Andreas Steinhöfel Anders

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Inhaltsangabe zu „Anders“ von Andreas Steinhöfel

*** Jetzt im Taschenbuch: der neue Roman von Bestsellerautor Andreas Steinhöfel *** Felix, das heißt der Glückliche! Um seinem Sohn zu dessen 11. Geburtstag Glück zu wünschen, befestigt der Vater zwei Deko-Einsen an der Decke. Pech für Felix: Eine davon fällt ihm auf den Kopf. Er taumelt hinaus – und gerät seiner Mutter vors Auto. Als er nach 263 Tagen aus dem Koma erwacht, ist er – anders. Und will ab sofort auch so genannt werden. Als Anders hat Felix neue Eigenschaften. Doch keine Erinnerung, was vor seinem Unfall los war. Und es gibt einen Menschen, der alles dafür tun würde, dass das auch so bleibt …

Ein sehr tiefgehendes Buch, dass einen dazu bringt, die Dinge aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Mein absolutes Lieblings Buch

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  • Konnte mich leider nicht überzeugen

    Anders
    Mareia

    Mareia

    17. July 2017 um 22:21

    Mit Anders hatte ich ähnliche Probleme, wie mit Artemis. Auch hier Handel das Buch von einem recht schwierigem Charakter, wenn auch auf einer anderen Ebene. Anders, der früher Felix hieß, kann sich nach seinem Unfall an nichts mehr erinnern, was ihn oder sein früheres Leben betrifft. Das stelle ich mir persönlich schon sehr kritisch vor, wenn man in einem Haus lebt, dass man nicht kennt, zusammen mit "Eltern", die man nicht kennt, in einem Leben, dass man nicht kennt… Und so halte ich es für absolut nachvollziehbar, dass Anders kein ganz einfacher Zeitgenosse ist. Zumal da noch der Aspekt dazu kommt, dass er mit einem mal Auren (oder zumindest etwas Vergleichbares) sehen kann. Da er an sich ein netter Junge ist, versucht er seine Mitmenschen dann auf evtl. Krankheiten oder dergleichen aufmerksam zu machen, die sie selbst noch gar nicht bemerkt haben. Doch anstatt sich zu freuen, ängstigen sie sich vor ihm. Das alles macht die Entwicklung für den Jungen, in sein altes Leben zurückzufinden natürlich keines Wegs einfacher.Andreas Steinhöfel schafft es hier den Leser häufig genauso im Unklaren über die Geschehnisse zu lassen, wie sich ein Charakter in der Geschichte fühlen mag. Das interessante ist, dass das Buch (fast?) ausschließlich aus Sicht anderer Figuren, als Anders geschrieben ist, wodurch seine eigentlichen Gedanken, Gefühle und Beweggründe dem Leser vollends verschlossen bleiben. Allerdings konnte ich mich deshalb auch wieder nicht wirklich mit ihm und seinen Eskapaden anfreunden. Mir ist bewusst, dass Anders ein hochphilosophisches und auch tiefes Buch ist und es ist wirklich spannend, immer wieder Nachrichten zwischen den Zeilen zu suchen, allerdings konnte das mir die Probleme, die ich mit diversen Charakteren hatte, nicht nehmen.FazitEs ist durchaus berechtigt, dieses Buch hoch zu loben! Aus literarischer Sicht ist Anders an vielen Stellen gerade zu genial umgesetzt. Dennoch konnte ich die Lesezeit nicht mit allzu viel Unterhaltung verbringen, was durchaus schade ist…

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  • Anders

    Anders
    leniks

    leniks

    19. January 2017 um 23:11

    Dieses Hörspiel habe ich wahrscheinlich schon einmal gehört, es mir aber nicht notiert. Wunderbar erzählt als Hörspiel vom WDR aufgenommen. Anderes ist eigentlich Felix, welcher durch einen Unfall nicht mehr der gleiche ist. Aber warum. Die Geschichte ist mit viel Liebe geschrieben, aber auch gut als Hörspiel umgesetzt worden. Es umfasst 16 Titel n 77 Minuten. Von mir bekommt das Hörspiel drei Sterne plus.

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  • eine Mischung aus Krimi und Märchen in wunderbar poetischer Sprache

    Anders
    Karin1970

    Karin1970

    „Anders“ ist ein Kinder- und Jugendbuch von Andreas Steinhöfel und im Königskinder Verlag erschienen. Für den 11jährigen Felix Winter sind nach dem Unfall 263 Tage vergangen in denen er im Koma lag. Dann plötzlich erwacht er und kehrt zurück ins Leben, aber er hat keinerlei Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst. Er erinnert sich auch nicht an seine Eltern und Freunde. Von nun an nennt er sich „Anders“, da er sich nicht mehr wie ein Felix fühlt. Und es gibt ein dunkles Geheimnis. War jemand Schuld am Unfall des Jungen? Zentral geht es um das Verhältnis von Eltern und Kind, dem Loslassen und den Umgang im sozialen Leben. Steinhöfel nimmt hier besonders die sogenannten „Helicopter-Eltern“ aufs Korn und beschreibt das Überbehüten der Kinder. Doch nachdem sich Felix in „Anders“ unbenannt hat, legt er auch sein altes Leben ab. Er macht nächtliche Streifzüge, balanciert auf Brückengeländern, klettert auf Bäume und schließt seine Mutter aus. Der neue Junge ist eigentümlich und sehr geradeaus zu seinen Mitmenschen. Auf den Kopf zu teilt er ihnen unaufgefordert mit unter welchen Krankheiten sie leiden. Und er hat ein ganz eigenes Gespür für Farben entwickelt: „Du leuchtest, sagte Felix, Ich leuchte? Ein gleichgültiges Nicken. Blau. Ich leuchte blau? Noch ein Nicken. Du meinst - von innen heraus? Wie eine Glühbirne? Nein. Außen herum.“ Dem Autor ist eine Mischung aus Krimi und Märchen in wunderbar poetischer Sprache gelungen. Mit Sätzen wie „Aber es tut gut, mal wieder mit einem Kind zu tun zu haben. Ich hatte ganz vergessen, wie hell ihr seid. Das Licht im Dunkel der Welt.“ (Seite 150), hat mich Andreas Steinhöfel sofort gefangen genommen. Ganz banale Weisheiten des Alltages versteht der Autor in wunderbare Sätze zu packen, so das sie nicht gepredigt wirken, sondern ganz einleuchtend vermittelt werden. Die Sprache, die er dabei wählt ist ausgesprochen klar, das Buch liest sich dadurch wunderbar flüssig. Trauen wir doch unseren Kindern zu, dass sie diese Sprache verstehen, denn sie haben viel mehr Fantasie wie wir Erwachsenen. Trotz der Ruhe, mit der dieser Roman erzählt wird, ist es eine spannende Geschichte. Diese dunkle Geheimnis um Felix schwirrt die ganze Zeit vor unserem Auge. Die Protagonisten sind detailreich ausgearbeitet. Ganz nebenbei lernen wir sie kennen und erkennen schon nach kurzer Zeit die Schwächen, die sie ausmachen. Ich bin ein großer Fan des Autoren. Mit seiner Buchreihe um „Rico und Oscar“ hat Steinhöfel schon bewiesen, dass er ein großer Erzähler und Beobachter ist und hat viele verschiedene Auszeichnungen bekommen. 2013 wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 für das Gesamtwerk als Autor ausgezeichnet. Der Königskinder Verlag macht wunderschöne Cover. Goldene Schriftzüge, Lesebändchen und Illustrationen runden das Buch ab. Auch in „Anders“ ist wieder Peter Schössow für die Illustrationen verantwortlich. Fazit Ein wunderbares Buch für jede Altersklasse, das zum Denken anregt. Wer etwas andere Geschichten mag, nicht mit den Konventionen geht und poetische Sätze schätzt, dem lege ich dieses Buch ans Herz.

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    • 3
    Nepomurks

    Nepomurks

    24. March 2016 um 18:03
  • Über unerwartete Wendungen des Lebens - auch schon in jungen Jahren

    Anders
    Eternity

    Eternity

    23. January 2016 um 21:08

    Ich bin mir nicht so sicher, ob ich die Geschichte zwischenzeitlich verstanden habe! :-S Es geht um Felix, der eine lange Zeit nach einem Unfall im Koma lag und dann völlig überraschend erwacht. Doch sein Gedächtnis leidet unter den Unfallfolgen. Durch diese Amnesie lernt er sein Leben neu kennen, seine Familie, sein Zuhause, seine Freunde, die Schule und sein Umfeld. Felix ist nun anders. Er weiß nichts mehr und doch weiß er manchmal mehr, als jeder andere. Denn er sieht Farben um seine Mitmenschen herum (Auren!?) und erkennt körperliche und seelische Schmerzen.  Ob ich die Geschichte als phantastische Erzählung einstufen soll oder nicht, blieb mir bis zuletzt unklar. Denn Anfang und besonders das Ende sind sehr realistisch erzählt. Leider wurde ich mit dem Buch so gar nicht warm und fand die Geschichte eher verwunderlich und seltsam. Schade!

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  • Anders - Andreas Steinhöfel

    Anders
    BinavanBook

    BinavanBook

    18. November 2015 um 13:37

    Klappentext Ein goldenes Wort, ein schwarzer Engel, ein geflüstertes Geheimnis. Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt der Winterjunge im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt Felix Winter zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst … und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt. Autor Andreas Steinhöfen erhielt im Oktober 2013 für sein vorläufiges Gesamtwerk den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Zu seinen bekanntesten Werken zählen >>Die Mitte der Welt<< und die >>Rico und Oskar<< Bücher, zu seinem bekanntesten Auszeichnungen der Deutschen Jugendliteraturpreis und der Erich-Kästner-Preis. >>Anders<< ist sein erstes Buch als Königskind. Der erste Satz Felix bedeutet der Glückliche. Meine Meinung Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, leider war es das dann auch. Zwischendrin haben die Kapitel sehr viele längen, die mich langweilten. Mit den Protagonisten bin ich gar nicht warm geworden. Der Schluss des Buches ist komisch, aber der soll wahrscheinlich so sein.

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  • Dieses Buch ist "Anders"

    Anders
    black_horse

    black_horse

    25. June 2015 um 23:04

    Ich habe dieses Buch gelesen, um herauszufinden, ob es eine gute Lektüre für gemeinsame Lesestunden mit meinem Sohn wäre. Und ich muss sagen: Nein, das ist es wohl nicht. Es ist ein sehr anspruchsvolles Buch, das wohl noch zu komplex in Handlung und Ausdruck ist. Oder doch nicht? In dieser Hinsicht lässt mich das Buch etwas ratlos zurück. Es ist aber auf jeden Fall ein sehr gutes Buch auch für Erwachsene. Der Protagonist Felix ist 11 Jahre alt, als er ins Koma fällt und neun Monate später als ein Anderer erwacht. Er kann sich nicht mehr an Felix erinnern und ist nun "Anders" im wahrsten Sinne des Wortes. Mit besonderen Fähigkeiten. Und er spürt, dass es vor seinem Unfall ein dunkles Geheimnis gab (wobei mir schon sehr früh klar war, welches das ist). Die Idee des Buches ist wirklich gut, ebenso wie der Handlungsfluss. Aber die Sprache ist teilweise sehr philosophisch und mystisch. Es bleiben viele Fragen offen. Ich denke, dass es für junge Leser sehr schwierig ist - das war es teilweise auch für mich - die Feinheiten des Buches zu entschlüsseln. Da ist es sicher stark Geschmackssache, inwieweit man dieses Werk mag.

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  • Felix, Anders und die Überzuckerung

    Anders
    franzzi

    franzzi

    Anders. Anders heißt Felix Winter. Am Anfang von Andreas Steinhöfels Geschichte. Da ist er elf, ziemlich langweilig, wenn man den Nachbarn, der Lehrerin, den Klassenkameraden glauben darf. Er hat eine Helikoptermutter und einen distanzierten Vater, wenn man der Geschichte glauben darf. Er ist Teil einer Drei-Mann-Jungs-Clique, um Teil von irgendwas zu sein, wie es scheint. Aber all das, was wir von Felix wissen, wissen wir nur aus der Rückschau. Denn Felix hat zu Beginn des Romans einen Unfall, er liegt monatelang im Koma, keiner weiß, was mit ihm wird. Als er plötzlich aufwacht, scheint er gesund zu sein, doch irgendwie ist er, ja genau: anders. So will Felix denn auch genannt werden, Anders. Er scheint das Gegenteil seines alten Selbst zu sein. Ein Anführertyp, einer, der auffällt, der sich nichts mehr sagen lässt. Von der Lehrerin nicht und von der Helikoptermutter, die ihn in ihre lang gehegten und festgezurrten Pläne zu drängen versucht, gleich gar nicht. Er scheint zudem eine Gabe zu haben: Er scheint in Menschen hineinsehen, ihre Gefühle erkennen und ihnen ihrerseits die seinen schicken zu können. Damit verschreckt er seine Umwelt, er macht alles anders. Er krempelt die Welt um sich herum um, schrottet in Schallgeschwindigkeit scheinbar beständige Beziehungs- und Sinngefüge. Doch nicht nur sein Umfeld fühlt sich damit unwohl, sondern auch Felixanders selbst. Steinhöfel, der Mann hinter "Rico, Oskar und die Tieferschatten", hat ein modernes Märchen geschrieben. Über das Anderssein, wie überraschend, über das aus den Schubladen ragen, über das Unerklärliche. Darüber, wie viele Ichs wir in uns haben - und wie wenige davon wir ausleben, aus Rücksicht, aus Feigheit, aus allem möglichen, was uns in der täglichen Sozialisation halt so zurechtschleift. Er verknüpft seine halbreale Felixanders-Parabel mit den alten Mythen und Märchen der kleinen Stadt an der Lahn, an der sein Roman spielt. Steinhöfel erzählt von Nixen und Sagen, von den Geschichten, die vom früheren Anderssein als Volksweise herübergerettet wurden. Und er erzählt von der Suche nach dem Platz im Leben, nach dem wir von Kind auf unbewusst suchen, von Freundschaft im Großen wie im Kleinen. Von Schuld und Sühne, irgendwie. Doch für meinen Geschmack ist es von allem too much. Die Charaktere zu Karikaturen vereinfacht, die Geschichte mit Märchenelementern überfrachtet, das Ende, die große Moral, völlig grotesk überzuckert für die sonst so sachlich erzählte Geschichte. Es hätte eine wundervoll kluge Geschichte werden können, doch dazu hätte sie selbst die Schubladen des ewig gleichen Erzählens wegschubsen müssen. Damit sie so klingt, wie das, was sie erzählen will: anders.

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    • 2
  • Rezension zu "Anders"

    Anders
    littleowl

    littleowl

    Inhalt: Als Felix an seinem elften Geburstag von der Schule nachhause kommt, bastelt sein Vater gerade auf dem Dach an seiner Geburtstagsüberraschung. Die geht gründlich nach hinten los, eine der schweren Glühbirnen fällt vom Dach und trifft Felix am Kopf. Und als er benebelt in die Garageneinfahrt taumelt, wird er auch noch von seiner Mutter mit dem Auto angefahren. Nach diesem Unfall liegt Felix 263 Tage im Koma, exakt die Anzahl der Tage, die seine Mutter mit ihm schwanger war. Nachdem er völlig überraschend ins Leben zurückgekehrt ist, ist nichts mehr, wie es einmal war. Felix leidet unter einem kompletten Gedächtnisverlust und auch seine Persönlichkeit ist völlig verändert. Entsprechend möchte er von nun an nicht mehr Felix genannt werden, sondern Anders. Schreibstil: Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass dieser Roman so gar nicht das ist, was ich erwartet hatte. Der Stil ist sehr sachlich – distanziert, eher untypisch für ein Jugendbuch. Im Grunde stört mich diese kunstvolle gehobene Sprache nicht, nur passt sie so gar nicht zur Geschichte. Der nüchterne Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht, mich in die Figuren einzufühlen und mich mit ihnen zu identifizieren. Einzig die Dialoge sind natürlich und gut gelungen. Handlung: Die Geschichte selbst ist einfach nur schräg. Ich könnte den Roman spontan in kein Genre einordnen, nicht einmal das eigentliche Thema zusammenfassen. Was nach dem Unfall mit Felix passiert, wird nie in irgendeiner Weise erklärt, sondern einfach hingenommen. Auch Anders „Fähigkeiten“ werden nur vage umschrieben, aber nicht erklärt. Außerdem gibt es nicht wirklich einen Spannungsaufbau, die Handlung plätschert eher so vor sich hin. Charaktere: Es gibt doch diese Horrorfilme mit Kindern, die zwar süß aussehen, aber dann anfangen, sich total schräg zu verhalten und am Ende stellt sich heraus, dass sie von Dämonen besessen sind oder so. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht die Absicht des Autors war, aber an diese Filme musste ich beim Lesen öfter mal denken. Ich fand Anders wirklich gruselig, obwohl ich rückblickend nicht einmal genau sagen könnte, was an ihm mir so Angst gemacht hat. Wahrscheinlich diese extreme Distanziertheit. So war ich natürlich weit davon entfernt, seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen zu können. Eigentlich bin ich beim Lesen nur mit zwei Figuren wirklich warm geworden. Ben ist so eine Art Freund für Anders, obwohl er selbst ein bisschen Angst vor ihm hat. Er wird von seinen Eltern ziemlich überbehütet, ist aber sehr sympathisch und verhält sich einfach wie ein normaler Junge in dem Alter. Außerdem ans Herz gewachsen ist mir Eckhard Stack, Anders‘ ehemaliger Nachhilfelehrer. Er hat ein wirklich tragisches Schicksal und wird von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen, obwohl er eigentlich total liebenswert ist. Alle anderen Figuren bleiben blass und sind letztendlich nur um Anders herum angeordnete Statisten. Fazit: Was an diesem Roman genial sein soll, hat sich mir leider nicht erschlossen.

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    • 3
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • "Ich heiße nicht mehr Felix. Ich heiße Anders."

    Anders
    Librera

    Librera

    18. February 2015 um 15:51

    Felix ist ein ganz normaler Junge, er lebt zusammen mit seinen Eltern, wohlbehütet. In der Schule ist er kein Spitzenschüler, gutes Mittelmaß, einzig seine Freunde hätte er sich wohl besser aussuchen können. Betrübt geht Felix eines Tages von der Schule früher nach Hause, an seinem Geburtstag. Da ereilt ihn das Schicksal, ihm fällt eine Geburtstagsüberraschung seines Vaters auf den Kopf, kurz darauf fährt ihn seine Mama mit dem Familienauto auch noch an. Und Felix liegt im Koma. Nachdem er wieder zu sich kommt, ist er anders. Nicht mehr wie der Felix, den seine Eltern kannten. Er kann sich an nichts mehr erinnern, nicht mehr an sich, nicht an seine Eltern, seine Freunde. Sein Leben beginnt neu. Vorerst. Als hätte sein Unterbewusstsein ein schlechtes Gewissen, freundet er sich ausgerechnet mit seinem ehemaligen Mathenachhilfelehrer an, der von der Gemeinde ausgeschlossen wurde. Er besaß einen Hühnerhof, der eines Tages abgebrannt ist. Die Polizei und Gemeinde gingen davon aus, dass er sie selbst entzündet hätte, um eine Versicherungssumme zu erhalten. Einzig "Anders" spricht mit ihm, schließt ihn nicht aus, bringt sogar seinen eigenen Vater dazu, wieder mit dem Ausgeschlossenen zu reden. Der Klappentext zu "Anders" versprach mir etwas anderes, als ich bekommen habe. Leider entwickelte sich dieses Buch eher in eine Art "Böser-Schuljungen-Streich"-Krimi, als zu dem, was ich erwartete. Vielleicht hatte ich selbst aber auch einfach falsche Erwartungen. Sowohl Anders, als auch die anderen Personen, konnten sich nicht in mein Herz schleichen, seine Mutter fand ich äußerst anstrengend. Lediglich der Vaters von Felix, als auch einen seiner beiden Freunde entwickelten sich für mich als Sympathieträger im Buch. Trotzdem vergebe ich 3 Sterne. Warum? Weil es natürlich kein Reinfall war, es zu lesen! Gerade Jungs in dem Alter, die viele Flausen im Kopf haben, täte dieses Buch wirklich gut.

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  • Dieses Buch ist anders in seiner Unangepasstheit

    Anders
    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieser tiefgründige Roman ist toll aufgemacht und kann nicht nur durch seinen ungewöhnlichen Inhalt, sondern auch die stimmungsvollen Illustrationen von Peter Schössow überzeugen. Diese unterstützen die besondere Atmosphäre des Buches auf wunderbare Weise. Jedes Kapitel beginnt mit einer solchen Zeichnung und leitet damit in einen neuen Abschnitt des Lebens von Anders ein, genauer gesagt in Lebensabschnitte, nachdem der Junge mehr als 200 Tage im Koma lag, sich den neuen Namen “Anders” ausgewählt und auch von seiner Persönlichkeit her einen kompletten Wandel durchlebt hat. Andreas Steinhöfel stellt bei diesem Jugendroman unter Beweis, dass er sprachlich gekonnt über eine tragische Situation in einem Leben erzählen kann. Anders ist nach seinem Koma – wie sein Name schon verrät – völlig verrändert. Ihn umgibt etwas nahezu Mystisches! Der Autor erschafft mit seinem Erzählstil und der ganz eigenen Charakterisierung des Anders eine Stimmung, die unter die Haut geht. Dabei ist dieses Buch so außergewöhnlich, dass man es mit Worten kaum beschreiben kann. Es ist kein Buch, das man einfach mag oder gern hat, sondern es rüttelt am Leser, bringt ihn zum Nachdenken und lässt ihn nicht mehr los. Teils ist es sehr düster und immer erreicht einen der Autor mit dieser Spannung! Was mich außerdem an “Anders” überzeugt hat, ist, dass es keiner dieser typischen Schicksalsromane ist. Wie es den Eltern und der Familie von Anders nach dessen Unfall und Koma ergeht, wird zwar angerissen, aber nicht in aller Detailliertheit ausgekostet und beschrieben. Vielmehr geht Andreas Steinhöfel auf die Veränderungen ein, die ein solcher Schaden des Körpers für die Persönlichkeit des Menschen bedeuten kann, die davon betroffen ist. Das alles geschieht ohne auf die Tränendrüse zu drücken – teilweise nahezu distanziert -, die Emotionen seiner Leser erreicht der Autor auf viel tieferer Ebene! Ihr seht, ich bin begeistert und irgendwie auch sprachlos, wenn es darum geht zu erklären, weshalb genau dieses Buch so gut ist! Mich hat es in seiner Unangepasstheit überzeugt!

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    • 4
  • Leo Löwchen 14J. Rezi zu "Anders"

    Anders
    LeoLoewchen

    LeoLoewchen

    Ein Unfall… 263 Tage später… Anders… Heute habe ich für euch das Buch “Anders” von Andreas Steinhöfel aus dem Königskinder Verlag.   Dieser eine Tag stellte sein komplettes Leben auf dem Kopf. Dieser eine Tag, an den er sich nicht mehr erinnern kann. Dieser eine Tag, der ihn zu einem anderen Menschen machte. Nach seinem Unfall liegt Felix Winter 263 Tage im Koma. …seine Mutter war damals 263 Tage mit ihm schwanger… 263 ist eine Primzahl… Primzahlen haben noch nie etwas Gutes bedeutet… Als Felix eines Tages wie ein Wunder doch noch aufwacht, ist alles anders. Er ist „Anders“. Im wahrsten Sinne des Wortes. Von nun an ist er nicht mehr Felix Winter sondern nur noch… „Anders“. Ohne Erinnerungen an sein Leben als Felix oder den Unfall. Und das nicht ohne Grund…     Auf mich wirkt dieses Buch irgendwie mysteriös. Der Schreibstil ist einerseits so intelligent und andererseits so gewöhnlich. Auch die Aufmachung des Buches mit den wirklich passenden Illustrationen hat mir sehr gut gefallen und macht dieses Buch zu etwas Außergewöhnlichem. Ich war mir lange nicht sicher, ob es etwas Außergewöhnliches ist, dass einen tieferen Sinn verfolgt, oder ob es ein normales Jugendbuch sein soll. Mittlerweile denke ich eher, dass es ein Jugendbuch ist, dass aus der Masse heraussticht. Die Geschichte ist zwar nichts, dass noch nie da gewesen ist, doch gefällt mir ihre Aufmachung. Alleine die Situation mit den Primzahlen hat mich beeindruckt und mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet. Trotzdem waren einige Passagen wirklich zäh und nicht gerade spannend. Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt. Es ist so minimalistisch und gleichzeitig so aussagekräftig. Für mich ein besonderes Buch, das einige zähe Passagen aber auch eine gute Geschichte zu bieten hat.   Ich vergebe 4 von 5 Löwchens!   Das war es dann von mir! Viele Grüße Eure Leo Löwchen

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    • 3
  • Der Winterjunge

    Anders
    progue

    progue

    02. January 2015 um 18:14

    Stell dir vor, du hast den kommenden Tag Geburtstag, deinen 11. und du kommst nach Hause und wirst von einer Eins (einer der beiden Einsen, die eine Elf darstellen sollen) gestreift, die vom Dach fällt, wo dein Vater sitzt und sie befestigen wollte. Für dich, für deinen Geburtstag. Und die Eins ist verdammt schwer, also taumelst du weiter zur Garageneinfahrt, in welche just in diesem Moment deine Mutter einbiegt - ein bisschen zu hastig vielleicht, jedenfalls viel zu schnell, um noch zu reagieren und dann ... ist es passiert. Du liegst im Koma. 263 Tage lang, genau so lange, wie deine Mutter mit dir schwanger war. Und als du aufwachst ... als du aufwachst, ist alles anders. Du kannst dich an nichts mehr erinnern, nicht wer du bist, wer du warst, was passiert ist, wer diese Leute sind, die sich deine Eltern nennen. Stattdessen bist du auf gewisse Art klarsichtiger, besitzt zu viel von allem: von Empathie, von Scharfsinnigkeit, von innerer Wahrheit. Genau das ist Felix passiert. Felix, der sich gar nicht mehr glücklich fühlt und sich jetzt anders nennt, nur mit Großbuchstaben. Denn das ist er, tief in sich und auch äußerlich. Er besitzt jetzt Fähigkeiten, die vorher nicht da waren, und die seiner Umgebung Angst machen, obwohl er niemandem Angst machen möchte. Und dann ist da noch das Geheimnis, das nicht nur in seinem Inneren schlummert, sondern auch auf der Festplatte seines Computers; ein Geheimnis, von dem es besser wäre, es käme nie ans Licht. Glaubt jemand anders, nicht Felix, der sich Anders nennt. Wie sollen sie jetzt mit ihm umgehen? Seine Lehrerin, die versucht, für die Kinder in ihrer Schule da zu sein, seine Eltern, die Lavendelgekleidete, und sein Vater, der langsam entdeckt, dass er ein Rückgrat besitzt. Oder seine beiden ehemals besten Freunde. Stack, der alte Mann, der ihm v.d.U. - vor dem Unfall -, Nachhilfe gegeben hat. Sie alle verbindet ein Band, unsichtbar, ungesehen, und doch so straff gespannt, dass es vibriert. Vibrieren, nachhallen tut auch dieses Buch. Relativ kurz, wie es ist, nimmt es doch mit auf einen Trip, der so ungewöhnlich wie faszinierend ist. Die Sprache ist so klar wie der Himmel an einem klirrend kalten Wintertag - und auch fast so distanziert. Man meint teilweise die Atemwölkchen über der Geschichte beobachten zu können, obwohl es Sommer ist, später Herbst, kein Vergleich mit wahrer Kälte. Die Protagonisten sind gleichzeitig da und nicht da, Schattenrisse vor einer Kulisse, die ganz und gar ihnen gehört. Einerseits kaum beschrieben, andererseits so deutlich vor einem stehend, dass man meint, ihre Stimmen zu hören: im Kopf, in der Realität, obwohl ... Was ist Realität hier? Manchmal weiß man es ist. Und das ist gut so. Fazit: Ein Buch, das seinem Titel mehr als gerecht wird.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Der Junge mit dem pechschwarzen Haar

    Anders
    steffchen3010

    steffchen3010

    22. December 2014 um 11:25

    “Ein goldenes Wort, ein schwarzer Engel, ein geflüstertes Geheimnis.” Zitat, Seite 103 Felix Winter ist elf Jahre alt, als er bei einem unglücklichen Unfall von seiner Mutter mit dem Auto erfasst wird. Er fällt für 263 Tage in ein Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter mit ihm schwanger war. Zufall oder schlechtes Karma? Eines Sommertages geschieht ein Wunder und Felix erwacht aus dem Koma. Der Winterjunge, den die Leute im Krankenhaus aufgrund seiner hellen Haut, dem pechschwarzen Haar und denn kirschroten Lippen liebevoll Schneewittchen nennen, kehrt ins Leben zurück. Die Ärzte diagnostizieren retrograde Amnesie. Während Felix’ Verstand klar wirkt, scheint seine Erinnerung an die letzten elf Jahre wie ausgelöscht. Der Junge wirkt verändert, ist selbstbewusster und souveräner. Der überfürsorglichen teilweise elitären Erziehung seiner Mutter begegnet er fortan mit Rebellion. Täglich erfindet er sich seine Welt neu und nennt sich künftig Anders. “Ich heiße jetzt nicht mehr Felix, ich heiße Anders. Mit einem großen A. Wie Andersen, Sie wissen schon. Der mit dem Märchen von der kleinen Seejungfrau.” Zitat, Seite 82 Doch das veränderte Verhaltensmuster des Jungen irritiert die Menschen in seinem Umfeld. Anders ordnet ihnen fortan Farben zu, durchleuchtet sie und erkennt ihren Seelenballast. Seine offenen konfrontierenden Worte verängstigt sie. Und ehe sich Anders versieht, wird er zur Zielscheibe öffentlichen Ärgernisses. “Ich hab dich lieb”, sagt André zu seinem Sohn. “schon immer für immer.” Zitat, Seite 96 Doch die Veränderung des Jungen scheint einen tiefergehenden Hintergrund zu haben. Anders wahrt ein schreckliches Geheimnis, dessen Offenbarung schlimme Folgen hat. Und jemandem scheint viel daran zu liegen, dass es für immer im Dunkeln bleibt. “Fast jeder Mensch, da machte sie selber bestimmt keine Ausnahme, war in irgendwelche Zwänge eingebunden, wurde von inneren und äußeren Einflüssen bestimmt, die sich seinem Willen und seinem Zutun entzogen. Aber wer zwischen vollmundig und malzig lebte, der lebte unmöglich wirklich.” Zitat, Seite 167 Andreas Steinhöfel entführt uns in eine Welt voller Farben. Es ist die Welt des Winterjungen Felix oder vielmehr Anders, der nach einem 263-tägigen Koma mit einer neuen Persönlichkeit das Licht der Welt erblickt, unangepasst und eigentbrötlerisch. Steinhöfels Geschichte ist erfrischend anders. Mit einer distanzierten Betrachtungsweise gibt er uns den Blick auf ein Familiendrama frei, das tief verwurzelt ist. Er präsentiert es dem Leser auf ungewöhnlich unsentimentale Weise, nährt die Geschichte mit Emotionen und Farben und tränkt sie gelegentlich mit einem Hauch von Poesie. Eine düstere Poesie, die teilweise für mystische und unheimliche Klänge sorgt, dem Roman aber eine sehr melodisch atmosphärische Untermalung schenkt. “Er schlug das Album auf. Erinnerungen sprangen ihn an, denen er spielend eine Farbe hätte zuordnen können, ein warmes, abgetöntes Nussbraun, das süße Stille versprach, aber er wusste, das war ein trügerisches Versprechen. Die Farbe flüsterte und lockte mit dem einzigen Ziel, sich über sein Denken und Fühlen zu legen wie Mehltau, es würde Tage dauern, eher Wochen sogar, sich davon zu befreien.” Zitat, Seite 144 Der Roman, der im Kinder- und Jugendbuchgenre angesiedelt ist, bedient sich einem sehr dramatischem, teilweise metaphergetränkten Schreibstil, dessen Inhalt sich sicherlich nicht jedem Leser erschließt, schon gar nicht Kinder oder Jugendlichen. Steinhöfel wandert teilweise auf einem sprachlich sehr hohem Niveau, das die Lektüre sicherlich auch für den ein oder anderen Erwachsenen zu einer sehr anspruchsvollen Lektüre macht. “Ich hatte ganz vergessen, wie hell ihr seid. Das Licht im Dunkel der Welt. […] ihr strebt der Zukunft als Flammen entgegen: voller Hoffnung, mit dem Glauben an Veränderung.” Zitat, Seite 150 Die Aufmachung und Illustrationen des Buches sind minimalistisch, spiegeln aber bei näherer Betrachtungsweise den Inhalt des Romans perfekt wieder. Trotz farbgetränkter Geschichte scheint mir die Konzentration der Illustrationen auf die Farben goldgelb, schwarz und weiß als die ideal. Ohne den Inhalt und Verlauf der Geschichte vorweg zu nehmen, möchte ich auf Steinhöfels wunderschöne Verwebung der einzelnen Protagonisten hinweisen. Auch wenn Felix und seine Eltern den zentralen Kern der Geschichte darstellen, schienen mir sämtliche Nebendarsteller wichtiger Bestandteil des großen Ganzen zu sein. Das Gerüst der Story präsentierte sich mir wie ein riesiges Spinnennetz, in dem die Ereignisse, Personen und Orte kunstvoll miteinander verwoben sind. “Nur hier findet der Junge wirklich Ruhe, nur hier schweigt sein Kopf, der sonst schier zu zerbersten droht unter den unaufhörlichen und gleichzeitigen Eindrücken kaskadischer Worte und disharmonischer Musik, und nur hier schweigt sein Körper, in dem jede Farbe, sobald sie seine Augen trifft, einen Geruch erzeugt, jedes Lichtpartikel einen Geschmack, und der von innen verbrennt, weil er Luft als Feuer einatmet, und der sofort wieder abkühlt, weil er sie als Schnee wieder entlässt.” Zitat Seite 105 Durch kursiv gedruckte Gedankengänge einzelner Protagonisten schenkt Steinhöfel der Geschichte eine persönliche Note. Er gibt den Lesern dadurch den Blick auf das Innerste der Figuren frei und ermöglicht es, seine anspruchsvolle Kost besser zu erfassen.

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