Die Mitte der Welt

von Andreas Steinhöfel 
3,9 Sterne bei29 Bewertungen
Die Mitte der Welt
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zwischendenbuecherns avatar

Absolutes Lieblingsbuch!

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Durch das Ohr mitten ins Herz - eine berührende Geschichte gelesen vom weltbesten Sprecher!

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Inhaltsangabe zu "Die Mitte der Welt"

So wie jedes Jahr wurde auch 1999 wieder die Buxtehuder Bulle, ein immerhin mit 10.000 DM ausgestatteter Preis, für das beste Jugendbuch vergeben. Ausgezeichnet hat die Jury den Roman Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel. Vor ihm wurden bereits Autoren wie Michael Ende und Ralf Isau mit der begehrten Bulle prämiert. Die Mitte der Welt ist die Geschichte eines Zwillingspaares, Phil und Dianne. Die beiden werden von ihrer Mutter, Glass, alleine groß gezogen. Die Umstände ihrer Geburt sind ziemlich ungewöhnlich und auch die junge Glass, kaum 18 Jahre alt, paßt nicht in das Klischee der perfekten Mutter. Doch eines gibt sie ihren Kindern mit: "Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht aus dem Weg, aber laßt euch niemals vorschreiben, wie ihr zu leben habt." Es sind keine leichten Kämpfe, die Dianne und Phil führen. Phil erkennt mit zunehmendem Alter, daß er homosexuell ist. Er findet einen Freund, doch leider bleiben bei der ersten großen Liebe die maßlosen Enttäuschungen nicht aus. Die poetische Sprache Steinhöfels sind eine Stärke des Buches. Zum anderen erzählt er nicht nur die Geschichte einer Pubertät, die mit dem Coming-out des Jungen endet. Nein, jede Figur hat ihre Geschichte und natürlich ihre eigenen Geheimnisse, die sich langsam vor den Augen des Lesers entwickeln. Der humorvolle Ton, die Slapstick-Einlagen, erinnern an John Irvings Hotel New Hampshire Ein ausgezeichneter Jugendroman -- auch für Erwachsene. --Manuela Haselberger

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783867425612
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Silberfisch
Erscheinungsdatum:28.08.2015
Das aktuelle Buch ist am 01.01.2005 bei Süddeutsche Zeitung / Bibliothek erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MiGus avatar
    MiGuvor 5 Monaten
    Offenherzig und außergewöhnlich

    Kurzbeschreibung
    Phils Leben scheint alles andere als normal zu sein. Der 17 jährige leb mit einer chaotischen Mutter und seiner verschlossenen Zwillingsschwester in einem alten Landhaus zusammen. Um ihn herum gibt es nur ungewöhnliche Menschen.
    Als er sich in Nicholas verliebt weiß er, dieses Jahr wird endgültig über seine Zukunft entscheiden.

    Eindruck
    Jugendliche haben es nicht immer leicht, schon gar nicht wenn sie das erste Mal richtig heftig verliebt sind und nicht so recht wissen, wohin sie mit all den Emotionen sollen.
    Andreas Steinhöfel erzählt hier die Geschichte von Phil, der in einer recht ungewöhnlichen Familie lebt.
    Dabei erzählt die Hauptfigur Phil in der Ich-Perspektive und wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
    Seine Mutter ist ein regelrechter „Freigeist“, alleinerziehend und besitzt eine gewisse Anziehungskraft. Mit ihrer freien Art eckt sie prompt in der Nachbarschaft an. Doch da ist auch Phils Schwester, die aus unerfindlichen Gründen immer verschlossener und schroffer wird.
    Als wäre dies nicht genug, verliebt er sich sehr heftig in seinen Mitschüler Nicholas und so fällt es ihm schwer, sich mit all seinen Gedanken jemanden anzuvertrauen, denn scheinbar hat jeder in seiner Familie Probleme und Geheimnisse.
    Sehr gekonnt werden hier verschiedene Handlungsstränge innerhalb der Familie zusammengeführt und am Ende aufgelöst.
    Phils Sexualität und das Entdecken dieser, die auf offene aber behutsame Art thematisiert wird, bleiben aber wie ein roter Faden konstant bis zum Schluss erhalten.
    Einige Wendungen sind vorhersehbar andere wiederum überraschend und so bietet die Geschichte genügend Abwechslung, um interessant zu bleiben, dennoch besitzt sie auch einige Längen, obwohl es sich hier um eine gekürzte Lesung handelt.
    Ich denke, dies liegt einfach am sehr detaillierten und bildhaften Schreibstil/Erzählstil.
    Leider irritierten mich auch ab und zu die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

    Die Charaktere waren zugebenermaßen etwas schwierig, denn irgendwie haben scheinbar wirklich alle Personen ihre Macken.
    Alle hatten ihre Geheimnisse, Verletzungen usw. und so schön es auch war, das es sich hier um Menschen mit Ecken und Kanten handelte, war es mir irgendwie etwas zuviel.
    Dies nahm mir ein wenig die Glaubwürdigkeit einiger Personen.
    Dennoch ist es dem Autor gelungen, bestimmte Charaktere so hervorzuheben, dass ich mit ihnen etwas sympathisierte oder eben nicht auch.

    Eigentlich gehört Rufus Beck mit zu meinen Lieblingssprechern aber hier gab es für mich einen kleinen Kritikpunkt.
    Obwohl er an sich mit einer sehr angenehmen Stimme und einem ruhigen Erzählton vorliest, verfiel er meines Erachtens gerade bei den weiblichen Figuren in einem leicht nasalen Ton. Dies empfand ich als störend und unpassend.

    Fazit
    „Die Mitte der Welt“ ist eine außergewöhnliche und offenherzige Geschichte, die aber auch ein paar kleine Schwächen besitzt.
    Ich denke sie kann jugendliche und erwachsene Leser gleichermaßen ansprechen und eignet sich obendrauf als Diskussionsstoff Leserunden in der Schule und Ähnliches.

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 5 Jahren
    Außenseiterfamiliensaga "Die Mitte der Welt" -Andreas Steinhövel

    Andreas Steinhöfel ist ein Kinder-/ Jugendbuchautor den ich sehr schätze. Mit seinen „Rico“ Romanen hat er uns begeistert.

    Auch mit dem „Mechanischen Prinz“ ist ihm ein grandioses Jugendbuch gelungen welches ein schwieriges , ernstes Thema spannend und eindrücklich zum selbstdenken umsetzt.

    Vorliegendes Hörbuch „Die Mitte der Welt“ richtet sich an Jugendliche. Erzählt wird in traumhaft schöner Sprache von einer Familie, Mutter und siebzehnjährige Zwillinge ein Mädchen und ein Junge die in einem kleinen englischen Ort, in einer wie verwunschen wirkenden Villa namens „Visible“ wohnen. Die sogenannten kleinen Leute (Randy Newmans „Short people“ ) , von der Familie gerne die Jenseitigen genannt , machen ihnen das Leben nicht leicht. Sie sind Außenseiter seit ihre Mutter in Visible ankam. Der Sohn, Erzähler der Geschichte ist homosexuell und wie mit 17 üblich auf der Suche nach sich selbst. Sein Outing und seine Sehnsucht und Suche nach Nr. 3, ihrem geheimnisvollen gemeinsamen Vater aus Amerika, den ihnen die Mutter immer vorenthält und über den sie sich weigert zu sprechen bilden den Plot des Romans.

    Verwirrend fand ich die Zeitsprünge was am Hörbuchformat lag und auch am ungewohnt eintönigen Leseduktus von Sprecher Rufus Beck.

    Wäre da nicht diese wunderschöne, berauschende  Sprache gewesen hätte ich das Hörbuch wohl abgebrochen. Die Familien und sonstige Geschichte hat mich nicht erreicht oder gepackt.

    Zu langatmig und nach innen gerichtet und streckenweise humorfrei, wobei es der Story an sich nicht daran fehlt, besonders was die "kleinen Leute" vulgo überall anzutreffenden "üblichen Spießer", angeht, erzählte der Hauptprotagonist.

     

    Wer allerdings an der Thematik interessiert ist, der Alterszielgruppe entspricht, sich als  Außenseiter fühlt oder es ist, sowie Homosexuelle beiderlei Geschlechts und Vatersuchende finden hier eine breit angelegte mutmachende  Patchworkfamiliensaga die allein schon durch ihren herrlichen sprachlichen Charme punkten kann und einige schöne Weis- und Wahrheiten enthält.

     

    Kommentare: 1
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    kaputtePuppes avatar
    kaputtePuppevor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel

    Ich war enttäuscht davon. Die Art wie es gelesen wird sagt mir so gar nicht zu, ich hatte mir teilweise auch den Tonfall oder die Art wie Namen ausgesprochen wurden ganz anders vorgestellt.

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    zwischendenbuecherns avatar
    zwischendenbuechernvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Absolutes Lieblingsbuch!
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    ichundelaines avatar
    ichundelainevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Durch das Ohr mitten ins Herz - eine berührende Geschichte gelesen vom weltbesten Sprecher!
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    MirjamMuenteferings avatar
    MirjamMuenteferingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Andreas Steinhöfel ist ein toller Autor, dessen Geschichten zu Herzen gehen. Rufus Beck ist ein genialer Sprecher. Beides zusammen: Super!
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    L
    lelu
    adas avatar
    ada
    Opals avatar
    Opalvor 8 Monaten
    Marie_Davidss avatar
    Marie_Davidsvor 9 Monaten

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