert. Weil er sich mitschuldig an dessen Schicksal fühlt, will Rico ihre aufgelöste Musikband Perdu wieder aufleben lassen. Dadurch tritt seine Jugendliebe, die schöne Sandrine Lasalle, zurück in sein Leben und er gerät zwischen zwei Fronten. Denn aus der Heimat reist plötzlich seine Freundin an, um ihn zur Vernunft zu bringen. Er gerät in einen Strudel der Leidenschaften, denn gleichzeitig bricht eine alte Wunde in ihm auf: Warum hat er seine Karriere als Künstler aufgegeben? Ein Roman, bei dem der Autor den Leser auf eine Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit mitnimmt, um am Ende alles zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen.
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    Alles was zählt, ist Perdu
    HibiscusFlower

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    Sieben Jahre hatte er Südfrankreich den Rücken zugekehrt. Sieben Jahre musste er nicht nach seinem Vater suchen oder ihn vermissen. Sieben Jahre hat er sein Leben auf Erfolg ausgerichtet. Sieben Jahre hat er sich ein Leben aufgebaut, von dem er glaubt, dass dies genau das ist, was er will und was er braucht. Doch Probleme in Düsseldorf und ein Anruf seiner Schwester Carla lassen Rico Steiner nach Südfrankreich aufbrechen. Nach sieben Jahren begibt er sich auf die Suche nach seinem verschollenen Vater, begegnet seiner Jugendliebe Sandrine, verbringt Zeit mit seinem ehemals besten Freund Bertrand, der im Rollstuhl hockt und an dessen Situation sich Rico die Schuld gibt. Und dann ist da noch Perdu, die Band, die aus vier Mitgliedern bestand, deren Musik sie verband, auch wenn sie einfach nicht recht zueinander passen wollten. Er macht eine Reise in die Vergangenheit, die ihn für seine Gegenwart geprägt hat. Seine Gegenwart - seine Freundin Heike - reist Rico in die "Vergangenheit" nach. Der Abstand von sieben Jahren lässt ihn seine Vergangenheit nochmal ganz anders betrachten. Und dieser Abstecher in die Vergangenheit lässt ihn einen neuen Blickwinkel auf seine Gegenwart werfen. "Vor uns lag mehr Zukunft, als wir ertragen konnten." Und dennoch wurden Entscheidungen getroffen, weil sie in der Vergangenheit richtig erschienen oder zur Rebellion eines Teenagers dazugehörten. Sie waren nicht langfristig, sondern verfolgten nur bestimmte Zwecke. So manches hat sich ergeben. Anderes war Teil des jugendlichen Leichtsinns. Dabei war die Kindheit und Jugend von Rico Steiner gar nicht so leicht. Von Deutschland nach Frankreich "umgepflanzt", konnte er weder seine Eltern noch die Franzosen verstehen. `Aller Anfang ist schwer.´ Für Rico war er wohl eher richtig mies und gipfelte in der Trennung seiner Eltern. Was ihm blieb, war seine Schwärmerei für die "unerreichbare" Sandrine und die Musik - Perdu. Die Band Perdu. Der Song Perdu, der auf der Straße lag - zusammengekehrter Müll aus Tragik, Rebellentum, intensiven Kram, den Rico zu einem Text zusammenfügt. Und dann, ja dann haben wir ja noch Ricos Familie sowie die Menschen, denen er in der Vergangenheit und in der Gegenwart begegnet. Menschen, die direkt und auch indirekt Einfluss auf seine Entscheidungen und Entwicklungen genommen haben. Es ist Ricos Vater, der von allen Figuren am meisten Eindruck bei mir hinterlässt, auch wenn er den größten Teil der Story (mal wieder) verschwunden ist. Rico bezeichnet ihn als Unikum unter Ja-Sagern, ein unverwechselbarer Mensch, der seinen Weg gegangen ist - auch wenn dieser einsam war, von Aussenstehenden milde belächelt. ♣ Ein Zitat aus dem Buch ♣ Rico zu seinem Vater: "Die Dummen sind dermaßen in der Überzahl, dass ein Scheitern unausweichlich ist." Seine Antwort: "Ich kann nur leben, was mein Herz mir sagt. Alles andere ist Zeitverschwendung." ♣ Mein Fazit ♣ `Alles auf Null herunterzufahren.´ - Ein Ding der Unmöglichkeit in dieser schnelllebigen Zeit. Während wir im Alltag selten bis gar nicht den Ausstieg aus dem rasanten Trott schaffen, ist es ein Buch wie "Alles was zählt, ist Perdu", das die LeserInnen für ein paar angenehme Lesestunden innehalten, ein besinnlicheres Leben in Erwägung ziehen, nachdenken und vielleicht auch zustimmend nicken lässt. Gerade die erste Hälfte des Buch habe ich dauerschmunzelnd gelesen. Die fantastischen Beschreibungen des Autors in Verbindung mit meiner Liebe zu Südfrankreich hat mich in Erinnerungen schwelgen lassen und die Sehnsucht auf einen erneuten Aufenhalt geweckt. Mehrere Charaktere haben großen Eindruck hinterlassen und mich in meinem Denken bestärkt. Es geht nicht darum, ob wir für andere den richtigen Weg einschlagen, sondern ob es für uns der richtige Weg ist. Sowohl Setting wie auch die Story hatten durch den wundervollen Schreibstil, so ganz ohne Schnickschnack und Gefühlsduselei auskommend, sehr schnell 5 Sterne inne, auch wenn das Cover mich persönlich so gar nicht schwärmen lässt - Südfrankreich halt und wie man es assoziiert. Dabei ist da so viel mehr...in Südfrankreich und vor allem in dem Roman von Andreas Simon.

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