Andreas Sommer Herzschläge

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Inhaltsangabe zu „Herzschläge“ von Andreas Sommer

Eine Liebe, die nicht sein darf. Ein Schweizer Bergdorf, das von einer christlichen Sekte beherrscht wird. Eine muslimische Familie, die mehr Einfluss hat, als es den Bewohnern lieb ist. Das ist die Geschichte von Rhona und Julian. Beide müssen sie die Erwartungen ihrer Eltern erfüllen, beide haben sie eigene Träume. Doch sich gegen alles Bestehende aufzulehnen, erfordert Mut. Wem können sie vertrauen? Sommers neuer Roman ist eine aktuelle und zugleich zeitlose Parabel über die Liebe. Und wie diese es schaffen kann, Grenzen zu überwinden. Doch jedes Glück hat seinen Preis.

Humorvoll und interessant, wie hier Integrationsschwierigkeiten auf eine äußerst menschliche Gesellschaft hinweisen

— gst
gst

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    Herzschläge
    gst

    gst

    25. June 2013 um 13:46

    Ich bestellte mir dieses Buch, weil es mich an die Geschichte von 'Romeo und Julia auf dem Dorfe' erinnerte. Diese 1856 zum ersten Mal veröffentlichte und vor Jahrzehnten als Schullektüre gelesene Novelle von Gottfried Keller hat mich sehr beeindruckt. Ebenso wie mich jetzt die Lektüre dieses Romans beeindruckte. Der Leser wird sehr humorvoll in die Welt von Gauchflüh, einem kleinen Bergdorf in der Schweiz, eingeführt. Auf den ersten Seiten steht eine schwarz gekleidete Lehrerin im Mittelpunkt, die schon das halbe Dorf unterrichtet hat. Ganz im Gegensatz zu dem hervorgerufenen Klischee entpuppt sie sich als sehr einfühlsam. Wie sich später herausstellt, hat auch sie ihre kleinen Geheimnisse, die die Dorfbewohner nicht einmal erahnen und die sie sehr menschlich machen. Das Dorf wird von Christlichen Sektierern beherrscht, denen die neu zugezogenen türkische Familie, die natürlich dem muslimischen Glauben angehört, ein Dorn im Auge ist. Dumm nur, dass sich ausgerechnet der Sohn des Gemischtwarenhändlers in die Tochter des türkischen Geschäftmannes verliebt. Bei den Vätern stehen sich viele konkurrierende Interessen gegenüber, weshalb die Freundschaft der Kinder nur im geheimen blühen darf. Einzig die Lehrerin ahnt, was sich hier entwickelt und stellt sich voll hinter die Jugend, deren Liebe schweren Prüfungen ausgesetzt ist. Die festhaltenden Hände, die schon auf dem Titel erkennbar sind, wiederholen sich auch im Buchinneren. Sie trennen die drei Teile der fortschreitenden Liebesgeschichte auf sehr sympathische Weise voneinander. Was mir persönlich besonders gefiel, war die humorvolle Sichtweise des Autors auf die unterschiedlichen Charaktere. Es ist ihm gut gelungen, die Integrationsschwierigkeiten in eine fremde Gesellschaft herauszuarbeiten. In beiden Gemeinschaften haben die Frauen mehr Einfluss, als die Männer überhaupt ahnen... Auch an Spannung mangelt es auf den 400 Seiten dieses Buches nicht. HerzSchläge ist der dritte Roman von Andreas Sommer. Der 1956 geborene Autor lebt und schreibt in der Schweiz und Frankreich an seinen Werken, zu denen auch Theaterstücke und Drehbücher gehören. Es heißt, dass er die Farbe Blau liebt. Doch hier hat er eine bunte Farbpalette von weltlichen Geschichten geschaffen, die durch menschliches Sein im komödiantischen Drama zwischen Himmel und Erde entstanden sind. Gauchflüh und Gülveren gibt es überall, nicht nur in der Schweiz!

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  • Rezension zu "Herzschläge" von Andreas Sommer

    Herzschläge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2012 um 21:34

    Mit Herzschläge widmet sich der Autor Andreas Sommer einem brisanten wie aktuellem Thema. Integration, Immigration, Parallelgesellschaft heißen die politisch korrekten Schlagwörter die dem sachkundigen Leser dazu einfallen. Was liegt da nahe als einfach mal eine 'Hardcore Integration' in eine Buchgeschichte zu verpacken? Nette Idee an sich. Leider finde ich persönlich hapert es bei diesem Versuch hier gewaltig an der Umsetzung. Woran ich das festmache? Zunächst einmal konnte mich der Roman weder zu Beginn noch im weiteren Verlauf in irgendeiner Art fesseln. Gleich zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl eine Lektüre aus dem Deutsch GK zur Hand zu haben. Der Stil und auch der Aufbau erinnerten mich frappierend an Dürrenmatts Besuch der alten Dame. Mag Zufall sein aber wirkliche Spannung oder Tiefgang konnte ich auch im weiteren Verlauf des Buches nicht finden. Dann störten mich massiv die Klischees mit denen jeder Versuch sich authentisch und realistisch mit dem Thema Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Rolle in der Gesellschaft auseinanderzusetzen kaputtgeschrieben wurde. Die Personen waren auch nicht so prägnant als das ich sie in irgendeiner Weise sympathisch finden konnte, was schluss endlich dazu führte das sie den Roman auch nicht mehr retten konnten in meinen Augen. FAZIT: Mich konnte der Roman in keiner Weise überzeugen und ich finde das Thema hat eine wesentlich tiefsinnigere Beschäftigung verdient. Leider nur zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Herzschläge" von Andreas Sommer

    Herzschläge
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    29. May 2012 um 21:31

    Mit schwerem Herzen komme ich am Ende des Buches zu dem Ergebnis: Das war nix. Leider, denn streckenweise konnten Rhona, Julian, Res und Frau Simmen durchaus begeistern, aber eben nur auf der Kurzstrecke. Auf der Langstrecke bleibt eine mäßig witzige, etwas fade Geschichte, deren sicherlich als Stilmittel eingesetzter Rassismus in jegliche Richtung mich einfach nur erbost und genervt hat. Naiv und kleinbürgerlich, wenig gewandt und trocken wird diese Geschichte erzählt und leider wird sie von Seite zu Seite skurriler, um letztlich in einem hanebüchenen Ende zu gipfeln. Ich bin in der Regel durchaus offen für stilistische Experimente, für Bücher der anderen Art, für etwas sperrige Geschichten und ja auch für das Skurrile, hier paßte es aber eben für mich leider überhaupt nicht und war ich auf den ersten Seiten noch irgendwie bezaubert, war ich auf der Letzten einfach nur noch genervt und froh, das Machwerk beendet zu haben. Schade, aber das war so wenig, daß was ich mir erhofft hatte, das es auch für den Autor bei mir keinen zweiten Versuch geben wird.

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  • Rezension zu "Herzschläge" von Andreas Sommer

    Herzschläge
    sabatayn76

    sabatayn76

    13. May 2012 um 10:53

    'Gauchflüh ist ein Gottesstaat im Kleinen.' Inhalt: Klara Simmen arbeitet als Lehrerin in Gauchflüh, einem Dorf im Emmental. Sie genießt großen Respekt, wird von allen im Dorf anerkannt und stellt sich immer wieder neuen Herausforderungen. Ihr neuestes 'Projekt' ist Julian, der im Alter von 13 Jahren in ihre Klasse kam und als schwieriger Junge bekannt war. Er stammt aus einer sehr religiösen Familie, Anhängern einer christlichen Sekte, die ganz Gauchflüh beherrscht. Julian entwickelt sich durch Klaras Einfluss zu einem guten Schüler und zeigt positive Verhaltensänderungen. Jahre später zieht die muslimische Familie Chalid ins Dorf und stößt überall auf Ablehnung. Besonders die Tochter Rhona leidet unter den Schikanen der Mitschüler, doch findet in Julian schließlich einen engen Freund und später die große Liebe. Mein Eindruck: 'HerzSchläge' liest sich flüssig, wirkt sprachlich aber oft gestelzt und gekünstelt, dann wieder sehr umgangssprachlich. Meiner Meinung nach ist es dem Autor sehr gut gelungen, die Situation im Dorf wiederzugeben. Das Mobbing, das die Familie (und besonders Rhona) erfährt, wurde sehr glaubwürdig beschrieben, die Gefühle der Protagonisten anschaulich und überzeugend geschildert. Gut fand ich auch die Darstellung der verschiedenen Überzeugungen und religiösen Ansichten - hier wird sehr gut deutlich, wie vorurteilsgeprägt beide Seiten sind, wie intolerant man gegen Fremde, Andersgläubige ist, wie wenig Positives man der Gegenseite zugesteht. Diese Aspekte des Buches haben mir sehr gut gefallen, auch wenn der Mittelteil des Buches recht langatmig war und mir das Ende überhaupt nicht zugesagt hat. Mein Resümee: Gesellschaftlich relevanter Inhalt mit einigen Längen und vielen offenen Fragen.

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  • Rezension zu "Herzschläge" von Andreas Sommer

    Herzschläge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. May 2012 um 07:19

    *Gott, Allah und die Liebe* Das beschauliche Leben in dem Schweizer Bergdorf Gauchflüh, das von einer christlichen Sekte bestimmt wird, gerät in helle Aufregung, als sich eine Familie muslimischen Glaubens im Ort niederlässt. Und dann verliebt sich auch noch Julian, der Sohn des Sektenratmitglieds und angesehenen Kaufmanns, in Rhona, die Tochter des einflussreichen muslimischen Geschäftsmannes. Ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt und erscheint bei all den verbohrten und glaubenstreuen Köpfen chancenlos, wäre da nicht Lehrerin Klara, das Urgestein des Dorfes, das geschickt die Fäden zieht ... In seinem Roman "Herzschläge" greift Andreas Sommer auf nachdrückliche und zugleich humorvolle Art und Weise ein aktuelles, brisantes Thema auf. Ein Chronist erzählt die Geschichte zweier junger Liebender, die, da sie unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören, gegen Fanatismus, Argwohn und Intrigen zwischen den Fronten der einzelnen Dorfbewohner kämpfen müssen, wobei sie zum Glück immer wieder Hilfe und Unterstützung vom starken weiblichen Geschlecht erfahren. Der Autor stellt das Aufeinandertreffen von Christentum und Islam und die sich daraus ergebenen Probleme eindringlich, wenn auch größtenteils satirisch dar. Er übt Gesellschaftskritik, hält dem Leser den Spiegel der Wirklichkeit vor Augen, ohne zu urteilen oder zu richten, denn schlussendlich ist jeder vor dem Herrn, egal ob dieser nun Gott oder Allah heißt, gleich. Die Figuren sind durchwegs sympathisch und wecken Interesse und Teilnahme an ihrem Schicksal. Allerdings bietet die Handlung, die einem modernen Märchen gleicht, nur wenige Überraschungen, weist einige Längen auf und entwickelt sich meiner Meinung nach im Verlauf zunehmend zu einer Persiflage, an der ich auf den letzten Seiten leider kaum Gefallen finden konnte. "Herzschläge" liest sich leicht und vermag sicherlich zu unterhalten, wenn man sich trotz des ernsthaften Hintergrunds auf den ganz speziellen Humor, durch den an manchen Stellen die Glaubwürdigkeit verloren geht, einlassen kann.

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